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Bio = Besser?

cmriec#harAlie


na, also bei zertifizierten Biobauern würde ich diese Aussage schon mal als ziemlich valide einstufen...

schon mal was von "Experteninterviews" gehört? ;-D

s}ensi>belmaxn


na, also bei zertifizierten Biobauern würde ich diese Aussage schon mal als ziemlich valide einstufen.

Die Biobauern, die ich kenne, setzen Antibiotika nur im äußersten Notfall ein. In der Regel sind Biotiere vitaler und weniger krankheitsanfälliger, auch weil deren Immunsystem infolge geringeren Stresses wesentlich stabiler ist.

cgrie#char[lie


ich denke, das ist auch BL-abhängig.

Und btw:

Biotiere haben sehr wohl Stress, das liegt schon an der reizbetonten Umgebung.... wie kannst Du so etwas behaupten? Schon mal draußen gewesen? Mußt nur mal beobachten, wie oft am Tag der Fluchtinstikt aktiviert wird, Flugzeuge, Spaziergänger, Eingriffe in den Schwarm durch den Bauern....

C_inna(mxon4


Die Vorteile hast du ja alle schon genannt, dem ist nichts hinzuzufügen. Auch die Nachteile hast du gut beleuchtet. Wusstet ihr, dass BIO kaum teurer wäre als konventionelle Nahrungsmittel, wenn sie in einer ähnlichen Menge produziert werden würden? Dadurch, dass BIO teilweise in so geringer Stückzahl produziert wird, gibt es kaum Potenzial für kostensparende Produktion. Ein Fließband ist von der Anschaffung her genauso teuer, egal ob da am 100.000 oder 1.000 Produkte drüber gehen.

Lange Transportwege von Import Bio Waren schaden der Umwelt, durch die Treibhausgase die das Flugzeug beim Transport ausstößt. Ich empfehle daher Bio Produkte Regional zu kaufen.

Das ist auch wahr. Allerdings ist auch erwiesen, dass regionale, pflanzliche, konventionelle Produkte pflanzlichen, regionalen Bio-Produkten in nur wenig nachstehen. Der Nährstoffgehalt ist sehr ähnlich, maximal die Pestizid-Belastung könnte variieren. Bei BIO sollte man auch darauf achten, dass man nichts kauft, was mit Kupfer gespritzt wurde. Ist nämlich auch schädlich und bei BIO erlaubt.

Was landet in Eurer Einkaufstasche? Gehören Bio Produkte selbstverständlich in Eure Einkaufstasche oder eher selten?

Derzeit leider eher selten, da ich etwas knapp bin. Mir geht es aber wirtschaftlich langsam besser und ich werde etwas besser meine Einkäufe planen, um mir mehr BIO leisten zu können.

Und warum kauft Ihr Bio Produkte?

Einerseits meiner Gesundheit zuliebe - mit den oben genannten Einschränkungen. Andererseits den Pflanzen und Tieren zuliebe, weil sie ein möglichst gutes Leben verdienen, wenn wir sie schon essen. Die konventionelle Haltung ist oft einfach untragbar, wobei es auch hier Ausnahmen gibt.

Der Onkel von meinem Partner ist beispielsweise konventioneller Bauer und hält Schafe und Rinder. Allerdings sind die draußen, wann immer es geht, sie haben viel Platz, fressen die Weiden leer. Im Winter füttert er allerdings normales und kein BIO-Futter zu, sodass er eben kein BIO-Bauer ist. Das finde ich okay. Das muss man sich halt aber immer vor Ort anschauen, ich habe auch schon schreckliche Bauernhöfe gesehen, wo die Tiere in ihrem eigenen Mist lagen und nur 1 Mal am Tag ne automatische Maschine durchgegangen ist, die die Kacke vom blanken Beton von der einen auf die anderen Seite geschoben hat. Die Tiere taten mir sehr Leid.

Auf der anderen Seite ist auch bei BIO nicht Alles toll. So weit ich weiß, werden auch bei EU BIO männliche Küken geschreddert. Mein Freund hat jetzt letztens beim Einkaufen Eier entdeckt, bei denen der Hersteller garantiert, die Hähne leben zu lassen. Ist aber nicht BIO. Toll wäre es, wenn es zusätzlich noch BIO wäre.

