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Wissenschaftliches Buch über gesunde Ernährung gesucht!

Dwimplxe


@ Aleonor:

Ich benötige momentan Cola, um dem kindbedingten Schlafmangel entgegenzuwirken. Zuviel Kaffee geht bei mir leider auf den Magen. Zum Glück wirkt Koffein bei mir Wunder.

A?leon?oxr


Probier mal grünen Tee und Gymnastik.

;-)

c3lai5reCt


Ich finde die Maxime von Michael Pollan ganz hilfreich: Eat food, not too much, mostly plants. Auf deutsch: Iss Lebensmittel, nicht zu viel, vorwiegend Pflanzen.

Unter Lebensmitteln versteht er dabei Sachen, die deine Oma auch als Lebensmittel erkannt hätte. Also eben kein stark verarbeitetes Industriezeug mit zig Inhaltsstoffen und massig Zucker.

Zudem ist Ernährungslehre eben keine Wissenschaft, sondern eher eine empirische Lehre und sehr stark Moden und politischen Haltungen unterworfen.

Und wenn man dann noch weiß, dass die meisten Studien auf Fragebögen beruhen und Leute notorisch unzuverlässig sind realistisch einzuschätzen was und wie viel sie gegessen haben...

Nyoridi84


Unter Lebensmitteln versteht er dabei Sachen, die deine Oma auch als Lebensmittel erkannt hätte. Also eben kein stark verarbeitetes Industriezeug mit zig Inhaltsstoffen und massig Zucker.

Das ist auch so nen Punkt an den ich mich versuche zu halten, also z.B. keine Mortadella aufs Brot sondern ne Scheibe Schinken oder Hähnchenbrust, keine Fischstäbchen in die Pfanne sondern nen Stück Lachs und keine TK Chicken Nuggets sondern Hähnchenbrust, Salz, Pfeffer und Paniermehl.

Allein dadurch spart man schon nen ganzen Haufen unnötiger Kalorien, Zusatzstoffe usw. ohne auf irgendwas zu verzichten.

DdimpDle


@ Nordi:

Und man kann tatsächlich bares Geld sparen! Ich hatte letztens die Wahl: Krautsalat selber machen oder kaufen: 1 kleiner Kohlkopf 0,69€, ein bisschen Öl, eine Zitrone, ein bisschen Essig, Salz und Zucker, ich lag damit unter 1,50. Gibt es selbst im Discounter nicht... (Ich vermute ja, das die ganzen E's auch noch Geld kosten ]:D ). Nur mal so als Beispiel.

N'-er;gy


Servus,

nochmal vielen herzlichen Dank! für euren Input.

Abschließend bevor ich genug mit euch & alleine nach Literatur recherchiert habe & endlich loslesen & mein Leben noch gesünder gestalten kann eine letze Frage an Euch!

Und zwar hab ich auf einem Ärtzeportal von einer Ärztin folgendes auf meine Frage empfohlen bekommen:

[[https://www.dge.de/presse/pm/die-naehrstoffe-bausteine-fuer-ihre-gesundheit/]]

Und zwar ne Brochüre von der "Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V."

Kann mir gut vorstellen, dass die noch weniger voreingenommen sind als so mancher Buchautor.

Was sagt ihr dazu? Oder doch lieber erstmal die Bücher lesen? Womit würdet ihr beginnen?

Beste Grüße in die weite Welt :-) & vielen dank im voraus

NF-ierxgy


Achso und ganz vergessen: Die Ärztin emfiehlt Kochbücher von Dagmar von Cramm. Was haltet ihr von denen?

.

PFlan:ete(nwixnd


Zumindest von der DGE halte ich nicht viel. Eine persönliche Empfehlung wären Bücher von Nicolai Worm. Von dem halte ich tatsächlich was.

