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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

E3hemaleiger NButzer (i#458871)


Ich würde es nur eben begrüßen wenn mehr Menschen auf diesen Zug mit aufspringen. Und in den letzten Jahrzehnten hat sich diesbezüglich auch viel getan.

M.E. wäre es besser, wenn sich ALLE Menschen in ihrem Fleischkonsum MÄSSIGEN würden, anstatt dass sich ein paar Prozent zu einem doch sehr radikalen Schritt entscheiden, um zu kompensieren, dass der Rest munter riesige Schnitzel herunterschlingt.

Nun, du möchtest, dass keiner die AfD wählt. Wenn du dich dann mit jemandem unterhältst, der die AfD wählen möchte und merkwürdige Argumente bringt, die du widerlegen kannst, dann diskutierst du doch sicher auch, oder?

Nö. Ich missioniere grundsätzlich nicht im Bekanntenkreis und schon gar nicht bei Fremden. Wäre es mein Freund, würde ich mit ihm diskutieren, allerdings wären wir nie zusammen gekommen, wenn er solche politischen Ansichten hätte. Ich würde aber auch niemals eine Beziehung zu einem Vegetarier eingehen, dafür ist mir Kochen - mit Fleisch und Fisch - viel zu wichtig. Das komplette Essenserlebnis, wie Du so schön schreibst.

Bnlue4BnlueSkxy


Ich finde es hat auch nichts mit missionieren zu tun in einer Diskussion andere von seinem Standpunkt überzeugen zu wollen. Wo ist unsere Diskussionskultur hin wenn immer alles gleich als missionieren abgewertet wird?

Was spricht übrigens aus deiner Sicht dagegen jule, wenn sich alle mäßigen und ein paar halt ganz aufhören? Wieso ist es dem mäßigen abträglich wenn einige ganz aufhören? Seien wir ehrlich, für Tiere und Umwelt ist weniger Fleisch immer besser, und noch weniger ist noch besser, usw.

Insofern finde ich es auch toll wenn möglichst viele Leute Vegetarier/Veganer sind, genauso wie ich es gut finde wenn Leute Fairtrade/2nd Hand kaufen, kein Auto fahren, etc. Da sag ich auch nicht "es wäre besser wenn alle weniger Auto fahren statt ein paar gar nicht". Dass ein paar gar nicht fahren hindert dich den Rest nicht dran es zu reduzieren.

Eahem-alieger N,utzer (#57a44x13)


Erst durch diese wenigen Ausreißer die zumindest versuchen etwas dagegen zu tun finden solche Themen überhaupt erst zu der größeren Masse und auch in die Politik, gibt ja genug Beispiele hierfür.

E^h"e/maSlige]r NuAtzer ^(#4598871x)


Was spricht übrigens aus deiner Sicht dagegen jule, wenn sich alle mäßigen und ein paar halt ganz aufhören?

Gar nichts!

Ich finde es hat auch nichts mit missionieren zu tun in einer Diskussion andere von seinem Standpunkt überzeugen zu wollen.

Das kommt darauf an, wie man "diskutiert". Wenn solche Argumente gebracht werden wie an anderer Stelle in diesem Thread, à la "wer Tiere isst, kann auch gleich Menschen essen", dann ist das für mich keine Diskussion mehr. Sondern Missionierung.

Habe mich evtl. missverständlich ausgedrückt, ich meinte, dass ich es besser fände, wenn alle ihren Fleischkonsum einschränken würden, anstatt dass diejenigen, die sich eigentlich nicht dazu entschliessen können, vegetarisch zu leben, unter Druck gesetzt werden. Dass manch einer mit seinem Vegetarierdasein zufrieden ist, finde ich super. Ich wäre es nicht.

Dass ein paar gar nicht fahren hindert dich den Rest nicht dran es zu reduzieren.

Bist Du Dir da so sicher...? Die USA finden doch auch, dass Europa genug für den Umweltschutz tut, da müssen die nicht auch noch ran (etwas plakativ ausgedrückt).

p:riunsepsjsallxe


Ich habe nie jemanden sagen hören "Ich bin kein Vegetarier, weil es davon schon genug gibt." ":/

pHrJi,nsessxalle


Das Problem der USA mit dem Klimawandel bezieht sich übrigens darauf, dass große Teile der Bevölkerung (und der Poliziker) nicht glauben, dass er existiert. Und wenn, dann sind die Menschen nicht daran Schuld.

E.hemal~ig5er Nu)tzer (#4\58871)


@ prinsessalle:

Ich zitiere mich noch mal selbst:

ich meinte, dass ich es besser fände, wenn alle ihren Fleischkonsum einschränken würden, anstatt dass diejenigen, die sich eigentlich nicht dazu entschliessen können, vegetarisch zu leben, unter Druck gesetzt werden. Dass manch einer mit seinem Vegetarierdasein zufrieden ist, finde ich super.

perinsessWalle


@ julejule

Das war auf das Autofahr-Argument bezogen, das du bezweifelt hast und in meinem Verständnis als Analogie gemeint war.

