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Cola- abgewöhnen

P=arWitu hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Nachdem ich vor einiger Zeit eine sehr heftige neurologische Reaktion hatte, die sich als Kalziummangel herausgestellt hat, habe ich mir vorgenommen, mehr Mineralwasser zu trinken - und erst auf dem Weg ist mir so richtig klargeworden, was ich latent immer wusste, aber nie wahrhaben wollte: Ich habe viel-viel-viel zuviel Cola getrunken. Und zwar seit Jahren. Ich habe das gewusst, aber die Bedeutung unterdrückt.

Ich nehme seit sehr vielen Jahren Anti-Epileptika und bin sehr schnell sehr müde, dazu kommt ein niedriger Blutdruck. Zum Aufputschen, und sei es, damit ich einfach einen normalen Alltag durchhalte, habe ich schon vornittags den ersten Liter Cola intus, oder mehr. Und konnte dann mittags trotzdem nicht mehr wachbleiben vor Müdigkeit. Vom Kaffee ist mir immer übel geworden, heute nicht mehr so. Schwarzen Tee vertrage ich gar nicht. Ich habe teilweise eineinhalb bis zu drei Liter Cola am Tag getrunken, meistens light.

Jedenfalls, dadurch, dass ich jetzt so viel calciumreiches Wasser trinke, "passt" nicht mehr so viel Cola und ich will das jetzt zum Anlass nehmen, mir die Cola komplett abzugewöhnen und im Notfall eben mal Kaffee mit Milch und Zucker trinken.

Rein praktisch sieht das so aus, dass ich erstmal eben viel Wasser trinke und Cola nur wirklich der Wirkung halber - und beobachte, ob ich es schaffe, dass es immer weniger wird. An manchen Tagen waren es jetzt nur noch ein paar Schlucke,an heftigen Tagen war es wieder ein Liter oder mehr, wobei es bisher nur einmal heftig war, und immer weniger wird.

Kalter Entzug klappt bei mir nicht, eher "du könntest im Notfall" - ich merke, dass alleine bei dem Gedanken mein Jieper nachlässt und ich eben nicht mehr zur Tanke renne (was passieren würde, wenn ich nichts da hätte) sondern ich beruhige mich dann oft und kann mich bremsen.

Mein Ziel ist es, Cola nur noch ab und zu auf Partys oder im Restaurant zu trinken, nur einmal im Monat oder so.

Steckt jemand in einer ähnlichen Situation? Habt Ihr Lust Euch auszutauschen.

Heute abend werde ich mir wieder aufschreiben wieviel es war. Alles unter einem Liter ist erstmal ein Erfolg :-)

LG

Paritu

Antworten
I&na'0m0x3


Mir gehts ganz ähnlich... :_D

Bei mir ist es zwar nicht so extrem aber oft (vor allem nach dem Mittagessen oder nach einer deftigen Mahlzeit) bekomme ich so ein starkes Bedürfnis nach Cola oder Cola Light, dass ich fast das Gefühl habe, wenn ich jetzt keine bekomme dann kippe ich um :-D

K6an]ga


Hab mir auch schon oft versuche Cola abzugewöhnen, hab auch schon Phasen gehabt bei denen ich Monate darauf verzichten konnte.

Hab dann aber immer einen schwachen Moment am Ende gehabt und hing wieder voll drin.

Wenn ich es mehrere Tage weglasse überkommt mich eine Art "Heißhunger" auf Cola. Dann kann mich kein anderes Getränk befriedigen.

Meine Hauptmotivation von Cola wegzukommen ist aber wegen dem Phosphor. Greift die Zähne stark an.

m|u9si\cus_l65


Zum Aufputschen, und sei es, damit ich einfach einen normalen Alltag durchhalte, habe ich schon vormittags den ersten Liter Cola intus, oder mehr.

Dazu muß man sagen, daß Cola eine ziemlich schlechte Koffeinquelle ist. Ein kleines Glas (200 ml) enthält je nach Sorte oft nur 18 bis 25 mg Koffein. So manche(r) wird bei dieser Dosis fast keine Wirkung spüren. Kaffee enthält oft viel mehr Koffein - eine Tabelle gibt es u.a. [[https://koffein.com/getraenke.html HIER.]]

Meine persönliche Methode sind, ganz schnöde und unkulinarisch, Koffein-Tabletten. Die gibt es unter der Bezeichnung "Coffeinum N" in allen Apotheken und Versandapotheken. Morgens nehme ich meistens 1/4 Tablette (entsprechend 50 mg Koffein), allerhöchstens mal eine halbe. Kaffee mochte ich noch nie besonders, Cola (light) gibt's nur ab und zu.

Wichtig zum Thema Calcium: Wie ist Dein Vitamin-D-Spiegel?

sQenszibelnmanxn99


Statt Cola oder Kaffee empfehle ich Grüntee (kurze Aufgußzzeit < 1min. und Wassertemperatur ca. 80°C) oder auch den konzentrierten [[https://de.wikipedia.org/wiki/Matcha Matcha]]

siensibeflmanEn99


Im übrigen hat Mineralwasser oft keine wesentlich andere Mineralstoffzusammensetzung als Trinkwasser.

Pparitxu


Super, dass ich auch hier nicht alleine bin damit :-)

Ich minimiere die Cola vorrangig wegen der Phosphorsäure, wobei meine Zähne das geringste Übel sind. Calciummangel wirkt sich nach Aussage meiner Neurologin bei jedem da aus, wo derjenige eher seinen Schwachpunkt hat. Bei mir vor allem meine Nerven, weil ich Migräne und Epilepsie habe. Bei anderen sind es die Knochen oder Zähne, oft eine Kombination daraus.

