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Was sagen Vegetarier zu künstlichem Fleisch?

NCamxja


Ich würde jetzt mit meinem Geld auch nicht unbedingt Fleischkonzerne unterstützen wollen, abgesehen davon, dass für vegetarische Wurst mit Hühnereiweiß effektiv sogar mehr Tiere sterben. Wenn überhaupt (eher selten) würde ich vegane Produkte bevorzugt von rein veganen Herstellern kaufen. Ich kaufe ja auch keine Produkte von Nestlé, weil ich deren Vorgehen bzgl. Wasser etc. einfach inakzeptabel finde.

Aber was genau ist daran so schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die alles an Fleisch mögen, außer dass dafür Tiere getötet wurden? Genauso gibt es Leute die gern Bier trinken wollen, aber nicht betrunken werden wollen. Guess what? Alkoholfreies Bier. Außerdem koffeinfreier Kaffee, fettarme Milch, zuckerfreie Limo und viel mehr. Alles, weil wir das Produkt an sich wollen, nur eben mit einer Eigenschaft unzufrieden sind. Ob das jetzt "enthält Koffein" oder "ist aus toten Tieren" ist, ist für dein Verständnis der generellen Motivation hoffentlich nicht relevant.

SLcaro


Ich esse ebenfalls kein Fleisch, allerdings mag ich Geruch mancher Fleischzubereitungen ebenso wie deren Geschmack (im Grund nur so "ungesunde" Sachen wie Schnitzel, Bouletten, Chicken Nuggets etc.).

Vielleicht maximal einmal im Monat kommt es daher vor, dass ich einen Ersatz kaufe. Ich möchte nur nicht, dass dafür ein Tier (auf direktem Wege, also durch Schlachtung) stirbt.

Ansonsten stimme ich Namja absolut zu. Ich finde es blödsinnig, über sowas zu diskutieren...

hReuhte_=hkiexr


Bei Fleisch/Käseersatzprodukten benötigt es nur einen Blick auf die Zutaten, um darauf zu verzichten. Wer sich von der Industrie an der Nase herumführen lassen will und chemische Bauwürfel essen will für einen völlig überzogenen Preis: go ahead ]:D

Die vegetarische und vegane Küche ist so vielseitig. Es braucht diese Ersatzprodukte nicht bzw. ich habe gesundheitliche Bedenken, was da so als vegetarisches Schnitzel/Wurst/Käse vertrieben wird.

Ist halt gerade trendy und dann kaufen die Leute auch diese Industrieprodukte.

Zur Ursprungsfrage: mir gruselt vor dem Fleisch aus den Petrischalen.

Was da alles an Stoffen für das künstliche Muskelwachstum benötigt wird - ich will es nicht wissen und niemals in den Mund nehmen. Lieber ist mir ein Linsenburger ;-D

m5arikaY 9sterxn


ich bin da ähnlicher meinung wie heute_hier. um so verarbeiteter ein lebensmittel ist, um so weniger gut ist es als nahrungsmittel geeignet. oder, anders ausgedrückt: ich versuche möglichst wenig lebensmittel zu essen, die ich, bzw. die menschheit innerhalb der letzten paar tausend jahre, nicht auch selber herstellen könnte.

künstlich hergestelltes fleisch finde ich da echt sehr gruselig. vegane industrieprodukte übrigens auch.

Mponsxti


Als ich noch meinen Dickdarm besaß, aß ich fast nie Fleisch (Fisch ausgenommen). Der Geschmack von anderem, vor allem Gemüse war mir wesentlich lieber. Damals wäre ich niemals auf die Idee gekommen, ein veganes Produkt zu essen, das wie Fleisch oder Wurst schmeckt.

Leider habe ich seit über 12 Jahren einen stark verkürzten Darmtrakt und MUSS deshalb notgedrungen Fleisch essen. Ich achte dabei sehr auf dessen Qualität. Es handelt sich ausschließlich um Tiere, die bei uns in Tirol aufgewachsen und geschlachtet oder im Wald geschossen wurden. Da weiß ich wenigstens, dass die Tiere ein artgerechtes Leben hatten.

Ich verzehre Fleisch nicht wegen des Geschmacks, sondern weil ich es benötige. Deshalb würde ich auch Fleisch aus der Retorte essen, sofern es genauso gut verdaulich wäre und denselben Nährwert wie Fleisch hätte. Warum nicht? Ich will ja nur nicht abmagern!

s]en^sibelmxan


künstlich hergestelltes fleisch finde ich da echt sehr gruselig. vegane industrieprodukte übrigens auch

Zu veganen Industrieprodukten zählt auch: Hafertrunk und Ähnliches, Tofu, Seitan, Agavendicksaft, Essig, Pflanzenöle- selbst Gemüse und Teig- und Backwaren sind Industrieprodukte. Insbesondere bei veganen Bio-Lebensmittel (auch vegan gewürzter Wurst- und Fleischersatz) und sind die Inhaltsstoffe alle pflanzlichen Ursprungs mit wenigen Umwandlungsschritten. Da findet keine Synthetisierung statt.

Ich vermute, dass du etwas anderes meinst.

Stellst du deine Nahrungsmittel alle selbst her?