SCor8oman


Wenn man Ernährungs googelt wird man vollgespammt mit Productplacements und co. Ich suche einfach nur ein wissenschaftliches Buch, was ich dennoch verstehe, was mir sagt wie ich mich gesund ernähren kann ohne tausend sau teuere pillen zu schlucken :D

Wissenschaftliche Bücher im Sinne von Ausbildungsliteratur (die dürfte ja noch verständlich sein) gibt's als Lehrbücher für Studenten der Ernährungswissenschaften:

Alexandra Schek (Autor)

Ernährungslehre kompakt: Kompendium der Ernährungslehre für Studierende der Ernährungswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften und zur Ausbildung von Ernährungsfachkräften – 6. Mai 2013

ca. 30 EUR

Ernst Kofrányi (Autor), Willi Wirths (Autor), Prof. Dr. Hartmut Fröleke (Autor)

Einführung in die Ernährungslehre – 16. Oktober 2012

ca. 30 EUR

Hans Konrad Biesalski (Autor), Peter Grimm (Autor)

Taschenatlas Ernährung – 25. März 2015

ca. 35 EUR

Ibrahim Elmadfa (Autor), Claus Leitzmann (Autor)

Ernährung des Menschen – 28. Januar 2015

ca. 60 EUR

Solche Bücher gibt's auch in der Bibliothek. Die Ausbildungsliteratur ist aber nicht besonders praxisorientiert für den Esser zuhause, z.B. 800 Seiten im letzgenannten Buch wollen da erstmal durchgeackert werden.

Sonst zwei Extreme bei "Kochbüchern":

Die LIDL-Diät (Sparen Sie Geld und Kalorien) Taschenbuch – 2009

von Richtig Essen Institut (Autor)

0,29 EUR gebraucht

- sehr praktisch direkt anwendbar, und das Buch kostet fast nix

Nathan Myhrvold, "Modernist Cuisine" - 399 EUR in 6 Bänden

Kochen hochwissenschaftlich - braucht aber auch ein "Kochlabor" zuhause mit etlichen Messgeräten und Analysegeräten

- Wissenschaft auf die Spitze getrieben, Experimentalküche

etwas besser für zuhause als

"Modernist Cuisine at Home" Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 2013 - 100 EUR

von Nathan Myhrvold (Autor), Maxime Bilet (Autor)

azvbxg


Bei Dagmar von Cramm kommt eine abwechslungsreiche und saisonale Küche heraus. Da kannst Du nicht viel falsch machen. Ob man dafür ein Buch braucht oder Internetportale wie Chefkoch, daskochrezept u. ä. bemühen will, ist wohl Geschmacksfrage.

Generell ist gibt es auch von v. Cramm ein Buch à la Aldidente, wie Soroman es mit der Lidl-Diät beschrieben hat. Der Hinweis, dass man auch gut, gesund und günstig mit dem Discounter leben kann, ist manchmal sehr hilfreich und wohl nötig. Denn die Gleichung teuer = gesund ist Unsinn. Regelmässiges gutes bis sehr gutes Abscheiden von Discounterprodukten in den Vergleichstests von Stiftung Warentest zeigt schon, dass gutes Essen überhaupt nicht teuer sein muss.

ZAim


Udo Pollmer, Esst doch endlich normal, fand ich auch passabel, das Buch.

N)-erxgy


Hallo Leute,

nochmals vielen vielen Dank für Eure lieben Tipps! Ich hab mir bereits 2 Bücher bestellt und freue mich darauf diese im nächsten Urlaub lesen zu dürfen :-)

Abschließen noch eine letze Frage: Was haltet ihr von dem aktuellen Buch "How Not to Die: Discover the Foods Scientifically Proven to Prevent and Reverse Disease" von Michael Greger? Er ist anscheind sehr bekannt & jegliche Gewinne werden gespendet... Zeigt also schon mal, dass es damit wahrscheinlich keine kommerziellen Gewinne anstrebt.

Was meint ihr?

aBvxbg


Hallo,

welche zwei Bücher hast Du denn schon bestellt?

Von "How Not to Die: Discover the Foods Scientifically Proven to Prevent and Reverse Disease" halte ich wenig. Es ist recht umfangreich, aber eben auch etwas "marktschreierisch". Zwar nicht unseriös, aber stark übertrieben.

