» »

Clean Eating - Der Austausch und Erfahrungsfaden

L^anaxA3 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin Anfang Februar zufällig auf die Clean Eating Philosophie gestoßen und habe die Entscheidung gefällt, meine Ernährung und Lebensweise nach diesem Konzept auszurichten. Was habe ich gemacht? Alle Soßen, Fertigprodukte etc. aus meinem Kühlschrank entfernt und erstmal eingekauft. Obst, Gemüse, alle möglichen Arten von Nüssen und sogenannte "Super Foods".

Am Anfang hat das sehr gut geklappt. Ich habe abends immer mein Müsli und den Salat für die Arbeit vorbereitet, zum Abendessen habe ich neue Gerichte ausprobiert. Sogar mein Freund hat ein wenig mitgemacht und ab sofort auch Salat auf die Arbeit mitgenommen. 2 Wochen habe ich es geschafft, mich ohne Zucker und Weißmehl zu ernähren. Habe auch 2 Mal die Woche Sport gemacht. Eine wirkliche Veränderung habe ich nicht gespürt. Morgens bin ich leichter aus dem Bett gekommen, möchte ich mir einbilden, aber ansonsten?! ":/

Dann schlichen sich so die ersten Dinge ein, wie Geburtstage, an denen man höflicherweise doch zum Kuchen gegriffen hat. Da hab ich mir gesagt: "Okay am Wochenende darf man sich mal was erlauben" - Da gab es dann auch Cocktails und ich glaube ich habe mir dann zu viel erlaubt.

Dann folgten die Ostertage, was bedeutet: bei der Oma essen. Sie kocht zwar gesund, aber nicht nach dem Clean Eating Prinzip. Außerdem gab es zu viele Süßigkeiten, die mich jeden Abend, wenn ich auf der Couch liege, anlächeln ]:D

Also es hat sich bei mir ganz schön der Alltag wieder eingeschlichen. Das möchte ich gern wieder ändern.

Macht jemand mit?

Wie ist das bei euch so? Wie motiviert seid ihr? Habt ihr eine Veränderung bemerkt?

LG Lana @:)

Antworten
M9annH04@2


Hallo Lana,

auch wenn das eine schöne Philosophie ist, möchte ich da nicht mitmachen. Also man kann das machen, aber mir ist da zu viel "religiöses" dabei. Es ist irgendwie, wie wenn man von einem Extrem ins nächste Extrem übergeht. Das alte Extrem führt über Fehlernährung zu Krankheiten und das gesunde Extrem läßt sich schwer durchhalten. Und bricht man es, dann kommen Schuldgefühle, was auch gar nicht gut ist.

Mit fällt es sehr schwer auf Mehl zu verzichten. Ich backe selber, verwende dann aber Bio-Dinkel und mahle noch mit der Körnermühle etwas frischen Dinkel dazu. Mit Backen meine ich nicht Süßes sondern Brot und andere Sachen. Das möchte einfach nicht missen. Wenn mir jemand sagt, reduziere das, dann kann ich das viel eher akzeptieren, als mich zu kasteien und ganz darauf verzichten.

Auf raffinierten Zucker verzichte ich so gut es geht. Ich kaufe nichts in dem raffnierter Zucker drin ist. Dadurch fallen die ganzen Fertigprodukte weg. Aber auf Süß möchte ich nicht verzichten, darum ist bei mir alles natürlich Süße erlaubt. Obst, Honig, Fruchtsäfte aus Direktsaft (trinke ich mit Wasser verdünnt), und als Ausnahme von den Produkten mit raffiniertem Zucker ist Schokolade mit einem Mindest-Anteil von 70% Kakao für mich erlaubt.

Ich finde für mich persönlich ist eine nicht ganz so rigide Strategie viel leichter und hoffentlich auch viel länger durchzuhalten als so eine ganz rigide Sache. Und wie du schon schreibst, man grenzt sich bei gesselligen Treffen auch aus.

Im Laden mache ich es so, dass was ich ablehne und nicht für gut finde, kommt mir nicht in den Einkaufswagen. Wenn's jetzt bei Freunden mal was gibt, was ich mir eigentlich nicht kaufen würde, dann nehme ich von dem ganz wenig, esse es mit Genuß und nehme mir von dem, was ich eh kaufen würde dafür etwas mehr.

p7rinsuessaxlle


Hallo!

Ich denke auch, dass das etwas viel für den Anfang ist. So strenge Regeln würde ich gar nicht haben wollen, es tut besser, wenn man sich Richtlinien setzt und dann auch mal Ausnahmen macht, wenn einem danach ist.

Zwar esse ich normalerweise kein weißes Mehl oder weißen Zucker, aber wenn bei der Falafel das Fladenbrot dann eben mal weiß ist, dann ist das so. Falafel esse ich vielleicht alle 2-3 Wochen mal.

Gleiches gilt für meine Regel, dass ich fast keine Öle verwende (bspw zum Braten nicht), wenn doch dann Leinöl oder Rapsöl, oder besonders salzarme Kost (ohne Salz kochen, wenig Brot, usw). Es sind Richtlinien, die ich mir lose setze und die ich die meiste Zeit befolge. Ganz streng auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten funktioniert bei einigen Lebensmittelarten von jetzt auf gleich, aber nicht bei vielen.

