» »

Esssucht

c5herxry07 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

vor langer Zeit war ich hier mal aktiv, besonders wegen meiner Magersucht. Diese ist "überwunden", die Anführungszeichen, weil ich nun, wie so viele andere, andere Essprobleme habe. Der Titel Esssucht ist vielleicht etwas hochgegriffen, allerdings leide ich unter Essattacken, mindestens einmal pro Woche - oft auch häufiger. Diese sind von den Mengen her mal schlimmer, mal weniger schlimm, aber dennoch da und belastend. Momentan wiege ich bei 172cm Größe um die 80 kg. Mal mehr, mal weniger. Natürlich habe ich zahlreiche Diäten und Abnehmversuche hinter mir, die im Endeffekt alles nur noch schlimmer gemacht haben. Znächst: Ich befinde mich auf der Suche nach einem Therapeuten - allerdings gestaltet sich die Suche wie immer nicht einfach, weshalb ich gerne das Forum hier als Unterstützung nutzen möchte und von meinen Tagen gerne berichten würde.

Wenn ich Essanfälle habe, beziehen diese sich ausschließlich auf Süßigkeiten.

Um die Sache mal aufzurollen, es gibt mehrere Baustellen in meinem Leben:

1. Im Februar habe ich mich von meinem Freund getrennt. Ich hatte ihn in meiner schklimmsten Phase der Magersucht kennengelernt, als ich Halt brauchte und Bestätigung gesucht habe. Mit der Zeit ist mir klar geworden, dass die Beziehung mich eigentlich nicht glücklich macht, dass ich gerade mit mir und meinem Körper "allein" sein möchte, weil ich Nähe nicht mehr gut ertrage... Und weil ich ihn, so böse das auch klingt, nicht (mehr) richtig geliebt habe. Die Trennung an sich habe ich ganz gut verkraftet, aber es beschäftigt natürlich trotzdem. Ich möchte ihm gerne noch einiges erklären, weil es mir furchtbar leid tut, dass ich ihn so sehr verletzt habe. Aber ich hatte das Gefühl, er kannte nie meine "echte" Person, auch wenn er um meine Krankheit wusste.

2. Ziehe ich im Oktober weit weg zum Studieren. Das war mein Wunsch, nochmal neu anfangen. Bis dahin würde ich gerne gesund und zufrieden sein. Mir ist mittlerweile klar, dass ich vor meinen Problemen nicht einfach weglaufen kann und der Druck wächst, denn alleine in einer großen Stadt mit meinen Selbstzweifeln... Das würde in einer Katastrophe enden.

3. Habe ich übers Internet einen Mann kennen gelernt, der rein zufällig dort in der Nähe wohnt. Wir haben täglich Kontakt, er hat schon gesagt dass er sich in mich verliebt hat. Allerdings ist er kaum größer als ich und sehr schmal, ich habe ihm weder konkret von meiner Krankheit erzählt, noch weiß er genau, wie meine Figur aussieht. Ich habe große Angst, dass er mich ablehnt weil er mich unästhetisch findet. Das mag kindisch klingen, aber macht mir große Angst.

4. Schmerzt es mich einfach, wie ich jeztt aussehe im Vergleich zu früher, als ich gesund und schön war. Mit jedem Schritt kneift der Hosenbund, meine Schenkel reiben aneinander, wenn ich sitze schneidet der BH in den Rückenspeck. Oft möchte ich heulen und denke, ich werde es nie mehr schaffen so auszusehen wie früher.

5. Natürlich das Essen. Ich stecke grade in einer doofen Gedankenspirale: Mittlerweile weiß ich, dass ich durch keine Diät richtig abnehmen kann. Ich möchte mich eigentlich nur normal ernähren, mache dazu seit dieser Woche wieder Sport (3 mal Krafttraining mit so viel Ausdauer wie ich möchte pro Woche). Wenn ich aber nicht aufs Essen achte, bzw. wieder was mit Freunden unternehme/was trinken gehe und mich dabei nicht wieder zwangshaft einschränke, kommt es mir zu viel vor um abzunehmen... dieser Kreislauf endet dann in einer Essattacke.

