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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

w{aoldmlaeuSfer


Die ursprüngliche Frage des TE war doch, die Vorgangsweise bei besagter Befragung zu kritisieren, oder? Ich finde es schade, dass jetzt hier die schon tausendfach gehörten oberflächlichen "Argumente" pro und contra Fleischkonsum herausgekramt werden anstatt sachlich über rhetorischer Mittel in Berichten zu diskutieren, die der unbewussten Beeinflussung des Zuschauers dienen. Diese finden sich natürlich in jeder thematischen Spaße und auch Tierrechtsaktivisten versuchen bestmöglich zu "überzeugen". Dabei hilft Bildmaterial, Schnitt, Kameraperspektive, Sprecherstimme und eben auch die anfängliche Fragestellung beziehungsweise der Fokus des Berichts. Wir unterliegen bei medialem Konsum permanenter Beeinflussung und das Einzige, das wir in irgendeiner Weise dagegen tun können, ist uns dies bewusst zu machen.

Die Logik des TE finde ich trotzdem nicht besonders schlüssig.

Aber da habe ich mir die Frage gestellt: braucht es denn überhaupt Argumente dafür? Ich finde nicht. Für mich ist Fleisch essen etwas, was nicht begründet werden muss. Es schmeckt halt. Ich muss mein Steak ebenso wenig begründen wie ich Gründe nennen muss, um Kartoffelsalat zu essen.

Hier wird die These aufgestellt, dass eine Annahme nicht begründet werden musst, weil jemand findet, dass dies nicht sein muss. Niemand muss sein Tun und Lassen begründen. Wenn man so will, muss auch niemand begründen, warum er Koks schnupft, bei höherer Geschwindigkeit als erlaubt fährt, stiehlt oder auch gleich jemanden umbringt. Dies muss dann also nicht begründet werden, weil jemand findet, dass dies keiner Argumente bedarf. Die Ausgangsfrage erscheint mir aus diesen Gründen nicht besonders diskussionsfähig.

s7uncshin~e83


Muss es für alles Argumente geben? Soll doch jeder esswn was ihm schmeckt. Gibt doch auch keinen anderen Grund, wenn ich Lust auf ein Stück Kuchen habe.

M!il[chYmannx76


Schwarz666

Ich sehe es so, das Fleisch liegt fertig zum Verkauf bereit, würde ich es nicht kaufen (in Zeiten von Überproduktion, auch bei hochwertigem Fleisch), würde es vielleicht verfallen und weggeworfen werden. In dem ich es kaufe, erweise ich dem Tier, welches sowieso geschlachtet wurde, ob ich nun Fleisch essen würde oder nicht, den Respekt, dass ich sein Fleisch verzehre und es nicht im Müll landet. Klar, diese Denkweise ist vielleicht etwas verquer.

Ja, diese Denkweise ist massiv verquer. An der Grenze zu peinlich. :-X Nun gut, es gibt kein Gesetz dass jemand der Fleisch isst das begründen muss. Aber wenn man es denn versucht (man kann's ja auch lassen) wäre es gut sich wirklich Gedanken zu machen. Das ist das was ich hoffe: dass Leute sich einfach mehr Gedanken machen, und nicht mehr das ganze Supermarktregal als selbstverständlich erachten. Wir leben nicht mehr in den 80ern. Die Welt wird voller, ausgebeuteter, beanspruchter. Man kann das so lang ignorieren solang es irgendwie ignorierbar ist. Man kann aber auch anfangen sich über Lebensmittel Gedanken zu machen. Ob das Billigschweinefleisch aus dem Supermarkt ist, massiv Palmöl benutzende Produkte, extrem gespritzte chinesische Billigerdbeeren, Pangasius aus vergifteten Flüssen, ... Das heißt nicht dass man auf alles verzichten muss. Geht auch gar nicht. Aber einfach mal bewusster kaufen, sich schlau machen. Das verändert vielleicht Gewohnheiten. Und die Welt.

Die absichtliche Überproduktion an Fleisch regt mich auf, nur, damit die Supermarktregale voll sind.

Menschen die Fleisch im Supermarkt kaufen fördern genau das. Was bedeutet das für deine Fleischeinkäufe?

Fleisch ist Geschmack! Veganes Essen schmeckt auch sehr gut, wenn es entsprechend zubereitet ist, aber es gibt verdammt nochmal absolut nichts, was an den Geschmack eines bspw. Rindersteaks rankommt, da kann man den Sojabratling wenden, wie man möchte.