Ich denke, man muss das Ganze differenziert sehen - leider. Einfach so nach Etikett das richtige Kaufen ist sehr schwer.

O*ran{geCacnyoxn


@ criecharlie

Bei Hühner aus BIO-Freilandhaltung ist der prophylaktische Einsatz von Medikamenten sogar gesetzlich verboten.

Biologische Freilandhaltung = 0

Bei der Biologischen Freilandhaltung sind 10 qm Auslauf pro Henne vorgeschrieben. Im Stall dürfen pro Quadratmeter max. 6-7 Tiere leben. Zusätzlich muss ein Drittel der Stallfläche eingestreut sein und dient den Hennen als Scharrraum. Legenester und Sitzstangen müssen den Tieren ebenfalls zur Verfügung stehen. Die maximale Besatzdichte pro Stall beträgt 3.000 Hennen; deutlich weniger als bei der konventionellen Bodenhaltung. Weitere Vorteile welche die biologische Haltung von Hennen mit sich bringt sind u.a. das Verbot des prophylaktischen Medikamenteneinsatzes und das biologisch erzeugte Futter für die Tiere. Dieses wird ohne Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Gentechnik hergestellt. Die biologische Freilandhaltung ist - neben der "Tierschutz geprüften" Freilandhaltung - derzeit die tierfreundlichste Haltungsform für Legehennen, die es auf dem Eier-Markt gibt.

Insofern weiß ich nicht was dein Bauer ist, aber Bio mal sicher nicht, wenn er seine Freilandhühner mit Antibiotika vollpumpt.

ZHixm


bei manchen Bio-Eiern werden die männlichen Küken nicht gleich nach der Geburt geschreddert, auch ein Grund für Bio, zumindest für manche Bio-Eier

[[http://www.janatuerlich.at/Ja__Natuerlich/Bio_Eier_vom_Moosdorfer_Haushuhn/Bio_Eier_vom_Moosdorfer_Haushuhn/Content.aspx]]

sQensibxelman


Biotiere haben sehr wohl Stress

Deutlich weniger- allein die Haltungsdichte ist in der Bio-Tierhaltung deutlich geringer (mindestens statistisch gesehen), die Tiere können mehr ihren natürlichen Instinkten folgen (Scharren) etc. ...

Ich behaupte nicht, dass es nicht auch unter Biobauern schwarze Schafe gibt. Bei Biobauern ist Ausnahme, was bei konventioneller Haltung oft die Regel ist.

SS. wdall'isii


Hab mal in nem Biokräuterbetrieb gearbeitet, da wird natürlich auch gegüngt und gespritzt, nix sonderlich schlimmes aber getrunken hätt ich von der Spritzbrühe sicherlich nicht und eingeatmet hab ich's auch nicht gern, ist zwar nett ohne Gasmaske und Anzug spritzen zu können (das macht nämlich richtig Spaß, v.a. im Sommer) aber naja...

Die Biokräuter werden vllt schon gesünder (unschädlicher (wer weiß^^ Kupfer wurde ja erwähnt)) sein und vermutlich ist's weniger schädlich für die Umwelt wenn nicht gegiftelt wird, aber die CO²-Bilanz zumindest ist höchstens dann gleich wenn Nichtbiokräuter genauso rumkutschiert werden (kommt ja auch mal vor), die wurden jedenfalls hier produziert dann nach Frankfurt gekarrt und dann wieder zurück um hier in die Läden zu kommen :)^ ;-D Dazu noch jede Pflanze in ne Plastiktüte und 6 davon in nen Karton, hab in Läden zwar auch schon welche ohne Tüten gesehn aber keine Ahnung ob die nicht einfach vorher weggeschmissen werden^^

spensibNel*man


da wird natürlich auch gegüngt und gespritzt,

ja, z.B. Brennesseljauche.

s3ensgiboel3maxn


z.B. Brennesseljauche.

zum Düngen,

und u.a. für das Spritzen gibt es [[https://de.wikipedia.org/wiki/Biologischer_Pflanzenschutz biologische Pflanzenschutzmittel]]

Zjixm


aber das berühmt/berüchtigte Roundup wirst du in einem Biobetrieb nicht finden.

a~ug+233


für alle, die nicht erst lange suchen wollen: .. unter dem Markennamen "Roundup" vertreibt der Konzern Monsanto seit 1974 ein Breitbandherbizid, das in der Landwirtschaft verwendet wird. Quelle: Wikipedia.

lbonXalhao


der preisunterschied zwischen bio und nicht bio ist umso höher, je mehr das lebensmittel verarbeitet ist.

gleichzeitig ist der preisunterschied zwischen unverarbeiteten und verarbeiteten lebensmitteln viel höher, als zwischen bio und nicht bio.

wer also sparen muss kann viel mehr sparen, in dem mehr dinge selbstgemacht werden...

weil ich grad ein werbeprospekt von einem bio- supermarkt bekommen hab: für den preis von einer dose (!) bio-eistee krieg ich wahrscheinlich zwei bis drei dosen nicht bio- eistee. für den selben preis kann ich allerdings locker 2l eistee selber machen, auch mit bio- zutaten (da kann ich auch die zitronenschalen verwenden).

oder die klassische tiefkühl-pizza, die immer bemüht wird, wenns drum geht, daß es billig ist: wenn ich ein blech pizza (genug für zwei personen) aus bio zutaten mache, kommt das auf nichtmal drei euro (allerdings ohne schinken oder salami, dafür mit richtigem mozarella). ich glaub kaum, daß die tiefkühl- pizza da billiger ist.

drum denk ich, was den preis anbelangt, kommt es viel mehr drauf an, was für produkte man einkauft, als ob diese bio oder nicht bio sind. z.b. gepflückter und vorgewaschener salat in der 100g tasse: 1.69€ nicht bio/ 1,99€ in bio. der ganze bio salatkopf, nicht verpackt, zerpflückt und vorgewaschen: 1,50€ und wiegt dabei fast das doppelte von der vorbereiteten version.

aYkaxf


bei uns gibt es in den Bioläden inzwischen eigentlich auch immer Eier von "Bruderhähnchen" Initiativen. Mindestens zwei unterschiedliche Initiativen vermarkten die hier. Ist zwar nochmal teurer als die "normalen" Bioeier, findet aber reißenden Absatz: Häufig sind sie ausverkauft, während noch genug von den anderen Eiern da sind. Es könnten also mehr Betriebe das so handhaben, die Nachfrage ist noch nicht gestillt.

Auch wenn wir fast nur Bio einkaufen, ich finde es immer wichtig, nicht zu verbissen dabei zu sein. Wenn mal was fehlt, fahre ich nicht die lange Strecke bis zum Bioladen, sondern hole es auch mal beim Discounter. Auch, wenn es das Produkt dort nur konventionell gibt. Und ich kann mir im Restauramt ein gutes Essen schmecken lassen, ohne über die Herkunft der Zutaten nachzugrübeln. Die Tochter darf gerne Harribo essen, da finde ich die meisten Biovarianten selbst eklig.

Ich sage mir dabei immer zweierlei: Zum einen ist unser Lebensstil zum ganz überwiegenden Teil nachhaltig und energiesparend ausgerichtet, unsere Ökobilanz als 5 köpfige Familie ist sicher auch mit gelegentlichen "Sünden" prima. Zum anderen sind auch die Grenzwerte in konventionellen Lebensmitteln in Deutschland sehr streng, und es wird verhältmismäßig viel kontrolliert. Deshalb sind die allermeisten konventionellen Lebensmittel nicht "ungesund", sondern nur ein klein wenig weniger wertvoll. Der Durchschnittsdeutsche hat keine Probleme wegen der Qualität seiner Lebensmittel. Nur oft dadurch, dass die Ernährung insgesamt nicht ausgewogen ist.

Was ich selbst unangenehm finde ist, dass auch Bioprodukte oft totel überzuckert sind. Z.B. Joghurt, Knuspermüslis und sonstige Cerealien. Da stehen sie den konventionellen Produkten in nichts nach. Wir mischen dann immer mit Naturjoghuert, Haferflocken, ungesüßten Cornflakes... Inzwischen gibt es z.B. auch Bio-Dinkelpops komplett ohne zugesetzten Zucker, aber die schmecken einfach nicht. Die mit 30 % Zucker sind aber viel zu süß. Da hätte ich gerne sinnvolle Abstufungen, lecker, aber nicht pappsüß.

Mlan~n042


@ akaf,

das was du geschrieben hast drückt auch genau meine Meinung aus. Hast du toll zusammen gefasst. :)^ :)=

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