Ganz verbieten werde ich mir Cola nie. Einfach weil ich glaube, dass da wirklich die Dosis das Gift macht - und ich weiß, die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann einfach selbst nicht mehr so das Verlangen habe wird sinken wenn ich nicht mit Totalverboten arbeite.

Mwrs_Daarcxy


Mate-Tee ist als Alternative zu Cola, Kaffee und Schwarz- und Grüntee vielleicht auch noch interessant.

m&usilcJus_F6x5


Ganz verbieten werde ich mir Cola nie.

Ist wohl auch nicht nötig. So ca. 1 Liter pro Woche dürfte aus gesundheitlicher Sicht für die meisten Erwachsenen vertretbar sein.

PWa|rjitxu


Danke Euch! :-)

@ musicus_65

Koffeeintabletten habe ich früher auch schon mal genommen, aber bin jetzt irgendwie sehr davon ab. Auch, weil ich so schon so viel Medikamente nehmen muss und froh bin, mal etwas über die reine Ernährung regeln zu können. Ist vielleicht unlogisch, aber erstmal versuche ich es so :-)

Mein Vitamin D-Spiegel war wohl ok, aber wird im Auge behalten - war nämlich auch schon mal schlechter, aber nie so wie der Calciumspiegel. Mir ist klar, dass da ein Zusammenhang besteht :-)

@ sensibelman99

Leider vertrage ich die meisten Kräuter- und Grüntees nicht. Ich komme hier aus einer Region mit Mineralwasserquellen, und Du hast recht, das Leitungswasser hier enthält auch ungefähr halb so viel wie das Mineralwasser. Im Moment trinke ich aber auf Rat des Arztes eines das locker zehn mal so viel enthält wie durchschnittliches Mineralwasser (und nicht künstlich zugesetzt)

Ansonsten gebe ich Dir recht, und trinke auch häufig Leitungswasser.

Psa6rji^txu


@ musicus_65

Ich glaube, für mich könnte irgendwann auch einfach ein Glas pro Woche oder eben ein Liter im Monat reichen - oder auch gar nicht so regelmäßig. Hauptsache ist ja nur, dass ich Cola nicht mehr als Durstlöscher missbrauche und in Panik gerate, wenn keine im Haus ist. Und gerade Letzteres kann ich denke ich vor allem erreichen wenn ich sie durchaus genießen darf - mir also erlaube, aber eben als Genussmittel, als Süßigkeit, nicht mehr als ständiges Mittel zum Wachhalten und Durstlöschen.

Ich bin im Moment sehr zufrieden damit einfach Wasser zu trinken, vermisse diese Riesenmasssen flüssiger Süßigkeit gar nicht so sehr. Interessant ist, dass ich eigentlich immer ein gerne Wassertrinker war, früher sogar eher Leitungswasser. Die Kohlensäure ist also sogar eher schon ein Zugeständnis daran, dass ich mir etwas "gönne" als Ersatz für die Cola ;-)

P7lrüschlbiexst


Ich werfe hier mal Ingwer und Ingwertee in den Raum.

C:omrXa1n


Steckt jemand in einer ähnlichen Situation? Habt Ihr Lust Euch auszutauschen.

Wir haben zum Glück früh den Absprung gemacht. Bei uns befindet sich seit 20 Jahren keine Cola mehr auf unserer Einkaufsliste. Wir merkten das immer nur, wenn wir Gäste haben, weil gelegentlich mal jemand nach Cola oder Fanta fragt. Haben wir beides nicht, kaufen wir jetzt nur noch für Gäste. Manchmal trinken wir natürlich einen Rest mal als Cuba Libre leer, aber für uns kaufen wir das gar nicht mehr. Gründe waren vor allem eine informelle Auseinandersetzung mit Softdrinks. Da hat man schon keine Lust mehr, wenn man sich damit beschäftigt. Allen gemeinsam ist der hohe Zuckergehalt bzw. Süßstoffe in den Light-Varianten. Dazu bringt Cola noch weitere Gesundheitsrisiken mit sich. Veränderter Stoffwechsel, weniger Proteinaufnahme, angegriffene Zähne, möglicherweise auch ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Da meine Frau zu dieser Zeit auch die Pille nahm, hatte sie ohnehin ein Osteoporose-Risiko. Also haben wir die Cola aus unserem Speiseplan verdammt (und die Pille später auch noch ;-) ).

Cola-Entwöhnung öffnet einem die Augen - wenn ich heute ganz selten (alle 1-2 Jahre) eine Cola probiere, finde ich das Zeug widerlich süß und kann nicht mehr als ein kleines (und kaltes) Glas davon trinken.

C}omr/an


P.S.:

Ersatzmöglichkeiten für Koffein-Zufuhr: Guarana und Kolanuss in reiner Pulverform. Im Tee oder Fruchtsaft aufgelöst ist der Aufputscheffekt deutlich größer als bei Cola, dafür fehlen aber so gut wie alle schädlichen Merkmale. Guarana hat eine langanhaltende, schwächere Wirkung. Kolanuss knallt sofort, ist aber auch schneller verflogen.

P(ariztu


Ingwer schmeckt für mich irgendwie leider wie Seife *gg*

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