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Was isst und trinkt mal als Veganer?

kZleine2r_d/rachOenstern


Ich kenne inzwischen so viele Leute die durch (echte, nicht modeinduzierte) Unverträglichkeiten und Allergien so viel nicht essen können, dass die Veganer in meinem Freundeskreis noch am einfachsten zu bekochen sind :-D.

Wir machen bei Einladungen daher inzwischen viel im Baukastensystem also Raclette, Fondue etc. pp, da kann jeder das essen was er will mit was er will ... genial. :)^

Man braucht halt mehr Geräte, aber bei mehr als 4 Leuten braucht man eh ein zweites Fondue oder Raclette...

Szoromxan


Morgens: Müsli mit Pflanzenmilch, aufgetauten Beeren + 1 Portion Obst (meist Apfel oder Banane).

Mittags: Reis, Linsen, Nudeln oder Kartoffeln mit Gemüse, häufig auch Tofu dazu.

Abends: Je nach Sportpensum eine weitere Hauptmahlzeit oder einen Smoothie aus verschiedenen Obst-,und Gemüsesorten.

Zwischendurch: Obst, Schokolade, manchmal auch Brot mit Avocado oder Tomaten.

So könnte es beispielsweise aussehen ;-)

-- Hatris

Wobei Hatris da die Feinheiten mal locker ausgespart hat.

* Schokolade nur welche, die ohne Milch hergestellt ist.

* Nudeln nur welche, die ohne Eier hergestellt sind.

* Kartoffeln mit Gemüse, nur so, dass da keine Butter oder Sahne am Gemüse dran ist.

* Die Linsen in keiner Fleischbrühe gekocht.

* Auch beim Brot/Brötchen will wieder drauf geachtet sein, dass keine nicht-veganen Zutaten drin sind. Es gibt ja auch Buttermilchbrot, Käsebrötchen, Schinken-Zwiebel-Brot und so weiter.

Butter, Käse, Sahne, das kommt bei mir schon in vielen Gerichten vor. Okay, Sahne eher seltener. Joghurt, Milch, Sauerrahm wird bei mir auch öfter verkocht (kann man aber meistens weglassen, man muss nur daran denken). Eier gehen ja auch nicht.

Und was auch nicht geht: Honig. Denn der begünstigt die Massentierhaltung von Bienen.

Reis, Kartoffeln oder Nudeln sind ja vegan

Nö. In Nudeln sind oft Eier drin. Nur wenn man drauf achtet, sind das Nudeln, die ohne Eier gemacht sind.

Abseits vom Essen: jede Art von Leder wollen Veganer nicht (z.B. Schuhe), sowie keine Vogeldaunen in den Betten. Sie lehnen halt alles ab, was Produkte aus Massentierhaltung enthält. Neben dem Aspekt, keine tierischen Produkte direkt zu essen.

Man kann schon vegan kochen, braucht aber eben quasi ein Zusatzset an Ersatzzutaten, um viele übliche Gerichte zu machen. Und man braucht ein Bewusstsein dafür.

Vegan kochen wird dann einfacher, wenn man wirklich auf einzelne Grundzutaten zurückgreift. Um so mehr man verarbeitete Vorprodukte ("Fertigprodukte") nehmen will, um so schwieriger wird es.

SutreetlqampLeHMo ose


Auch sehe ich das nicht so ein... warum ein "Fleisch"geschnetzeltes, wenn man Fleisch ablehnt, da versagt mir die Logik, auch wenn ich schon klar verstehe, dass im Ersatz klarerweise keines ist.

Weil weder der Geschmack, noch die Konsistenz, noch das Aussehen von Fleisch abgelehnt wird, sondern die Tatsache, dass es von Tieren stammt. Ist doch eigentlich nicht schwer zu verstehen? Zumindest sehen das viele so, andere verzichten lieber auf diese Produkte.

Und was auch nicht geht: Honig. Denn der begünstigt die Massentierhaltung von Bienen.