Stress dich damit nicht so, schreib vielleicht ein paar Dinge auf, die du wirklich gar nicht essen willst, daran hältst du dich dann. Den Rest kann man doch ein wenig lockerer gestalten, dann hat man auch Spaß dabei.

LG

Fglame:chexn79


hab gestern erst gelesen, dass diese "Super Foods" mit Pestiziden verseucht sind {:( Und ich esse seit Monaten Chiasamen....also soooo gesund scheint das ja dann auch nicht zu sein.

p4rinseLssKallxe


Ersetzt doch Chia Samen einfach durch Leinsamen. Die bekommt man Bio aus Deutschland und sie sind günstiger.

L2anaAx3


Das mit den Pestiziden hat mich auch ganz schön geschockt :-o Wenn man Obst und Gemüse nicht gerade im eigenen Garten anpflanzt, kann man sich gar nicht mehr sicher sein ob Bio wirklich Bio ist. Frechheit.

Stress dich damit nicht so, schreib vielleicht ein paar Dinge auf, die du wirklich gar nicht essen willst, daran hältst du dich dann. Den Rest kann man doch ein wenig lockerer gestalten, dann hat man auch Spaß dabei.

Vielleicht habt ihr recht und ich sehe das Ganze etwas zu streng. Salz lass ich eh schon so gut wie immer weg. Und raffinierten Zucker vermeide ich auch. Da nehm ich meistens Honig zum süßen. Fertigprodukte lass ich auch seit Jahren schon weg, außer mal eine TK- Pizza. Aber das ist selten. Meistens mach ich die auch selbst.

M6annk04x2


Das mit dem Bio ist so eine Sache. Je weiter weg von Deutschland und somit auch weiter weg von der deutschen gründlichen Philosophie, desto schwerer zu kontrollieren. Wer hat denn Bio in Deutschland salonfähig gemacht, es waren überzeugte einzelne Menschen, die die ersten Bio-Läden und Labels geschaffen haben. Demeter, Bioland etc.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Firmen Rohstoffe in Bio-Qualität aus aller Herren Länder kaufen wollen. Die verhandeln sicherlich auch mit ihren Vertragspartnern. Nur, ob der sich dann an die strengen deutschen Verbandsregeln hält ist eine andere Sache. Der Kakao-Plantagen-Besitzer will einen möglichst hohen Preis für seine Bohnen erzielen und dann kommt da aus Deutschland einerseits der Spritzmittelvertreter, bzw. dessen örtlicher Agent und erzählem dem Besitzer wie toll und unschädlich und produktionssteigernd sich ihre Produkte auf seine Pflanzen auswirken und andererseits kommt der deutsche Einkäufer eines Bio-Labels und handelt mit dem guten Mann die Abnahme seiner Produkte aus, die er dann unter bestimmten Bedingungen anzubauen hat. Was macht der, wenn sein Bewußtsein für Natürlichkeit nicht unbedingt so dolle ausgeprägt ist, weil die Leute in diesen Ländern durch die dort politischen und auch sonst ganz anderen Lebensverhältnissen ganz anders geprägt sind? Er kauft dem einen seine Spritzmittel ab und sagt dem anderen zu, dass er dessen Anbaubedingungen einhält. Und wo wächst der Kakao? Irgendwo weit weg im Urwald in Afrika. Dort sitzt jetzt nicht an jedem Pflänzchen ein deutscher Kontrolleur und wacht darüber, dass nicht doch der arme einheimische Plantagenarbeiter doch unter erbärmlichen Schutzbestimmungen vorbei kommt und der Planze einen Giftcocktail verabreicht.

Wie soll denn die Kontrolle auch funktionieren?

Mich wundert nicht, dass gerade bei Bio-Produkten, die fern ab von Deutschland produziert werden, immer wieder mal Rückstände von Spritzmitteln gefunden werden. Allerdings möchte ich den entsprechenden Händlern auch keine böse Absicht unterstellen, weil es halt verdammt schwierig ist die Einhaltung der Richtlinien auf so große Entfernung zu kontrollieren. Das funktioniert meiner Meinung nach nur dann, wenn persönliche Verbindungen bestehen. D.h der Einkäufer kennt den Anbauer und dessen Charakter persönlich. Nur lassen sich auf diese Weise keine Tonnen von Nahrungsmitteln einkaufen.

Von dem her gilt auch bei Bio so regional und auch saisonal wie möglich. Am besten direkt vom nächsten Biohof, wo man den persönlichen Kontakt zum Besitzer herstellen kann.

ZEim


wenn in Bio-Lebensmitteln Pestizide enthalten sind, findet man sie auch, auch wenn die Lebensmittel von weither kommen.

Falls sie pestizidhaltig sind, werden sie auch aus dem Verkehr gezogen.

Also normalerweise sollte man sich auf die Bio-Kennzeichnung verlassen können.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH