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Vollkorn und Verdauung

g1etreide'k}eksZu2ndmilcxh hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich wollte mich eigentlich etwas gesünder ernähren, vor allem Vollkornprodukte anstatt den typischen hellen Produkten zu essen. Ich hatte allerdings mehrfach gelesen, dass eine zu schnelle Umstellung zu Problemen wie Blähungen oder Durchfall führen kann - das musste ich auch erfahren, als ich plötzlich gezwungen war, 2 Tage lang nur Vollkornprodukte und Rohkost zu essen, was mir unglaublich schmerzhafte Blähbauchschmerzen einbrachte. Aber wie langsam muss eine Umstellung denn sein, um keine Probleme zu verursachen? Esse seit einer Weile öfter belvita Frühstückskekse welche u.a. Vollkorn enthalten und habe keine Probleme gehabt. Gestern abend habe ich dann 4 Scheiben Vollkorntoast gegessen. Vorhin hatte ich dann Blähbauchschmerzen gefolgt von relati flüssigem Stuhlgang. Ist das normal? Ich dachte, ein paar Scheiben würden schon keine so großen Probleme auslösen, aber scheinbar weit gefehlt...

Antworten
sgtep#poh25


Es ist nicht gesagt, dass Vollkorn überhaupt "gesund" ist. Für Dich, im speziellen, nicht für alle. Verstehste was ich sagen will? Für mich jedenfalls ist Vollkorn ein noch ärgeres Junk-Food als Weissmehl-Produkte. Mehr kann ich nicht sagen, sonst steigt mir meine "neue Freundin" hier auf's Dach ]:D

Bden2i]taBx.


Wer Getreide nicht verträgt, da ist es dann echt Banane, ob Vollkorn oder nicht.

Alles andere, eben ohne Getreide ist dann gesund, gesünder, am Gesündesten. Und Rohkost muß auch nicht immer gesund sein. So ziemlich alle Naturvölker haben sich unter vielen Mühen stets ein Feuer gemacht und Gemüse etc. gekocht gegessen.

Warum hätten sich die die Mühe des Erhitzens machen sollen? Dabei waren diese Naturvölker vom Darm her sicherlich nicht zimperlich....

Und dann die Menschen im Mittelmeerraum mit ihrer langen Lebenserwartung, da stand/ steht das Gemüse mit viel Olivenöl bis zum Anschlag gekocht auf dem Herd. Rohkost ist auch da erst seit einiger Zeit der Run....

B/aterx W.


@ TE

Vollkorn und Rohkost sind neue Maschen in der Menschheitsgeschichte.

Weißmehl ist leichtverdaulich, deshalb hat es sich über die Jahrhunderte durchgesetzt - der Beruf des Müllers.

Und Kochen von Gemüse macht dieses erst richtig verdaulich.

Mir ist ein absolutes Rätsel, weshalb "quälendes" Essen gesund sein soll. Wer hat sich das denn ausgedacht?

Blähungen, Dünnpfiff, Sodbrennen, Darmkrämpfe - das alles zeigt doch, dass es eben nicht gesund ist.

Wenn sich Dein Körper so gegen Deine neue Ernährung wehrt, würde ich es sein lassen.

Deine Zähne danken es Dir. Denn Obst und Rohkost (Säure und Fruchtzucker) können den Zahnschmelz beschädigen. In manchen Rohkostforen gibt es User, die seit Rohkost mehr Löcher in den Zähnen haben als zu ihren Süßkram-Zeiten.

gmetr9eide8keksu"nd?milcxh


Danke für die Antworten. Der Verzehr von Rohkost damals war eben nicht freiwillig - wir hatten zu Beginn des Studiums ein 3-tägiges Treffen, welches in einem veganem und teils esoterischem Zentrum abgehalten wurde, wo es wirklich fast nur Vollkornbrot UND Rohkost gab. Am letzten Tag gab es zum Mittag dann, auf Wunsch vieler Teilnehmer, ganz normale Nudeln - eine wahre Offenbarung nach der Ernährung der vorherigen 2 Tage... Mein erster Kritikpunkt bei der Auswertung war eben auch das Essen - wer sich so ernähren will, soll es tun, aber wenn man, wie ich, eine "normale" Ernährung hat und plötzlich nur noch Rohkost und Vollkorn kriegt... Ich war jedenfalls nicht die einzige mit Bauchschmerzen, und einige der Betreuer, die vorher auch schon mal dabei waren, haben sich extra Würstchen mitgenommen, wieder andere sind in die nächste Stadt gefahren und haben sich "richtiges" Essen besorgt :D

Ich habe eben auch nicht verstanden, warum es dort so viel Rohkost gab, das Kochen von Gemüse ist ja nun nicht wirklich ungesund.

Ich werde wohl weiterhin mein geliebtes helles Brot essen, das schmeckt mir sowieso besser :)

BFate(r; W.


