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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

E&hemaligWerF Nutze`r (w#5027.11)


Ich würde wohl auch Hund essen oder Katze. Es gibt ja auch Länder da gehören Meerschweinchen auf den Speiseplan. Ich hab da kein Problem mit Tiere erst noch zu streicheln und dann zu essen. Ich bin da sehr pragmatisch.

Meine Lieblingstiere sind Enten. Ich hätte gerne später auch einige als Haustier. Und trotzdem esse ich Ente auch gerne Mal beim Asiaten.

Ich fände es allgemein nur schöner wenn die Massenproduktion gestoppt werden würde. Und deswegen kaufe ich beim Bauern meines Vertrauens mein Fleisch.

T/imba8tukxu


BlueBlueSky

Und Sina die Aussage finde ich mit verlaub nicht sehr durchdacht. Wer hat denn definiert, dass es Nutztiere sind? Das steht nicht in den Genen, das waren Menschen, weil sie die Tiere nutzen. Das ist so wie wenn ein Mann sagt "Frauen sind nun mal für den Haushalt da". Ne, das hat eine patriarchalische Gesellschaft vielleicht so definiert.

Das war ja kein Zufall. In grauer Vorzeit war die Nahrungsbeschaffung eine körperlich anstrengende Tätigkeit. Männer waren aufgrund ihrer Stärke einfach besser dafür geeignet. Dass sie auf die Jagd gingen und die Frauen sich um Heim und Kinder kümmerten war aus damaliger Sicht einfach perfekte Arbeitsteilung. Heute, wo die Nahrungsbeschaffung durch eine Autofahrt zum Supermarkt erledigt wird, sind die Bedingungen zwar anders und diese Form der Arbeitsteilung nicht mehr zwingend notwendig, aber das ist kein Grund so zu tun, als seien Frauen seit Anbeginn der Menschheit nur so zum Spaß an den Herd gefesselt worden. Genauso verhält es sich mit (Nutz-)Tieren. Hätte der Mensch in grauer Vorzeit sich gewisse Tierarten nicht nutzbar gemacht, wären wir nicht da, wo wir heute sind. Vielleicht wäre die Menschheit sogar früh ausgestorben, wer weiß? So besehen ist es durchaus sinnvoll, gewisse Tiere als Nutztiere zu bezeichnen (und auch zu nutzen), selbst wenn es nicht in deren Genen verankert ist, dem Mensch zu dienen. ;-)

Tgimbyatnuxku


Riffard

Esse ja selber wie gesagt auch Fleisch, weil es mir anerzogen wurde, aber Nutztiere ist Schwachsinn.

Nein, Schwachsinn ist das ganz sicher nicht. Es ist eine Definition, die von Kultur zu Kultur anders sein kann, ja, sogar innerhalb einer Kultur von Individuum zu Individuum anders sein kann. Für den Fleischkonsumenten ist das Schwein nun mal ein Nutztier, für den Veganer nicht. Den Begriff als Schwachsinn zu disqualifizieren ist dasselbe wie jede andere Meinung als die eigene als Schwachsinn zu bezeichnen und das wollen wir als erwachsene Diskutanten doch nicht, oder?

Es sind genauso Lebewesen wie alle anderen die ein Recht auf Leben haben.

Haben sie das? Woraus leitet sich das ab? Hat eine Fliege auch ein Recht auf Leben? Wie ist das bei Tieren untereinander? Wenn der Gepard die Gazelle tötet, wer kümmert sich da um das Recht auf Leben? Fragen über Fragen.

Einen Hund essen wir nicht, warum? Weil es eben nicht als Nutztier "abgestempelt" wurde, wär dem anders wär er wahrscheinlich auch jeden Sonntag mit Reis und Salat am Teller, dazu ein gutes Bier.

Dass wir Hunde nicht essen ist kulturell bedingt. Andere Kulturen essen Hunde. Und dass das "Recht auf Leben" bei Hunden ebenfalls nicht dem "Recht auf Leben" bei Menschen entspricht siehst du schon daran, dass unheilbar erkrankte Hunde eingeschläfert werden, was bei Menschen ein Tötungsdelikt wäre.

B`luenBl[ueSkxy


"Es ist ein Nutztier" ist aber dann eben keine Rechtfertigung sondern eine Definition. Genauso wie die Sklavenhalter einen Sklaven als "Nutzmensch" angesehen haben. Jedes Lebewesen auf der Erde existiert einfach. Wir haben keinen Zweck, der uns von irgendeinem Gott zugeteilt wurde. Ein Schwein existiert ebensowenig um gegessen zu werden, wie ein dunkelhäutiger Mensch existiert hat um von uns versklavt zu werden. Es ist trotzdem passiert. Aber nicht weil es so vorgesehen war, sondern weil sich jemand anderes via "Recht" des Stärkeren herausgenommen hat, es so zu machen.

p}ri!nses:sal}lxe


Es ist auch richtig, dass der Mensch erst so weit durch Fleisch gekommen ist.