Naja, und er kommt eben aus Bienen, wird von ihnen aus ihrem Körper hergestellt, zum Eigenverbrauch und Versorgung ihrer Nachkommen - nicht anders als Kuh-/Schaf-, Ziegenmilch.

N=amjxa


Nudeln ohne Ei ist absolut Standard. Alles was mit Ei ist wird, außer bei Frischware, normalerweise explizit als Eiernudeln gekennzeichnet. Aber das Standard-Nudelregal mir Spaghetti, Penne, Fussili etc. ist vollständig vegan.

Was hab ich heute gegessen? Eher ungesund.

Morgens nichts weil zu spät aufgestanden.

Mittags Bärlauchgnocchi mit rotem Pesto.

Früher Abend Spätzle mit Linsen-Tomaten-Karotten-Sellerie-Sauce.

Und dann am späten Abend doch noch was - Süßkartoffelpommes mit verschiedenen Dips beim weggehen.

Essen gehen finde ich tatsächlich nicht so schwierig. Irgendwas gibts, notfalls auf Nachfrage, eigentlich immer. Ich gehe auch mit den Kollegen Mittags zum Italiener, in die Wirtschaft usw. Nur das Cafe was sich bis heute standhaft weigert einen Bagel oder einen Salat ohne Käse oder Thunfisch zu machen meide ich. Aber das ist eh überteuert.

Bei engen Freunden und in der Familie stellt man sich auf uns ein - erwarte ich aber bis zu einem gewissen Grad auch. Wenn ich als ich noch Fleisch gegessen habe Vegetarier zu Gast hatte wurde auch selbstverständlich vegetarisch gekocht. Wenn ich heute einen Freund mit Zöliakie zu Besuch habe koche ich glutenfrei. Wenn Unsicherheit besteht biete ich gern Hilfe an, aber irgendwas geht eigentlich immer. Nudeln mit Gemüse/Pilzen/Tomatensauce oder Bruschetta kriegt eigentlich jeder hin.

Fakefleisch kaufe ich eigentlich nie, das einzige was ich verwende sind ab und zu Sojaschnetzel (fürs Chili). Bei veganem Käse mag ich nur Cashew-Käse, der kommt dann auch ohne Aromen oder anderes komisches Zeug aus. Als Milchalternative verwende ich hauptsächlich Dinkelmilch, ab und zu auch Soja (wenn ich Pfannkuchen, Auszogene, Knödel o.ä. mache).

Ich finde Kuchen vegan eigentlich nicht so schwer, wenn man es einmal raushat. Habe schon auch bei Omnis sehr beliebte Torten (Schoko-Himbee-Sahne, Himbeer-Kokos, etc.) produziert und auch die Challenge vegan getreidefrei ist mir mit Cashew-Cheesecakes und Schoko-Kokostarte schon geglückt. Ich backe aber insgesamt eher selten.

Und last but not least hat die Vermeidung von Honig (den ich persönlich eigentlich noch nie mochte) wenig mit Bienen-Massentierhaltung zu tun. ;-)

scchnescked19x85


Weil hier schon mehrfach das Thema Sojaschnetzel (u.a. von mir selber) aufkam:

Wieviel bezahlt ihr dafür so und woher bezieht ihr die Sojaschnetzel? Hat vielleicht jemand einen guten / günstigen Link zu einem Shop zu bieten? @:)

SZoro#ma3n


Früher Abend Spätzle mit Linsen-Tomaten-Karotten-Sellerie-Sauce.

Wobei das wieder besondere Spätzle sein müssen (selbst gemachte?). Denn an sich gehen Spätzle mit Eiern und Butter. Dazu Käse. Viiiiel Käse. :-) "Spätzle ohne Ei" sind also absolut nicht Standard. Wollte ja nur drauf hinweisen.

Wer dann ein paar Jahre Veganer ist, hat sich sicherlich eine große Rezept-Grundlage geschaffen und eben die Zutaten daheim die es dazu braucht.

