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Wissenschaftliches Buch über gesunde Ernährung gesucht!

Z9ixm


die moderne Ernährungswissenschaft hat das Problem, dass alle paar Jahre die Erkenntnisse umgestossen werden. Beispielsweise wurden vor ein paar Jahren Eier verteufelt wegen ihres Einflusses auf den Cholesterinspiegel und heutzutage hat man festgestellt, dass das überhaupt nicht stimmt. Es wurde auch behauptet, dass Margarine gesünder sei als Butter und noch viel mehr Unsinn dieser Art.

[[http://www.heise.de/tp/artikel/44/44217/1.html]]

[[http://www.lchf-deutschland.de/eier-und-butter-sind-rehabilitiert/]]

[[http://www.swissmilk.ch/de/services/ernaehrungs-fachleute/fachbibliothek/-dl-/fileadmin/filemount/fachinformation-milchfett-butter-cholesterin-rehabilitiert-ernaehrungswissenschaft-de.pdf]]

Ich glaube auch nicht, dass sich die Lebenserwartung verdreifacht hat. Wieder sowas, was einem eingeredet wird.

Schau mal, in welchem Alter beispielsweise Michelangelo die Sixtinische Kapelle ausgemalt hat und wie alt er geworden ist.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo]]

Früher fielen Menschen oft Unfällen zum Opfer und starben an banalen Erkrankungen, das ist heutzutage oft anders, aber dass man durch die moderne Ernährung länger lebt, kann mir keiner einreden ;-)

parinses=salle


Ich denke, es ist im Bereich einfach wahnsinnig schwierig, neutrale Berichte zu finden. Bei der Ernährung sollte es stets nicht nur um einen selbst gehen, sondern um alle anderen, die die Auswirkungen dieser spüren.

Die Fairtrade-Banane schmeckt vielleicht nicht besser, und gesünder ist sie auch nicht, aber für den Bauern, der einen fairen Preis bekommt und nicht ausgebeutet wird, macht es einen sehr großen Unterschied. Man kann sich auch das ganze Jahr über von tropischen Früchten und Palmöl ernähren, das kann sehr gesund sein, aber nachhaltig ist es nicht.

Ernährung hat nicht nur mit einem selbst zu tun, und das sehen viele Menschen nicht. Die eigene Gesundheit sollte natürlich an erster Stelle stehen, aber wenn man dann die Wahl zwischen verschiedenen Ernährungsformen hat, kann man ganz viele andere Aspekte mit einbeziehen.

Bei seinem Weg zur "richtigen Ernährung" sollte man sich nicht von Kultur und Gewohnheit steuern lassen, dabei darf man auch nie vergessen, dass Ernährung ein riesiges Geschäft ist. Und natürlich sollte man nicht vergessen, dass im Medizinstudium Ernährung gar nicht näher betrachtet wird. Viele Ärzte geben lediglich das weiter, was sie im Laufe ihres Lebens gelernt haben, was sie gehört haben und woran sie gewöhnt sind.

M\atzeBperlxin


heute morgen, war in meinem Radiosender ein Ernährungsexperte zu hören. Sein Name: Achim Sam. Er soll wohl auch Bestseller Autor sein.

[[http://www.104.6rtl.com/programm/arno-und-die-morgencrew/aus-der-sendung/ernaehrungsexperte-figur-fighter-und-bestseller]]

SKor|oman


Abschließen noch eine letze Frage: Was haltet ihr von dem aktuellen Buch "How Not to Die: Discover the Foods Scientifically Proven to Prevent and Reverse Disease" von Michael Greger? Er ist anscheind sehr bekannt & jegliche Gewinne werden gespendet... Zeigt also schon mal, dass es damit wahrscheinlich keine kommerziellen Gewinne anstrebt.

Was meint ihr?

Alles was reißerische Titel hat, ist in der Regel NICHT wissenschaftlich. Im besten Fall ist es eine populärwissenschaftliche Kurzfassung für "normale Leute". Ich persönlich würde es nicht kaufen. Ich habe neulich eine DVD aus der Bibliothek gesehen, wo es dann letztlich darum ging, mit extrem hohen Vitamin-Dosen als "Essen" bestimmte Krankheiten zu behandeln. Ich kann mir vorstellen, in die Richtung geht dieses Buch auch.

nochmals vielen vielen Dank für Eure lieben Tipps! Ich hab mir bereits 2 Bücher bestellt und freue mich darauf diese im nächsten Urlaub lesen zu dürfen :-)

Welche hast du denn bestellt?

p#rins*essalxle


@ Soroman

Ich denke, da muss man differenzieren. Michael Greger muss seine Nachricht ja irgendwie vermitteln - die meisten Leute kaufen keine Bücher mit langweiligen Titeln. Von der Ernährungsweise, die er vorschlägt, profitiert keine große Industrie so wirklich. Ich denke auch nicht, dass er ein durch und durch guter Mensch ist oder alles richtig macht, aber einige Punkte hat er definitiv.

SOoromaxn


die meisten Leute kaufen keine Bücher mit langweiligen Titeln.