Andererseits ist es so, dass wir uns ständig weiter entwickeln. Das ist nötig und wichtig. Das Fleisch war nötig für ein größeres Gehirn, allerdings können wir inzwischen auch durch Pflanzen unseren Energiebedarf decken.

Entwicklung ist wichtig und nötig, Statik ist der Feind jeder Spezies, die überleben will. Von daher gilt das Argument nicht, dass wir es in den letzten tausend Jahren so gemacht haben...

E0hemahligerI Nutzer )(Y#58x0649)


Genau das denke ich mir auch. Jeder darf das gerne handhaben wie er möchte, so lange er nicht versucht mich zu missionieren.

Ich habe eher den Eindruck, dass der Fadenstarter keine Fleischesser missionieren wollte, sondern Vegetarier und Veganer provozieren wollte. Aber plötzlich sehen sich hier die Fleischesser in einer Verteidigungsposition. Hallo? Was erwartet man als Fleischesser denn bei so einem Fadentitel? Dass die Vegetarier und Veganer bzw. Tierschützer zustimmen und sagen: klar, es gibt keine Argumente für Fleisch. Na und? Tötet die Tiere einfach so, ohne dass etwas dafür spricht? Der Fadentitel war eine Provokation, nicht andersherum.

ENhemalitger Nutzer6 (#574x413)


Ich habe eher den Eindruck, dass der Fadenstarter keine Fleischesser missionieren wollte, sondern Vegetarier und Veganer provozieren wollte. Aber plötzlich sehen sich hier die Fleischesser in einer Verteidigungsposition. Hallo? Was erwartet man als Fleischesser denn bei so einem Fadentitel? Dass die Vegetarier und Veganer bzw. Tierschützer zustimmen und sagen: klar, es gibt keine Argumente für Fleisch. Na und? Tötet die Tiere einfach so, ohne dass etwas dafür spricht? Der Fadentitel war eine Provokation, nicht andersherum.

Ich kann nur für mich sprechen, aber so gut wie alle Diskussionen die ich bezüglich dieses Themas geführt habe gingen von Fleischessern aus. Würde mich nicht wundern wenn das bei anderen ähnlich ist.

Finde es immer schade wie abfällig und komplett stur gedacht wird. Als Vegetarier und Veganer toleriert man die fleischessende Seite oft genug, sucht Lösungsansätze oder versucht sich etwas damit auseinander zu setzten. Anders herum stößt man oft auf taube Ohren.

Wialki?ngGQhxost


@ Timbatuku

Das war ja kein Zufall. In grauer Vorzeit war die Nahrungsbeschaffung eine körperlich anstrengende Tätigkeit. Männer waren aufgrund ihrer Stärke einfach besser dafür geeignet. Dass sie auf die Jagd gingen und die Frauen sich um Heim und Kinder kümmerten war aus damaliger Sicht einfach perfekte Arbeitsteilung. Heute, wo die Nahrungsbeschaffung durch eine Autofahrt zum Supermarkt erledigt wird, sind die Bedingungen zwar anders und diese Form der Arbeitsteilung nicht mehr zwingend notwendig, aber das ist kein Grund so zu tun, als seien Frauen seit Anbeginn der Menschheit nur so zum Spaß an den Herd gefesselt worden. Genauso verhält es sich mit (Nutz-)Tieren. Hätte der Mensch in grauer Vorzeit sich gewisse Tierarten nicht nutzbar gemacht, wären wir nicht da, wo wir heute sind. Vielleicht wäre die Menschheit sogar früh ausgestorben, wer weiß? So besehen ist es durchaus sinnvoll, gewisse Tiere als Nutztiere zu bezeichnen (und auch zu nutzen), selbst wenn es nicht in deren Genen verankert ist, dem Mensch zu dienen. ;-)

Allerdings hat dieser biologistische Erklärungsansatz für jede zukünftig stattfindende Progression genauso wenig Relevanz, wie Frau heute noch an den Herd gehört. Man kann bestimmte Verhaltensweisen nun mal nicht mit der Evolution rechtfertigen und sich gleichzeitig weiterer Veränderung versperren.

EDhema!li(ger N%utzerx (#5806x49)


Suppenfleisch und WalkingGhost

:)^ :)^ :)^

S$helNby xT.


Als Vegetarier und Veganer toleriert man die fleischessende Seite oft genug[...] Anders herum stößt man oft auf taube Ohren.

