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Blähungen durch zu viel Fabrikzucker?

T|intil2x2 hat die Diskussion gestartet


Hatte gestern und heute sehr viel stress und ärger und darum hab ich sowohl gestern als auch heute eine ganze packung auer tortenecken (100g schnitten) gegessen und danach noch ein süßes joghurt. 2-3 stunden nachher bekam ich höllisch blähungen und mein bauch war leicht dick

wenn ich den zucker weglasse passiert mir das nicht, da hab ich höchstens lockeren stuhl aufgrund von viel obst und gemüse

jedoch keine blähungen

kann es sein das es mit dem vollkornbrot von heute mittag zusammenhängt: 12.30 eine scheibe vollkornbrot

17.30 eine packung schnitten und ein süßes joghurt

die ernährung ohne zucker finde ich spitze, schaffe es nur ab und an nicht (eben wenns mir nicht so gut geht und ich ärger habe)

lg tinti

Antworten
j.n


Vollkornbrot und Fabrikzucker

Hallo Tinti,

Vollkornprodukte und Fabrikzucker vertragen sich absolut nicht, das führt eigentlich immer zu Verdauungsproblemen. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, daß es an der Kombination lag.

Diese Unverträglichkeitsreaktion ist es auch, die bei vielen dazu führt, daß sie 'die Vollwertkost nicht vertragen'. Letztendlich ist der Fabrikzucker daran schuld - läßt man ihn weg, gibt es keine Probleme damit.

pgetSerx60


Ist bei mir anders. Ich habe 3 Jahre lang eine strikte laktovegetabile Vollwertkost mit Produkten aus dem Reformhaus und ohne jeglichen Zucker eingehalten und ich wog am Ende noch 54kg bei 185cm. Wenn ich weitergemacht hätte wär ich wahrscheinlich heute tot.

Ich hatte sogar zwischendurch eine 6-wöchige Kur mit Waerland-Kost in einer herrlichen Gegend in Oberösterreich gemacht. Es hat sich überhaupt nichts daran geändert. Schlimm waren neben den ständigen Magen/Darm-Probleme auch die nervlichen Probleme. Kurz vor einem starken Sturmeinbruch bei besagter Kur war ich sogar nah daran, aus dem Fenster zu springen, so panisch wurde ich.

Es gibt sicherlich einige Personen die Vollkorn vertragen, die Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht. Die Idee Vollkorn statt weißes Mehl zu verwenden ist auch relativ neu: Getreide wurde von Anfang an zu Weißmehl verarbeitet.

Wenn schon Vollwertkost, dann m. E. am Besten ganz ohne Getreide. Sehr sehr viele Gesundheitsprobleme werden m. E. speziell durch das Getreide verursacht, durch Vollkorn noch mehr als durch Weißmehl.

Außerdem bringt das Ganze auch nichts: Man kann sicherlich in einem normalen Beruf weitgehend auf Getreide verzichten, aber ganz ohne Zucker und Weißmehl kaum. Insoweit sind solche Diäten in der Studentenzeit ganz nett durchzuführen, als langfristige Ernährung in der Regel aber nicht tauglich.

T,i7nti;22


Lieber Peter!

Ich hatte sogar zwischendurch eine 6-wöchige Kur mit Waerland-Kost in einer herrlichen Gegend in Oberösterreich gemacht.

Was ist Waerland Kost??

Es hat sich überhaupt nichts daran geändert. Schlimm waren neben den ständigen Magen/Darm-Probleme auch die nervlichen Probleme.

Nervliche Probleme hab ich auch, sprich angst vor gewitter und überhaupt sehr ängstlich, meinst du das kann mit der vollwerternährung zusammenhängen ??? ?

klingt für mich eigenartig??

ich vertrage vollwertprodukte in maßen recht gut, wenns ichs übertreibe wirds unangenehm (magen-darm-,...und wenn ich dann druchfall bekomme, bin ich oft noch ängstlicher)

Kurz vor einem starken Sturmeinbruch bei besagter Kur war ich sogar nah daran, aus dem Fenster zu springen, so panisch wurde ich.

und das durch die vollwert ernährung ??? ??? ??? ???

kannst du das näher beschreiben

Es gibt sicherlich einige Personen die Vollkorn vertragen, die Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht. Die Idee Vollkorn statt weißes Mehl zu verwenden ist auch relativ neu: Getreide wurde von Anfang an zu Weißmehl verarbeitet.

ich bin jetzt schon so verunsichert, ich weiß gar nicht mehr was gut ist.