Heute war es ähnlich. Ich war nach dem Frühstück beim Sport, danach bei meinem besten Freund brunchen. Es hab ein belegtes Brötchen, ein halbes Vanillecroissant - das war alles noch super okay. Am Nachmittag haben wir Eis gegessen. Da hat sich das Gewissen dann schon wieder gemeldet. Dann haben wir über früher gesprochen und mein bester Freund erwähnte ein Kleid von mir, dass ihm damals so gut an mir gefallen hat. Da würde ich heute nicht mal mit viel Fantasie noch reinpassen. Er sagt dann immer zu mir, ich solle mir keinen Stress machen, das wird schon wieder...Aber ich kann es nicht glauben und dann schmerzt es doch. Dann ging ich nach Hause, begegnete meiner Mutter, die sehr gestresst war, mich beim Abendessen zutextete und dann lag ein Paket von dem Mann aus dem Internet auf dem Tisch. Mit einem Shirt von ihm selbst als Geschenk, das mir wahrscheinlich zu klein ist... und dann war alles zu viel, zack. fressanfall. Ich habe 2 Stück Torte, 1/2 Tafel Schokolade und 2 große Stücke Hefezopf gegessen... Und im Nachhinein natürlich wieder geweint, weil es so ja auch nicht besser, sondern immer schlimmer wird. Ich habe das Gefühl, keiner versteht mich. Mit einer Esssucht geht man nicht hausieren, nur meine Mutter wusste davon. Als ich ihr erzählte dass ich gerne nochmal eine Therapie anfangen würde, erwähnte sie nur den Stress den es dann mit der Krankenkasse wieder gibt und "versuch es halt mal alleine hinzukriegen".

Gerne würde ich das Forum hier nutzen, als kleines Tagebuch und vielleicht finden sich ja Menschen in der gleichen Situation oder auch andere, die mich gerne begleiten würden? Ich würde mich sehr freuen :)*

Antworten
f,alco %pelegmrino-idexs


Hallo Cherry 07,

ich verstehe dich, denn es ging mir ziemlich ähnlich.

Heute werde ich nicht mehr schreiben aber morgen Abend bestimmt. Bin ziemlich müde.

Sicherlich geht es noch anderen genauso und die werden dir ebenfalls schreiben.

Du bist nicht alleine damit und es soll dir nicht peinlich sein. Aber ich weiß, jemand der es nicht kennt, kann es schlecht nachvollziehen.

Deiner Mutter sollte die Krankenkasse egal sein, es geht um deine Gesundheit.

Ich finde die Idee gut, in einem anderen Ort zu studieren. Du lernst sicher eine Menge junge Leute kennen.

Aber du brauchst ja erstmal einen Platz für die Psychotherapie und das kann etwas länger dauern, bis du einen bekommst. Und bestimmt brauchst du da einige Stunden, ob du dann bis Oktober fertig bist? Ich glaube eher nicht.

Trotzdem, laß den Kopf nicht hängen. Du hast den Willen damit aufzuhören, dann wirst du es schaffen. Einfach wird es nicht aber du hast es aus der Magersucht geschafft, und das zeigt, daß du stark bist.

Liebe Grüße :)*

f:roe;sch~chenx97


Hallo cherry *:)

Ich hab ne ähnliche Geschichte wie du... erst Anorexie (in der Hochphase hab ich mich aus gleichen Gründen wie du von meinem Freund getrennt), dann irgendwann FA (mittlerweile mit Erbrechen und Medikamentenmissbrauch, also Bulimie).

Hast du wegen der Anorexie ne Therapie gemacht?

