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Regenwasser - problemlos trinkbar?

Sdunflow!er_7x3


@ Verschw.-Praktiker:

Das kann man nunr mit dem Kopf schütteln. Nichts, was Du schreibst, ist per se falsch. Aber "genug Keime" haben wir im Alltag, ohne verunreinigtes Regenwasser zu trinken.

Und es hat nix mit Hirnschranken zu tun, sondern mit VERNUNFT. Regenwasser in unserem Umfeld ist kein Trinkwasser. Wenn man es nutzen will: Gerne: Klospülung, Blumengießen,... Aber bitte nicht als Trinkwasser.

Warum wohl haben wir bei uns so wenige ernsthafte infektiöse Erkrankungen wie Amöbenruhr, Cholera,...? Eben weil wir den Luxus von Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Und ein micht gekippter Gartenteich, in den es normal hereinregnet, ist etwas anderes als eine Regentonne, wo ggf. auch Wasser vom Dach reintropft etc.

Ich bin Landkind, ich habe schon Regenwürmer gegessen und im Wald mit gesammeltem Regenwasser geduscht. Getrunken wurde es bei uns aber nie. Zu Recht.

sCensibOelmann9x9


Also Jungs, fresst mehr Scheiße

In dem Artikel geht es um den Stuhl von nachweislich gesunden Menschen bzw. gesunden Pferden. Zudem geht es eher um Einläufe (per Schlauch).

dass das Aufnehmen "natürlicher" Substanzen gesundheitlich notwendig ist,

Das nimmst du mit jedem ungekochtem Obst und Gemüse auf- aber in geringer Konzentration.

VDerschZw-tpraktxiker


Sunflower_73

14.07.17 16:20

Das kann man nunr mit dem Kopf schütteln. Nichts, was Du schreibst, ist per se falsch.

Habe ich empfohlen, gutes Trinkwasser wegzukippen? Ich weiss ja nicht, warum der Schornsteinfeger fragt. Und mit meinen Argumenten stelle ich mich der Meinung entgegen, dass natürliche Ressourcen "per se" der Gesundheit schaden.

Wenn irgendein Wasser angeblich krank macht, aber Hunde und Fische verschont, liegt doch die Überlegung nahe, warum Menschen angeblich so empfindlich sind.

Krankheitskeime gibt's. Wahrscheinlich im Krankenhaus mehr als in Wasserpfützen.

In heissen Gegenden (bergig) ohne Grundwasser gibt es seit Urzeiten Zisternen. Das ist aufgefangenes Regenwasser. Jetzt lassst uns mal schauen, ob dort oder bei uns mehr Menschn zum Arzt gehen.

Wenn wir alles richtig machen, warum hat dann jedes Nest ein, zwei Apotheken, aber keinen Nahrungsmitelladen mehr?

M0ann0x42


Ich denke das ist wie beim Schnapsbrennen. Den Vorlauf trinkt man besser nicht.

Sprich, wenn es mehrere Tage regnet und man fängt das Regenwasser nach ein paar Stunden Regen auf, dann hat man ein sehr sauberers Wasser. Der Regen fiel in schon sauberer vom vorherigen Regen gereinigter Luft und die Wege das Wassers vom Dach in die Regentonne sind auch sauber gespült. Da würde ich dann schon mal trinken. Vor allem würde ich mal einen direkten Vergleich zwischen Wasser aus dem Hahn und der Tonne machen. Und das, welches mir besser mundet, würde ich trinken.

Ich denke mal, dass wenn es lange nicht geregnet hat und man fängt dann das erste Regenwasser auf, das vom Dach plätschert, dann wird das in der Tat doch recht schmutzig sein. Man wird es nicht unbedingt sehen, weil viele der Luftschadstoffe eventuell im Wasser gelöst sind.

g/aQla#xxys


Verschw-praktiker, du würfelst da alles durcheinander. Grundwasser und Regenwasser sind komplett unterschiedliche Dinge. Ebenso die Mundflora von Hund und Mensch - sehr sehr unterschiedlich (Hund haben eine sehr aggressive Mundflora, da sie oft mit pathogenen Keimen konfrontiert sind, speziell durch rohes Fleisch - die Flora ist auch der Grund warum Hundebisse so gefährlich sind und man sich von Hunden nicht das Gesicht ablecken lassen sollte). Es ist einfach absolut hirnrissig zwei so unterschiedliche Spezies mit unterschiedlichen Lebensweisen zu vergleichen. Ebenso kannst du einen Gartenteich oder ein Aquarium nicht mit einer Regentonne vergleichen. In einer Regentonne gibt es kein eingespieltes System, abgesehen davon würde ich auch aus einem Aquarium oder Gartenteich nie trinken. Nicht umsonst gibt es die Survival-Regel, niemals ohne Filter aus stehenden Gewässern zu trinken. Du kannst jetzt ewig argumentieren wo es mehr Keime gibt, deine Tastatur und dein Handy strotzen nur davon, da sind mehr Keime drauf als auf einer öffentlichen Toilette. Allerdings würde ich lieber mein Handy und meine Tastatur ablecken als ein öffentliches Klo, da auf Handy und Tastatur primär meine Hautkeine vorkommen. Am öffentlichen WC kann man sich da ganz andere Dinge zuziehen.