EahemaLligeyr Nutz4er (#4X58871)


Ich glaube schon, dass viele Menschen, wenn es um Umweltschutz geht, denken, es reicht, wenn "die anderen" was tun. Insofern würde es mich nicht verwundern, wenn sie beim Fleischkonsum ähnlich denken, oder gleich "nach mir die Sintflut". Die Japaner (sorry für die Verallgemeinerung, hier ist v.a. die Politik gemeint) scheren sich auch einen Dreck darum, den Walfang drastisch einzuschränken, schliesslich tut der Rest der Welt was. Ich persönlich denke nicht so.

p(rains+essVaxlle


Diese Menschen würden aber auch nichts verändern, wenn es keine Vegetarier gäbe.

B_lueBilueSxky


Ich stimme prinsessalle da zu. Die Leute, die sagen "die andern tun schon genug" würden halt ansonsten sagen "macht ja sonst auch keiner was". Diese Art Leute kannst du nicht mit dem kategorischen Imperativ überzeugen. Für solche Leute gibt es Gesetze und Vorschriften, die sie im Rahmen dessen was die Mehrheit für notwendig erachtet zwingen, das einzuhalten.

Das mit dem Menschen essen hat SO glaub ich keiner gesagt. Es ging nur darum die Aussage "wir essen halt alles" ad absurdum zu führen. Wenn "wir sind Allesfresser also dürfen wir auch alles essen" ein valides Argument wäre, dann wäre eben auch Menschen essen ok. Wenn es bei dem Argument ethisch bedingte Ausnahmen gibt, dann ist es nicht mehr allgemeingültig und es kann auch weitere Ausnahmen (für Tiere) geben.

pFrins9essxalle


Und ich persönlich muss sagen, dass es mir geholfen hat, ein paar Vegetarier und auch zwei Veganer in meinem Umfeld zu haben. Das hat mich sehr motiviert und sie haben meinen letztlichen Beschluss gestärkt.

Denn wer etwas ändern will, wird (oder sollte) willkommen geheißen und bekommt ganz viele Ratschläge. War hier im Forum auch so.

EChema4liger N4utzer 0(#4588x71)


Das mit dem Menschen essen hat SO glaub ich keiner gesagt. Es ging nur darum die Aussage "wir essen halt alles" ad absurdum zu führen.

Wenn Du es als absurd empfindest (korrigier mich, wenn ich Dich falsch verstehe), Fleisch zu essen, musst/solltest Du auch akzeptieren, dass andere es als absurd empfinden, kein Fleisch zu essen. Vegetarier sind keine besseren Menschen. Genauso wie Fahrradfahrer keine besseren Menschen sind als Autofahrer (oder andersherum).

Aber mir persönlich wäre es am liebsten, wenn wir nur Wild (Fleisch & Fisch) essen würden. Wäre nur eben nicht genug für alle da (zumindest Fleisch). Klar ist die industrialisierte Form der Fleisch- und Geflügelproduktion nichts Schönes.

T?imb,aJtiuku


BlueBlueSky

"Es ist ein Nutztier" ist aber dann eben keine Rechtfertigung sondern eine Definition.

Richtig, das sagte ich ja. Es ist vor allem aber eins: Kein Schwachsinn!

Jedes Lebewesen auf der Erde existiert einfach. Wir haben keinen Zweck, der uns von irgendeinem Gott zugeteilt wurde.

Ich glaube, Gott brauchen wir nicht damit zu belästigen. Der Zweck muss aus meiner Sicht nicht durch irgendeine Instanz zugeteilt werden, sondern er ergibt sich einfach. Ein Hecht muss kleine Rotaugen fressen um zu überleben. Folglich haben (für ihn) die Rotaugen den Zweck, ihn zu ernähren. Wahrscheinlich sehen die Rotaugen das ganz anders, aber danach fragt niemand, wenn der Hecht aus seinem Versteck herausschießt und das Rotauge packt. Andererseits hat der Hecht auch den Zweck, durch seine Gefräßigkeit den Bestand an Rotaugen auf einem verträglichen Maß zu halten. Das Ganze nennt man dann wohl "Gleichgewicht der Natur" oder so. Niemand nimmt daran Anstoß, nicht mal Veganer. Man akzeptiert, dass alles in der Natur irgendwie einen Zweck hat. Nur sobald der Mensch involviert ist wird jeglicher Zweck infrage gestellt. Zugegeben, oft genug ist das auch berechtigt, aber eben nicht immer.

Ein Schwein existiert ebensowenig um gegessen zu werden, wie ein dunkelhäutiger Mensch existiert hat um von uns versklavt zu werden.

Bei dem dunkelhäutigen Menschen sind wir uns einig, aber nicht beim Schwein. Aus meiner Sicht existiert es nur, um gegessen zu werden. Mehr noch: Bereits die Befruchtung der Sau hat nur den einen Zweck, Fleisch für die Ernährung der Menschen zu produzieren. Würden alle Menschen, so wie du es dir vielleicht wünschst, aufhören, Schweinefleisch zu essen, dann würde innerhalb kürzester Zeit die Schweinepopulation auf einen winzigen Bruchteil der jetzt vorhandenen schrumpfen oder gar ganz aussterben. Also erzähl mir nicht, dass das Schwein nicht existiert, um gegessen zu werden. Nur deswegen existiert es!

pqrinseHssall5e


Ob das allerdings so gut ist, ist die andere Frage...

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