Ich finde den Gedanken, zum Studium wegzuziehen und das als Neuanfang zu sehen, ganz gut (hatte ich auch so), aber auch nicht unproblematisch. Erwarte nicht, dass es besser wird, nur weil du woanders bist und von vorne anfangen willst.

Was mMn wichtig ist, ist dass du dich weiterhin mit Freunden triffst u.ä.

Kümmere dich auf jeden Fall um die Therapeutensuche, auch wenn deine Mutter dich da leider nicht unterstützt. Ich habs auch komplett alleine, d. h. ohne das Wissen meiner Eltern gemacht und es lohnt sich auf jeden Fall

Vielleicht hilft es dir auch, beim "Essdrang" nach Möglichkeit innezuhalten, zu überlegen WARUM du jetzt essen willst, ob wirklich Hunger/Appetit die Ursache ist oder sowas wie in der von dir beschriebenen Situation. Vielleicht gelingt es dir dann, dich in solchen Situationen anders zufrieden zu stellen und die Ursache für deinen Heißhunger zu finden und zu lösen. Natürlich ist das so mitten in der Situation schwierig, aber manchmal klappt es

czheArry0x7


Vielen Dank für eure lieben Antworten! :)

@ froeschchen97

Ja, wegen der Magersucht war ich in Therapie. Bis meine Therapeutin gesagt hat, dass eigentlich alles gut ist und sie mir nicht mehr helfen kann. Aber leider war nie wirklich alles gut, weil ich mich mit jeder Zunahme hässlicher gefühlt habe. Heute wollte ich, ich würde noch so aussehen wie damals (also nach der MS, in gesundem NG :( ).

Vielleicht muss ich allgemein noch was zur Situation erklären: Ich habe schon meinen Bachelor gemacht, habe seit ich 18 war nicht mehr daheim gewohnt und möchte nun meinen Master machen nach 2 Jahren Berufspraxis... Ich hab einfach so gerne studiert damals. Mit meinem Freund habe ich zusammen gewohnt und mich dann getrennt, daher bin ich momentan wieder bei meinen Eltern. Eine Wohnung für ein halbes Jahr hätte sich nicht gelohnt und ich wollte mein Geld auch fürs Studium zusammen halten.

Über meinen Essdrang denke ich viel nach und es ist so ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

Oft kommen Attacken wenn ich mit Menschen konfrontiert bin, die mich noch von früher kennen (schlank) und mich jetzt sehen... Da kommen immer schmerzliche Erinnerungen hoch, ich sehne mich so sehr nach der normalen Zeit von früher, als ich mich noch nicht so widerlich gefühlt habe und gut aussah. Auch wenn ich Freunde treffen soll, die mich lange Zeit nicht gesehen haben, bringt mich das aus der Fassung, weil die Zunahme eben so enorm ist. Es ist mir peinlich, dass man mir meine Krankheit so ansieht, ich könnte heulen wenn ich nachdenke, was ich alles gutes über den Jordan geschickt habe und jetzt so dahänge wie jetzt. Außerdem kommen Essattacken wenn ich zu viel Stress oder zu wenig zu tun habe, wenn meine Mutter genervt ist und das auf mich überträgt... Alles in allen suche ich mit dem Essen einerseits nach Wärme, nach einem guten Gefühl, andererseits bestrafe ich mich damit glaube ich bewusst selbst damit.

Hinzu kommt, dass ich noch immer nicht entspannt essen kann ohne darüber nachzudenken. Heute beispielsweise habe ich morgens 3 belegte Knäckebrote gegessen und einen milchkaffee getrunken. Vormittags dann 1 kleinen Apfel und so ca. 100g griechischen Joghurt mit Kaffe. Mittags gab es ein Backfischfilet mit ein paar Kartoffelspalten, die auch fettig waren. Nachmittags einen kleinen Apfel und nochmal ein Stück von dem Fisch. Und nachher werde ich zu abend noch was kleines essen. Das verunsichert mich noch immer, da es mir zum Abnehmen zu viel vorkommt. Allerdings gibt es immer essen auf der Arbeit und ich merke, dass ich nur noch unzufriedener werde, wenn ich mir "diätisches" Essen von zuhause mitbringe. Auch dieses ewige Vorbereiten stresst mich, das mache ich schon ewig, ich kanns nicht mehr sehen.

