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Ich bin süssigkeitensüchtig

BLus_taUGixrl hat die Diskussion gestartet


Wenn ich morgens aufstehe könnte ich schon die leckeren Schokobongs essen ich esse wirklich viel süsses und kann damit einfach nicht aufhörne (nur wenn nichts mehr da ist ;-)

Ich wiege 55 Kilo und habe eine Körpergröße von 1,60 also So schlimm auf meine Figur hazt es sich noch nicht gemacht nur es dauert bestimmt nicht mehr lange wenn ich so weiter mache..Wie kann ich meine SUCHT in den Griff bekommen.. ??? ?

Antworten
lpena6x7


Es ist doch eigentlich ganz einfach, Du mußt aufhören, Schokolade und alle anderen Süßigkeiten zu essen, und zwar ganz und gar. Du hat das ganz richtig erkannt, das ist eine Sucht und damit ist nicht zu spaßen.

Versuch es. Iß stattdessen etwas anderes, und weil Dein Körper ja nach konzentrierter Nahrung verlangt, versuch es mit Käsestückchen, Nüssen, Wurst (falls Dir die suspekt ist, weil man nicht so weiß, was drin ist, geht in den Bioladen), Quark, Fleisch und Fisch natürlich, aber Du brauchst ja eher was zum Knabbern...versuch es, wenn Du eine Zeitlang "abstinent" warst, wirst Du die Schokolade nicht mehr vermissen, ich weiß das!

Was ißt Du denn sonst so? Sorgst Du für Dich selbst oder gibts Eltern?

Was Dich an der Schokolade so süchtig macht, ist der Zucker, die Kohlenhydrate. Iß keinen Zucker mehr. Und wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, solltest Du auch die anderen Kohlenhydrate erst einmal verbannen, also kein Brot, keine Nudeln, keine Kartoffeln und guck Dir an, was in Fertigprodukten drin ist, oft ist da Zucker drin, lass die Finger davon, sei am Anfang ruhig ein bißchen pingelig damit, auch wenn andere das albern finden, es ist für Dich.

Jetzt sag nicht, das geht nicht, das geht.

Es kann gut sein, daß allein durch so eine Ernährungsumstellung sich alles wieder regelt, Du satt wirst, wieder unterscheiden kannst zwischen satt und hungrig, usw. usf.

Beschäftige Dich mit kohlenhydratarmer Ernährung, lies dazu ein paar Bücher.

Nimm das ernst, ich hab mich als Teenager mit Schokolade in eine Bulimie hineingefressen, das ist kein Spaß. Auch du hättest dafür gute Vorraussetzungen, denn Du bist nicht zu dick, hast aber Angst es zu werden.

Ich halte Dich für etwa 16 oder so, das ist ein guter Zeitpunkt, um Verantwortung für die eigene Ernährung zu übernehmen.

Ich würde zu allererst praktisch vorgehen, d.h. ersetze die Schokolade durch andere, konzentrierte, kohlenhydratarme Nahrungsmittel, und Du wirst sehen, Du wirst die Sucht los.

Es gibt auch Bücher über Zuckersucht, vielleicht suchst Du mal ein bißchen im Internet, ich hab das im Moment nicht so parat, was in Deiner Situation das beste wäre, und es ist auch immer gut, selber zu suchen. Aber ich würde mich auch an Deiner Stelle im Moment nicht mit der "Sucht" befassen, sondern mit dem Gegenteil...was kann das Essen sein, daß ich eigentlich suche. Und nochmal, Du mußt da konsequent sein, z.B. auch nicht so etwas essen, was als "gesunde Frühstückscerealien" verkauft wird...das ist kein gutes Essen, es gab einen Versuch, da wurde Ratten so eine Schachtel "Cinimini" oder "Smacks" oder was auch immer gegeben...die Ratten fraßen die Schachtel, die "so gesunden Flocken" ließen sie liegen.

Versuchs, sei konsequent und schreib, wies Dir geht.

LG

Lena

lYenax67


Ach, und nochwas...versuch doch mal, den Tag mit etwas richtigem zu beginnen, auch wenns Dir erstmal anstrengend vorkommt - ich denke da z.B. an Rührei, drei Eier verrühren und in Butter braten, vielleicht dazu ein bißchen Kräuter, Parmesan oder Speck, wenn Du das magst. Das geht schnell.

Fühlt sich für Dich vielleicht zunächst absurd an, weil Du ja glaubst, Du brauchst etwas süßes, aber probiers aus.

LG

Elisabeth

d-unkelfralkxe


das ist das eine

und ich wuerde ausserdem noch empfehlen, zusaetzlich chrom zu nehmen. suesses zieht chrom aus dem koerper, und bei chrommangel bekommt man erst recht hunger auf suesses.

