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Bio = Besser?

s4ensibzelm.an


Wenn ich höre: Ich habe einmal ..., dann gehe ich davon aus: hat keine Ahnung


Ich vermute, dass nicht wenige Probleme mit Allergien und Libidoproblemen im Zusammenhang mit konventionellen Lebensmitteln stehen, die mehr oder weniger mit Pestiziden (gegen Bakterien), Fungiziden (gegen Pilze), Insektiziden, Herbiziden ("Unkraut"bekämpfungsmittel, u.a. Glyphosat) belastet sind. Diese Gifte töten nicht nur erhebliche Anteile an ökologisch bedeutsamen Lebewesen und stören erheblich das ökologische Gleichgewicht (wodurch unter bestimmten Bedingungen erhebliche Probleme für die gesamte Pflanzen- und Tierwelt auftreten können), sondern dringen auch ins Wasser und damit in unseren Nahrungskreislauf.

Ich esse fast nur Biolebensmittel (meistens im Biosupermarkt, im Bioladen, Reformhaus aber auch ab und zu im normalen Supermarkt)- das reduziert erheblich die Wahrscheinlichkeit für die vorhin genannten Gifte.

Auch die statistische Zunahme mehrerer Tumorarten (z.B. Hodenkrebs:

Die Häufigkeit ist insbesondere in Nordeuropa und Nordamerika hoch und hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre verdoppelt. Als Grund dafür werden der Einsatzes von Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmitteln ... [[http://www.uk-essen.de/index.php?id=1527 von hier]]

)

werden auf Herbizide und Insektizide zurückgeführt (die an konventionellen Lebensmitteln kleben oder sich in den Lebensmitteln befinden- weil durch die Wurzeln mitaufgenommen).

ZNitdronex86


Ich kaufe immer Bio wenn es diese Option gibt.

Egal ob Gemüse, Obst, Brot, Müsli, Milch, Eier, Butter, Quark, Fisch, Garnelen (Fleisch esse ich nicht)

Und ich denke dass die Discounter Bio Produkte die selben Bio-Produkte sind welche man auch in den richtigen Bio-Supermärkten bekommt. Gibt ja keine "Gute Bio-Qualität" oder "Schlechte Bio-Qualität"...

Die meisten Bio-Produkte werden mittlerweile ja eh aus den Nachbarländern importiert da unsere Landwirtschaft die Nachfrage gar nicht mehr abdecken kann.

Für mich spricht vieles dafür was hier auch schon genannt wurde:

1. Gesünder

Nachweislich sind zbsp in Bio-Milch mehr Omega-3 Fettsäuren enthalten als in normaler Milch.

2. Weniger Schadstoffe

Teilweise kriege ich von herkömmlichen Obst richtige Schleimhautschwellungen im Mund

3. Umweltfreundlicher

Die Böden und Äcker werden zbsp nicht tot gedüngt und gespritzt

3. artgerechtere Tierhaltung und Fütterung

Keine Maismehlpampe als Futter sondern richtiges Heu, weniger Antibiotika, mehr Auslauf und Tageslicht

4. keine Gentechnik

Auch nicht im Tierfutter

5. bessere Geschmack

persönliche Meinung ;-)

ARlteonxor


Ich kaufe gemixt. Discounter, Bio, Markt ... und hoffe einfach das Beste.

aTkaf


wir kaufen fast ausschließlich Bio. Sämtliche Getränke (lassen wir uns alle 6 Monate große Mengen liefern), das Fleisch direkt vom Bauern (die schlachten 1x monatlich, man kann bestellen und bekommt das dann abgepackt geliefert. wir bestellen ca alle drei Monate und frieren das ein), Obst und Gemüse per Abokiste, alles andere im Biosupermarkt. Dabei Aufschnitt und Käse nicht abgepackt in viel Plastik, sondern an der Theke. Wenn ich die Wahl habe zwischen der Billig-Biomarke (z.B. Green) mit Zutaten von weiter weg und einer teuren Marke z.B. mit Demetersiegel oder kleiner Hersteller, der seine Zutaten regional/aus Deutschland bezieht, nehme ich idR auch die teurere Variante. Erdbeeren im Winter etc würde ich generell niemals kaufen, egal ob Sommer oder Winter. So absurdes Zeug gibts in unserem Supermarkt aber auch nicht. Auf Tomaten hingegen mag ich nicht verzichten, und da ist Italien-Bio-lose Ware auf jeden fall leckerer als Holland-konventionell-Plasteschälchen.

