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Was sagen Vegetarier zu künstlichem Fleisch?

saeve=nthxree


bin zwar kein Vegetarier, aber erinnert micht an "Soylent green"

[[https://de.wikipedia.org/wiki/%E2%80%A6_Jahr_2022_%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen]]

oBnod-isxep


Künstliches Fleisch schmeckt einfach nicht. Meines Wissens wird es aus reinem Soja gewonnen also nix tierisches.

E}hema^ligOer NCutzer "(b#458871)


Ich kenne Leute - und so war ich selbst auch - die zu jeder Mahlzeit Fleisch essen.

Hm, das hast Du doch i.d.R. weder selbst eingekauft noch selbst zubereitet, oder? ":/ Und auch wenn vermutlich die meisten Omnivoren jeden Tag in irgendeiner Form Fleisch oder Fisch essen, ist das Bild des Fleisch"fressers", der sich jeden Tag ein 300g-Schnitzel in die Pfanne haut, einfach falsch. Ich esse an vielen Tagen vielleicht eine Handvoll Bacon-Würfel im Ofengemüse oder der Pastasauce, oder mal eine Scheibe Serranoschinken auf die Hand vorm Schlafengehen. Davon braucht man sich nicht zu "entwöhnen". Das ist nicht wie bei Kaffee, wo viele Kopfschmerzen bekommen, wenn sie ihn von einem Tag auf den anderen weglassen. Selbst Zucker kann man von einem Tag auf den anderen weglassen, mit Disziplin ist das kein Problem.

Wenn also so ein großer Teil der Ernährung wegbricht, kann man von Entwöhnung sprechen. Ersatzprodukte können zunächst einen Teil ersetzen und man kann den Konsum von den Produkten langsam senken, wenn man vorher an morgens/mittags/abends Fleisch gewöhnt war.

Ich halte das für Quark, denn die Ersatzprodukte schmecken ja nicht nach Fleisch. Als ich mich entschieden habe, ein halbes Jahr vegetarisch zu leben, wäre das letzte, was ich gekauft hätte, irgendein Fleischersatzprodukt gewesen, das mich daran erinnert, was ich mir mitten in der Grillsaison entgehen lasse (ich grille schon immer viel Gemüse, aber Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte gehören für mich schon dazu), das aber vielleicht gerade mal optisch, aber sicher nicht vom Geschmack her auch nur irgendwas mit Fleisch zu tun hat. Insofern senkt man ja nicht langsam den Konsum von Fleischprodukten, sondern gaukelt sich optisch vor, noch Fleisch zu essen. Wem guten Essen einigermassen was bedeutet, der wird das nicht als Fleischersatz betrachten. Und wenn man diesen Schritt geht, dann tut man das bewusst, aus moralischen Gründen (es sei denn, Fleisch schmeckt einem nicht, aber dann fällt das mit den Ersatzprodukten ja auch weg), und dann könnte ich mir vorstellen, dass gezüchtetes Fleisch doch viel relevanter wäre als irgendwelche Lupinen"schnitzel" (Standard-Veggie-Gericht in unserer Mensa %-| ). Ob das ethisch so toll ist, muss jeder mit sich ausmachen.

E8hema=liger NuLtzer{ (e#-458%871x)


Künstliches Fleisch schmeckt einfach nicht. Meines Wissens wird es aus reinem Soja gewonnen also nix tierisches.

Kleiner Tipp, Eingangsbeitrag lesen... ;-)

ERhemalig-er Nutzejr (##45887x1)


Laborfleisch ist für mich, als überzeugter Carnivore, eine Beleidigung für das Leben, die Tiere und auch für mich als Konsumenten.

Glücklicherweise denken wohl nur die aller wenigsten Omnivoren so. %-| Isst Du Fleisch, weil Du noch den "Jäger" in Dir suchst? Soll kein Angriff sein, ich versuche nur, das zu verstehen, was Shojo beschrieb:

Ich glaube aber, dass es für sehr viele Menschen nicht nur auf Geschmack und Konsistenz von Fleisch ankommt, sondern dass da auch etwas sehr Urtümliches dahintersteckt, eine emotionale Aufladung, die durch Laborfleisch nicht befriedigt werden würde, selbst wenn sie es geschmacklich und von der Konsistenz her nicht von richtigem Fleisch unterscheiden könnten.

