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es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

NOamqja


Vielleicht sollten wir auch alle öfter krank werden (mehr Arbeitsplätze für medizinisches Personal), mehr Verbrechen begehen (Polizei, Justizangestellte, etc.), mehr Dreck auf die Straße schmeißen (Straßenreinigungspersonal), etc.?

Svozexy


In Südamerika ändert das eh nichts. Entweder sie bauen Sojabohnen als Tiernahrung an oder sie bauen Sojabohnen für die ganzen Vegetarier und Veganer an. ]:D

Da schreibt jemand, Fleischverzicht vernichtet Arbeitsplätze, und im nächsten Moment bestätigst du, dass so was an anderer Stelle Gang und Gebe ist.

gang und gäbe

(sieht komisch aus, ich will das auch immer mit e schreiben, ich weiß. :-D)

SVozexy


@ Namja

Du betonst, dass du nicht jeden Tag Fleisch isst. Warum musst du das betonen? Wäre es denn aus deiner Sicht ethisch falsch das zu tun?

Da geht es nicht um ethisch falsch oder richtig.

Ich persönlich würde das betonen, weil ich nicht zu der Fraktion gehöre, die sagt "Ein Essen ohne Fleisch ist kein Essen." (was es tatsächlich gibt) oder die nicht einen Tag auf Fleisch verzichten könnten, weil sie es irgendwie brauchen. Aber trotzdem nicht insgesamt drauf verzichten wollen. :)z

MLonsxti


Nicht der Verzehr von tierischer Nahrung ist ökologisch bedenklich, sondern ausschließlich die Massenproduktion der Nahrungsmittelindustrie. Dies gilt für tierische und pflanzliche Nahrungsmittel gleichermaßen.

Wo ich wohne, ist aufgrund der Höhenlage kaum Ackerbau möglich. Bei uns gibt es stattdessen Milch- und Mutterkuhhaltung. Ein Bauer besitzt im Durchschnitt 15-20 Rinder, die den gesamten Sommer über im Freien sind. Weder haben wir eine methanverpestete Luft, noch ist die Natur beeinträchtigt. Im Gegenteil: Die Bergweiden gehören zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas. Dies gilt in höheren Lagen auch für Mahdwiesen. Sie werden nämlich nur zweimal jährlich gemäht und erhalten keine Chemie, so dass sich auch noch eine artenreiche Fauna behaupten kann, die anderswo längst ausgestorben ist. Es ist folglich keineswegs so, dass der Verzehr tierischer Nahrung die Natur zerstört. Jemand in diesem Faden hatte schon mal darauf hingewiesen, doch ging niemand darauf ein.

Im übrigen stammen auch die tierischen Produkte in unserem Supermarkt aus unserer kleinbäuerlich strukturierten Region. Es geht also auch anders.

N?azmjxa


Wie viele Fleisch kann denn jeder essen wenn es nur auf Bergweiden entsteht? Und woher kommt bei euch das Schweinefleisch?

S!helbVy xT.


Wie viele Fleisch kann denn jeder essen wenn es nur auf Bergweiden entsteht? Und woher kommt bei euch das Schweinefleisch?

Im Ernst? DAS hast Du aus dem Posting herausgelesen?

W;alkiRngGxh6ost


@ Sozey

In Südamerika ändert das eh nichts. Entweder sie bauen Sojabohnen als Tiernahrung an oder sie bauen Sojabohnen für die ganzen Vegetarier und Veganer an. ]:D

Wie oft wurde jetzt schon angesprochen, dass das völliger Blödsinn ist, weil "Nutztiere" genauso leben und deswegen selbst Energie verbrauchen? Wenn du meinst, dass in einer Dose Sojabohnen derselbe Aufwand wie in einem Steak steckt, dann ist dir definitiv nicht mehr zu helfen.

gang und gäbe

(sieht komisch aus, ich will das auch immer mit e schreiben, ich weiß. :-D)

Das kannst du gern für dich behalten oder wir unterhalten uns genauso über deine Interpunktionsfehler. In diesem Forum schreibt niemand orthografisch oder grammatikalisch einwandfrei und es wird stillschweigend darüber hinweggesehen, aber bisher hat sich noch niemand sonst auf dieses Niveau herabgelassen. Muss wohl daran liegen, dass jemandem aus eurer Fraktion gerade die Argumente ausgegangen sind.

N7amxja


@ Shelby:

Mir geht es an der Stelle rein darum zu zeigen, dass eine ideale Form von Fleischproduktion in der Masse absolut unrealistisch ist, und daher genauso wenig als allgemeines Argument pro Fleisch verwendet werden kann, wie ein Masochist als Argument pro schlagen generell.

gZrosGserwexls


es gibt keine Argumente für Fleisch - na und?