Du hast verdammt noch ;-) mal offenbar noch nicht allzu weit über deinen begrenzten Tellerrand geschaut. Ich habe schon 35 Euro-Steaks gegessen (wohlgemerkt nur das Fleisch), ich weiß ganz genau wie gut ein Steak sein kann oder ein wirklich edles Stück Thunfisch oder Lachs. Und genau diese Geschmacksexplosioin aus Fett, Bissfestigkeit und Zartheit, vielfältigen Gewürzen usw. gibt es auch ohne Fleisch. Iss mal statt einem wirklich guten 20 Euro-Steak in einem wirklich guten Restaurant vegetarisch. Natürlich ist nur ein Steak ein Steak, aber es gibt andere Geschmäcker die auf ihre andere Art genauso gut sind. Ich empfehle einen teuren Inder, Ceylonesen o.ä., um mal auszuloten was vegetarisch so alles geht...

Cwinrnamhon4


Fleisch essen ist Mord... Reicht das nicht? Fleisch essen ist moralisch absolut nicht vertretbar

Pflanzen zu essen ist auch Mord und moralisch absolut nicht vertretbar.

M1i|lc~hm3aYnn7x6


Pflanzen zu essen ist auch Mord und moralisch absolut nicht vertretbar.

Danke Cinnamon4, derlei Weisheiten gehören in jeden schlechten Gegenangriff eines argumentarmen Omnis. :=o

Wenn wir die Welt schön in schwarz und weiß einteilen dann ist natürlich jedes Essen gleich. Und irgendwas müssen wir schließlich essen um zu überleben...

JAung#e Be<rgfexe


Und wenn der Boden eh gedüngt wird, sind die Pflanzen doch gleich vergiftet, wie die Viecherl, die sie fressen (uns wird ja nur suggeriert, die Viecherl sind vergiftet, weil sooo böses Zeugs fressen). Ja, ich weiß sie werden zT hormonbehandelt, antibiotikagespritzt usw, aber wenn ich schau, was unsere Bauern mit ihren Feldern aufführen, da ist diese chem. Keule nicht weniger.

NKadexnia


Hallo auch.

Ich bin der Meinung jeder sollte für sich entscheiden was er essen möchte ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Ich lebe seit 15 Jahren vegetarisch und halte es mittlerweile so gut es geht geheim. Ich habe es einfach satt mich ständig rechtfertigen zu müssen. Zumal ich mich ja auch nicht am Fleischkonsum der anderen störe (mein Freund kann neben mir gerne Speck essen, stört mich nicht).

Das einzige was mich sehr, sehr traurig stimmt ist die Tatsache, dass es 80% der Leute vergessen haben wo Fleisch her kommt. Hauptsache viel und billig muss es sein. Den Kühlschrank voll packen und wenns alt wird einfach weg schmeißen weil es gibt sowieso genug Nachschub in den Geschäften.

Ich würde mir nur einen bewussteren Umgang wünschen. Nicht nur mit Fleisch, eigentlich mit allen Lebensmitteln. Wir leben dermaßen im Überfluss und haben dennoch ständig das Gefühl zu wenig zu haben.

Und ja, auch "Pflanzenfressen" schädigt die Umwelt und ist nicht unbedingt gesünder. Wenn es um solche Argumente geht dürften wir bald nichts mehr essen oder müssten es selbst anbauen.

J_u!nge B_ergfee


Genau, nadenia! Aber wenn man saht, das schadet auch, ist man gleich der buhmann, dabei sinds nur Fakten.

Ich würd mir mehr so tolerante Vegetarier und va veganer wünschen, wie dich, die nicht durchdrehen oder missionarisch werden, wenn jemand mal Fleisch ißt, bzw dazu steht, dies zu tun.

Moim/ikxo


In meinen Kreisen sind die meisten Vegetarierer oder Veganer, da müssen sich die Fleischesser rechtfertigen... ;-D Nein, Quatsch, wir respektieren und gegenseitig, da missioniert keiner einen anderen, aber sicher diskutieren wir. Ich bin ähnlich wie der TE, in dieser Hinsicht ein schlechter Mensch, was das betrifft. Ich habe zigtausende Videos auf Peta und co. gesehen, wie die Tiere leiden, wieviel schief gehen kann...Viele Videos trugen den Titel "Wer das sieht, wird nie wieder Fleisch essen können"... Ja, und trotzdem esse ich weiterhin Fleisch. Im Schnitt so 2 x die Woche, einmal Huhn, einmal Rind oder Schwein (keine Wurst). Ich kaufe Bio-Fleisch aus dem Supermarkt, esse aber nicht nur Bio, sondern z.B. auf dem Weihnachtsmarkt gerne mal eine Wurst, die aus gequälter Haltung stammt. Wenn ich die Videos und Fakten sehe, tut es mir wahnsinnig leid. Aber ich bin viel zu egoistisch dafür. Ich nehme lieber Leid der Tiere in Kauf, als meinen Genuss zurückzustecken. Wenn mir Fleisch nicht schmecken würde, wäre es vielleicht anders, aber es ist für mich das Größte. Da ich ehrlich bin, bringen Diskussionen mit Anhängern anderer Essgewohnheiten nicht viel... Ich stimme ja bei allem zu. Aber es läuft trotzdem auf's Fleischessen hinaus. Ich finde das nicht gut und bewundere jeden Vegetarier und Veganer ganz ehrlich. Das spreche ich auch offen aus.

