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Leichte Essstörung

r0an,dom_daxwg hat die Diskussion gestartet


Die meiste Zeit meines Lebens esse ich immer so, dass mein Magen den ganzen Tag über voll ist, was mich depressiv und motivationslos macht. In manchen Phasen (besonders wenn es mir gut geht) achte ich wiederum darauf, auch auf meine Figur, regelmäßig und nicht zu oft zu essen, wodurch mein Magen entlastet ist und ich mich gut fühle. Kommt allerdings Stress esse ich was das Zeug hält, und ich bekomme mehr Stress auf Grund des dadurch entstehenden Unwohlbefindens.

Mir ist aufgefallen dass sich bei mir alles nur um das Essen dreht und meine Laune davon abhängt, wie voll mein Magen ist und wie attraktiv ich mich fühle. Ich habe früher mal einen Punkt erreicht, in dem ich nur ein paar Äpfel und Schwarzbrot mit Salz gegessen habe, damit ich nicht zunehme. Zum Glück ist es nicht mehr so extrem.

Mal esse ich aber wenig, mal echt viel.. ganz besonders in Stresszeiten.

Was kann ich gegen so ein Verhalten machen? Mein Leben dreht sich wirklich nur noch darum. Es ist quasi ein Yoyo-Effekt. Ich nehme zu -> ich werde depressiv -> ich nehme ab und bin durchtrainiert -> ich lasse mich gehen -> ich werde depressiv. Angefangen hat alles damit dass ich wirklich mal übergewichtig war und dies wie ein Trauma für mich darstellt. Für mich gibt es einfach nichts schlimmeres als Fett an meinem Körper zu spüren.

Was kann ich künftig tun, damit ich mich endlich mal auf wesentliche Dinge im Leben fokussieren kann? Meine Gedanken gehen einfach nicht vom Essen weg. Die beste Ablenkung die ich bisher hatte war das Computerspielen, aber das ist doch keine Lösung?

Danke im Voraus und beste Grüße :-/

Antworten
aDvb)g


paar Äpfel und Schwarzbrot mit Salz

nichts schlimmeres als Fett an meinem Körper zu spüren

Wenn die Sätze nicht gewesen wären, hätte ich geschrieben, dass viele Menschen Stress gut mit Essen kompensieren können. Wenn das immer nur ab und zu kurzweilig ist, spricht dagegen nicht viel. Wenn bei Dir aber ein Teufelskreis so stark ist, dass Du sehr darunter leidest, wenn Du Deine gesteckten Ziele nicht erreichst, besteht in der Tat eine Form der Esstörung oder der Beginn einer solchen.

Weil Dich das Internet hier nicht weiterbringen kann, würde ich Dir raten mit Deinem Hausarzt darüber zu sprechen, um eine Überweisung zu einer ambulanten Ernährungstherapie zu erhalten. Dort lernst Du insbesondere auch Entspannungstechniken, die Dich das Thema Essen als Entspannungsersatz vergessen lassen.

Dein eigentliches Problem sind die psychischen Sachen, nicht das Essen direkt. Wenn Du die Psyche stabilisierst, gibt sich das mit dem Essen, wenn es parallel von einer Ernährungsberatung unterstützt wird.

Computerspiele entspannen nur scheinbar. Im Gegenteil verursachen sie nur mehr Stress.

Machst Du Sport? Strammes Spazieren, 30-40 min pro Tag wäre schon mal ein Anfang. Auf jeden Fall raus und bewegen, idealerweise in der Natur. Das entspannt, macht den Kopf frei.

rWandZom_dxawg


@ avbg

Danke für deine Antwort! Also Sport ist bei mir nicht das Problem. Ich bin jahrelang jeden Tag eine halbe Stunde joggen gegangen (sehr intensiv), mittlerweile geh ich nicht mehr allzu oft weil ich sehr gestresst bin. Ins Fitnessstudio gehe ich auch. Klar, mir ist schon bewusst dass das psychisch ist. Es gibt sogar Zeiten da meister ich das Problem so sehr, dass ich gar nicht mehr ans Essen denke.. aber sobald ich wieder im Stress bin kommt der Heißhunger und mein Magen wird so voll, dass ich mich einfach nur eklig fühle und der Teufelskreis beginnt. Ich glaube es ist nicht der Beginn einer Essstörung sondern die hatte ich mal und ich bin größtenteils (!) kuriert. Ich bin mir meinem schlechten Essverhalten bewusst und es ist quasi nur noch eine Sache der Disziplin / Bewältigung des Stresses. Ich sehe eben den Stress eher als den Auslöser nicht umgekehrt. Aber auch hier ist eben Verurrsacher/Konsequenz so eine Sache. Ich halte mein Verdauungstrakt auch oft als verantwortlich weil ich bei manchen Dingen einen sehr vollen blähbauch bekomme auch wenn ich in Ordnung esse. Zudem habe ich eine Laktoseintoleranz und bei Stress reagiert mein Magen auch sehr gereizt auf alles :-/ Also irgendwie hängt alles miteinander zusammen. Es ist schwer den Dingen auf den Grund zu gehen.