Die Liefergeschichte nehmen wir in Anspruch, weil wir kein Auto haben. Und ja, das ganze ist nicht billig. Aber wenn ich sehe, was andere für das Drum und Dran eines Autos ausgeben verstehe ich leicht, warum wir uns das ohne Probleme leisten können.

Natürlich ist mir völlig klar, dass es auch gemug Menschen mit wirklich wenig Geld gibt. Aber da lässt sich ja auch einiges machen, wenn man es denn wirklich will. Z.B. seltener Fleisch, dafür dann Bio.

Was die Haltbarkeit angeht habe ich übrigens nur selten schlechte Erfahrungen bei Bioprodukten gemacht. Das ist dann mal der Käse aus einem sehr kleinen Naturkostladen, der schnell schimmelt, weil er da vermutlich schon lange lag. Ich weiß auch einfach ziemlich genau, wie viel wir wovon essen und kaufe gezielt und nicht zu viel ein. Die schneller verderblichen Sachen werden dann eben zuerst gegessen, die Möhren, Kohlrabi etc bleiben für das Ende der Woche. So reicht mir 1 x pro Woche einkaufen (die Abokiste kommt auch wöchentlich), und trotzdem verdirbt fast nie etwas.

aikaf


Erdbeeren im Winter etc würde ich generell niemals kaufen, egal ob Sommer oder Winter.

Da ist mir wohl mein alkoholfreies Biobier doch irgendwie in den Kopf gestiegen ]:D

SDtatuosQuoVxadis


Erdbeeren im Winter etc würde ich generell niemals kaufen, egal ob Sommer oder Winter.

;-D ;-D

Ich finde das schon toll, wie Du / ihr das handhabt, es ist nah an meiner persönlichen Idealvorstellung. Ich glaube nur, dass es wirklich viele Menschen gibt, die sich das so nicht leisten könnten.

siensi*belmaxn


Ich glaube nur, dass es wirklich viele Menschen gibt, die sich das so nicht leisten könnten.

meistens wohl eher ein nicht leisten wollen

S;ta$tusQNuoVadxis


Gibt es auch, aber sicher nicht in der Mehrheit - zumindest denke ich das. Klar findet man für alles Ausreden, wenn man nur sein Gewissen beruhigen möchte, aber trotzdem kannst Du nicht behaupten, dass man sich so einen Ernährungsstil mit Hartz 4 oder einem Einkommen knapp an der Armutsgrenze oder als mehrköpfige Familie mit durchschnittlichem Einkommen locker leisten kann.

Und ja, natürlich kommt dann auch irgendwann die Frage nach den Prioritäten, man hat eben auch noch andere Lebenserhaltungskosten. Z.B. kauft man nur noch Bio oder fliegt man auch mal in den Urlaub ? Da muss dann jeder schauen, wie viel man sich persönlich da leisten kann, ohne, dass andere wichtige Punkte zu kurz kommen. Also ja, was das betrifft, hat es auch was mit Wollen zu tun, aber es ist nachvollziehbar.

Zumal es auch immer eine Frage des Angebots ist. In einer Millionenstadt hat man im Zweifel eine weitaus größere Auswahl als zB in einer Kleinstadt. Und nicht jeder hat ein Auto oder Zeit, um stundenlang die geeignetsten Einkaufsquellen anzusteuern. Und liefern lassen ist eben teuer, womit ich wieder am Anfang wäre.

Z`ixm


in Kuchen etc. kann man abgeriebene Zitronenschalen verwenden, gibt auch sonst etliche Rezepte, die ich jetzt nicht alle auswendig weiss.

ErhemaliFger NutJzer (S#$58344 2)


Noch dazu kommt, dass auch Bioprodukte teilweise diffus sind, ich Unsummen für Marketing bezahle und vor allem auch Verpackungen. In wiefern jetzt das dreifach in Plastik verpackte Obst jetzt noch wirklich "besser" sein soll verstehe ich nicht.

3. artgerechtere Tierhaltung und Fütterung

Keine Maismehlpampe als Futter sondern richtiges Heu, weniger Antibiotika, mehr Auslauf und Tageslicht

Die Tiere werden eben, weil es Bio ist nicht zwingend artgerechter gehalten. Auch hier ist es wieder komplett undurchsichtig.

Und damit sind für mich Bioprodukte auch wieder nur Marketing und Absatzmarkt, in den letzten Jahren gab es auch mehr als genügend Skandale bezüglich Bioprodukten, als dass ich diesen vertrauen würde und bereit wäre mehr Geld dafür auszugeben. Letztendlich stehe ich wieder komplett selbst in der Verantwortung zu gucken was vernünftig und schadstoffarm/frei produziert wurde, daran ändert das Biosiegel nicht viel. Damit will ich nicht sagen, dass die Idee hinter Bio Quatsch ist - die finde ich großartig. Nur hat sich da einfach wieder ein neuer Handel mit Lebensmitteln ergeben, wieder ein schwer zu durchblickender Markt der es sich leicht macht und den Konsumenten mehr in die Verantwortung zieht als es eigentlich sein sollte.

Da kann ich auch einfach weiter auf dem Markt einkaufen, zahle viel weniger, hinterlasse einen viel kleineren Transportabdruck und bezahle kein bescheuertes Marketing und Plastikverpackungen.

s^ensi-be`l/man


hinterlasse einen viel kleineren Transportabdruck und bezahle kein bescheuertes Marketing und Plastikverpackungen

Das ist doch vollkommen von deiner Auswahl abhängig- und der Marketing- und Verpackungsaufwand dürfte statistisch bei konventionellen Produkten höher sein.. Wenn ich zwischen biologischen und konventionellen Produkten wählen kann, dann greife ich immer zu den biologischen (insbesondere zu denen ohne oder mit geringer Verpackung und aus der Nähe). Bei konventionellen Produkten erhälst du oft nur sehr schwammige Informationen über die Herkunft.

Elhemaliger NPutzer (>#58344x2)


Das ist doch vollkommen von deiner Auswahl abhängig

Genau das habe ich doch gesagt...

c_riegchaZrlie


Freunde von uns betreiben einen Bio-Geflügelhof um die Ecke mit 1000ende freilaufenden glücklichen Hühnern/Putern etc..

Sie meinen, dass das fleisch von denen + vor allem die Eier am meisten belastetet sind, denn dafür, dass die Viecher draußen frei rumlaufen dürfen, müssen sie sie lt. Lebensmittelgesetz mit Unmengen von Antibiotika etc. vollknallen.

Unsere Freunde meinen, dass die sog. Freiläufereier für Menschen am schwersten verdaulich sind.

carie9cjhar|lie


weniger Antibiotika, mehr Auslauf

das scheint ein Widerspruch in sich zu sein.

sZensiNbeHlman


Sie meinen, dass das fleisch von denen + vor allem die Eier am meisten belastetet sind, denn dafür, dass die Viecher draußen frei rumlaufen dürfen, müssen sie sie lt. Lebensmittelgesetz mit Unmengen von Antibiotika etc. vollknallen.

Meinungen diesbezüglich sind irrelevant, wichtiger und seriöser sind wissenschaftliche Untersuchungen und Messungen- in jedem Fall besser als Mutmaßungen. [[http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/huehner-mast-bio-hof-und-konventioneller-betrieb-im-vergleich-a-854356.html Ich habe mal das dazu gefunden]] (zwar keine wissenschaftlichen Messungen, aber Beobachtungen eines unabhängigen Dritten).

Das mit dem vielen Antibiotika halte ich für schlechten Leumund und meistens nicht der Wahrheit entsprechend.

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