Da mag ja was dran sein. Aber der Anspruch des OP war eben nicht, etwas subjektiv gefärbtes zu lesen oder das was "die meisten Leute" kaufen, sondern was mit wissenschaftlichem Anpruch (siehe Titel). Und da finde ich eben Ausbildungliteratur als Einstieg irgendwie passender. Die mag beliebig trockene Titel haben, dafür schaffen es dort eher nur mehrheitsfähige Ansichten rein. Keine Privatmeinungen, sondern z.B. Ergebnisse aus großen Studien. Und es ist kein Einzelautor dahinter, sondern in der Regel ein Autorenkollektiv. Wenn die Inhalte zur Ausbildung hunderter Ökotrophologen als passend erachtet werden, haben vorher auch intensive peer reviews stattgefunden.

p)riPnses0savlle


@ Soroman

Das Problem dabei ist allerdings, dass auch solche Autoren beeinflusst werden können, bzw der Staat selbst kann durch Lobbyismus beeinflusst werden. Wie gesagt, eine Ernährungsweise, die wenige Industrien unterstützt, tut dem Staat nicht gut.

Außerdem werden in Lehrbüchern sehr neue Erkenntnisse oft nicht beachtet.

Ich denke, es ist das beste, sich durch mehrere Bücher zu informieren und jedes Mal die Motive des Autoren/der Autoren zu hinterfragen.

Und wie gesagt sich selbst bewusst machen, dass Ernährung keine persönliche Entscheidung ist, die anderen nicht schaden kann.

a:vbxg


Außerdem werden in Lehrbüchern sehr neue Erkenntnisse oft nicht beachtet.

Nur meist sind das gar keine Erkenntnisse, sondern etwas verzerrt dargestellte Randmeinungen der Literatur. Wenn man an "Wheat Belly" & Co. denkt, ist man einem pseudowissenschaftlichen, reisserischen Marketingtrick auf den Leim gegangen.

Sicher ist der amerikanische Buchmarkt etwas heisser und insgesamt reisserischer. Aber die üppigen Litertauranhänge sollen einfach auch Wissenschaftlichkeit suggerieren. Wenn man wirklich die Originalpaper lesen würde bzw. eine Zusammenfassung suchen würde, könnte man auch einfach einen Review nehmen, der ebenfalls ein peer-review Verfahren durchlaufen hat. Dann wäre es seriös - aber kein Autor würde so viel verdienen, daher die vielen Bücher.

Ökotrophologie ist ein schönes Wort. Aber es mehr eine Lehre und weniger eine Wissenschaft. Vieles ist höchstens empirisch und auch das oft nicht richtig.

pSri4nsesYsaxlle


@ avbg

Deswegen sollte man sich ja mit mehreren Quellen beschäftigen und wie gesagt beachten, dass die Ernährung einen nicht nur selbst betrifft. Selbst wenn 300ml Palmöl am Tag gesund wäre (was es natürlich nicht ist), so sollte man trotzdem nicht 300ml Palmöl am Tag verzehren, weil es einfach umweltschädlich ist.

a?vbg


Vor sowas ist man etwas geschützt, wenn man das sinnvolle Argument von Soroman berücksichtigt, siehe oben. Einfach die etablierten Bücher verwenden, die haben so viele Autoren gegengelesen bzw. waren daran beteiligt, da bekommt man den besten Überblick.

Bei allen Einzelautoren mit scheinbar besonders freien Gedanken muss man sich die Frage stellen, warum die Fachwelt diese nicht aufgreift. Meistens einfach deswegen, weil die Ideen nicht mehr neu sind und sich als nutzlos erwiesen. Vieles ist völlig überspitzt dargestellt. Ein gutes Beispiel ist R. Lustig (Zucker das weisse Gift). Die Grundintention des Autors mag ehrenwert sein, das Buch differenziert nicht genau genug zwischen den Zuckerarten und genau darauf kommt es in dieser Theorie aber eigentlich an.

aondrsea8x8


Wissenschaftliches Buch über gesunde Ernährung gesucht!

was nützt es, wenn es überhaupt gar keine gesunden lebensmittel mehr gibt. in jedem lebensmittel findet man was, welches für die gesundheit

schädlich ist. seien es rückstände von pestiziden,genmanipulierte lebensmittel oder solche die erhöhte nitratwerte aufweisen.tiere, die mit gen-soja u.a. gefüttert werden und wir letztlich das fleisch von den tier konsumieren.antibiotika im geflügel ist genauso ungesund wie unser trinkwasser welches immer höhere werte des weiblichen sexualhormons östrogen beinhaltet und welches nicht gefiltert werden kann. mit ttip wird alles noch viel schlimmer. leider wird es kommen weil es hier um viel geld geht letztlich zum nachteil der konsumenten, also uns allen.

wen wundert es da noch, das immer mehr menschen an krebs erkranken und sterben. :)D

p)rinlsessa0lle


Woher kommt eigentlich diese Vorstellung Genmanipulation = schlecht? ":/

Wenn wir 8, 9 oder noch mehr Milliarden Menschen ernähren wollen, dann brauchen wir effektives Essen.

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