Wenn schon Vollwertkost, dann m. E. am Besten ganz ohne Getreide. Sehr sehr viele Gesundheitsprobleme werden m. E. speziell durch das Getreide verursacht, durch Vollkorn noch mehr als durch Weißmehl.

m.E. ??? ?

lg tinti

p]etcerM60


Liebe Tinti22,

Infos über die Waerland-Kost stehen z. B. hier:

[[http://www.inform24.de/waerland.html]]

Diese sind aber nicht von den Vertretern dieser Kost, die werden das etwas anders sehen.

Speziell durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird seit zig Jahren vertreten, dass wir zuviel, zuviel Fett und zuviel Zucker essen und stattdessen wird eine Vollwertkost mit vielen komplexen Kohlenhydraten (60% der Kalorien) zum großen Teil aus Vollkorn und wenigen Kohlenhydraten empfohlen.

Diese Empfehlungen sind mittlerweile sehr umstritten. Sie wurden auch von der Bevölkerung nicht angenommen, da die meisten Menschen kein Vollkorn vertragen. Der Ersatz ist dann Zucker oder Weißmehl, denn Kohlenhydrate sind ja angeblich sooooo gesund.

In den USA ist diese Theorie von den krankmachenden Fetten und gesunden Kohlenhydraten längst in sich zusammengebrochen. Da geraten mittlerweile ganze Konzerne in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die sich nicht rechtzeitig auf die sog. Low Carb-Welle eingestellt haben. Denn die Amerikaner haben in den letzten 20 Jahren tatsächlich immer weniger Fett gegessen und sind dabei immer dicker geworden. Heute glauben viele: Nicht die Fette machen dick und krank, sondern die Kohlenhydrate. Einige gehen sogar soweit zu behaupten, dass sie alle Kohlenhydrate für problematisch halten, egal ob sie aus Vollkorn oder Zucker stammen.

Bei Vollkorn kommt hinzu, dass die Ballaststoffe dafür sorgen, dass einige Nährstoffe vom Darm nicht optimal aufgeschlüsselt werden können. Ferner enthalten die meisten Getreidesorten Gluten (Krankheitsauslöser für Sprue/Zöliakie), und für diese Erkrankung gibt es wohl erhebliche Dunkelziffern. Und schließlich: In der Schale des Korns sitzen hochgiftige Stoffe, sog. antinutritive Stoffe, die das Korn zur Abwehr von Schädlingen benötigt. Diese werden beim Verzehr aufgenommen. Bei vielen Pflanzen, die der Mensch möglicherweise schon seit Millionen Jahren isst und kennt, kann es sein, dass er dafür Abwehrmechanismen hat. Getreide isst der Mensch aber noch nicht ausreichend lange, deshalb kann es sein, dass viele Menschen an diese Giftstoffe (die genauso giftig sind wie das Seveso-Gift) in der Schale nicht angepasst sind.

Historische Funde haben darüberhinaus gezeigt, dass der Mensch seit Beginn der Getreidekultur Weißmehl verzehrt hat. Auch die heute oft gelobte mediterrane Diät kennt in dem Sinne ja gar kein Vollkorn.

Leider sind durch die dogmatische Einstellung der DGE viele sehr wichtige Erkenntnisse zur Ernährung nicht berücksichtigt worden. Speziell wenn Du unter nervlichen Problemen leidest, rate ich Dir dringend, einmal eine ganz andere Auffassung zur Ernährung zu lesen:

Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot

Manche weitergehenden Informationen zu dem Thema findest Du auch hier:

[[http://www.migraeneinformation.de]]

Liebe Grüße

Peter

TQintxi22


Hallo Peter!

Diese Empfehlungen sind mittlerweile sehr umstritten. Sie wurden auch von der Bevölkerung nicht angenommen, da die meisten Menschen kein Vollkorn vertragen. Der Ersatz ist dann Zucker oder Weißmehl, denn Kohlenhydrate sind ja angeblich sooooo gesund.

