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Was sagen Vegetarier zu künstlichem Fleisch?

TSesgtrxale hat die Diskussion gestartet


Hallo, dieser Artikel wirft die Frage auf, was Vegetarier davon halten?

[[http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/fleisch-aus-der-petrischale-testesser-verzehren-labor-burger-a-914802.html]]

Es geht um Fleischkonsum ohne Tiere dafür töten zu müssen. Dem Rind, Schaaf, Schwein oder was auch immer, werden Stammzellen entnommen und im Labor in einer Nährstofflösung wachsen diese Stammzellen zu echtem Muskelfleisch. Die Technik ist natürlich noch längst nicht ausgereift, aber es stellt sich doch die Grundsätzliche Frage, Wenn für Fleischkonsum keine Tier mehr sterben muss, wenn man für Fleischkonsum keine Massentierhaltung und alle damit verbunden Nachteile in kauf nehmen muss.

Welche Argumente sprächen dann überhaupt für Vegetarismus?

Heutzutage ist es ja überwiegend der ethische Aspekt, der bei Vegetariern im Vordergrund steht, sie wollen keine Tiere töten! Legitime Weltanschauung! Durch diese neue Technologie würde es jedoch gar keine Tier-Leid mehr geben....

Antworten
Hqyperixon


Welche Argumente sprächen dann überhaupt für Vegetarismus? Heutzutage ist es ja überwiegend der ethische Aspekt,

Mir schmeckt Fleisch nicht. Damit konnte ich mich noch nie anfreunden, seit meinen Kindertagen schon nicht. Ich mag den Geschmack, den Geruch und auch die Konsistenz nicht. So wie andere vielleicht keinen Spinat mögen, Pilze oder Muscheln ect mag ich kein Fleisch.

Die neuen Technologie klingt interessant, aber nix für mich. ;-D

Z<itronse86


Mh, gute Frage.

Ich esse mittlerweile seit 15 Jahren kein Fleisch mehr, aber mir fehlt es auch nicht. Habe überhaupt kein Verlangen oder das Bedürfniss Fleisch(ersatz) zu essen.

Ich denke ich würde es wahrscheinlich nicht kaufen, einfach weil ich gar nicht wüsste was ich für Gerichte MIT Fleisch kochen sollte, ich habe nur vegetarisch Kochen gelernt und es schmeckt mir hervorragend ;-) Ich würde es dann vermutlich mal probieren wenn es irgendwo beim auswärts Essen gehen angeboten wird...

Viel besser wäre es wenn die Fleischesser dann darauf zurück greifen, dann gibt es endlich weniger Massentierhaltung :)z

hxag-tOysxja


für mich wäre es ein grund, kein fleisch mehr zu essen. nennt mich oldschool, aber ich möchte kein im labor gezüchtetes fleisch, das auf kälberföten wuchs (jaja, wollen sie ja noch ändern).

zumal ja schon festgestellt wurde, dass für größere stücken dann blutbahnen erforderlich sind, das heißt, auch da muss irgendeine form von kreislauf geschaffen werden, blut von irgendwoher genommen werden, angereichert werden....hmm, nein. ich möchte nicht.

a`.fixsh


Heutzutage ist es ja überwiegend der ethische Aspekt, der bei Vegetariern im Vordergrund steht, sie wollen keine Tiere töten! Legitime Weltanschauung! Durch diese neue Technologie würde es jedoch gar keine Tier-Leid mehr geben....

Keine Tiere zu töten, ist ein Aspekt. Oder man sieht Tiere einfach nicht als Lebensmittel an. Oder weiter, man sieht Tiere als Lebewesen mit eigenen Rechten an, nicht als Ressource für Nahrung, Kleidung o.ä. Wer sich dieser Denkweise verpflichtet fühlt, wird vielleicht auch künstlich gezüchtetes Fleisch ablehnen, weil es weiterhin darauf basiert, andere Tiere für den Menschen zu gebrauchen, in ihr Leben und ihren Körper einzugreifen.

Ich würde aus diesen Gründen kein im Labor gezüchtetes Fleisch essen. Dennoch ist es eine interessante Technologie, deren Erforschung lohnenswert ist, bedenkt man den immensen Schaden, den die Massentierhaltung Tieren, Menschen und der ganzen Welt zufügt.