SAilkPDearxl


Fleisch essen ist Mord... Reicht das nicht? Fleisch essen ist moralisch absolut nicht vertretbar

Woher hast Du diese Wertung? Davon abgesehen, dass sie an den Haaren herbeigezogen ist: Pflanzen pflücken oder ausgraben und verzehren, ist dann auch "Mord" - also wirst Du lieber verhungern oder Dich auf Kunstnahrung beschränken, denn ohne pflanzliche und tierische Bestandteile bleibt nur chemisches Industriefutter übrig.

SZilkPeadrl


Es wäre traumhaft, wenn endlich einmal kapiert würde, dass JEDE Wertung erst einmal die eigene ist, die für andere ebenfalls Relevanz haben KANN, aber nicht muss. Gerade Vegetarier und Verganer scheinen das vergleichsweise selten zu verstehen; sie entpuppen sich bei all ihrerso vehement vor(sichher)getragenen ethischen Kompetenz häufig als die in der anderen Hinsicht intolerantesten Menschen, die es gibt.

Jkunge _Berg1fee


Es wäre traumhaft, wenn endlich einmal kapiert würde, dass JEDE Wertung erst einmal die eigene ist, die für andere ebenfalls Relevanz haben KANN, aber nicht muss. Gerade Vegetarier und Verganer scheinen das vergleichsweise selten zu verstehen; sie entpuppen sich bei all ihrerso vehement vor(sichher)getragenen ethischen Kompetenz häufig als die in der anderen Hinsicht intolerantesten Menschen, die es gibt.

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Diese Erfahrung hab ich auch gemacht

MDirsa4nmxir


Der Versuch vegetarisch zu leben hat mich vor 13 Jahren beinahe ins Grab gebracht, bei bestehender Divertikulitis (und daher dem Rat der Ärzte auf Fleisch zu verzichten) und leider nicht erkannter hochgradiger Fructoseintoleranz.

Das Ergebnis war eine Notop bei verdecktem Darmriss.

Mein Mann hat drei Jahre vegetarisch gelebt und was der alles an Allergien entwickelt hat in dieser Zeit %:| , heute verträgt er weder Milch noch Nüsse und viele Obstsorten sind tabu.

Wenn er mit seiner Neurodermitis irgendwann mal schubfrei ist, werden Tests gemacht, damit er endlich weiß, auf was genau er achten muss.

Also essen wir beide Fleisch, wir achten darauf, wo es herkommt und schauen nicht aufs Geld. Billigware kommt mir nicht in den Kochtopf. Ein anständiges Stück Fleisch muss etwas kosten, also die Gockel, die ich kaufe, kosten weit über 15 Euro, je nach Gewicht.

Ich brauche kein Argument für den Fleischkonsum, ohne wären wir schon lange verhungert.

Warum haben die in dem Interview nicht mich gefragt? Denen hätte ich schon was erzählt, wie krank vegetarische Ernährung machen KANN.

Hätte ich die Wahl, würde ich auf Fleisch verzichten, aber wenn man keine Wahl hat, ist das eigene Überleben wichtiger.

Axndy16?047x1


mal an die Fraktion "ich achte drauf wo das fleisch herkommt" nehmt mal eure Scheuklappen ab,wo meint ihr denn decken die fleischer ihren Mehrbedarf bei sprunghaft steigender nachfrage ??? einige betriebe haben "vorführtiere" verkauft wird eingekaufte ware aus industriezucht oder lebendtiere aus industriezucht werden noch ein wenig laufen gelassen und dann geschlachtet.

einzig sicher ist privathaltung und schlachtung,bei allen anderen Modellen ist soviel betrug bei wie in wenigen anderen Wirtschaftsbereichen.

mPu^hkuh22xk


Fleisch zu essen ist vollkommen natürlich. Und da ich derzeit ganz gute Magen-/Darmprobleme habe, kann ich auch sagen, dass es sehr gut verträglich ist.

Fleisch zu essen ist im übrigen kein Mord. Tiere haben keine Menschenwürde und wenn man sich anguckt, was in der freien Natur so passiert, sind Bolzenschussgeräte schon ziemlich qualfrei. Was nicht bedeutet, dass alles gut ist, so wie es ist (im Gegenteil). Aber ich lehne den Fleischkonsum deswegen nicht generell ab, es ist ja meine Entscheidung wo und welches Fleisch ich kaufe.

Mord ist es im übrigen auf Energiesparlampen zu verzichten. Ein Auto mit dickem Motor zu fahren. Unnötig stark die Heizung aufzudrehen. Kleidung made in China zu tragen. Denn da sterben tatsächlich Menschen. Aber ist ja gott sei dank weit genug weg und von der Kohle wird ja das Blut abgewaschen, bevor sie zu uns kommt.

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