Warum sollte ich, als Fleischesser, Veganer oder Vegetarier nicht tolerieren? Die Vegetarier machen etwas nicht, was ich aber tue, nämlich Fleisch essen. Das schadet mir doch in keinster Weise ":/ Ebensowenig wie mich, als TV-Konsumierer, interessiert, wenn jemand keinen Fernseher hat. Ich versteh die angebliche Logik nicht ? ":/

E$hemaTligYer SNuVtzer <(#5800649x)


Shelby T.

Leider denken nicht alle so wie du. Und mit Sicherheit gibt es auch unerträgliche Vegetarier oder Veganer. Aber ich kenne die von Suppenfleisch beschriebene Situation zumindest sehr gut.

WEalBkingGho~sxt


@ Shelby T.

Warum sollte ich, als Fleischesser, Veganer oder Vegetarier nicht tolerieren? Die Vegetarier machen etwas nicht, was ich aber tue, nämlich Fleisch essen. Das schadet mir doch in keinster Weise ":/ Ebensowenig wie mich, als TV-Konsumierer, interessiert, wenn jemand keinen Fernseher hat. Ich versteh die angebliche Logik nicht ? ":/

Ich verstehe, was du meinst. Meistens kommt das wohl so zustande, dass von irgendeiner Seite ein definitiv blödsinniges Argument gebracht wird. Anstatt sich darauf zu verständigen, dass es da nur ein Richtig und ein Falsch geben kann (nicht in Bezug auf die Frage "Fleisch ja oder nein?", sondern einfach nur auf dieses Einzel-Argument), kommt dann irgendwas im Sinne von "Ich toleriere dich, also toleriere du mich bitte auch". Das halte ich für eine unglaublich schwache Diskussionsweise, weil sich eine Seite erst ins Lächerliche ziehen lassen muss, um dann mit dem Verweis auf gegenseitige Toleranz abgespeist zu werden.

B.lueB7luexSky


Ich kann das Problem auch nicht nachvollziehen. Aber im Bekanntenkreis habe ich schon massivst oft erlebt, dass Vegetarier oder Veganer, die nichts anderes gemacht hatten außer sich ein vegetarisches/veganes Gericht zu bestellen, auf einmal mit "Rechtfertigungen" der Kategorie einstelliger IQ überhäuft wurden.

Ähnlich eben wie dieser Faden - der ja auch von einem Fleischesser ausgeht. Und wehe da antwortet der Veg-x-er dann drauf. Dann missioniert er.

Umgekehrt ist es mir tatsächlich erst einmal passiert, dass ein Pelzträger auf seinen Pelz angesprochen wurde ohne das zu provozieren. Da weiß ich allerdings nicht ob die Ansprechende Veganerin/Vegetarierin war. Und diese Ansprache war sehr viel freundlicher als die oben geschilderten Rechtfertigungsversuche.

p-rinBsessAalNlxe


In meinen Augen muss man sich nicht für alles rechtfertigen, was man tut, auch wenn es jemand anderem wehtut. Es ist aber natürlich besser, nicht ständig aus Impuls/Bequemlichkeit zu handeln, sondern auch Gründe dafür zu haben. Dennoch sollte man moralische Maßstäbe haben und diese auch anlegen, gerade was die Interaktion mit anderen Menschen betrifft.

Man muss sich auf der anderen Seite niemals für etwas rechtfertigen, was man nicht tut, wenn es niemanden direkt schadet, Stichpunkt Vegetarismus/Veganismus.

Niemandem tut es weh, wenn jemand auf Fleisch oder tierische Produkte verzichtet. Genauso tut es auch niemandem weh, wenn diese Menschen sagen, dass sie es verurteilen.

B2lueBlxueSky


WalkingGhost ich geb dir völlig Recht. Argumente können durchaus komplett schwachsinnig sein, und das hat nichts mit Toleranz zu tun sie dann stehen zu lassen. Und die meisten hier genannten Argumente sind eben genau das. Traurig finde ich eher, wie viele Leute sich dann, obwohl das Argument offensichtlicher Unsinn ist, diesem Argument anschließen, nur weil es ihre Lebensweise verteidigt. Es spricht als Fleischesser nicht für mich, wenn ich Leuten zustimme, die mit "der Löwe...", "mein Gebiss..." oder "Nutztiere..." ankommen. Es ist ein Zeichen von Reflektionsfähigkeit auch Argumente die für die eigene Verhaltensweise sprechen kritisch zu hinterfragen.

Oder kurz: Wenn ein Argument Blödsinn ist, dann ist es Blödsinn, auch wenn es mein Verhalten rechtfertigen soll.

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