SZho~jxo


Ich würde aus diesen Gründen kein im Labor gezüchtetes Fleisch essen.

Und wenn es vom Nährwert her super wäre und sie es gut annehmen (und der ökölogische Rucksack nicht allzu vollgestopft ist): Würdest Du Deine Katze eher mit richtigem Fleisch füttern oder mit Laborfleisch?
Da nämlich liegt für mich persönlich ein gewisses Interesse - ich esse seit meiner Kindheit kein Fleisch und betrachte es einfach nicht mehr als Nahrungsmittel. Guten Seitan mag ich und Tofu, eigentlich alle Sorten Gemüse, sämtliche Hülsenfrüchte etc. pp., ich empfinde genau null Einschränkung dadurch, kein Fleisch zu essen - wenn mich jemand fragt, ob ich es nicht vermisse, Fleisch zu essen, könnte ich zurückfragen, ob er es nicht vermisst, Holz zu essen oder kleine Kiesel, denn ungefähr so ist Fleisch für mich, was den Appetit betrifft. Ich bin allerdings kein Veganer, obwohl ich das eigentlich als das einzig moralisch Richtige empfände, für mich wäre also wirklich guter und finanzierbarer Ei- und Milchersatz (insbesondere Käse) sehr viel interessanter.

Ich glaube aber, dass es für sehr viele Menschen nicht nur auf Geschmack und Konsistenz von Fleisch ankommt, sondern dass da auch etwas sehr Urtümliches dahintersteckt, eine emotionale Aufladung, die durch Laborfleisch nicht befriedigt werden würde, selbst wenn sie es geschmacklich und von der Konsistenz her nicht von richtigem Fleisch unterscheiden könnten. Deshalb sehe ich den Ersatzwert von solchem Fleisch grundsätzlich noch etwas unter Vorbehalt.

yKo-nox-se


Egal ob aus [Religion], Überzeugung, Geschmack, Erziehung, etc, wer Vegan oder Vegetarisch leben will, soll das machen. Aber bitte ohne Fleischnachahmungsprodukte.

Es gibt keine vegetarischen Schnitzel. Tofu ist auch keine Wurst.

Wer so überzeugt von seiner Lebensweise ist, sollte für derartige [Produkte] auch einen souveränen Namen haben.

Laborfleisch ist für mich, als überzeugter Carnivore, eine Beleidigung für das Leben, die Tiere und auch für mich als Konsumenten.

a_.fi>sh


Würdest Du Deine Katze eher mit richtigem Fleisch füttern oder mit Laborfleisch?

Für Tierfutter finde ich gezüchtetes Fleisch in der Tat ganz interessant. Ich denke auch, dass die Akzeptanz als Tierfutter höher sein dürfte als die als tatsächliches Menschenessen. Ich sehe nach meinem Kenntnisstand soweit keinen Grund, weshalb ich es nicht verfüttern würde.

selbst wenn sie es geschmacklich und von der Konsistenz her nicht von richtigem Fleisch unterscheiden könnten

Es wäre ja nicht nur nicht unterscheidbar, es wäre bzw. ist Fleisch. Bis auf die Molekularebene. Aber ja, den irrationalen emotionalen Aspekt darf man sicher nicht unterschätzen.

Z6itroAne86


Aber bitte ohne Fleischnachahmungsprodukte.

Was genau stört dich daran wenn Veggies "Fleischnachahmungsprodukte" essen?

Es gibt keine vegetarischen Schnitzel. Tofu ist auch keine Wurst.

Doch, gibt es ;-D Es gibt immerhin auch Orangen-Limonade in dem keine Orange enthalten ist und Erdbeer-Joghurt in dem keine Erdbeeren drinn sind und Leberwürste ohne Leber. Also warum soll es kein Schnitzel geben in dem kein Fleisch drin ist? :-p DARÜBER muss man sich natürlich aufregen ;-D

Laborfleisch ist für mich, als überzeugter Carnivore, eine Beleidigung für das Leben, die Tiere und auch für mich als Konsumenten.

