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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

ENhemalige.r Nutazer (#x580649)


Am WE sagte eine Bekannte, als es um vegane Rezepte ging, sie finde Veganismus dumm. Außerdem wisse sie gar nicht richtig, was vegan ist und wolle es auch nicht wissen. Schließlich sind Tiere zum Essen da. Tut mir leid, da musste ich einfach diskutieren. 1. Wie kann man gegen etwas sein, was man nicht kennt. 2. Wie kann man so stur und überheblich sein, etwas explizit nicht wissen zu wollen. 3. Wieso sind Tiere zum Essen da? Wer legt das fest?

Natürlich musste ich mir am Ende den Vorwurf anhören, dass Vegetarier immer angriffslustig sind und Fleischesser überzeugen wollen. Ich wollte sie nicht vom Veganismus sondern vom Denken überzeugen.

pvrionses@salxle


Ignoranz ist schrecklich, ich weiß. Sie wird auch nie verschwinden.

Aber gegen echte Ignoranz kann man kaum etwas tun... Leider.

Es sind aber auch weniger Menschen ignorant (was Ernährung betrifft), als man denkt. Einige denken nur gar nicht darüber nach, was sie essen. Wenn sie dann das Gefühl haben angegriffen zu werden, kommen sie in Bedrängnis, und wenige Menschen geben gern zu, dass sie darüber nie nachgedacht haben, weil das eben verurteilt wird.

Das betrifft Ernährung im Allgemeinen, nicht nur die Geschichte mit den Tieren.

B"lueBlDufeSxky


My point, kto libo. Mir wurde ja hier im Faden auch schon unterstellt ich sei eine missionierende Veganerin. Ich esse Fleisch (wie die Person wüsste wenn sie meine Beiträge gelesen hätte). Aber ich reflektiere halt auch Argumente die dazu gedacht sind meinen Standpunkt zu unterstützen. Und wenn sie schlecht sind bricht mir kein Zacken aus der Krone wenn ich das sage. Das hat nix mit missionieren zu tun. Nur mit denken.

E:hemaligter vNutzJer (#:580649x)


BlueBlueSky

Wie bei mir. Ich esse auch Fleisch. Aber ich verstehe die Argumente von Nichtfleischessern. Oft ist mir bei dem Gedanken, wo das Fleisch herkommt, auch nicht wohl. Aber ich bin sowieso einer von den momentan so verlachten Gutmenschen ;-) Ich habe mich mal eine Zeit lang vegan ernährt, aber er nervt mich, überall zu fragen, was das ist, was da dran ist oder mich zu erklären. Jetzt esse ich oft vegan oder vegetarisch. Wenn andere kochen, esse ich mit. Ich fühle mich auch unhöflich, wenn ich ein angebotenes Essen ablehne. Außerdem denke ich, weniger Fleisch-Binge-eating ist schon mal ein Anfang ...

Smh5elbxy T.


Gut, es mag an der Sichtweise liegen, aber grundsätzlich fällt mir auf, dass man, als Fleischesser, meistens in der Verteidigungsposition ist.

Ich habe hier im Faden auch schon gelesen "Fleisch essen ist Mord" (sinngemäß), und dass man kein Fleisch essen muss. Das mag sein, aber man kann. Und ich glaube mit dieser Intention hat der TE den Faden eröffnet.

Auch er scheint sich ständig (oder häufig) in der Position zu befinden, seine Fleischkonsum begründen zu müssen. Was er ja nicht möchte, vergl.:

es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

Es mag auch sein, dass die meisten Veganer/Vegetarier eine Fleischesser (oder Omnivore) nicht direkt oder auch nicht bewusst "anmachen", aber ungefragt zu erklären, dass man auf Fleisch verzichtet, weil die Tiere so leiden müssen, impliziert doch: "DU Fleischesser bist schuld das Tier leiden müssen!" Und zack, Fronten geklärt, Fleischesser ist in der (Erklärungs-)Defensive.

E4hemalligeLr Nutzer (#358064x9)


Es mag auch sein, dass die meisten Veganer/Vegetarier eine Fleischesser (oder Omnivore) nicht direkt oder auch nicht bewusst "anmachen", aber ungefragt zu erklären, dass man auf Fleisch verzichtet, weil die Tiere so leiden müssen, impliziert doch: "DU Fleischesser bist schuld das Tier leiden müssen!" Und zack, Fronten geklärt, Fleischesser ist in der (Erklärungs-)Defensive.

Ich erlebe das eher so:

Fleischesser: Was, du isst kein Fleisch? Du weißt aber schon, dass der Körper Fleisch braucht. Der Mensch ist schließlich ein Allesfresser.

Vegetarier: Ich komme auch so zurecht, ich bin gesund und mir fehlt nichts.

Fleischesser: Langfristig wirst du aber Schäden bekommen. Warum isst du kein Fleisch?

Vegetarier: Ich bin gegen Massentierhaltung.

Fleischesser: Das Fleisch, was ich esse, kommt von glücklichen Tieren.

Vegetarier: Naja, ich glaube nicht, dass ein Tier glücklich ist, wenn es getötet wird.

Fleischesser: Willst du sagen, dass ich ein Mörder bin ???

SNhel*byx T.


Fleisch essen ist Mord... Reicht das nicht? Fleisch essen ist moralisch absolut nicht vertretbar

Gleich die erste Antwort nach dem Eröffnungsbeitrag! Die Richtung war also klar!

Weiter ging es:

Der Mensch ist ein Allesfresser. Folglich frisst er alles, was man essen kann. Dazu braucht es keinen Grund.

Wenn man so denkt, muss sich auch niemand rechtfertigen, der andere Menschen isst.

