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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

pRrinfsesksallxe


@ Timbatuku

Ich sprach von einer Möglichkeit, weil hier immer wieder angeführt wird, dass es wohl irgendeinen Zwang gäbe, Fleisch zu verzehren.

Dass man es ganz unbedingt brauche, dass es einfach dazu gehört und man sich nicht dagegen wehren könne.

Ich bin seit sehr kurzer Zeit vegan und war davor vegetarisch, und was ich alles über mich ergehen lassen musste, könnte ein Buch füllen. Super finde ich auch "Also ich könnte das ja überhaupt gar nicht." Die allermeisten Menschen können es, und anstatt ehrlich zu sagen "Also ich möchte es nicht." (fairerweise: das sagen auch einige, aber eben die Minderheit), schiebt man immer wieder andere Dinge vor.

Wer ständig Ausreden hat und nicht zu seinen Entscheidungen stehen kann, der klingt in meinen Ohren sehr unsicher und es ist oft ein Zeichen davon, dass die Überzeugung doch nicht ganz da ist. Mir ging das auch eine ganze Weile so.

Erst, als ich mir selbst eingestanden habe "Ich bin nicht sicher, ob es gerechtfertigt ist, eigentlich möchte ich es nicht, das merke ich, und ich möchte in diesem Punkt endlich dazu stehen", konnte ich eine gesunde Einstellung zum Thema Essen erlangen. Wenn ich mich mit Gemüse vollkommen voll esse, habe ich kein Quäntchen schlechtes Gewissen, gerade wenn das Gemüse aus der Region kommt. Nur durch Selbstehrlichkeit kann man eine gesunde Beziehung zu seinem Essen bekommen, und die haben viele nicht.

Ein Omni, der das für sich selbst geklärt hat, der sich Gedanken um sein Essen gemacht hat und der zu sich selbst ehrlich ist, kann so gesund leben. Ein Omni, der ständig Gefühle verdrängt und nie richtig sein Essverhalten hinterfragt, kann das nicht.

Wenn ich mit Menschen über Ernährung rede, dann wünsche ich mir, dass sie aufhören, sich selbst zu bescheißen, denn das bringt echt niemandem was. Und dabei geht es um die konkrete Auseinandersetzung mit der Frage: Was kann ich vertreten, was nicht? Bezogen auf Gesundheit, Genuss, Umwelt und Moral. Menschen haben eine unterschiedliche Moral in diesem Thema, einige können es vor sich selbst vertreten, Fleisch zu essen, andere nicht, dieses Kennenlernen der eigenen Moral sehe ich als so essenziell an.

EIhemaligier NZutzer (#;580649x)


Planetenwind

Ich habe verschiedene gesundheitliche Probleme und habe wirklich viele verschiedene Ernährungen ausprobiert.

Das beweist doch nicht, dass deshalb vegane Ernährung falsch ist. Dann hast du sicher ein Problem, das nichts mit der Ernährung zu tun hat.

P+laneteXnwind


Das beweist doch nicht, dass deshalb vegane Ernährung falsch ist. Dann hast du sicher ein Problem, das nichts mit der Ernährung zu tun hat.

Naja ich sage es mal so: als ich damals Vegetarier war, hatte ich keine gesundheitlichen Probleme und es bekam mir trotzdem nicht. Die Probleme sind Jahre später aufgetreten und haben mich dazu veranlasst erneut meine Ernährung zu überdenken.

E8he`malige$r Nut.zer )(#458x871)


Was mir nicht einleuchtet ist, warum ich eine Möglichkeit, die sich mir aufgrund meines "sehr großen Gehirns" ;-) offenbart, unbedingt ergreifen soll, nur weil es eine Minderheit gerne so hätte. Wohlgemerkt, es war der von dir gewählte Ausdruck: Möglichkeit. Eine Möglichkeit ist nun mal keine zwingende Notwendigkeit. Ich für meinen Teil möchte von der vorhandenen Möglichkeit keinen Gebrauch machen.

:)^

Ich brauche oder will auch keine Absolution dafür ;-) Ich esse gerne Fleisch. Weil's mir schmeckt. (Allerdings habe ich ein Problem damit, Essen wegzuwerfen, egal ob Fleisch, Gemüse oder Brot.)

Wer ständig Ausreden hat und nicht zu seinen Entscheidungen stehen kann, der klingt in meinen Ohren sehr unsicher und es ist oft ein Zeichen davon, dass die Überzeugung doch nicht ganz da ist. Mir ging das auch eine ganze Weile so.

Und ich stehe zu meiner Entscheidung :-) U.a., weil ich weiss, dass ich vegetarisch leben könnte (mir brauchte ich das nicht zu beweisen, habe es aber trotzdem lange genug getan), aber weil mir dabei ein Grossteil des Essenserlebnisses flöten geht.