Natürlich sagen immer alle, das Gewicht ist nicht das Problem, ich muss mich erst so annehmen wie ich bin... aber das ist schwer, zumal ich glaube dass auch viele gesunde Menschen mit 10kg Übergewicht sich nicht wohl fühlen würden und irgendwie unglücklich wären. Ich kann da nicht einfach nen Schalter umlegen.

Puh, das war jetzt ein richtiger Redeschwall, aber es tut gut sich mal mitzuteilen :)

c#herrJy07


oh, und 3 kleine Mercibonbons hab ich gegessen, die hatte ich vergessen :D

fwalco ~pelezgrinoidxes


Hallo Cherry,

schön, daß dir Fröschchen auch geschrieben hat. Bei mir ist es anders, ich bin älter und lebe nicht bei meinen Eltern aber da Fröschchen ohne, daß ihre Eltern davon wußten die Therapie machen konnte, kannst du das auch. ;-)

Heute hast du nicht zu viel gegessen. Du hast ganz normal gegessen. :)^

Ich war auch in der Magersucht. Ich hatte oft irgendwelche Probleme mit dem Essen. Schon als Kleinkind war ich stark untergewichtig. Ich bin sogar später eingeschult wegen dem starken Untergewicht worden. Später war ich lange Zeit normal.

Irgendwann, als es mir psychisch ziemlich schlecht ging, fiel ich in eine Magersucht.

Später war es halbwegs normal aber nach einer Fehlgeburt bekam ich Mirtazapin. Es ist bekannt, daß viele davon Fressatacken bekommen. Innerhalb 4 Monate nahm ich 10 kg zu. Dann bekam ich ein anderes Medikament. Ich erkannte mich im Spiegel nicht mehr und fühlte mich schlecht.

Ich nahm trotzdem weiter zu, weil genauso wie du, wenn ich Stress hatte, gefrusstet oder traurig war, regelrechte Fressatacken bekam. Da konnte ich nichts gegen machen. Ich war wie ferngesteuert, öffnete den Kühlschrank und stopfte alles wahllos durcheinander, egal was. Es war wirklich schrecklich.

Ich verstehe dich da vollkommen.

Ich nahm etwas ab, weil ich mir sehr viel Gemüse und Obst kaufte. Abends aß ich nur Äpfel und trank sehr viel Tee. Hatte immer kleingeschnippelte Äpfel im Kühlschrank, im Falle einer Fressatacke. Das ist jetzt natürlich nicht so das wahre aber ich wollte mich unbedingt wieder etwas besser fühlen.

Es was ein stetiges Auf und Ab. Zog sich über mehrere Jahre hinweg.

Erst Ende letzten Jahres nahm ich sehr viel ab, weil es mir psychisch ziemlich mies ging. Da merkte ich, wenn ich nicht aufgepasst hätte, wäre ich wieder in der Magersucht.

Oft sind ja Essstörungen auch ein Symptom, was bei einer anderen psychischen Erkrankung vorkommen kann. Damals als du die Therapie machtest, ging es da nur um die Magersucht oder ging dein/e Therapeut /in auch auf andere Probleme ein?

Bitte schreib weiter deine Gedanken und Gefühle.