Vernünftige Argumente? Oder billige Provokation?

p rinsYessaxllxe


Wenn ich sofort defensiv werde, weil jemand seine persönliche Einstellung mitteilt und erläutert (ohne mich anzugreifen), dann ist das wohl eher mein Problem, ganz ehrlich.

SUhe(lby xT.


seine persönliche Einstellung mitteilt und erläutert (ohne mich anzugreifen),

aber ungefragt zu erklären, dass man auf Fleisch verzichtet, weil die Tiere so leiden müssen, impliziert doch: "DU Fleischesser bist schuld das Tier leiden müssen!"

DAS ist ein Angriff!

p]rinslessallxe


Das war bezogen darauf, dass viele sich alleine schon von der Aussage "Ich esse kein Fleisch, weil ich die Tiere liebe." angegriffen fühlen.

Oder eben von der Aussage "Ich esse Fleisch, weil es mir schmeckt."

E"hemaligerM Nu}tzer^ (#580x649)


Shelby

Gleich die erste Antwort nach dem Eröffnungsbeitrag! Die Richtung war also klar!

Ich gebe Dir Recht, die erste Antwort war ein Angriff. Allerdings habe ich schon die Überschrift des Fadens als Provokation empfunden. Und sehr bald vielen Worte wie "die Vegetarier kommen aus ihren Löchern" und die "Tiere sind mir schnurz" Da kann ich mich mehr mit den Vegetariern hier identifizieren.

pDriknserssallxe


Die markierte Aussage impliziert etwas, aber sie enthält keine Beschuldigung.

Dass Tiere beim Sterben und in der Massentierhaltung leiden, ist Fakt und somit als Begründung legitim.

Das ist kein Angriff. Es geht nicht immer um die anderen bei solchen Aussagen.

Wenn ich sage "Ich bin unzufrieden damit, dass ich nur einmal in der Woche zum Putzen komme, weil die Wohnung dann so schmutzig ist.", dann können einige zwar verstehen "DU bist ein schmutziger Mensch, weil du auch nicht so oft putzt, das ist ganz ekelhaft!", aber das ist eine Interpretation dessen, was gesagt wurde.

SJhe:lbyL xT.


Das ist kein Angriff. Es geht nicht immer um die anderen bei solchen Aussagen.

Dein Freund läuft mit Dir auf der Straße. Du hast kurze schwarze Haare. Ein langhaarige Blondine kommt vorbei.

Dein Freund sagt: "Wow, sieht die toll aus!!"

Dann würden Dir viel Männer (sicherlich auch Frauen ;-) ) erklären, das

ist Fakt, und somit [...] legitim.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Du nicht beleidigt, oder zumindest verletzt wärst, obwohl von Dir gar keine Rede war.

BYlue>B+lueSxky


Es ist nun mal eine Tatsache, dass ein ethischer Vegetarier/Veganer auf Fleisch verzichtet, weil er es falsch findet Tiere zu essen. Das lässt sich auch nicht ändern. Wenn man sich jetzt schon allein durch die Anwesenheit einer solchen Person angegriffen fühlt, dann kann einem halt auch keiner helfen. Soll derjenige jetzt auf die Frage nach seinen Motiven (die bisher IMMER kam, wenn ich eine solche Diskussion erlebt habe) lügen, damit sich der Fleischesser nicht kritisiert fühlt?

Und was das "DU Fleischesser bist schuld dass die Tiere leiden müssen" angeht: Stimmt doch. Es gibt glaube ich in unserer Gesellschaft niemanden, der sicherstellen kann, dass er nur leidfreies (gibts das?) Fleisch isst. Wenn man damit schon in implizierter Version nicht klarkommt, dann hat man m.E. ein viel größeres Problem als die Existenz von Leuten die es besser machen als man selbst.

Die Antwort mit dem Menschen essen finde ich auf "der Mensch frisst nun mal alles was man essen kann" durchaus valide, weil die Aussage einfach Blödsinn war. Man kann eben, ganz objektiv, auch Menschen essen.

Als Provokation empfinde ich auch eher den Eingangsbeitrag. Wenn man kein Problem mit seinem Fleischkonsum sieht, wieso macht man dann einen Faden auf im Tenor "ich muss mich nicht rechtfertigen, püh!!!". Für etwas, dass ich als völlig unproblematisch ansehe, sagen wir mal, dass ich gern im Sommer im See schwimmen gehe, mache ich keine Rechtfertigungsthreads auf. Ich sehe als Zweck also nur entweder Provokation oder den Versuch, das eigene Gewissen zu beruhigen indem man andere findet die einem zustimmen.

EohemaligerA Nutzer (#x580649)


aber ungefragt zu erklären, dass man auf Fleisch verzichtet, weil die Tiere so leiden müssen, **impliziert doch: "DU Fleischesser bist schuld das Tier leiden müssen!"

Falls sich das auf mein Posting bezog: da war es ja so, dass der Vegetarier provokativ gefragt wurde, warum er denn kein Fleisch esse. obwohl der Mensch das brauche.

Und ich gebe Prinsessalle Recht: Auch wenn es die Gefühle der Fleischesser verletzen mag: Tiere werden in Massentierhaltung gehalten (der Käufer kennt die Bedingungen meist nicht) und Tiere müssen getötet werden, ehe man sie essen kann. Wie moralisch oder unmoralisch man das finde möchte, muss jeder selbst entscheiden. Aber wären es süße Welpen oder Katzenbabies statt Ferkeln und Kälbern, würden die meisten vermutlich "Geschmacklos" und "Unmenschlich " schreien. Falls jetzt der Vorwurf der Provokation kommt, frage ich: Wieso? Wieso legt der Mensch fest, welches Tier gestreichelt und welches getötet wird? Das frage ich als fleischessender, manchmal grübelnder Mensch.

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