Ich denke Kohlenhydrate sind wichtig, alleine wenn ich daran denke ein schnitzel ohne kartoffel oder reis essen zu müssen

der körper verlangt nach kohlenhydraten, ob das nun vollwert ist oder nicht, da muss ich noch auf ein ergebnis kommen

bin diesbezüglich noch verwirrt was nun besser ist

Nicht die Fette machen dick und krank, sondern die Kohlenhydrate. Einige gehen sogar soweit zu behaupten, dass sie alle Kohlenhydrate für problematisch halten, egal ob sie aus Vollkorn oder Zucker stammen.

fette sind wichtig für den körper genauso wie kohlenhydrate, ich glaube ich habe bis jetzt auch vermehrt kohlenhydrate gessegen und fettes eher vermieden, so gut als geht

ob das gesund ist - fraglich!

Bei Vollkorn kommt hinzu, dass die Ballaststoffe dafür sorgen, dass einige Nährstoffe vom Darm nicht optimal aufgeschlüsselt werden können. Ferner enthalten die meisten Getreidesorten Gluten (Krankheitsauslöser für Sprue/Zöliakie), und für diese Erkrankung gibt es wohl erhebliche Dunkelziffern. Und schließlich: In der Schale des Korns sitzen hochgiftige Stoffe, sog. antinutritive Stoffe, die das Korn zur Abwehr von Schädlingen benötigt. Diese werden beim Verzehr aufgenommen. Bei vielen Pflanzen, die der Mensch möglicherweise schon seit Millionen Jahren isst und kennt, kann es sein, dass er dafür Abwehrmechanismen hat.

für welche pflanzen hat der körper abwehmechanismen??

Getreide isst der Mensch aber noch nicht ausreichend lange, deshalb kann es sein, dass viele Menschen an diese Giftstoffe (die genauso giftig sind wie das Seveso-Gift) in der Schale nicht angepasst sind.

und davon können dann blähungen, magen- darm probleme und...diveses kommen??

Historische Funde haben darüberhinaus gezeigt, dass der Mensch seit Beginn der Getreidekultur Weißmehl verzehrt hat. Auch die heute oft gelobte mediterrane Diät kennt in dem Sinne ja gar kein Vollkorn.

stimmt, und die soll ja so gesund sein,öl gemüse,...und weißbrot

Leider sind durch die dogmatische Einstellung der DGE viele sehr wichtige Erkenntnisse zur Ernährung nicht berücksichtigt worden. Speziell wenn Du unter nervlichen Problemen leidest, rate ich Dir dringend, einmal eine ganz andere Auffassung zur Ernährung zu lesen:

Wolfgang Lutz: Leben ohne Brot

ich kann mir nicht vorstellen auf kohlenhydrate zu verzichten, wie gesagt ich sucht nach dem richtigen weg ob vollkorn oder nicht

aber ganz ohne kohlenh. gehts nicht

wenn ich fragen darf, wie machst du das denn, isst du KH??

lg

pfete{r60


Hallo Tinti, das sind sehr viele Fragen.

Ein paar Antworten zu Deinen Fragen:

1. Nein, Kohlenhydrate sind nicht essientiell. Man kann, wenn man will, auf sie vollständig verzichten. Es gibt auch einige Naturvölker (in sehr kalten Regionen), die praktisch keine Kohlenhydrate essen und damit sehr gesund bleiben. Dennoch empfehle ich keineswegs auf alle Kohlenhydrate zu verzichten.

2. Es gibt einige Menschen, die offenkundig ganz gut mit vielen Kohlenhydraten klarkommen. Meines Erachtens gibt es eine deutliche Mehrheit für die das nicht gilt. Die sollten eher Fett-reich und Kohlenhydrat-arm essen.

3. Für welche Pflanzen der Mensch Abwehrmechanismen hat ist schwer zu beurteilen, da dies zum Teil sehr individuell ist. Es gibt einige Früchte, da weiß man, dass sie selbst in kleinen Mengen nicht vertragen werden. Die Tollkirsche ist so ein Beispiel. Fast alle Heilpflanzen darf man ebenfalls nicht in größeren Mengen zu sich nehmen, da sonst Vergiftungen drohen. Vollkorn wird von einigen Menschen vertragen, von anderen aber nicht. Einige Menschen vertragen überhaupt kein übliches Getreide, da sie eine Gluten-Allergie haben.

4. In der Regel kommen Blähungen von Bakterien/Pilzen im Darm, die Kohlenhydrate und unverdaute Nahrungsreste verstoffwechseln. Bei manchen Betroffenen findet im Darm regelrecht eine Alkoholvergärung von Zucker statt, so ähnlich wie bei Wein, Bier oder Sekt. Der dabei entstehende Alkohol kann die Leber belasten. Das entstehende Kohlendioxyd kann einen erheblichen Druck ausüben.