Nur von ganz wenigen Molekülen ist bekannt, was diese im menschlichen Körper verursachen. Hierzu gehört z. B. Salz, das die Gefässwände etwas schneller altern lassen kann. So ziemlich alle anderen Studien verlassen sich auf Zellkulturen, teilweise auf Tierversuche. Damit überhaupt ein Effekt eintritt, werden die zu untersuchenden Stoffe überkonzentriert oder fast ausschliesslich verfüttert. Aus diesen Effekten versucht man auf den Menschen zu schliessen. Das funktioniert nur schlecht, hat sehr hohe Fehlerquoten. Es gibt keine Lebensmittel, die gegen Krebs, Bluthochdruck, etc. wirken. Das ist individuell viel zu unterschiedlich.

Um am Beispiel Salz zu bleiben: Gealterte Gefässwände sorgen auch für ein gesteigertes geistiges Alter. Der geistige Verfall wird dadurch beschleunigt. Nun bleibt aber die Frage, für wen welche Menge gilt. Dazu gibt es wenig belastbare Aussagen. Etwa 1/4 der Menschen ist salzempfindlich. Bei diesen wirkt Salz auf den Blutdruck. Beim Rest spielt es wenig eine Rolle. Ob die Alterung der Gefässe ebenfalls nur einen Teil betrifft, bleibt fraglich. Komplettes Absetzen von Salz birgt etwas höhere Risiken als das moderate Reduzieren.

Ernährungslehre ist eben kaum eine Wissenschaft. Dazu bringt es auch nichts, wenn man Bücher wie "How Not to Die: Discover the Foods Scientifically Proven to Prevent and Reverse Disease" schreibt. Auch der üppige Literaturanhang ist zwar nett, aber kaum mehr zeitgemäss in Zeiten wissenschaftlicher Suchmaschinen. Wer wirklich wissenschaftlich arbeitet, wird ohnehin andere Literatur heranziehen. Allerdings verstehe ich den Autor und den Verlag sehr gut, dass diese die Zitate in dieser Menge haben wollten: Es ist der Teppich, auf dem die Wissenschaftlichkeit dahinwandeln soll.

Wenn Du einen deutschsprachigen Vergleich haben willst, Du kannst auch ein Buch von Max Bruker oder Wolfgang Lutz lesen. In jedem Fall ist es eben eine Art Glauben oder Weltanschauung. Die "Lehre" dahinter ist gar nicht so wichtig.

Zpim


man könnte sich auch nach der TCM ernähren (traditionelle chinesische Medizin), gibts mittlererweile auch ein paar Bücher darüber, man könnte sagen, das ist erprobt, schon 1000-2000 Jahre.

aGv`bg


TCM ist so erprobt wie die Steinzeitmethode (Paleo-Diät): Einerseits ja, andererseits eben nicht.

Die Lebenserwartung hat sich mehr als verdreifacht. Das hat ja auch gewisse Gründe und Einflüsse. Wir wissen gar nicht viel über die Ernährung vor dreihundert Jahren. Wie will man da sicher weiter zurückblicken?

Noch nie wurden Menschen so alt und blieben relativ so gesund wie heute mit der durchschnittlichen Kost, den heutigen Zubereitungsmethoden und Konservierung.

Der Vergleich sehr unterschiedlicher Volksgruppen oder Rassen ist heikel. Alleine schon der Vergleich der Verträglichkeit von Alkohol im asiatischen Raum (oder analog Milch in Europa und Afrika) zeigt deutlich, wie unterschiedlich sich Menschengruppen entwickelt haben. Was in China bzw. Japan einer gewissen Gruppe zuträglich sein mag, kann für bestimmte Europäer sogar schädlich sein.

Daher gibt es kein "gesund" oder "ungesund". Die TCM versucht diesem schon über die Zuordnung zu den Elementen Rechnung zu tragen. Aber diese Differenzierung ist nur ein erster Schritt. Am Ende steht auch dort die Erkenntnis, dass der Körper schon signalisiert, was bekommt und was nicht. Dazu braucht man eigentlich keine Bücher.

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