EvhemaliBgFer #Nutzerx (#458871)


und nun gibt es fleischfreie mortadella, eine große auswahl an fleischersatzprodukten und ich kann diese dinge wieder essen, weil meine ansprüche erfüllt werden und freue mich wie ein...na....schnitzel

]:D

pvrinrsessalxle


Hier sollte man sich fragen: Würden wir auch Menschenfleisch im Labor heranzüchten, um es zu essen? Ein wenig komisch wäre das schon. Ne ne, ich bin zufrieden mit meinem Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen, dann und wann find ich auch eine Kichererbsenboulette mal ganz lecker. Ich brauche kein Fleisch, aber Fleischersatzprodukte sind vor allem für Leute, die sich ein wenig von Fleisch entwöhnen wollen, praktisch.

EZhemagligerp Nutzepr (#K4588x71)


Ich brauche kein Fleisch, aber Fleischersatzprodukte sind vor allem für Leute, die sich ein wenig von Fleisch entwöhnen wollen, praktisch.

Man muss sich von Fleisch doch nicht "entwöhnen", das ist doch keine Droge, bei deren Absetzen man körperliche Entzugserscheinungen bekommt. Ich habe von einem Tag auf den anderen aufgehört - mit Disziplin geht das.

Je nach Geschmack würde ich das gezüchtete Zeugs wahrscheinlich kaufen. Aber ich esse eh kaum Schwein und Rind, insofern ist das für mich nicht so interessant. Schmeckt mir nicht so - bis auf wenige Ausnahmen.

p=rin\sessAalle


Entwöhnen im Sinne von zB nicht mehr täglich damit zu kochen. Ich kenne Leute - und so war ich selbst auch - die zu jeder Mahlzeit Fleisch essen. Wenn also so ein großer Teil der Ernährung wegbricht, kann man von Entwöhnung sprechen. Ersatzprodukte können zunächst einen Teil ersetzen und man kann den Konsum von den Produkten langsam senken, wenn man vorher an morgens/mittags/abends Fleisch gewöhnt war.

Es geht um Gewohnheit.

dwet{oKmaso


Testrale

... aber es stellt sich doch die Grundsätzliche Frage, Wenn für Fleischkonsum keine Tier mehr sterben muss, wenn man für Fleischkonsum keine Massentierhaltung und alle damit verbunden Nachteile in kauf nehmen muss.

Welche Argumente sprächen dann überhaupt für Vegetarismus?

Aus dem Artikel, den du verlinkt hast, stellt sich diese Frage nicht.

Du gehst davon aus, dass der Vegetarier unter dem Fleischverzicht leidet und man ihn durch dieses künstlich gezüchtete Fleisch von seinem Leiden erlösen muss.

Die Frage ist doch vielmehr ob die Fleischesser auf dieses Produkt umsteigen würden, und damit die mit dem Fleischkonsum verbunden Auswirkungen auf die Umwelt eingedämmt werden könnten.

Der Hunger auf Rind, Schwein und Geflügel steigt weltweit. Im Schnitt verbraucht ein Mensch im Jahr 42,5 Kilogramm Fleisch, rechnete ein Report vor kurzem vor. In Deutschland liegt der Verbrauch bei rund 60 Kilogramm pro Kopf. Die dafür benötigten Ressourcen sind groß, die Folgen für die Umwelt gewaltig. Etwa ein Viertel der weltweit produzierten Nahrungspflanzen landen nicht auf dem Teller, sondern im Futtertrog.

C=leo Edwardzs v. Dapvonpkooxrt


Entwöhnen im Sinne von zB nicht mehr täglich damit zu kochen. Ich kenne Leute - und so war ich selbst auch - die zu jeder Mahlzeit Fleisch essen. Wenn also so ein großer Teil der Ernährung wegbricht, kann man von Entwöhnung sprechen. Ersatzprodukte können zunächst einen Teil ersetzen und man kann den Konsum von den Produkten langsam senken, wenn man vorher an morgens/mittags/abends Fleisch gewöhnt war.

Es geht um Gewohnheit.

So kommt man nie von Fleischersatzprodukten weg. Da wird ja das Gehirn nicht gefordert vegetarische Gerichte zu kochen/zuzubereiten.

Also die Produkte sind nicht primär für Leute die sich von "Fleisch" entwöhnen wollen. Die wollen ihr Schnitzel und den Lifestyle "Vegetarismus". Und ihre Gewohnheit. Nicht die Loslösung der Gewohnheit. :)D

C>leo REdwjards mv. D`avonpoxort


Mal ein Beispiel: Wer sein Schnitzel will und dafür die fleischlose aber optische Kopie kauft, wird nicht auf den Trichter kommen stattdessen ein paniertes Kohlrabischnitzel selbst zuzubereiten.

dga&naye87


Fast so wie ein echter Mensch.

Das ist aber eine steile These! :-o :-o

Ich finde die Idee von Fleisch in der Petrischale eher gruselig und am Ende auch eine echte Gradwanderung. Je nachdem wieviel Energie und Ressourcen dafür verwendet werden müssen ist es ja auch nicht günstiger als Fleisch vom Tier. Also ich würde auch das Fleisch nicht essen.

Exhemalige;r Nu1tzer x(#l583M442)


Nur weil Rügenwalder jetzt vegetarische Produkte anbietet heißt das noch lange nicht, dass Vegetarier das so wollten und nun auch kaufen. Als wären Vegetarier und Veganer ein perfider Geheimbund der die Welt im Stillen kontrolliert und für alles wo nun veg drauf steht zu 100% in der Verantwortung sind...

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