Gute Nacht. @:)

ceherr,y07


der abend sist wieder katastrophal geendet. ich hatte mir knäckebrote und Rohkost geschnibbelt und alles war gut. und dann bin ich wie ferngesteuert in die küche und habe 3 große stück schokolade, ein stück kuchen und ein laugencroissant gegessen. ich versteh das nicht. heute gab es keinen wirklichen grund. ich kann einfach nicht mehr, ich weiß nicht was ich noch machen soll. alle Therapeuten haben mir bisher abgesagt, es ist alles so furchtbar. ich werde immer dicker und habe das gefühl ich kämpfe gegen mich selbst, das macht mich so traurig und so verzweifelt. ich weiß nicht mehr wohin mit mir. morgen gehe ich mit einem freund feiern, ich will gar nicht. aber ich habs ihm versprochen. Alkohol hat so viele Kalorien und ich bin so dick, ich möchte nicht unter menschen :( am montag muss ich wieder arbeiten, das ist auch dauerstress, dann ist das Wochenende auch wieder nicht zum erholen... egal was ich mache, es wird grade alles nur immer schlimmer :°(

f+roe{schc?henx97


Ganz kurz nur: Ich schreib dir morgen, bin jetzt zu müde. Mach dich nicht fertig, das war okay.

SDolam{ie


Ganz kurz, auch ich gehöre ins Bett: magst Du Dich mal mit dem Konzept "intuitiv essen" auseinandersetzen? Wir haben hier auch einen Faden dazu... Trotzdem wäre ein Therapie sicher hilfreich, aber schau mal nach dem Konzept.

c,hegrry07


Solamie, das konzept kenne ich. Das ist auch nett, aber hilft mir nicht bei anfällen. Da ist jegliche rationalität ausgeschaltet und die sättigung interessiert sowieso nicht mehr

fyroeoschxchenC97


Trotzdem wäre dieses Konzept vielleicht etwas, was dir helfen würde, die Essanfälle einzudämmen. Was wäre, wenn du anstatt aufs Knäckebrot Lust auf xy hättest - würdest du xy essen oder beim Knäckebrot bleiben, weil es "sicher" ist? Ich bin der Meinung, dass "intuitiv essen" auch bei Essanfällen eine ganze Menge bringen kann. Anstatt sich alles zu verbieten, ist es hilfreicher, zu überlegen, was genau man jetzt grade möchte und sich das dann auch zu erlauben. Meiner Erfahrung nach hilft das ganz gut, um zumindest einen Teil der Essanfälle zu verhindern, weil man es eben nicht so weit treibt, dass die Lust auf etwas bestimmtes so groß wird, dass man es irgendwann mit zig anderen Lebensmitteln in sich hineinstopft. Ich war mir auch immer sicher, dass intuitives essen nichts bringt und die Sache nur noch schlimmer macht. Aber mittlerweile hab ich gelernt, mir einige Dinge zu erlauben und hab nicht mehr so häufig krasse FA

Vielleicht könntest du es ja mal über einen längeren Zeitraum ausprobieren. Trotzdem würde ich dir zu ner Therapie raten, denn Essstörungen sind meist Ausdruck eines psychischen Problems und somit nicht ausschließlich übers Essen "behandelbar"

Gut dass du bemerkst wann die Anfälle kommen. :)^ Kannst du potenziell auslösenden Situationen schon eine Zeit vorher erkennen und dann dafür sorgen, dass es nicht zum Essanfall kommt? Das ist am Anfang sehr schwierig, aber mir z. B. hat es nach einer Weile manchmal geholfen, wenn ich genau wusste, dass diese Situation zum nächsten FA führen kann und ich mich entsprechend darauf vorbereiten konnte. Bspw. stell ich mir schon eine Schüssel Möhren in den Kühlschrank, wenn ich weiß, dass ich später gestresst nach Hause kommen werde und die Gefahr einen FA zu haben, größer ist.

Wie ist es, wenn du merkst, dass du kurz vor einem Essanfall bist? Könntest du dir überlegen, warum du jetzt grade essen willst und wenn du merkst, dass es aus Überforderung etc.ist, andere Sachen überlegen?