5. Ich esse normalerweise so um die 60 - 70g Kohlenhydrate pro Tag. Und das seit fast 20 Jahren. Wenn Du das mit der Normalernährung vergleichst: Die Empfehlung der DGE ist: 60% KH an den Gesamtkalorien. Nehmen wir mal einen Gesamtkalorienverbrauch von 2.000kcal an. Dann wäre der Normalfall also: 1.200kcal aus Kohlenhydraten, das entspricht ungefähr 300g Kohlenhydraten pro Tag. Du siehst, ich liege weit weit darunter. Es bereitet mir auch keine Probleme, mal nur 30g pro Tag zu essen.

Viele Grüße

Peter

j)n


@Peter

Hallo Peter,

> Ist bei mir anders. Ich habe 3 Jahre lang eine strikte

> laktovegetabile Vollwertkost mit Produkten aus dem

> Reformhaus und ohne jeglichen Zucker eingehalten und

> ich wog am Ende noch 54kg bei 185cm. Wenn ich

> weitergemacht hätte wär ich wahrscheinlich heute tot.

Was nicht prinzipiell gegen die Vollwertkost spricht, sondern erstmal nur deine eigenen Erfahrungen widerspiegelt. Es wäre interessant zu klären, wie deine Ernährung damals ausgesehen hat, denn diese Erfahrungen sind unter Vollwertköstlern seltsamerweise absolut unbekannt. Und davon kenne ich eine ganze Menge.

> Schlimm waren neben den ständigen Magen/Darm-Probleme

> auch die nervlichen Probleme. Kurz vor einem starken

> Sturmeinbruch bei besagter Kur war ich sogar nah daran,

> aus dem Fenster zu springen, so panisch wurde ich.

Was sicher nicht der Ernährung anzulasten ist. Es wundert mich ein wenig, daß es hier in diesen Zusammenhang gebracht wird.

> Es gibt sicherlich einige Personen die Vollkorn vertragen,

> die Mehrheit der Bevölkerung sicherlich nicht.

Es gibt ein prinzipielles Verträglichkeitsproblem zwischen Fabrikzucker und Vollkornprodukten, das dazu führt, daß viele, die es mal eben probieren, Probleme bekommen. Man muß das einfach vorher wissen.

Weiterhin gibt es natürlich wie bei jedem Wechsel der Ernährungsform eine Umstellungsphase, in der sich die Darmflora auf die Vollkornernährung einstellen muß. Das dauert einige Wochen und führt bei nicht entsprechend informierten Menschen logischerweise dazu, daß sie die neue Ernährung für unverträglich halten. Besonders schlimm ist es bei denen, die in der Umstellungsphase inkonsequent sind und bspw. noch Fabrikzucker in der einen oder anderen Form verzehren. Dadurch kann sich die Darmflora nicht stabilisieren und die Probleme hören natürlich nicht auf.

> Die Idee Vollkorn statt weißes Mehl zu verwenden ist auch

> relativ neu: Getreide wurde von Anfang an zu Weißmehl

> verarbeitet.

Das ist nicht richtig, da man vor 7000 Jahren noch gar nicht in der Lage war, Auszugsmehl herzustellen. Erst vor wenigen hundert Jahren hatte man die Technik um Keim und Randschichten vor dem Vermahlen zu entfernen und nur noch den Mehlkern zu vermahlen. Bis dahin wurde das Getreide lediglich gestampft und gesiebt, um die Spelzen zu entfernen. Hintermehle und Keim blieben dabei erhalten.

> Außerdem bringt das Ganze auch nichts: Man kann sicherlich

> in einem normalen Beruf weitgehend auf Getreide

> verzichten, aber ganz ohne Zucker und Weißmehl kaum.

Natürlich kann man in einem normalen Beruf auf Fabrikzucker und Weißmehl verzichten. Ich wußte nicht, daß es seit neuestem arbeitsvertraglich geregelt wird, was man zu essen hat.

> Insoweit sind solche Diäten in der Studentenzeit ganz nett

> durchzuführen, als langfristige Ernährung in der Regel aber

> nicht tauglich.

Und weil es möglicherweise komplizierter ist, als einfach die normale konventionelle Ernährung, macht man es besser nicht?