Wo der Nicht-Veganer bei "Cashew-Cheesecakes und Schoko-Kokostarte" noch an Quark und Vollmilchschokolade als Zutaten denkt, hat der Veganer schon verinnerlicht, dass statt Quark im Cheesecake ein Ersatz genommen wird und bei Schokolade eine ohne Milch/Milchpulver in der Zutatenliste.

Bei "Schoko-Himbeer-Sahne" wieder das gleiche: kein Kuh-Milch(pulver) in der Schoki, und keine klassische Sahne, sondern eine pflanzliche Sahne.

L1enki\Kru&eger


Ich mach total leckere Spätzle ohne Ei und natürlich auch ohne Butter und erst recht Käse. Sollen ja auch keine Käsespätzle sein. Gute Idee, muss ich mal wieder machen.

Bei den vorgeschlagenen irgendwas-mit-Quark-Sahne-welches-Milchprodukt auch immer, würde ich weder das Original, noch die vegane Variante essen wollen, aber wer's mag kann das freilich so machen. Auch wenn ich die Fixierung auf Milch(ersatz)Produkte nicht so ganz nachvollziehen kann. Scheint ja aber seinen Markt zu finden. Ich bin mal gespannt wann die erste kaseinfreie Tiermilch auf den Markt kommt.

h@eudte_hixer


@ Leni

:-D ]:D :-D :-D *:)

GLnum5s!el


Ich bin "eigentlich" omnivor - esse jedoch alles, was meine Vegetarier- Veganer- und Allergiefreunde so kochen. Vor zwei Jahren war ICH dran mit einem Riesenfest "für alle" ... und war einigermassen überfordert. Vegetarier und Veganer waren unter den Gästen, DAS habe ich im Griff. Einer mit Gluten-Unverträglichkeit (sonst Allesesser und grosser Fleischliebhaber), einer mit Kuheiweiss-Unverträglichkeit (isst Schaf- und Ziegenkäse), braucht am Abend jedoch kohlehydratfrei. Zwei Diabetiker waren auch mit von der Partie und ein paar "Körnchenpicker" und "Ökofundis". Studentenfete halt.

Meine "Lösung" des Problems damals war, einen Flyer zu verschicken mit DEM drauf, was ich vorbereiten werde, alles andere soll jeder nach seinem Gusto mitbringen. Diverse Salate bereitete ich vor, die Sauce musste jeder selber mischen. Trockenreis und Vollkornteigwaren, sowie Kartoffelsalat bereitete ich vor, Rindsbraten und Hackfleischsauce. Zum Dessert Fruchtsalat und diverse Kekse.

Das Fest wurde ein Erfolg und niemand hat mir übel genommen, dass er sein "Spezialfutter" selber mitbringen musste.

In diesem Faden lese ich interessiert mit, damit ich das nächste Fest vielleicht hinkriege, ohne dass diverse Gäste mit dem Picknick anrücken müssen.

N|amcja


Soroman, ich hab ja nur geschrieben was ich gegessen habe ;-). Cashew-Cheesecake beinhaltet übrigens schon den "Cheese" - das sind die Cashews ([[http://minimalistbaker.com/7-ingredient-vegan-cheesecakes/ Rezept]]).

Wieso so viele Leute bei Schoko, grade bei Schokotarte an Milchschokolade denken sollen ist mir unklar. Eine ordentliche Schokotarte braucht dunkle Schoki, die wird sonst viel zu süß.

Die Spätzle gibts bei mir im Supermarkt - und an Spätzle kommt, wenn es keine Käsespätzle sind kein Käse, und Butter eigentlich eh nicht.

NBamxja


Ah, @Schnecke: Sojaschnetzel beziehe ich aus dem Biosupermarkt. 1 Packung reicht mir ca. 2 Monate.

R%oger!Rabbxit


@ Soroman

Wobei Hatris da die Feinheiten mal locker ausgespart hat.