..., welches in einem veganem und teils esoterischem Zentrum abgehalten wurde,...

Ich habe eben auch nicht verstanden, warum es dort so viel Rohkost gab,...

Ich vermute mal, dass sich in solchen Zentren sehr viel Essgestörte tummeln. Diese leben dort ihre Krankheit - unter dem Deckmantel der gesunden Ernährung - voll aus.

sete~ppox25


Endlich mal jemand, der sagt, was

Sache ist. Danke Dir Bater W.!

p`rinnsexssalle


Wenn du was nicht verträgst, iss es nicht. Die Phytate in rohem Gemüse machen die Nährstoffaufnahme manchmal recht schwierig, schonendes Dünsten funktioniert bei Gemüse eigentlich am besten. Wer Weizen nicht gut verträgt, kann auf Hafer, Dinkel, Mais, Reis, Kartoffeln, etc umsteigen. Allerdings kann es auch sein, dass dein Körper einfach nicht mehr an eine normale Menge an Ballaststoffen gewöhnt ist.

Mit Naturvölkern zu argumentieren ist allerdings unwissenschaftlich (appeal to nature fallacy) und gegen das Problem mit den Zähnen habe ich eine ganz neuartige Erfindung: Zahnbürste und Zahnpasta!

Gekocht wurden Nahrungsmittel übrigens, um mehr essen zu können oder teilweise auch um sie überhaupt essen zu können. Kochen tötet Keime und Parasiten ab, außerdem macht es bspw die Kartoffel überhaupt erst gut essbar. Von gekochtem Essen kann man wesentlich mehr essen und dadurch auch mehr Kalorien zu sich nehmen.

BJatmer Wx.


Zahnbürste und Zahnpasta!

Hilft aber nicht gegen Erosionen.

außerdem macht es bspw die Kartoffel überhaupt erst gut essbar.

Ist bekannt. Kochen hat sich über die Jahrtausende eben bewährt.

pTrin;sessalxle


Meine Zahnärztin hatte mir gesagt, dass regelmäßiges Zähneputzen und Flurlack völlig als Schutz ausreicht - 30 min nach der Obstmahlzeit Zähne putzen und dann hat sich das. Der Grund, warum so viele Rohköstler schlechte Zähne haben, ist dass sie oft meinen Zahnpasta sei unnatürlich, nur mit Wasser zu putzen würde reichen, etc. Oder sie gehen nicht regelmäßig zum Zahnarzt aus Angst eine Verschwörung gegen sie. Das hat aber nichts mit dem rohen Essen zu tun, sondern damit wie rohes Essen in ein pseudowissenschaftliches Dogma eingestrickt wird. Und mit Verlaub - Dogmatiker und pseudowissenschaftliche Aussagen lassen sich in diesem Forum von allen Seiten finden.

Bestimmte Lebensmittel profitieren allerdings davon, wenn man sie nicht kocht. Das gilt für fast alles Obst, Gurken, einige Salatsorten, usw.

Manchmal braucht der Körper aber auch einfach Zeit, um sich an bestimmte Umstellungen zu gewöhnen. Wer jahrelang nur 10g Ballaststoffe am Tag verzehrt hat, der wird von 50g Ballaststoffen definitiv zunächst Verdauungsprobleme bekommen, obwohl der Darm Ballaststoffe zum Arbeiten braucht und diese sehr gesund sind:

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8172129]]

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19335713]]

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257631/]]

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2993398]]

Z`im


man sollte auch allgemein schauen, welche Arten Vollkorn und Rohkost man gut verträgt und welche nicht.

Beispielsweise hab ich bei braunen Reis überhaupt keine Probleme, mit manchen gekauften Vollkornbroten schon.

Bei selbst gemahlenen (Mixer) Vollkorn und daraus gebackenen Brot hab ich auch keine Probleme.

Manche Leute vertragen auch keine sauren (Obst, z.B.Orangen) oder stark fruchtzuckerhaltigen (Obst, z.B.Birnen) Sachen roh.

Vollkorn// und Rohkost sind neue Maschen in der Menschheitsgeschichte.

würd ich nicht sagen, weil es die Menschheit schon länger gibt, zu Lucys Zeiten gabs sonst nix ;-)

allerdings gabs sicher keine so stark brot- und getreidereiche Ernährung damals. Und wenn man den Getreideanteil so stark erhöht wie heutzutage, ist das Nicht-Vollkorn sicher leichter verdaulich. Die Frage ist, ob es damit auch automatisch gesünder wird.

Wobei es nach der TCM (chinesischen Ernährungslehre) eher nicht so zuträglich ist, hauptsächlich roh, kalt und Brotmalzeiten zu sich zu nehmen.

Ausser man verträgt es ohne Probleme.

Wobei man wieder bei sich selbst als Maßstab wäre.

Was gut schmeckt und man gut verträgt, passt, oder so ähnlich ;-)

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