Dass Computerspiele nur scheinbar entspannen halte ich für falsch bzw. ist das individuell abhängig von Mensch zu Mensch. Ich bin mit Computerspielen aufgewachsen und sehe es als Hobby, der mich vom Stress ein bisschen befreit und mir Spaß und Ablenkung schenkt. Das zusammen mit anderen Aktivitäten am Computer (Musikproduktion) und Sport sehe ich als Ausgleich zum ganzen Stress, nur mal so.

Ich glaube Stressbewältigung als Therapie wäre eher sinnvoll, zu einem Psychotherapeuten zu gehen überlege ich mir schon seit Jahren (aber immer wenn es mir relativ gut geht halte ich das wieder nicht für notwendig). Ich bin auch immer sehr nervös ohne großen Anlass, zittere mit meinen Beinen wenn ich stehe.. selbst wenn ich alleine zuhause bin.

Ich rede die ganze Zeit ohne rotem Faden vor mich hin und weiss auch nicht was ich tun soll. Es ist schwer allem auf den Grund zu gehen: Nervosität, Stress, Magen, Müdigkeit, manchmal Trauer bzw. leichte Depression, etc. Im ganzen geht es mir ja gut (so sehe ich das weil ich mich dran gewöhnt habe) aber auf andere wirke ich deshalb manchmal sehr nervös etc. Vielleicht wäre ein Psychotherapeut das richtige? Kann mir jemand eventuell eine Empfehlung geben was für ein Typ von Therapie mir helfen könnte?

Lg :-|

NDumbeLr :Of Th3e BeOaxst


Das Problem ist einfach, dass sich der Magen schnell an wenig essen gewöhnt. Dann ist es ja nur logisch, dass dein Verdauungstrakt "rebelliert", wenn wieder größere Mengen kommen. Es ist auch normal, dass du dann vielleicht etwas aufgebläht aussiehst und du das Gefühl hast, direkt zuzunehmen.

Für die Zukunft solltest du dir bewusst Zeit zum Essen nehmen. Dann müssen andere Dinge eben warten. Interessant wäre vielleicht noch zu wissen, was du allgemein so isst. Denn es gibt Lebensmittel, die eher schwer verdaulich sind und träge machen.

Ob ein Therapeut das richtige wäre, ist schwer einzuschätzen. Vielleicht könnte dir auch ein Coach weiterhelfen. Da hättest du dann nicht so eine lange Wartezeit und meiner Erfahrung nach geben die bessere/konkretere Tipps für den Alltag und wühlen auch nicht in der Vergangenheit rum, wo es evtl. nicht notwendig ist. Habe den Eindruck, dass Coaches viel positiver an Probleme herangehen.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ein Therapeut dir nicht auch helfen kann. Du selbst kannst am besten einschätzen, in welche Richtung die Hilfe gehen soll.

aBvbxg


Ich rede die ganze Zeit ohne rotem Faden vor mich hin und weiss auch nicht was ich tun soll.

Meinst Du nicht auch, dass alleine das der Zeitpunkt wäre, um Dich mal einem Experten anzuvertrauen? Die Wahrnehmung Deiner Umwelt ist nicht falsch. Deine Eigenwahrnehmung ist vielleicht verschoben. Sowas kann mit gewissem Aufwand therapiert werden. Das tut nicht weh, braucht auch nicht zu viel Zeit und kann die Lebensqualität sehr stark erhöhen.

zittere mit meinen Beinen wenn ich stehe

Auch das ist ja nicht normal und belastet Dich sicher. Daher mach einfach einen Termin bei Deinem Hausarzt oder gleich bei einem Psychotherapeuten/Neurologen.

Das zusammen mit anderen Aktivitäten am Computer (Musikproduktion) und Sport sehe ich als Ausgleich zum ganzen Stress

Wenn es im Rahmen einer ausgewogenen Aktivität ist, dann hat Du vollkommen recht. Auf mich wirkte es aber schon so, als ob Dich Computer zwar zu entspannen scheinen, innerlich aber vielleicht auch wieder anspannen. Es hängt vom Spiel ab. Schach am Computer ist sicher entspannend. Alles andere, wo es auf Geschwindigkeit ankommt, ist einfach anstrengend.

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