Fakt ist, dass der Dreck aus der Luft im Regenwasser ist. Klar, wer hat als Kind nicht mit der Zunge Regentropfen oder Schnee aufgefangen. Aber das sind geringste Mengen und es kam frisch vom Himmel. Das ändert sich aber mit der Menge, wenn man täglich mehrere Liter davon trinkt und wenn das dann noch länger in der Regentonne steht. Da kommt Dreck rein, dann schwimmen tote Tiere drinnen (ja klar, es gibt geschlossene Tonnen, aber solange Regen reinkommt, kommen auch zumindest Insekten rein), vielleicht kackt noch ein Viech rein, das steht dann 2 Tage und schon tummeln sich da die Mirkoorganismen. Selbst wenn man mal einen Test macht und das Wasser mikrobiologisch unbedenklich ist, in der Tonne kippt das schnell mal.

Ein beliebtes Experiment in der Schule war Proben aus stehenden Gewässern zu untersuchen. Lache, Tümpel, Regentonne. Dass da nichts drinnen ist, würdest du nicht mehr denken, wenn du das Wasser mal unterm Mikroskop gesehen hast. Meistens sind nur harmlose Wasserorganismen drinnen, aber Pilze und Bakterien tierischer Herkunft findet man leider auch

T1orstue7


Ja, klar kannst Du das problemlos trinken!

Mindestens einmal. ]:D


Die Frage ist zuerst einmal, woher das Wasser kommt. Bei einer Regentonne auf dem Balkon tippe ich mal auf's Dach. => Vogelkot, Insektenleichen, abgelassenes Kerosin, vermodernde Blätter... landet alles da drin. Und auch das, was über den Rand reinfällt, z.B. ab und zu ein Vogel oder eine Maus. Und woraus besteht der Dachbelag? Aus etwas, worin Du Dein Trinkwasser aufbewahren möchtest?

Zweites Problem: Regentonne auf dem Balkon heisst, dass sich das gelagerte Wasser stark erwärmt. In warmem Wasser entwickeln sich Keime, Mückenlarven usw. bestens.

Drittes Problem: Aus der Luft gewaschene chemische Stoffe. Da hätte ich nun weniger Angst, da Du um das Zeug sowieso nicht herum kommst.


Zusammengefasst: Was uns Jahrtausende lang nicht getötet hat, wird einen gesunden, weder ganz jungen noch ganz alten Menschen nicht sofort umbringen. Empfehlen würde ich Dir den direkten Genuss Deines Wassers aber nicht. Wenn Du kein anderes Wasser hast: Aufbewahrungsort überdenken (unterirdische Zisterne mit stabiler Temperatur), Filtern (da gibt es auch günstige Möglichkeiten, die man z.B. in das senkrechte Rohr vom Dach her einbauen kann), entkeimen (UV-Licht oder Kohlefilter, abkochen).

L,oadxcell


Auf was für Ideen manche kommen.... nicht zu fassen.

Kann man Regenwasser problemlos und ohne zu filtern trinken?

Natürlich kann man das. Das können nahezu alle Menschen. Die Frage ist, ob es gut tut.

Ich würde Sprudel vom EDEKA auf jeden Fall bevorzugen, zur Not eher noch Leitungswasser.

M\annl0x42


Als Regenwasser trinken-Befürworter möchte ich noch eine Bemerkung zu meinem Beitrag machen. Ich dachte es ginge darum mal ein Glas davon zu trinken.

Wenn der TE das Möglichkeit nutzen will zu größeren Mengen Trinkwasser zu kommen, dann würde ich zwei Tanks installieren. Einen für den "Vorlauf" und dann einen für's Trinkwasser. Und den 2. Tank erst immer dann befüllen lassen, wenn's schon einige Zeit geregnet hat.

Und ich würde das so gewonnene Wasser dann auch in saubere Glasflaschen abfüllen und irgendwo im Keller kühl lagern, so wie man das mit den Wasserkisten aus dem Supermarkt üblicherweise macht.