Nunja - wenn man die Bequemlichkeit über die Gesundheit stellt, ist das natürlich ein Weg. Wasch mit den Buckel aber mach mich nicht naß geht nunmal meist nicht.

p;eterx60


Sorry, aber ich kenne nur Menschen, deren Gesundheit durch Vollkorn schlechter geworden ist. Es mag einige Menschen geben, die das Zeug vertragen, ich - und eine ganze Menge Menschen die ich kenne - nicht.

Die kleine Tochter eines befreundeten Ehepaars meinte während der gemeinsamen Vollkornzeit nach dem Stuhlgang sogar stets: Müslikack - was schon die gesundheitlichen Probleme andeutet.

Ich weiß nicht woher Du die Information hast, dass Weißmehl eine neuzeitliche Erfindung ist. Siehe etwa EU.L.E.N-Spiegel 1/2001, S. 4: "Weißmehl: so alt wie das Brot"

Generell ist auch historisch festzustellen, dass Weißmehl ein Privileg der reichen Leute war.

Vollkorn führt zu einer schlechteren Verwertung von wesentlichen Nährstoffen. Ich zitiere:

"Dramatische Folgen hatte das für viele Kinder während des Zweiten Weltkrieges in Irland. Da Getreide knapp war, mahlte man ab 1940 ausschließlich noch Vollkornmehl. Als Folge stieg die Zahl der an Rachitis erkrankten Kleinkinder sprunghaft an. Ab 1943 konnte wieder weißes Mehl gemahlen werden. Damit sanken die Rachitisfälle ebenso schnell wie sie zuvor angestiegen waren."

Jeder der häufig nach Vollkorn über Blähungen klagt, sollte diese Probleme ernst nehmen und nicht auf bessere Zeiten hoffen. Eine Ernährung taugt nur dann etwas, wenn man dabei auch flexibel bleibt. Wenn ich 10 Stunden im Flugzeug sitze und dann nichts essen kann (mal abgesehen von dem möglicherweise ebenfalls nicht passenden Nahrungsangebot am Urlaubsort), weil sich diese Nahrung nicht mit meiner Vollkornernährung verträgt, dann taugt diese Ernährung nichts. Es ist besser bei solchen Symptomen noch rechtzeitig die Notbremse zu ziehen und nicht so lange zu warten wie ich es getan habe.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie Du zu Deiner Antwort kommst. In meinem Text stand doch, dass ich es 3 (!!!!) Jahre lang ganz ernsthaft versucht habe. Da kann man doch nicht mit Umstellungsphase kommen. Es hat auch nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Ich litt damals ganz schrecklich unter Migräne und vielen anderen Gesundheitsstörungen und versuchte einfach alles, um zu einem würdevolleren Leben zu kommen. Ich bin sogar in ein spezielles Kurheim gefahren, damit ich wirklich nichts falsch mache. Leider änderte sich meine Gesundheit durch mein Vollkornexpiriment von krank zu schwer krank.

Eine Umstellung auf eine Ernährung mit sehr vielen tierischen Produkten, praktisch frei von Stärke und sehr viel Fett heilte mich dann aber innerhalb kurzer Zeit. Es muss also alles an der für mich ungeeigneten Ernährung gelegen haben. Leider verschließen viele Vollkornbefürworter ihre Augen vor so etwas.

Dann noch eine Bemerkung zu natürlich und unnatürlich:

Der Mensch hat sich 2 Millionen Jahre lang fast ausschließlich von Großwild mit sehr viel Fett ernährt. Es gilt heute unter Anthropologen als ausgemacht, dass es ohne diese Ernährung keinen Menschen geben würde, dass das Gehirn des Menschen sich nicht hätte entwickeln können, dass nur diese Ernährung geeigent war, um das Wachstum des Gehirns anzuregen und mit den wachsenden Energieanforderungen (bei kleiner werdenden Verdauungsorganen) Schritt zu halten. Es gäbe kein menschliches Großhirn ohne die damalige Ernährung mit sehr viel tierischen Produkten und Fett. Auch wäre der enorme Zeitgewinn bei der Nahrungsbeschaffung, die sich günstig auf die soziale Entwicklung des Menschen ausgewirkt hat, ohne diese Fleischzeit nicht möglich gewesen. Man könnte auch sagen: Ein Ackerbau wäre ohne die 2 Millionen Jahre Jäger/Sammler-Zeit nie möglich geworden. Dies sind alles Fakten die mittlerweile niemand mehr ernsthaft bestreiten will. Ist sehr schön nachlesbar bei Ulrike Gonder: Fett!