Ich glaube, da gibt es grosse Unterschiede, von Land zu Land (sogar Bundesland!), von Kultur zu Kultur, von Geschlecht zu Geschlecht,... Umweltbewusstsein, Erziehung,.. spielen sicherlich auch rein. Ich kenne heute keinen einzigen Mann, der Fleisch ist, weil sich das "für einen Mann so gehört" (denke das war gemeint).

vegetarischen fleischsalat

Hm, ich hätte da das Gefühl, mich selbst zu bescheissen, wenn ich ihn tatsächlich als Fleischsalat (sic!) bezeichnen würde.

Exhemal!iger Nu$tzer (D#4]58871)


in der allgemeinheit würde es komplett preis- und geschmacksabhängig sein, ob das zeug sich verkauft.

Ich glaube das ja eigentlich auch, und für mich wäre es definitiv so, aber ich kann das Gefühl, das Shojo beschreibt, nicht von der Hand weisen.

Es ist immer das Fleisch als größter Finanzposten von Gerichten. Merkt man vor allem dann wenn man lange Zeit vegetarisch aus einzelnen Zutaten kocht und dann plötzlich wieder Fleisch kaufen möchte. Da haut es einen doch dezent den Vogel weg.

Ist doch auch gut so, oder? Sonst würden wir ja NOCH mehr Fleisch essen! Und ich finde Fleisch in Deutschland spottbillig.

Wäre ich Vegetarier/Veganer würde ich diesen Anbieter, den keineswegs die Liebe zum Tier umtreibt, sondern der halt den gesamten Markt abdecken will, garantiert boykottieren.

Uh, ich allerdings auch. Gruselige Geschäftemacherei. Aber dass Vegetarier/Veganer deren Produkte kaufen, zeigt ja, dass es mit der Moral bei EINIGEN doch nicht so weit her ist? Da siegt dann halt der Pragmatismus. Kann ich keinem verübeln.

Fehlt bloß noch der Hinweis im Kleingedruckten, dass das Produkt Rückstände von vormals lebenden Tieren enthalten kann, was ja angesichts des Produktionsumfeldes nicht ganz ausgeschlossen ist.

LOL ;-D

aqshee


Ich würde dieses Fake-Fleisch nicht kaufen, da ich nicht wirklich wüsste, was ich damit machen sollte. Mittlerweile "ersetze" ich Fleisch nur noch, wenn wir Burger machen und da reicht dann ein Linsen- oder Bohnenbratling. Aber allgemein finde ich es gut, wenn durch solche Innovationen Tierleid verringert werden kann.

Efhemalig&er Nutzero (#458x871)


Aber allgemein finde ich es gut, wenn durch solche Innovationen Tierleid verringert werden kann.

Ja, ich auch! Aber man ist ja noch lange nicht so weit, dass man auch ein Steak züchten könnte. Bisher geht's ja nur um winzige Mengen Hack, wenn man das so sagen kann. Und der Preis spielt eben auch eine Rolle. Ich sehe das ähnlich wie die Debatten um alkoholfreie Getränke in Bars. In einigen europäischen Ländern muss das billigste alkoholfreie Getränk billiger sein als das billigste alkoholhaltige. Tatsächlich ist dadurch wohl der Konsum von ich glaube Alcopops deutlich gesunken. Wenn Zuchtfleisch also das Doppelte von normalem Fleisch kostet, wird man nur wenige Verbraucher erreichen. Wenn die Produktion allerdings billiger wird als die normale Fleischproduktion, sehe ich da ein echtes Potential. Aber ob ich das noch erleben darf? ;-) Da werden ja schon einige Jahre ins Land gehen.

ax.fixsh


Mal ein Beispiel: Wer sein Schnitzel will und dafür die fleischlose aber optische Kopie kauft, wird nicht auf den Trichter kommen stattdessen ein paniertes Kohlrabischnitzel selbst zuzubereiten.