Doch, einfach nur Fleisch in welcher Form auch immer, genießen. Und gute Wurst auch. Der Mensch ist schon seit Urzeiten Fleischesser. Das verät sein Gebkiß.

J0ung=e BLergfxee


Ach, lebst du auch nach dem Motto: "ICh esse kein Fleisch, ich genieße es"??? ]:D

W#alki ngGhoxst


@ grosserwels

Der Mensch ist schon seit Urzeiten Fleischesser. Das verät sein Gebkiß.

Wie oft noch? Das ist kein Argument für oder gegen irgendwas. Lest doch bitte den Thread, bevor ihr schreibt. Das hat nichts mehr mit Anstand zu tun.

T=aMrixas


In Südamerika ändert das eh nichts. Entweder sie bauen Sojabohnen als Tiernahrung an oder sie bauen Sojabohnen für die ganzen Vegetarier und Veganer an.

In erster Linie wird Soja zur Ölgewinnung angebaut. Das Abfallprodukt Sojaschrot wird an die Tiere verfüttert. Was Menschen an Sojabohnen verzehren, ist anteilsmäßig relativ gering.

TgimMbEatuxku


prinsessalle

Zum Kükenschreddern: Isst du denn Eier? Wenn ja, warum? Du heißt Kükenschreddern doch nicht gut.

Sicher esse ich Eier. Ich esse aber auch Hähnchen. Ich habe also Verwendung für beide Geschlechter. Für mich muss da kein Küken geschreddert werden.

Und du willst mir ernsthaft verklickern, dass du zu jeder Mahlzeit Fleisch essen musst, weil du sonst keinen Genuss empfindest?

Ich esse gar nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch. Ich mach mir abends auch mal eine Pilzpfanne. Oder esse morgens ein Käsebrötchen. Genuss bedeutet für mich unter anderem auch, dass ich zum jeweiligen Zeitpunkt genau das esse, wonach mir gerade ist. Dass du das nicht verstehen kannst (oder willst), habe ich inzwischen kapiert, ist aber ganz alleine dein Problem.

Ganz abgesehen davon, dass du Fleisch nur durch Würzung genießen kannst, also durch Pflanzen.

Wie jemand anderes dich bereits aufgeklärt hat ist das völliger Quatsch. Natürlich schmeckt Fleisch bereits ohne Würzung. Aber mit schmeckt es noch besser. Würze dient der Steigerung des Eigengeschmacks. Genau deshalb würzt man die meisten Gemüse ebenfalls. Dass dir das bisher nicht bekannt war ist schon bemerkenswert.


Zitrone86

Finde die Diskussionsebene einiger hier sehr belustigend,

Ich auch, aber mit eigener Beteiligung empfinde ich den Unterhaltungswert als viel größer. Aber trotzdem weiterhin viel Spaß beim Lesen. ;-)


prinsessalle

Nur will nie jemand der Buh-Mann sein, der zugibt, dass er eben auch aus dem Supermarkt Fleisch kauft.

Ich will deinem Glück nicht im Wege stehen und melde mich freiwillig als Buhmann. Ja, ich kaufe auch in ausgewählten Supermärkten Fleisch, da, wo die Qualität stimmt. Na und?


WalkingGhost

Wie oft noch? Das ist kein Argument für oder gegen irgendwas.

Wieso nicht? Natürlich ist das (auch) ein Argument. Es ist sicher nicht dein Argument, das wissen wir ja, aber wenn jemand in diesem einen Punkt so erzkonservativ ist, dass er sich genauso wie die 50 Generationen vor ihm ernähren möchte, dann ist das so und du kannst nicht herkommen und ihm sagen, das sei kein Argument.

Mvons<ti


Der Mensch ist kein Fleischesser (das ist unsere Katze), sondern ein Allesesser. Selbst die Inuit und die Indianer im Norden Kanadas hatten sich früher nicht ausschließlich von Fleisch und Fisch ernährt - allerdings notgedrungen größtenteils. In Wüstengegenden ist man ähnlich von Fleisch abhängig wie in der Arktis, greift dort aber auch gerne auf Termiten und Heuschrecken zurück. Ansonsten ernähren sich alle Naturvölker der Erde klassisch omnivor. Dafür ist unser Verdauungssystem nun mal gebaut. Zum Glück kommt bei den entlegen lebenden Naturvölkern nicht so ein oberschlauer Europäer vorbei und versucht die Menschen zur veganen Ernährung zu bekehren. Ich verwende hier ausdrücklich den Begriff "bekehren", denn vieles in dieser Diskussion lässt mich an religiöse Sekten denken.

Was mich in dieser Diskussion ebenfalls massiv stört: Die Karnivore und Omnivore werden genauso gerne in einen Topf geworfen wie Vegetarier und Veganer. Vegetarier ernähren sich durchaus auch von tierischen Produkten und kommen somit der natürlichen (man kann auch sagen artgerechten Ernährung) sehr nahe, was man von der veganen Kost nicht behaupten kann. Auf die Dauer ist sie für uns Menschen genauso wenig geeignet wie die reine Rohkost (die ja auch mal in Mode war). Meine Mutter schwörte drei Jahre lang auf die Rohkost und nervte die gesamte Familie mit ihrem Wahn. Irgendwann musste sie damit aufhören, weil sie massive Mangelerscheinungen hatte.

Und wo in diesem Faden oft die Inder als Vorbilder herhalten mussten: Ja, sehr viele Inder sind Vegetarier, Veganer gibt es dort aber kaum. Veganer gibt es ausschließlich in den Industrieländern. Dort gibt es auch die vielen industriell hergestellten Fleisch-Alternativen, und es gibt Vitamin-B12-Spritzen, die man sich ab und an abholen kann, wenn der Speicher leer ist.

Richtig ist, dass ein gesunder Mensch nicht in der Menge an Fleisch, Fisch & Co. benötigt, die in Mitteleuropa durchschnittlich verzehrt wird. Richtig ist auch, dass der Konsum von Fett und Zucker in Mitteleuropa viel zu hoch ist. Ebenfalls ist richtig, dass der Alkoholkonsum viel zu hoch ist. Ehe man sich also in Extremen bewegt (Veganismus ist ganz klar ein ernährungstechnisches Extrem), sollte man sich darüber Gedanken machen, was ausgewogene Ernährung bedeutet. Ich denke, dass vielen Menschen hierzu der Bezug abhanden gekommen ist.

Und um noch auf einzelne Fragen einzugehen:

Und woher kommt bei euch das Schweinefleisch?

Es gibt im Ort vier Bauern (von insgesamt 20), die wenige Schweine halten. Auch diese leben vom Frühling bis zum ersten Schnee draußen. Das Fleisch schmeckt ganz anders als die in der Pfanne dahinschmelzenden Schnitzel aus Großstadtsupermärkten. Wir essen allerdings nur sehr selten Schweinefleisch - hauptsächlich beim Grillen im Sommer.

Wie viel[e] Fleisch kann denn jeder essen wenn es nur auf Bergweiden entsteht?

Jede Familie in unserem Dorf könnte rein theoretisch eine ganze Kuh pro Jahr verzehren, ohne dass der Bestand abnehmen würde. Das genügt doch bei weitem, oder nicht? In der Realität wird aber viel weniger verzehrt. Als wir noch eine große Tiefkühltruhe hatten, holten wir uns alle zwei Jahre ein ganzes Rind (vorher zerlegt und das Unverzehrbare entfernt natürlich). Ein Rind wiegt, wenn es schlachtreif ist, durchschnittlich 700-900 kg, davon die unverzehrbaren Bestandteile abgezogen, bleibt immer noch mehr als genug übrig. Durchschnittlich werden in Österreich übrigens ca. 70 kg Fleisch jährlich gegessen, was dies täglich bedeutet, kann man sich mühelos ausrechnen.

Außerdem: Unterschätze die Bergweiden in den Alpen nicht. Das sind riesige Gebiete, durchsetzt mit Wald und Felsen. Unsere Rinder (da nicht zu Hochleistungsmilchkühen gezüchtet) sind dort überall, selbst in felsigem Gebiet. Zum Glück dürfen die Tiere bei uns noch weitgehend naturnah leben.

WoalkingOGhost


@ Timbatuku

Wieso nicht? Natürlich ist das (auch) ein Argument. Es ist sicher nicht dein Argument, das wissen wir ja, aber wenn jemand in diesem einen Punkt so erzkonservativ ist, dass er sich genauso wie die 50 Generationen vor ihm ernähren möchte, dann ist das so und du kannst nicht herkommen und ihm sagen, das sei kein Argument.

Nein, funktioniert so nicht. Entweder man bejaht den Zweck der Evolution in beide Richtungen, also Vergangenheit und Zukunft, oder man lässt es ganz. Alles andere wäre inkonsistent. Und ich sage es noch mal: Wenn eine derart dominante Spezies wie der Mensch nicht ihren Verstand und ihre Anpassungsfähigkeit (Eigenschaften, wegen denen sie erst so dominant ist) gebraucht, um ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren und ihre Geburtenrate zu regulieren, dann schnappt die Malthusianische Bevölkerungsfalle eben irgendwann zu. Da kann man sich gern noch zwanzigmal auf sein Allesfressergebiss berufen, aber auf den Abgrund steuert man trotzdem unbeirrt und mit Vollgas zu.

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