Dann noch zu den Hunden, die gerne aus Pfützen trinken. Das ist doch klar. Die Hunde haben eine viel empfindlichere Nase als wir Menschen. Es gibt Gemeinden, da rieche sogar ich als Mann manches Mal, dass wenn ich den Wasserhahn öffne, dass das Wasser nach Chlor riecht. (Abgesehen davon ist das Wasser in vielen Gegenden sehr hart.) Wie muß das dann für die Hunde stinken? So gesehen ist es verständlich, wenn die gerne das weiche Regenwasser aus der Pfütze trinken.

aJfrxi


zur Not eher noch Leitungswasser

Jedem das Seine, aber ab wann war "man" eigentlich der Meinung, dass Leitungswasser nicht trinkbar sei oder höchstens wenn nix anderes da ist? Ich beobachte das auch hier im Haushalt, obwohl mit Leitungswasser bereiteter Kaffee/Tee, Suppe, mit Wasser gekochtes Essen allgemein sowie Zahnputzwasser offensichtlich unbedenklich sind. Und wir haben hier steinhartes, deshalb wohlschmeckendes Wasser, das ca. 100 Jahre braucht, bis es vom gefallenen Regentropfen durch den Felsen in die Leitung geschafft hat.

Ja ich weiß, dass gekochtes Wasser keimarm ist, aber zumindest beim Zahnputzwasser ist das nicht der Fall, dennoch wird sich damit bedenkenlos der Mund ausgespült.

Was die ursprüngliche Frage angeht: einfach mal machen, vorher dran riechen. Die Nase ist üblicherweise ein sehr feines Messinstrument, was Gammel angeht. Wenn etwas schlecht riecht, ist es das auch. Wenn nicht, kann es jedoch trotzdem schlecht sein, allein die Wahrscheinlichkeit dafür ist geringer. Das geziehlte Sammeln (Vorlauf abtrennen etc.) wurde auch empfohlen, also: go!

Schlusswort vom Langtext: die Kriege der Zukunft werden nicht ums Öl geführt, sondern ums saubere Trinkwasser, so meine Prognose.

afri (eine Regenwasserzisterne für Toilette und Waschmaschine nutzend)

gUalaIxyxs


Beim Leitungswasser kommt es immer auf die Gegend drauf an. In Österreich haben wir eine unvergleichlich gute Trinkwasserqualität, ganz Österreich bekommt das Wasser hauptsächlich aus den Bergen. Es wird nur wenig gechlort und die regelmäßigen Untersuchungen zeigen, dass es auch nicht keimbelastet ist. Vereinzelt gibt es in Österreich auch Grundwasser aus der Leitung, welches nicht so gut ist wie das Hochquellwasser, aber trotzdem den Standards entspricht. Aber es hängt ja auch von den Leitungen in den Häusern ab. Sehr alte Bauten mit rostigen oder bleihaltigen Leitungen haben natürlich entsprechend schlechteres Trinkwasser, obwohl es ursprünglich das gleiche Wasser war. In den USA wiederum ist die Trinkwasserqualität in vielen Gegenden so mies, dass davon abgerate wird es zu trinken. Ein Bekannter meines Mikrobiologieprofessors hatte nach einer Dusche in den USA eine Wundinfektion mit MRSA (wegen einer leicht aufgeschürften Stelle, die normalerweise nicht der Rede wert ist), da es nicht unüblich ist, dass resistende Keime im "Trinkwasser" sind. Leitungswasser sollte also nicht immer getrunken werden. Natürlich ist Deutschland nicht mit den USA vergleichbar, trotzdem habe ich schon öfters gehört, dass es auch in Deutschland Gegenden gibt, wo das Leitungswasser nicht die beste Qualität hat. Sogar vor meinem Berlinurlaub wurde ich von einer befreundeten Berlinerin vorgewarnt, dass das Leitungswasser teilweise nicht so gut zum trinken ist - hätte ich vorher nicht gedacht.

M"M-8x1


Ein ganz wesentlicher Punkt wurde bisher noch nicht genannt:

Regenwasser ist ja durch Verdunstung in die Wolken gelangt, von wo es wieder auf die Erde fällt. Durch den Verdunstungsprozess bleiben sämtliche, davor enthaltenen Mineralsalze zurück, d.h. Regenwasser ist prinzipiell destilliertes Wasser ohne jegliche Mineralstoffe und daher auf Dauer genauso schädlich für den Menschen wie dieses.

Erst durch Versickern im Boden, durch langsames Durchdringen mineralhaltiger Bodenschichten, Kontakt zu Gestein, Lösung einer Vielzahl von Stoffen wird das Wasser zu dem, was unser Körper benötigt.