Ich kann verstehen, dass du dich unwohl fühlst, wenn alte Freunde sich mit neuem Gewicht sehen Eine "Freundin sagte mal zu mir: "Früher sagten sie, du wärst magersüchtig. Jetzt sagen sie, du wärst merkwürdig geworden" Aber schau mal, deine Freunde wollen Zeit mit dir verbringen, wollen mit dir feiern gehen. Ihnen ist es egal, ob du weniger oder mehr wiegst bzw. sind sie wohl eher froh, dass du in keinem ungesunden Bereich mehr bist.

c*herrIy07


also. ich habe viiiieeeel gelesen zu dem thema und bin mittlerweile verwirrt. auch das buch zu intuitiv essen habe ich gelesen, nur klappt das bei mir leider nicht. ich habe fast nonstop appetit und kann den richtigen hunger nicht so wirklich rausfiltern. manchmal will ich es auch nicht, weil ich die schnauze voll habe von zwängen und einfach essen möchte wenn ich lust auf was habe. aber dann nimmt man ja zu.

ich bin mir deshalb auch nicht mehr sicher mit den fas. werden die irgendwann einfach weniger, wenn man sich innerlich nicht immer fertig macht deswegen? wenn man sich endlich nicht mehr so viel versagt nachdem man einen fa hatte? oder soll man jedes mal dagegen kämpfen? wenn ich esse ohne nachzudenken esse ich so viel, dass ich immer weiter zunehmen würde. diese angst hat mich schon früher davon abgehalten die kontrolle abzugeben. früher war ich ms, jetzt bin ich übergewichtig. und langsam gehen mir die ideen aus.

@ falco pelegrinoides

möchtest du uns verraten wie du es aus der es raus geschafft hast? :)

f<alsco9 pelelgri:noides


Hallo Cherry,

ich antworte dir morgen Abend. Muss Morgen arbeiten, deshalb erst am Abend.

Gute Nacht.

cEherrYyv07


alles klar falco, ich freu mich drauf! :)

Nachdem gestern nochmal ein seeeehr schlimmer tag bzgl. essen war (ich möchte gar nicht mehr aufzählen was ich alles gegessen habe, es ist mir echt zu peinlich), war der tag heute mal wieder gut. ich habe das gestern als "letztes aufbäumen" gesehen, ich weiß, dass ich damit aufhören muss und ich habe keine lust mehr, ständig einzuknicken. ich weiß, dass ich nicht total bescheuert in der birne bin und dass das doch hinzukriegen sein muss! auch wenn ich auf der suche nach einem therapieplatz bin, verlasse ich mich nicht drauf, dass mir das tatsächlich helfen wird. binge eating ist ja noch nicht so erforscht und ich bezweifle, ob mir da gut geholfen werden kann, ausser mir evtl. zu sagen was normales essverhalten ist. weil theoretisch weiß ich das ja. ich glaube da muss man auch viel mit eigener stärke und willenskraft arbeiten.

gesagt, getan, ich habe mir gestern 2 bücher auf amazon zum thema bestellt und bin schon sehr gespannt mich noch mehr einzulesen. außerdem hab ich mir eingroßes puzzle gekauft. das klingt doof, aber ich brauche abends ne beschäftigung, um nicht wieder in die küche zu tapsen und mich mit essen abzulenken, weil ich einfach nicht still dasitzen und gar nichts tun kann. das quält mich fürchterlich, auch wenn tv dazu läuft KANN ich mich einfach nicht drauf einlassen. keine ahnung wieso :/

heute morgen hab ich 2 knäckebrote mit hüttenkäse und pute und ein schälchen quark mit leinsamen und 1/2 orange gegessen.