Die Getreidekultur gibt es erst seit max. 10.000 Jahren, zu wenig Zeit für eine genetische Anpassung. Ich wundere mich immer, wie man heute noch Vollkorn als eine natürliche oder naturbelassene Nahrung bezeichnen kann, obwohl diese gar nicht Bestandteil der artgerechten Ernährung des Menschen sein kann.

Aber in einigen Ländern - wie z. B. USA - beginnt ja längst die Wende. Dort hat man längst erkannt, dass die Ernährungsempfehlungen der letzten Jahrzehnte (insbesondere zur Fettreduzierung) völlig falsch waren.

Viele Grüße

Peter

L:izal66


Einem Punkt möchte ich hier gerne wiedersprechen:

Ferner enthalten die meisten Getreidesorten Gluten (Krankheitsauslöser für Sprue/Zöliakie)

Gluten ist meines Wissens nach nicht der Auslöser für Zöliakie/Sprue.

Es wird von den Kranken zwar nicht vertragen, aber die Anlagen zu dieser Krankheit werden vererbt.

Meine Schwester ist Betroffene, Ernährungsberaterin und Buchautorin zu dem Thema.

Wenn man die Krankheit mit Getreide auslösen könnte, dann hätte sie das sicher mal erwähnt.

Ich kann sie aber gerne genauer befragen.

Ansonsten möchte ich mich in diese Fachdiskussion nicht einmischen, verfolge sie nur interessiert.

Ich verwende seit einiger Zeit auch kaum noch weisses Mehl. Vollkornprodukte (aber in Maßen, schon wg der Kalorien)

Bei der Umstellung hatte ich nur drei Wochen leichte Probleme mit der Verdauung. Inzwischen ist alles normal, obwohl ich auch weiterhin ab und zu Fabrikzucker (in kleinen Mengen) zu mir nehme.

pGeHter6x0


Dann müsste sie es besser wissen...

als etwa die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e. V.

[[http://www.dzg-online.de/]]

Textauszug:

"Zöliakie und Sprue sind zwei Bezeichnungen für ein und dieselbe Erkrankung: sie kann sich im Kindesalter manifestieren und wird dann Zöliakie genannt, kann aber auch erst im Erwachsenenalter auftreten, dann spricht man von Sprue.

Zöliakie/Sprue wirkt sich auf den Dünndarm aus. Die Erkrankung beruht auf einer Unverträglichkeit des Organismus gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das in den Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt.

Es erzeugt im Darm des Betroffenen eine Schädigung des Dünndarms: Normalerweise wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm in ihre Bestandteile aufgespalten und kann so vom Körper aufgenommen werden. Um dafür eine genügend große Oberfläche zu schaffen, ist der Darm mit vielen Fältchen, den so genannten Zotten, ausgekleidet. Bei der Zöliakie/Sprue führt die Zufuhr von Gluten zur Abflachung der Dünndarmschleimhaut und zum Abbau der Zotten. Bei andauernder Glutenbelastung ist der Oberflächenverlust so groß, daß nicht mehr genug Nahrungsbestandteile vom Körper aufgenommen werden können und Mangelerscheinungen auftreten.

Die Krankheit besteht nach heutigen Erkenntnissen ein Leben lang. Medikamente zur Besserung oder Heilung der Zöliakie gibt es nicht. Die Grundlage jeder Behandlung ist die Umstellung auf eine strikte glutenfreie Ernährung."

LOizma66


@Peter

... den Text verstehe ich aber nicht so, dass Gluten dir Krankheit verursacht.

Die Unverträglichkeit ist schon da und deshalb wirkt sich das Gluten dann so negativ aus.

Das bedeutet völligen Verzicht auf Gluten für die betroffenen Personen.

Würde Gluten aber die Krankheit auslösen, dann könnte ein völlig gesunder Mensch eines Tages eine Zöliakie/Sprue entwickeln, WEIL er zuviel Gluten isst.

Und genau das wage ich zu bezweifeln.

Allerdings kann ich gerne mal nachfragen, wenn ich sie erreiche.

Denn ich bin ja nicht die Fachfrau ;-)

Für o.g. Gesellschaft hat sie übrigens schon gearbeitet. :-)

pTeteSr6x0


@liza66

Ich denke wir meinen das Gleiche.

Die Krankheit mit der ich mich am Besten auskenne ist Migräne und da dominiert die Auslöser/Trigger-Argumentation.