Die Argumente der Vegetarier höre ich mir gerne an, solange es nicht ins Missionieren abdriftet. Ich finde es wichtig, dass jeder (Erwachsene), ob Fleischesser oder nicht, über die Abgründe der Massentierproduktion bescheid weiss - und auch die Alternativen kennt (da meine ich jetzt nicht den Vegetarismus). Mein Grauen sind 8jährige, denen nicht bewusst ist, dass in der Bockwurst Fleisch drin ist %-| Und für mich besteht ein Unterschied zwischen dem 2-Euro-Döner und dem Freilandgeflügel und dem Rentierfilet auf dem Teller. Auch wenn für alle drei ein Tier sterben musste. Und auch wenn für so manche Mahlzeit (z.B. Miesmuscheln) dreissig Tiere sterben müssen.

Ndyxis


Frage: Was kann ich vertreten, was nicht? Bezogen auf Gesundheit, Genuss, Umwelt und Moral.

Es geht noch immer (nur) ums Essen, ja? ":/

p!rirnses,salxle


@ julejule

Doch meinte ich gar nicht explizit, aber es ist gut, dass über deine Ernährung nachdenkst.

Und ich denke auch, dass man Kindern von Anfang an vermitteln sollte, dass sie gerade ein anderes Lebewesen essen. Das schützt vor Verschwendung und fördert das Bewusstsein.

@ Nyxis

Ja, und alle diese Sachen sind von der Ernährung betroffen.

Ich finde es schade, wie viele Menschen ihr Essen nicht bewusst genießen können oder ihren Genuss ignorieren, Stichwort Diäten. Essen soll glücklich machen...

WmalkiHngGh^ost


@ Timbatuku

Was mir nicht einleuchtet ist, warum ich eine Möglichkeit, die sich mir aufgrund meines "sehr großen Gehirns" ;-) offenbart, unbedingt ergreifen soll, nur weil es eine Minderheit gerne so hätte. Wohlgemerkt, es war der von dir gewählte Ausdruck: Möglichkeit. Eine Möglichkeit ist nun mal keine zwingende Notwendigkeit. Ich für meinen Teil möchte von der vorhandenen Möglichkeit keinen Gebrauch machen.

Auch du schreibst von einer "Möglichkeit", was absolut korrekt ist. Und ich wiederhole mich: Man muss nicht von jeder sich bietenden Möglichkeit Gebrauch machen und in diesem speziellen Fall will ich das nicht. Mag ja sein, dass man auch ohne Fleisch gesund leben kann, will ich nicht per se abstreiten, aber ganz sicher kann man auch mit Fleisch gesund leben, und das will ich.

Soweit ich mich erinnern kann, gehen diese Diskussionen aber immer von dem Punkt aus, dass der Mensch ein Allesfressergebiss hat und sein "großes Gehirn" nur durch Fleischverzehr entwickeln konnte. Und in der Regel soll damit belegt werden, dass Fleischkonsum eigentlich unerlässlich und Fleischverzicht total ungesund ist und zu kleinen Gehirnen führt. Man bringt dieses Argument ja nicht nur als schmückendes Beiwerk, ohne dass es für oder gegen irgendwas spricht.

Klar ist das richtige Fazit, dass man eben nur die "Möglichkeit" des Fleischverzichts hat, aber ging es jemals darum, jemandem Fleischverzicht aufzudrücken? Es ging wohl eher darum, dass obige Argument erst mal zu entkräften.

ERhemal;iger Nuctzer U(#57'4413x)


Es geht noch immer (nur) ums Essen, ja? ":/

Essen ist so mit das Wichtigste was du in deinem Leben tust. Warum der Sache so wenig Wert zuschreiben?

Klar ist das richtige Fazit, dass man eben nur die "Möglichkeit" des Fleischverzichts hat, aber ging es jemals darum, jemandem Fleischverzicht aufzudrücken? Es ging wohl eher darum, dass obige Argument erst mal zu entkräften.

Den Satz schreibe ich mir auf und werde ihn mir merken. Besser kann mans nicht zusammenfassen!

E:hexmaliYgeSr Nutzedr (#5J80649x)


Da schreibt ein Fleischesser, es gibt keine Argumente für das Fleischessen und schreibt gleich noch mit dazu, dass es ihm egal ist. Daraufhin entbrennt eine Diskussion, warum Veganer und Vegetarier immerzu andere missionieren oder gar zu etwas zwingen wollen ???

EZhe.malig}er Nutzxer (t#458871)


Und ich denke auch, dass man Kindern von Anfang an vermitteln sollte, dass sie gerade ein anderes Lebewesen essen. Das schützt vor Verschwendung und fördert das Bewusstsein.

:)^

Ich hab's leider so erlebt, dass die Vegetarier eher intolerant sind und die Fleischesser in die Verteidigungsposition rutschen, ohne das Thema selbst auf den Tisch gebracht zu haben. Sowas kann ich nicht ab. Kann aber gut verstehen, dass man es als Vegetarier leid ist, für seinen "Verzicht" angegriffen zu werden. Mir steht sowas aber völlig fern. Ich find's gut, dass es Vegetarier gibt, aber für mich ist das nix. Genau wie ich es super finde, wenn Leute komplett ohne Auto auskommen und dann auch mit dem Rad fahren. (Hatte mal einen Kumpel, der irre stolz darauf war, kein Auto zu haben, und der dann doch ernsthaft zu mir sagte: "Ich komme prima ohne Auto aus, ich kann ja immer mit Dir mitfahren!" :|N %-| Boah, war ich sauer. Zumal ich nie Spritgeld verlangt und in der Kneipe brav auf Alkohol verzichtet habe.)

Und wie Vegetarier und Veganer ihren Vitaminbedarf decken, kann mir doch völlig schnurz sein (solange es nicht mein eigenes Kind ist). Sich da einzumischen, finde ich genau so übergriffig, wie Leuten zu erzählen, wie lange "man" stillen sollte. Im Umkehrschluss will ich aber auch nicht als "Mörder" bezeichnet werden, weil ich Fleisch esse. %-| Man glaubt echt nicht, wie tief das Niveau (auf beiden Seiten) sinken kann.

EHhemalDiger *Nutze7r (N#580649x)


Fleischesser in die Verteidigungsposition rutschen, ohne das Thema selbst auf den Tisch gebracht zu haben.

Was sagst du zum Fadentitel?

W;alki/ngGhoxst


@ julejule81

Ich hab's leider so erlebt, dass die Vegetarier eher intolerant sind und die Fleischesser in die Verteidigungsposition rutschen, ohne das Thema selbst auf den Tisch gebracht zu haben.

Viele Vegetarier (ich ebenso) wissen doch ganz genau, dass sie sich selbst in einer ethischen Grauzone bewegen, weil sie Kuppelprodukte der Massentierhaltung (insbesondere Milchprodukte) konsumieren, durch die zwar kein Tier unmittelbar stirbt, aber die ohne den gesamten Prozess auch kaum denkbar wären. Deswegen habe ich noch nicht so sonderlich viele mitteilungsbedürftige Vegetarier erlebt, eigentlich keinen. Natürlich hat auch ein Veganer nicht das Recht, anderen da reinzureden (sofern er es denn tut). Fleischkonsum ist wie gesagt eine persönliche Entscheidung, aber eben auch keine, die nur einen selbst betrifft. Letzteres käme einem völligen Tunnelblick gleich.

@ kto libo

:)^

T`imIbatuxku


prinsessalle

Ich bin seit sehr kurzer Zeit vegan und war davor vegetarisch, und was ich alles über mich ergehen lassen musste, könnte ein Buch füllen. Super finde ich auch "Also ich könnte das ja überhaupt gar nicht." Die allermeisten Menschen können es, und anstatt ehrlich zu sagen "Also ich möchte es nicht." (fairerweise: das sagen auch einige, aber eben die Minderheit), schiebt man immer wieder andere Dinge vor.

Na komm, du musst dich nicht an einem Satz aufhängen bzw. ihn so wörtlich nehmen. Dieses "ich könnte das nicht" ist ein geflügeltes Wort, das sagt man auch, wenn man tatsächlich meint "ich will das nicht". Wenn der unsterblich verliebte Galan seiner Herzensdame ins Ohr flüstert "ich kann ohne dich nicht leben", wird er dennoch nicht gleich tot umfallen, sollte sie sich für einen anderen entscheiden oder sonst wie aus seinem Leben verschwinden.

T0iambaCtuxku


kto libo

Mach doch. Kann Dir doch keiner verbieten. Wenn Du kein Problem mit Tierhaltung und Schlachtung hast und es Dir gesundheitlich gut geht und noch dazu schmeckt ... Wo ist Dein Problem? Wozu brauchst Du die Absolution?

Weder habe ich ein Problem noch brauche ich Absolution. Ich wundere mich nur immer darüber, mit welcher Intensität versucht wird, Fleischkonsumenten ein Problem zu verschaffen, indem man ihnen ein schlechtes Gewissen einreden will.

E>hematliVgeur Nutzer& (#45x8871)


Was sagst du zum Fadentitel?

Mir schmeckt Fleisch, und für mich ist das ein Argument.

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