Wieso ausgespart? Das versteht sich doch von selbst, dass die von dir erwähnten Dinge nicht drin sind, wenn es hier um vegane Ernährung geht ":/ ?

* Schokolade nur welche, die ohne Milch hergestellt ist.

Klar.

* Nudeln nur welche, die ohne Eier hergestellt sind.

Ist doch Standard und Ei steht in der Regel explizit drauf, nicht andersrum.

* Kartoffeln mit Gemüse, nur so, dass da keine Butter oder Sahne am Gemüse dran ist.

Auch klar.

* Die Linsen in keiner Fleischbrühe gekocht.

Natürlich nimmt als Vegetarier/Veganer keine Fleischbrühe, das ist doch logisch.

* Auch beim Brot/Brötchen will wieder drauf geachtet sein, dass keine nicht-veganen Zutaten drin sind. Es gibt ja auch Buttermilchbrot, Käsebrötchen, Schinken-Zwiebel-Brot und so weiter.

Ja, ähm, das kauft man dann natürlich nicht.

Finde diese Aufzählung total komisch ":/ .

Weil hier schon mehrfach das Thema Sojaschnetzel (u.a. von mir selber) aufkam:

Wieviel bezahlt ihr dafür so und woher bezieht ihr die Sojaschnetzel? Hat vielleicht jemand einen guten / günstigen Link zu einem Shop zu bieten? @:)

@ schnecke1985

Ich nehme die von Alnatura und mache damit z.B. vegane Bolognese. Ich persönlich habe keinen Vergleich, weil ich schon so lange kein Fleisch gegessen habe, aber angeblich kann man es von der mit Fleisch kaum/nicht unterscheiden.

[[http://www.alnatura.de/de-de/alnatura-produkte/produktsuche/bio-soja-schnetzel-fein-150g]]

s,ch7necke@19x85


@ RogerRabbit

Danke für den Tipp! :)^ @:) Darf ich noch etwas fragen: Quellen Sojaschnetzel beim Kochen irgendwie auf oder sind 100 g = 100 g beim Kochen? |-o

Ich wollte die Sojaschnetzel für meine Schwester kaufen, die damit auch Bolognese macht. Die Bolo habe ich noch nie getestet, aber dafür mal veganer / vegetarischer Hamburger. Das war wirklich sehr lecker! Seitdem möchte ich das mit dem Soja auch mal ausprobieren.

RMogrerR[abbixt


Danke für den Tipp! :)^ @:) Darf ich noch etwas fragen: Quellen Sojaschnetzel beim Kochen irgendwie auf oder sind 100 g = 100 g beim Kochen? |-o

Klar :-) Ja, die Sojaschnetzel quellen noch auf. Man lässt sie in der Regel vor dem Kochen in Wasser oder Gemüsebrühe ca. 10 Minuten quellen. Danach kann man sie ganz normal mit Öl, Zwiebeln, optional Gemüse anbraten und weiterverarbeiten. Mit so einer Tüte bekomme ich einen ziemlich großen Topf Bolognese raus; ich schnippel aber auch noch ordentlich Gemüse ran.

SZogroyman


Finde diese Aufzählung total komisch ":/ .

Für dich ist es ja auch total normal geworden. ;-)

Aber wenn DeadlyPremonition (der Fadenerstellerin) das alles klar gewesen wäre, dann hätte sie hier nicht fragen brauchen.

Und weil bei vielen Gerichten könnte man denken: "Das esse ich als Nichtveganer doch auch, da ist doch gar nichts dabei!" habe ich eben genau die Feinheiten ergänzt, auf die es zu achten gilt, auch wenn das Gericht dann vielleicht gleich heißt oder gleich aussieht. Bevor das jemand verwechselt, ist das vegane Produkt doch mit einer anderen oder eingeschränkten Zutatenauswahl zubereitet.

Das sollte keine Wertung darstellen.

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