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Das Dilemma des scharfen Essens

pkrHinseZssaxlle hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich liebe scharfes Essen. Sehr scharfes Essen, also generell Chilisorten mit über 200.000 Scoville (wie beispielsweise Habaneros). Mein Mund hält das sehr gut aus und es schmeckt mir wunderbar, meine Verdauung rebelliert jedoch leider oft dagegen. Abgesehen von leichten Magenschmerzen sagt man ja noch so schön, dass scharfes Essen zweimal brenne.

Gibt es irgendwelche Tricks, um das ein wenig zu mildern? Auf meine Chilis möchte ich nicht gern verzichten, ich tue sie in so gut wie jedes warme Essen.

LG

Antworten
ERlafRem\ich0u81x5


Da kannst du nichts machen.

Schärfe interpretiert der Körper als Verbrennung und reagiert entsprechend. Es nützt nichts wenn dir scharfes Essen schmeckt aber dein Körper das offensichtlich nicht so gut findet.

Schärfes Essen regt beispielsweise sie Magensaftproduktion an was zu Sobbrennen führen kann und damit z.B. Speiseröhrenkrebs auslösen kann im schlimmsten Fall.

Das scharfes Essen zweimal brennt hast du auch schon herausgefunden. Jede Schleimhaut wird halt gereizt (Verbrennungssymptome), auch die des Darmes.

p%rin>sessal2le


Sodbrennen habe ich nicht, zum Glück. Es sind ein paar Magenkrämpfe und 10 Minuten auf der Toilette, die leider sehr schmerzhaft sind.

M5r. >ForUeskixn


Langsam die Dosis senken bis der Körper keine Abwehrreationen mehr zeigt und sich dann die abstumpften Geschmacksnerven erholen lassen.

pgrin1se3ssal*lxe


Aber dann schmeckt herzhaftes Essen doch langweilig, oder?

Außerdem macht scharfes Essen total glücklich. Bis zur Verdauung eben.

M|r. FodrSeskin


Deine Geschmacksnerven werden ich daran gewöhnen. Du brauchst eben ein wenig Geduld.

RZajXMerchxant


Die ganze Verdauungsproblematik kenne ich eigentlich nur bei frischem, dh weitgehend ungegartem Chili. Ich schmeiß die ganz am Anfang in den Topf, da brennt nix zweimal. Kanns daran hängen?

p;rinsexssaxlle


Also das ist ganz unterschiedlich.

Manchmal schneide ich frische Chilis auf das Essen, manchmal nehme ich Pulver und manchmal koche ich sie mit. Je nachdem, was besser passt. Aber das stimmt, bei frischen Chilis ist es am extremsten.

asnfangPmitf#reuxde


ich kenne das problem auch. esse auch gern scharf, aber leide dann hinterher.

ich geh damit einfach so um, dass ich nicht allzu oft und immer scharf esse. mal eine chilli aufs brot oder etwas in den eintopf. dann hat man das eben "mal". und dadurch, dass dazwischen immer unscharfe mahlzeiten liegen, kann der körper sich erholen und die geschmacksnerven gewöhnen sich nicht an die schärfe. sprich: ich brauch weniger chilli, also brennt es auch weniger.

und unscharfes essen muss nicht automatisch fad schmecken.

C1omr8a=n


Ich züchte selbst Chili und habe extra mehrere Sorten, um sie für unterschiedliche Essen möglichst harmonisch zu integrieren. Eine große, fleischige Sorte aus Argentinien, die bei uns im Sommer hervorragend wächst, ist eher mittelscharf - zu scharf, um sie pur essen zu können, aber sehr pikant, um sie in hohen Mengen als "Gemüse" beizufügen (z.B. Chili-Topf). Eine kleine Thai-Sorte mit Schärfegrad 8, die in Deutschland sehr lange bis zur Reife braucht, sorgt für Knalleffekte im Essen. Habanero trockne ich und stecke sie in eine Mühle, da entfalten sie ihr Aroma am besten.

Ob man sich wirklich daran gewöhnt, kann ich nicht sagen. Ich erlebe heute noch, dass ich mich mit den Thais mal übernehme, aber mein Magen steckt das gut weg. Mein Mund ist eher das Problem, wenn sich die Schärfe dann während des Essens immer weiter aufaddiert. Mir sind schon Pizzen gelungen, bei denen das letzte Viertel nur noch gebrannt hat wie frisch aus dem Ofen, obwohl die Pizza längst kalt war ]:D . Das ist dann aber auch einfach zuviel.

Der nächste Morgen auf dem Klo ... ist halt irgendwie 'ne Challenge. Muss man durch. Aber wenn man es geschafft hat, ist auch alles wieder gut. 8-)

Wie verwertest du die Chili? Ich habe festgestellt, dass getrocknete ältere Früchte einfach nur noch scharf sind und wenig Aroma entwickeln. Bis auf die intensiven Habaneros friere ich meine Sorten in ganzen Früchten ein und entnehme sie vor Gebrauch. Dann ist das ganze Aroma noch enthalten, von der Schärfe bis zu den Paprikanoten. Sie schmecken "spritziger" und man braucht nicht ganz soviel davon. Vielleicht hilft dir das auch weiter. Mit den Verdauungserscheinungen wirst du leben müssen, wenn du gerne hoch dosierst. Leichte Magenschmerzen würde ich allerdings nicht tolerieren wollen, das wäre ein Grund für mich, die Dosis herabzusetzen.

SY. Zwal'lisii


Abgesehen von leichten Magenschmerzen sagt man ja noch so schön, dass scharfes Essen zweimal brenne.

Sei froh dass es nur das ist, ich ess kaum noch richtig Scharfes weil's mein Körper es dann schnellstmöglichst wieder loswerden will :-( Was hilft ist (zumindest bei Asiatisch) ordentlich Reis reinzuschaufeln, auch für den 2xBrenneffekt.

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