Alle Migräneexperten sagen Sätze wie:

"Meiden Sie Ihre Auslöser. Wenn Sie z. B. Schokolade nicht vertragen und darauf mit einem Migräneanfall reagieren, dann sollten Sie Schokolade meiden."

Du würdest es anders formulieren:

"Schokolade löst keine Migräne aus. Stattdessen hatte diese Person bereits diese Empfindlichkeit auf einen Inhaltsstoff der Schokolade. Ein völlig gesunder Mensch kann keine Migräne bekommen, nur weil er Schokolade isst."

Unsere Unterschiede bestehen eigentlich eher darin, was wir unter einem "völlig gesunden Menschen" verstehen. Ich verstehe unter einem Menschen, der Gluten nicht verträgt, kein Gluten isst, und nicht krank ist, einen völlig gesunden Menschen.

Du dagegen bezeichnest diesen als krank, weil ein völlig gesunder Mensch Gluten vertragen müsste.

Dann könnte man auch fordern, dass ein völlig gesunder Mensch Tollkirschen reibungslos vertragen sollte.

Viele Grüße

Peter

MLartinHaz Albexrts


DANKE Peter!!!

Du hast mir meinen Seelenfrieden wiedegegeben. Ich dachte wirklich schon, ich spinne oder bilde mir das alles nur ein.

Weil - ich kann auch kein Vollkorn vertragen. Dabei war ich ein "toller" Gesundheitsapostel, habe mich vollwertig ernährt und ich wurde krank davon. Wirklich krank. Vor ca. 10 Jahren fing der Quatsch an und jetzt habe ich meine Ernährung erneut umgestellt und seither geht es mir wieder besser.

Während der Vollkornzeit war ich immer müde, schlapp, sehr empfindlich, teilweise aggressiv und ich hatte Migräne und ganz schlimmes Bauchweh. Blähungen und Verdauungstörungen.

Das ist ALLES besser geworden und zum größten Teil völlig verschwunden. Nach nur wWochen.

Fazit: Es gibt so viele Arten der gesunden Ernährung wie es Menschen gibt und jeder sollte jeden anderen und seine Ernährung akzeptieren, denn jeder einzelne weiß instinktiv, was am besten für ihn ist.

Herzliche Grüße, Martina

T-intxi22


Hallo Martina, Hallo Peter!

Weil - ich kann auch kein Vollkorn vertragen. Dabei war ich ein "toller" Gesundheitsapostel, habe mich vollwertig ernährt und ich wurde krank davon. Wirklich krank. Vor ca. 10 Jahren fing der Quatsch an und jetzt habe ich meine Ernährung erneut umgestellt und seither geht es mir wieder besser.

also mir geht es ähnlich, auch ich dachte vor einigen Jahren (4-5), ich könnte gesund leben und mein gewicht halten wenn ich mich mit vollkorn ernähre

ich hatte in dieser zeit häufig bauchschmerzen (blähungen,blähbauch und verstopfung, häufig durchfall) und war allgemein sehr sensibel, in geglicher beziehung und allgemein häufig krank

Während der Vollkornzeit war ich immer müde, schlapp, sehr empfindlich, teilweise aggressiv und ich hatte Migräne und ganz schlimmes Bauchweh. Blähungen und Verdauungstörungen

wahnsinn, dass das alles mit der ernährung zusammen hängen kann, kann ich mir gar nicht richtig vorstellen

ich war und bin auch sehr empfindlich....vielleicht hängt dies wirklich mit den "giften der körnerschalen" zusammen ???

ich bin oft so ein richtiges "nerverl"

mir ging es ähnlich, ich konnte jedoch die magen- darmprobleme nicht direkt mit der ernährung in verbindung brigen und kann es auch heute nicht, es ist jedoch eine starke vermutung

Das ist ALLES besser geworden und zum größten Teil völlig verschwunden. Nach nur wWochen.

wie lange hat es gedauert

ich esse erst seit ein paar tagen kaum noch vollkorn

merke noch keine besserung, verständlicherweise

Fazit: Es gibt so viele Arten der gesunden Ernährung wie es Menschen gibt und jeder sollte jeden anderen und seine Ernährung akzeptieren, denn jeder einzelne weiß instinktiv, was am besten für ihn ist.

so ist es

ich dachte umso mehr vollkorn, umso besser.....total fanatisch

weißbrot habe ich gemieden, total....

hoffe mal das es sich bei mir auch bessert

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