Kurz gesagt: Die wichtigen Substanzen enthält Regenwasser nicht, dafür je nach Gegend eine Menge schädlicher Stoffe, durch den Kontakt zu schadstoffhaltiger Luft.

Als Notlösung, um nicht zu verdursten, ist Regenwasser also kurzzeitig tolerabel, dauerhaft aber ganz sicher nicht!

MPatzepBerxlin


Sogar vor meinem Berlinurlaub wurde ich von einer befreundeten Berlinerin vorgewarnt, dass das Leitungswasser teilweise nicht so gut zum trinken ist - hätte ich vorher nicht gedacht.

Hm, sorry aber das kann ich nicht bestätigen!

[[http://www.bwb.de/content/language1/html/17209.php]]

[[http://www.berliner-zeitung.de/berlin/wasser-berliner-leitungswasser-ist-besser-als-mineralwasser-aus-der-flasche-22557494]]

C]ompran


Regenwasser hat keine Trinkwasserqualität, ist aber deutlich risikoärmer als das unbehandelte Wasser von stehenden oder fließenden Gewässern. Bei Survival-Trainings ist Regenwasser bei Knappheit die erste Wahl, bevor man zu irgendeinem Teich geht. Die Qualität des Regenwassers steht und fällt aber mit der Art des Auffangens und der Aufbewahrung. Es muss sauber aufgefangen werden (also nicht vom Hausach, sondern über einen ausschließlich dafür benutzten Folienschirm, der ansonsten verschlossen bleibt) und geschlossen und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Es sollte auch ruhig stehen, damit sich ein Bodensatz bildet. Gezapft wird idealerweise aus einem Hahn ein paar cm über dem Boden. Vor dem Trinken etwas Backsoda einstreuen und nicht länger als 3 Tage aufbewahren, damit sich die Keime nicht zu sehr vermehren.

Unter diesen Bedingungen kann man mit Regenwasser gut überleben, auch wenn es niemals die Qualität von Leitungswasser erreicht. Mit etwas Durchfall muss man bei größerem Konsum dennoch rechnen.

In Finnland habe ich schon 5 Tage ausschließlich Seewasser getrunken, geschadet hat es nicht, auch wenn es ein bisschen trübe war.

sJevenBthrexe


Durch den Verdunstungsprozess bleiben sämtliche, davor enthaltenen Mineralsalze zurück, d.h. Regenwasser ist prinzipiell destilliertes Wasser ohne jegliche Mineralstoffe und daher auf Dauer genauso schädlich für den Menschen wie dieses.

Destilliertes Wasser ist nicht schädlich, ob im Mineralwasser irgendwelche Mineralstoffe sind oder nicht ist Wurscht. Der Mensch nimmt den Hauptteil aller Mineralstoffe über die Nahrung auf, die im Wasser gelösten sehr geringen Mengen sind vernachlässigbar.

Das wichtigste ist das Regenwasser häufig keimbelastet ist und das die Keimzahlen bei Erwärmung des Wassers dramatisch steigen. Die Keimbelastung ist bei 10 bis 12°C in der Zisterne relativ gering, wenn sich das Wasser in einer Tonne auf den Balkon aber auf 20 °C erwärmt vermehren sich die Keime potenziell. Wenn die Brühe dann noch lange genug steht haben sich auch Legionellen so stark vermehrt das sogar das Einatmen von Wasserdampf oder Sprühnebel extrem schädlich wird.

Sogar bei entkeimten Trinkwasser wird bei längerer Standzeit im Haus mir entsprechender Erwärmung empfohlen das Wasser auf über 65 °C zu erhitzen um die Legionellen abzutöten.

a|fri


Destilliertes Wasser ist nicht schädlich

Ist es sehr wohl. Es entsalzt deinen Körper. OK, ganz so schnell geht das nicht, aber wer nur von Regenwasser zu leben gedenkt, wird ohne weitere Salze aus Nahrung etc. nicht gesund leben. Bei Wikipedia heißt es, die Infusion intravenös von aqua dest. führe zu Schäden, das Trinken von "normalen Mengen" sei unbedenklich. Insofern hast du recht, dann schadet es nicht.

vermehren sich die Keime potenziell

Exponenziell ist das richtige Wort, aber es stimmt, je wärmer desto Keim. Was die Legionellen angeht, bin ich nicht sicher, die müssen ja auch irgendwoher kommen. Aber hier geht es nicht ums Duschen, sondern ums Trinken und da sind die Legionellen eher unschädlich, wenn sie denn da sind.

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