Cleo Edwards v. Davonpoort

Warum diese Ausschließlichkeit? Ich esse seit gefühlt tausend Jahren kein Fleisch mehr und wenn mir der Sinn nach "Fladenartigs paniert in der Pfanne gebraten" steht, gibt es manchmal Kohlrabischnitzel (nein, gibt es nicht, weil ich warmen Kohlrabi nicht mag, aber Kürbis z.B.) und manchmal die Fertigvariante - je nach dem, auf was ich gerade Appetit habe. Weil mir die Fertigdinger bestimmter Marken auch schmecken und es mir eigentlich völlig banane ist, ob die ein Schnitzel oder Nuggets oder ähnliches repräsentieren sollen.

Und wenn jemand es tatsächlich einfach nur bequem fleischfrei haben möchte - was ist daran das Problem? Das ist doch kein Selbstgeißelungswettbewerb bei dem der gewinnt, der am meisten verzichtet und den größten Aufwand betreibt.


Gruselige Geschäftemacherei. Aber dass Vegetarier/Veganer deren Produkte kaufen, zeigt ja, dass es mit der Moral bei EINIGEN doch nicht so weit her ist?

julejule81

Woher wisst ihr denn eigentlich alle so sicher, dass diese Produkte von Vegetariern/Veganern gekauft werden, muss man das an der Kasse dazusagen und gibt's dazu einen Statistik? Davon ab: Damit unterstellst Du nun wieder, dass jeder sich aus denselben Gründen zu einer vegetarischen/veganen Ess- (oder Lebens-)weise entscheidet. Es gibt viele Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch verzichten, es gibt Allergiker, es gibt Menschen mit Unverträglichkeiten, es gibt Menschen, die das für gesund halten, hauptsache, da steht "vegetarisch" drauf.

Und wenn es vegetarisch/vegan essende Menschen kaufen, kann das Pragmatismus sein, dahinter kann aber auch die Überlegung stecken, Unternehmen zu zeigen, dass vegetarische/vegane Produkte ein lohnenswerter Produktzweig sind, dass es sich lohnt, in Weiterentwicklung und Werbung zu investieren, sodass am Ende mehr Menschen um diese Optionen wissen und sie auch kaufen, weil sie geschmacklich gut, bekannt und stärker sozial akzeptiert sind.

Sfhojgo


Oh, fein - da ist der Beitrag, in dem alles steht, was dazu gesagt werden musste, hier ist ein Stift, und da habt ihr meine Unterschrift! Und falls inzwischen jemand unqualifiziert dazwischenblöken sollte: Ich meine den Beitrag von da Fish!

E~hemalig<eIr NSutzer ()#458871)


Woher wisst ihr denn eigentlich alle so sicher, dass diese Produkte von Vegetariern/Veganern gekauft werden, muss man das an der Kasse dazusagen und gibt's dazu einen Statistik? Davon ab: Damit unterstellst Du nun wieder, dass jeder sich aus denselben Gründen zu einer vegetarischen/veganen Ess- (oder Lebens-)weise entscheidet.

Unterstelle ich ausdrücklich nicht, habe doch oben geschrieben, dass manchen Fleisch einfach nicht schmeckt. Und ich habe selbst aus gesundheitlichen Gründen ein Jahr lang auf jegliches rotes Fleisch (wozu auch Schwein zählt) verzichtet.

Und wenn es vegetarisch/vegan essende Menschen kaufen, kann das Pragmatismus sein, dahinter kann aber auch die Überlegung stecken, Unternehmen zu zeigen, dass vegetarische/vegane Produkte ein lohnenswerter Produktzweig sind, dass es sich lohnt, in Weiterentwicklung und Werbung zu investieren, sodass am Ende mehr Menschen um diese Optionen wissen und sie auch kaufen, weil sie geschmacklich gut, bekannt und stärker sozial akzeptiert sind.