danach war ich im fitnessstudio gute 50 minuten auf dem crosstrainer und hab ordentlich gepowert. lustigerweise habe ich trotz dem ganzen fett immer noch eine sehr gute kondition und auch viel kraft in den muskeln. doppelt so viel wie der durchschnitt der frauen im studio hat der trainer gesagt. auch wenn ich da erst seit einer woche angemeldet bin und wenig erfahrung habe, hat mein trainer mir direkt den freihantelbereich und die schlingen gezeigt, weil ich wegen meiner kraft und guten koordination schon fortgeschrittenen-übungen machen kann. das soll jetzt nicht angeberisch klingen aber das hat mir schon nen richtigen aufschwung gegeben letzte woche, hat mich sehr gefreut. kommt nicht oft vor dass ich mal gut in irgendwas bin, schon gar nicht beim sport :D

jedenfalls hab ich danach rührei aus 3 eiern mit viel gemüse und etwas schafskäse gegessen, danach noch einkleines stück rosinenbrötchen und nen cappucino hinterher.

heute abend werde ich steak und spargel essen, falls es denn schönen gibt. ansonsten gibts salat dazu.

der tag heute war okay. ich hoffe, dass ich es ab jetzt den hauptteil der zeit so hinkriege, dann wird vielleicht alles wieder ein bisschen besser :)*

f4alcoe peleg\ribnoiwdes


Hallo Cherry, Froeschchen und Solamie,

jetzt habe ich gestern doch nicht mehr geschrieben, werde es aber heute tun.

Wie ich es geschafft habe? Sehr langsam ging das bei mir. In Therapie hatte mir meine Psychologin so oft gesagt, daß ich keine Süßigkeiten im Haus haben soll und wenn ich mal Apetitt darauf hätte, dann extra rausgehen soll und mir nur ein kleines Teil, wie Schokoriegel, kaufen soll. Und nur wenig Geld mitnehmen soll. Es hat aber lange gedauert, bis ich es geschafft habe. Ich hatte die Angewohnheit, mir "Vorrat" zu kaufen und dann sehr viel. Das blieb aber nie lange im Schrank. Oft habe ich es am selben oder darauffolgenden Tag komplett verdrückt. Aber es waren ja nicht nur Süßigkeiten, sondern einfach alles, was ich finden konnte, nur durch Süßes nimmt man ja noch mehr zu.

Zuerst war es auch noch so, daß ich auch Maßnahmen, wie Abführmittel, Einlauf und ab zu Erbrechen benutzte Irgendwann in Therapie fragte ich meine Psychologin, ob sie mich nicht etwas häufiger sehen könnte. Ich musste ihr versprechen damit aufhören. (Einlauf, etc.) Das tat ich und hielt es durch, obwohl es mir sehr, sehr schwer fiel. Ich wollte ein Versprechen nicht brechen. Soetwas ist sehr schlimm für mich. Die Fressatacken gingen aber trotzdem nicht weg, das blieb und ich fing auch an zuzunehmen. Ich habe sowieso oft große Gewichtsschwankungen.

Ich mache es eben heute auch eher so, wie Froeschchen, ich habe viel Obst im Kühlschrank und das benutze ich eben dann. Nur ist es jetzt nicht mehr so schlimm, wie vor einiger Zeit. Trotzdem muss ich enorm aufpassen, daß ich nicht wieder da reinrutsche.

War bei euch in Therapie die ES das Hauptthema oder ein Symptom einer anderen psychischen Erkrankung?

Das Wichtigste ist herauszufinden, warum man es hat und dann die Ursache zu therapieren. Wenn man Unkraut im Garten hat, schneidet man es ja nicht nur ab, sondern reißt es aus.

Aber klar, das ist schwer und dauert auch lange. Je nach der Ursache ist es etwas schneller oder eher sehr langsam.

Ich stehe ja auch oft nachts im Halbschlaf auf und fange an einiges zu essen. Also, der Druck dazu ist immer noch nicht ganz weg.

Mir wurde auch von meiner Psychologin geraten Sport zu machen. Es kostet mich eine Überwindung. :-/

Liebe Grüße.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Ernährung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Übergewicht · Unter­gewicht · Magen und Darm · Zahnmedizin · Suchtprobleme


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH