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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

sBchneCckes1985


Noch mal zur Verdeutlichung: Wenn ich es persönlich weder gesundheitlich (Wachstumshormone, Antibiotika) noch ökologisch noch ethisch verantworten kann, dass Tiere für unsere Vergnügen sterben, dann kann ich doch einem Tier nicht eben dies aufdrängen? ":/ Zumal das karnivore Haustier in 99% der Fälle eben genauso schnöde Unterhaltung für den Menschen ist, wie das Schnitzel am Mittagstisch.

EXhemaligeVr Nutzer$ (#5746413)


Das gilt für den Vegetarier/Veganer, noch lange nicht für das Tier selbst. Und einen Hund kann man sich gar nicht als Spielzeug halten. Zumal es keinen veganen Codex gibt. Leuten ihre Daseinsberechtigung abzusprechen weil sie sich nicht "vegan genug" verhalten ist auch ziemlich diffus.

s|ch5neckey19x85


Das gilt für den Vegetarier/Veganer, noch lange nicht für das Tier selbst.

Klaro ist das Tier, wie es ist. Also liegt es an der Entscheidung des Vegetariers / Veganers, ob er sich überhaupt so ein Tier holt (und man möge mir nicht erzählen, dass es den Tierhandel gäbe, ohne entsprechende Nachfrage).

Und einen Hund kann man sich gar nicht als Spielzeug halten.

Ich denke schon, dass hinter fast jeder Haustierhaltung ein Bedürfnis des Menschen steht. Menschen, die kein Bedürfnis / Verlangen nach tierischer Gesellschaft haben, würden sich sicher keinen Hund / keine Katze holen. Und sofern ich keinen Bauernhof habe, der mausfrei gehalten werden soll oder kein Jäger / Behinderter / Fährtensucher bin, ist ein Hund sehr wohl Privatvergnügen. Es gibt ja auch in Hunderhalterkreisen die Unterscheidung zwischen Arbeitshunden (z.B. Hütehunden, Spürhunden, Jagdhunden (mit wiederum diversen Spezifizierungen)) und den Familienhunden / Lebensbegleit-Hunden.

Zumal es keinen veganen Codex gibt. Leuten ihre Daseinsberechtigung abzusprechen weil sie sich nicht "vegan genug" verhalten ist auch ziemlich diffus.

Natürlich gibt es das nicht. Aber in meinen Augen ist das Konzept vom vegan / vegetarisch lebenden Menschen konträr zur Haltung eines carnivoren Haustieres. Also von Menschenseite aus nicht wirklich konsequent. ;-) Abgesehen davon, dass Vegetarier / Veganer sehr wohl in ihrer eigenen Ernährung nach einem (mehr oder weniger eng gesteckten) Kodex leben.

pHriOnsess;alle


Erst einmal würde ein Vegetarier/Veganer nicht vom Züchter oder aus einer Handlung kaufen, sondern sich ein Tier aus dem Tierheim aussuchen.

Und bei dem dann achten, wo das Fleisch herkommt.

Ich gebe zu, ein wenig komisch finde ich es auch. Aber da finde ich es viel merkwürdiger, dass einige Omnis sagen, sie "liebten" Tiere oder dass sie nie ein Tier töten könnten. Oder dass sie Jäger verurteilen. Oder dass sie nur Fleisch kaufen, dass "human" geschlachtet wurde. Schlachten ist schlachten, man kann niemanden "human" schlachten. Warum regen sich eigentlich Omnis über die Aussage "Fleischessen ist Mord" auf?

Mord ist per definitionem das vorsätzliche Töten eines unschuldigen Lebewesens aus niederen Beweggründen.

T_umaxn


@prinsessalle "Mord ist per definitionem das vorsätzliche Töten eines unschuldigen Lebewesens aus niederen Beweggründen." Nö. Mord ist das vorsätzliche Töten eines Menschen aus niederen Beweggründen. Dieses Gesetz dehnt sich nicht auf auf alle Lebewesen dieses Planeten aus. Eine Pflanze kann auch unschuldig sein - trotzdem wird sie gegessen, weil ich gerade Lust darauf habe, ein Gemüse oder einen Salat zu essen. Eine Laus kann auch unschuldig sein, trotzdem will ich sie nicht in meinen Kleidern und meinen Haaren und töte sie mit entsprechenden Mitteln. Das Gesetz gilt für alle Menschen und da spielt es auch keine Rolle, ob es in meinen Augen ein "unschuldiger" Mensch ist oder nicht.

EQhem aligerY NutzLer (c#4588?71x)


Wikipedia:

Mord ist ein von § 211 StGB erfasster Tatbestand des materiellen Strafrechts in Deutschland. Er wird durch die Tötung eines anderen Menschen verwirklicht.

M]onsxti


Der Begriff "Mord" bezieht sich ausschließlich auf Menschen.

E>hem7aligEe]r NWutzer (\#4588x71)


Aber in meinen Augen ist das Konzept vom vegan / vegetarisch lebenden Menschen konträr zur Haltung eines carnivoren Haustieres. Also von Menschenseite aus nicht wirklich konsequent.

Ehrlich gesagt, ich würde mir doch ziemlich verar***t vorkommen, wenn mir jemand stolz berichtet, er sei Vegetarier, sich deswegen als besserer Mensch aufführt, und dann säckeweise Kraftfutter für die Bulldogge anschleppt ;-)

Jzunge` Berxgfee


JUp, lt Gesetzbuch sind Tiere "Gegenstände" oder "Sachen", das Recht auf Leben hat nur ein Mensch, dafür auch ein ungeborerner. *mich erinnere was ich mal gelernt hab*

cCoUrps*kxy


Was mir bei solchen Diskussionen immer wieder auffällt ist, dass viele sich so schnell es geht von der Tatsache entfernen, dass wir hier über lebende Wesen sprechen.

Man hängt sich lieber daran auf, dass Kartoffeln bei kochen etwas länger brauchen als Fleisch, oder man bezieht sich auf die Aussagen irgendwelcher Klatschblätter die man in jedem anderen Fall nur belächeln würde.

Und genau DAS ist es, was mein ellenlanger Beitrag deutlich machen sollte.

Auf der einen Seite stehen die, die sich Gedanken um moralische und ethische Fragen machen. Leute die es in Frage stellen, dass wir heutzutage Milliarden von Tiere züchten, misshalndeln und quälen weil der Fleischbedarf/ das Fleischverlangen dieser Gesellschaft so exorbitant hoch ist, dass vernünftige Haltung gar nicht mehr möglich ist.

Auf der anderen Seite stehen die, die das Problem nichtmals verstehen. Und wenn sie es doch verstehen, klammern sie sich an Strohhalmen fest um sich irgendwie um die Verantwortung herumzuschlängeln. Und auf die, die sich damit brüsten ihr Essen 20 Jahre lang streichelnd und singend in den Tod zu begleiten habe ich ja auch schon verwiesen.

An eben jene habe ich aber noch eine Nachricht:

Wenn Ihr tatsächlich am Hintern der Welt auf irgend einem Berg lebt, die Äpfel eures Nachbarn esst und wenn überhaupt das "gute Fleisch" vom Nachbarbauern holt gehört ihr nichtmals im entferntesten zur Zielgruppe solcher Diskussionen. Ihr lebt umweltbewusst, achtet darauf, wo ihr euer Essen herbekommt und zahlt dafür häufig einen höheren Preis und brüstet euch auch mit dem respektvollen Umgang mit Lebensmitteln - WARUM nutzt ihr das um die Argumente derer außer Kraft zu setzen die versuchen etwas in der 1-kg-Hack-für-1,33-nur-heute-Gesellschaft zu bewegen?

Es geht hier nicht, und das sollte jeder klar denkende Mensch wissen, darum den Menschen von heute auf morgen das Fleischessen zu verbieten. Alles, worum es hier geht ist, sich von dieser mittelalterlichen Denke zu befreien, dass wir als Menschen das Recht haben mit dem Leben anderer zu spielen. Das sollte sogar in eurem Sinne sein. Die, die Ihr euch für das Fleischfressen in die Bresche werft weil ihr zu den 0,2% gehört die tatsächlich einen natürlichen Umgang mit Ressourcen pflegen und dem bösen Veganer damit eins auswischen wollt.

Das gewünschte Ergebnis eines jeden Veganers und Vegetariers der sich wirklich mit dem Thema befasst hat und nicht nur auf Fleisch verzichtet, weil man dann besser bei den Studentinnen an der Uni um die Ecke landen kann ist folgendes:

Fleisch darf nicht mehr verhökert werden. Es kann nicht sein, dass Lebewesen nurnoch als Ware oder Lebensmittel bezeichnet werden, weil sie nurnoch zu diesem Zweck gezüchtet werden.

Die Tiere die dennoch dieses Schicksal erleiden haben es verdient ein gutes Leben zu führen. Ohne Schmerz, ohne Geschwüre, entzündungen und Verstümmelungen die ihr Leben in eine einzige Qual verwandeln bevor sie endlich fett genug sind um sterben zu dürfen.

Ist das eine unverständliche Forderung? In meinen Augen ist das eine Selbstverständlichkeit.

In der Juristik gibt es eine passende Bezeichnung für das, was auf diesem Planeten zugunsten von Bacon-Chips, mit Fleisch gefülltem Fleisch in Fleischsoße oder dem Double-Cheeseburger für 1,99 passiert -

"Mord aus niederen Beweggründen"

In der Welt der Menschen heißt das etwa soviel wie, XY tötet seinen Nachbarn, weil der jeden Abend um 18.00 nach dem Feierabend Musik hört. Solche Verbrechen schreibt man im allgemeinen Psychopathen zu die schlicht nicht in der Lage sind so etwas wie Mitgefühl zu empfinden.

"Jetzt bezeichnet er uns auch noch als Psychopathen! Ab diesem Punkt lese ich erst gar nicht weiter, blaaa, heul!" -

NEIN! Ihr seid keine Psychopathen. Viele von euch handeln aber so, als wären sie welche. Nicht weil sie nicht in der Lage sind Mitleid für die Tiere zu empfinden, sondern weil man von dem Leid ja gar nichts mitbekommt, und was nicht vor der eigenen Haustür passiert, kann ja nur halb so wild sein.

Denkt bitte nach, was ihr mit diesem Denken anrichtet. Wenn eure Kinder gerade alt genug sind, sich mit Tieren auseinander zu setzen und ihr hört Sätze wie: "Oooh, die Kuh ist voll süß!", "Ich will auch so ein kleines Cupcake-Schweinchen!", "Nein, die dürfen Schweinchen Babe nicht fangen!" ruft euch in Erinnerung, dass ihr alle mal an dem Punkt wart an dem das töten von Tieren aus Vergnügen überhaupt keine Option war. Sogar grausam und böse.

Diese Empfindung wurde uns aber aberzogen, denn wenn man erfährt und wirklich realisiert, wo das Fleisch herkommt, gehört es schon zum alltäglichen Leben dazu, und was wäre der Fußballabend schon ohne Minifrikadellen von Aldi?

Das ist nicht natürlich Leute.

Ja, das ist jetzt wieder sehr missionarisch, aber ganz ehrlich? Leute, die das Problem nicht sehen, verstehen oder ignorieren haben es verdient ab und an daran erinnert zu werden, denn dass unser Fleischkonsum im momentanen Maße falsch ist, ist keine Meinung sondern eine Tatsache.

E?hemalige:r Nu@tzer 4(#458T871)


Man hängt sich lieber daran auf, dass Kartoffeln bei kochen etwas länger brauchen als Fleisch

Äh, nee, sorry. Das kam von der Vegetarier-Seite, dass Kartoffeln kochen weniger Energie braucht, als Fleisch zuzubereiten. Nochmal nachlesen bitte :-)

WARUM nutzt ihr das um die Argumente derer außer Kraft zu setzen die versuchen etwas in der 1-kg-Hack-für-1,33-nur-heute-Gesellschaft zu bewegen?

Hm, die Kritik an der "1-kg-Hack-für-1,33-nur-heute-Gesellschaft" kam doch von MIR?! Auch nochmal nachlesen bitte :-)

und dem bösen Veganer

Der jeden Fleischesser als Mörder abstempelt? ;-)

Irgendwas verdrehst Du hier komplett,...

p4rins(essaxlle


Ja, das stimmt. Ein ungeborenes menschliches Leben hat mehr Rechte als ein geborenes Tier...klingt logisch.

EUhemaligeer Nu tzer (a#4589871x)


Und dass von der Vegetarierfraktion hier - neben ansonsten konstruktiven Beiträgen - immer wieder Begriffe wie Mörder, Psychopath, nicht-nachdenken-können etc. in den Raum geworfen werden, macht jede sachliche Diskussion über Fleischsteuer, geschlechts- und länderspezifische Unterschiede im Fleischkonsum etc. unmöglich. Bravo, Leute!

f(ountailn=moss


Ich lese hier schon von Beginn an mit und möchte kurz was einwerfen:

Julejule81,

für viele Veganer ist das Leben von Tieren dem des Menschen annähernd oder vollständig gleichwertig. Für sie ist es sehr schwer zu verstehen, warum Menschen ein gleichwertiges Wesen töten und essen. Für sie IST es Mord. Da der Mensch dem Tier ebenbürtig in der Wertigkeit, aber zusätzlich mit Moral und hohen kognitiven Fähigkeiten ausgerüstet,...

Für Omnivore hat ein Tier einen geringeren Wert oder sogar nur den Wert des Essens (das Steak als Teil vom Tier ist lecker, das Tier als empfindendes Wesen ist mir aber nicht wirklich wichtig). Demnach kann es für Omnivore kein Mord sein. Tier = Sache, als höchstens Sachbeschädigung.

Hier geht es nicht um Mord, wie er im Gesetzbuch steht, sondern um die moralische Begriffssetzung des Tötens eines Tieres. Da für viele "Mord" ein starkes Wort ist, ist es für Veganer die richtige Definition für das Töten eines wehrlosen, empfindsamen Wesens.

c?orps-ky


Okay, wenn es euch nicht möglich ist den Kern meiner Aussagen zu verstehen muss ich das einfach akzeptieren. Und wer nicht versteht, dass die Worte "Psychopath" und "Nachdenken" im Kontext keine Provokationen sind, sondern nur verdeutlichen sollen was eigentlich passiert, der... Sorry, ich bin raus.

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