Interessanter Gedanke. Kann ich so stehen lassen. Ich für meinen Teil würde mich - wenn ich Vegetarier wäre - dabei allerdings komisch fühlen, ein Unternehmen zu unterstützen, das Massentierhaltung in grossem Stil betreibt.

Ich finde den Aspekt der sozialen Akzeptanz ja spannend. Habe in einem anderen Thread schon mal geschrieben, dass ich mal mit einer Gruppe von Leuten im Urlaub war, von denen ich nur eine vorher kannte, die waren alle völlig anders aufgewachsen (Ost vs. Westdeutschland), und deren Fleischkonsum war für mich sowas von befremdlich, ohne dass ich etwas gesagt hätte. Allerdings wurde ich als "halber Vegetarier" beschimpft. WTF. Habe mich im Nachhinein echt gefragt, wie man innerhalb eines Landes so unterschiedliche Esskulturen haben kann. Hätte ich da vorgeschlagen, einfach nur Spaghetti mit Tomatensauce zu machen, statt da irgendwelche (wirklich widerlichen) Würstchen (!) reinzuschnippeln, hätten die mich wahrscheinlich rausgeschmissen. Und ich bin nun wirklich keine Vegetarierin.

S!chi;ldkxröt2e007


Hmm...künstliches Fleisch. Das hört sich schon lecker an, also probieren würde ich es auf jeden Fall. Mir schmeckt Fisch allerdings viel besser als Fleisch. Könnte man mit dieser Methode auch Forellen oder Lachs im Labor herstellen?

Im Vergleich zur Massentierhaltung kommt der Fischfang ja auch nicht besonders gut weg, was die Umweltschäden betrifft, da könnte man ähnliche Gründe für eine künstliche Herstellung nennen.

pyrinosesOsalxle


@ julejule81

Willst du mir jetzt sagen, dass es keine Menschen gibt, die extrem viel Fleisch essen? Ja, es gibt Menschen, die am Tag 300g Fleisch verzehren, und so wenige sind das nicht. Da reichen schon 250g zum Mittag plus ein bisschen Wurst und die 300g Marke ist schnell geknackt. Vor allem in meiner Generation sind viele dabei, die sehr viel Fleisch verzehren (oder eben gar keins). Und wie gesagt, das habe ich auch eine Zeit lang gemacht. Das Fleisch habe ich auch manchmal selbst gekauft und zubereitet, aber irgendwann hat es mir dann gedämmert, dass ich das mit meinen sonstigen Werten nicht vereinbaren kann.

Man kann auch nicht immer von sich selbst ausgehen, wenn es um die Art und Weise geht, wie man seine Ernährung umstellt. Nur weil ich persönlich keine Ersatzprodukte brauch(t)e und nur ab und an mal Falafel esse oder eine Boulette aus Kichererbsen, heißt das nicht, dass es allen anderen ganz genauso ging.

Es ist Fakt, dass einigen Leuten der Übergang durch Ersatzprodukte stark erleichtert wird, was ist denn daran so schlimm?

Smchidldkrxöte007


Vor allem in meiner Generation sind viele dabei, die sehr viel Fleisch verzehren (oder eben gar keins).

Verständnisfarage:

Welche Generation ist damit genau gemeint? Nur damit ich das irgendwie einordnen kann.

T6e"s?traMle


Also ich bin ein Omnivore und esse gerne Fleisch. Aber die Massentierhaltung, alle damit verbunden Nacheile, und auch das Töten der Tiere ist für mich der Grund, warum ich nur 2 mal im Monat Fleisch esse, obwohl ich es sehr gerne essen mag.

Durch diese Technologie des "laborfleisch" würde ich mich "nicht schuldig" fühlen, wenn ich fleisch esse. Wenn die Technologie Marktreif ist und die Preise somit aus sinken würde ich es durchaus kaufen und essen.

Ich kenne viele Vegetarier, die Fleisch gerne essen würden, weil sie den Geschmack mögen, aber sie essen es trotzdem nicht, aus Ethischen Gründen, auf diese Gruppe der Vegetarier bezieht sich meine ursprüngliche Frage.

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