Was genau ist daran Beleidigend? Sind die speziell gezüchteten Kultur-Heidelbeeren dann auch eine Beleidigung gegenüber den wildwachsenden Heidelbeeren?

Suhojxo


Und tadaaa, da haben wir auch schon

den irrationalen emotionalen Aspekt

da betritt er mit wenig Argumenten, aber voller Überzeugung die Bühne:

Laborfleisch ist für mich, als überzeugter Carnivore, eine Beleidigung für das Leben, die Tiere und auch für mich als Konsumenten.

;-D

sjensBibelqmxan


eine Beleidigung für das Leben

sind Panther, Löwe, Tiger, Bär, Wolf, Luchs, Fuchs, Marder, Habicht, Seeadler, Milan, Sperber, Orca, Seelöwe, Hecht, .... auch zahlreiche Affenarten, Hunde, Hauskatzen, ... auch eine Beleidigung für das Leben?

ybo-%no-`sxe


Naja, Ihr hättet einfach ein wenig im Ethikuntericht aufpassen müssen.

so ist s zB nicht moralisch einwandfdrei, irgendwelche Stammzellen zu züchten, um Krankheiten zu erforschen. Zellen zum Essen zu ziehen soll dann ok sein?

Leben ist nunmal komplexer, als eine Petrischale. Das ist die Beleidigung. Sich anmaßen zu wollen, es künstlich nachahmen zu wollen.

Warum mich Veggischnitzel aufregen? Wegen der inkonsequenten Haltung. Wenn ich auf Fleisch verzichte, verzichte ich doch auch auf den Geschmack. Sonst wird man unglaubwürdig. Verzichtet man nicht auf den Geschmack, ist man auch kein Vegetarier.

Ist doch eine ganz einfache Angelegenheit.

h$agG-tysxja


Warum mich Veggischnitzel aufregen? Wegen der inkonsequenten Haltung. Wenn ich auf Fleisch verzichte, verzichte ich doch auch auf den Geschmack. Sonst wird man unglaubwürdig. Verzichtet man nicht auf den Geschmack, ist man auch kein Vegetarier.

da muss ich nochmal nachfragen. die vegetarier, die ich kenne, sind deshalb vegetarier, weil sie nicht tier essen möchten, weil sie nicht möchten, dass für ihre ernährung tiere gehalten und getötet werden.

das ist doch keine art selbstkasteiung, wo ich mich aus einem wahn heraus möglichst bestrafe und in verzicht übe.

ich möchte kein tier essen, hab aber appetit auf fleischsalat. da nehm ich vegetarischen fleischsalat, hab meinen genuss und kein tier ist gestorben. perfekt.

ywo-no=-sxe


pefekt inkosequent.

Ansonsten absolut nachvollziehbar.

Mir ist es zB völlig egal, ob mein Essen für mich sterben musste. Und daher ist in meinem Fleischsalat eben Fleisch drinnen.

Svhojxo


Naja, Ihr hättet einfach ein wenig im Ethikuntericht aufpassen müssen.

so ist s zB nicht moralisch einwandfdrei, irgendwelche Stammzellen zu züchten, um Krankheiten zu erforschen. Zellen zum Essen zu ziehen soll dann ok sein?

Das ist sehr, sehr schlicht gedacht und hat mit wirklicher thematischer Auseinandersetzung wenig zu tun - es gibt ja noch ein bisschen mehr Ethik zwischen Himmel und Erde als das, was man in der neunten Klasse bei einem mittelmäßig interessierten Lehrer in pubertärer Schwarzweißheit so durchkaut.

Warum mich Veggischnitzel aufregen? Wegen der inkonsequenten Haltung. Wenn ich auf Fleisch verzichte, verzichte ich doch auch auf den Geschmack. Sonst wird man unglaubwürdig. Verzichtet man nicht auf den Geschmack, ist man auch kein Vegetarier.

Deine Argumentation klingt, als hättest du es eventuell häufiger mal mit Vegetariern zu tun gehabt, die sich selbst aufgrund des Fleischverzichts überhöhen und für eine Art besseren Menschen halten, kann das sein?

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