LPenex81


HI,

als Ersatz für Schokolade ess doch einfach mal Obst, zb. Melone, Mango, Papaya oder vieles mehr.. es schmeckt süß und verringert das Verlangen nach Süßem. Ich weiss wo von ich spreche und ich kann dich auch verstehen. Es gab Zeiten, da hab ich auch viel Süßes gegessen und ich esse immer noch gerne Süßes, aber eben in Maßen und sehr bewusst :-) Als Ersatz nehm ich dann eben Obst, das hilft mir sehr gut, und gerade jetzt im Sommer erfrischt es auch noch schön. Also versuch es doch einfach mal!

Viele Grüße

Lene

nJienjBa


Lena67

Es ist doch eigentlich ganz einfach, Du mußt aufhören, Schokolade und alle anderen Süßigkeiten zu essen,...

.

Guter Witz. Ha ha ha. Wenn es so einfach ist, warum sind dann sooo viele Menschen teilweise über zig Jahre freß-/zuckersüchtig... und bekommen die Sucht nicht in den Griff?

Unter anderem, weil sich eine Sucht eben nicht so einfach beherrschen läßt... sonst wäre es keine.

Ich weiß übrigens auch aus eigener Erfahrung, was Zuckersucht ist. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Ansonsten stimm ich Dir zu.

lUen~ad67


@ ninja

Du weißt ja, wie ichs gemeint habe - oder? Eben weil ich genauso gut wie Du weiß, daß es nicht einfach ist, gehts nur einfach - weg damit, das ist nichts zum Essen - anders gings, zumindest bei mir nicht, und für einen neuerlichen Versuch (ab und zu ein bißchen Schokolade, sie ist ja so gesund) hätt ich weder Lust noch Lebenszeit und auch null Bedürfnis.

Und ich glaub schon, daß die Zuckersucht eine ist, die sich sehr leicht verselbständigt, das heißt, der auslösenden Faktor, das Problem, gegen das vielleicht mal angegessen wurde, ist gar nicht mehr da oder ließe sich mittlerweilen viel besser und anders bearbeiten, aber solange der Zucker da ist, hält sich die Person selbst für süchtig und ist es, zumindest auf körperlicher Ebene auch. Das Essen kann man sich nicht ganz und gar abgewöhnen, das ist ja das Drama dieser Sucht - den Zucker schon.

LG

Lena

IksabeJllex86


NICHT SO DRAMATISIEREN BITTE!!!

Mmmhh... ich ess auch gern mal n Stück Schokolade.. genauso gut komm ich aber auch 3 Wochen ohne aus wenn mal nichts da ist oder so..

Kann man die Lust auf Süsses wirklich als (Zucker) SUCHT bezeichnen ???

Das hört sich so nach einem Krankheitsbild an, aber eigentlich ist es doch harmlos (es sei denn man nimmt davon übermässig zu)...

Ich würd das nicht SO ernst sehen irgendwie...

Ich hab mal ne BBC Reportage gesehen wo u.ä. erklärt wurde dass die "Sucht nach Zucker" beim Menschen in den Genen liegt, angeboren ist und schon Neugeborene diese "Sucht" haben... das liegt in der Natur des Menschen....

lUenxa67


Nun, wenn BustaGirl bloß ab und an gerne eine Stückchen Schokolade essen würde, hätte sie hier nicht geschrieben "Hilfe, ich bin Süßigkeitensüchtig". Ebenso schreibt sie, daß sie Angst hat, zuzunehmen. Das ist etwas anderes als "Lust auf Süß".

Krankheitsbild? Naja, viele werden vom Zucker wirklich physisch krank. Und ohne dann wieder gesund. Kohlenhydrate wie Zucker lösen im Körper nun einmal eine stark erhöhte Insulinausschüttung aus, und der Körper braucht dann alle möglichen Tricks, um das wieder auszugleichen, dick werden ist nur das eine, bei manchen Menschen kommt es auch zu hormonellen Verschiebungen, usw. usf.

Wenn Du zu den Glücklichen gehörst, die das nicht betrifft, dann ist es doch gut.

Aber wenn jemand schreibt HILFE, dann find ichs geradezu zynisch zu sagen:" Wieso, iß doch, ich hab damit kein Problem, ab und zu, ist doch lecker". Denn dann wird sie einfach denken, es sei IHR PROBLEM, sie sei einfach gestört und willensschwach.

Und das stimmt einfach so nicht, sie ist nicht das Problem, sondern der Zucker, an den ihr Körper nicht natürlicherweise angepaßt ist - denn dieser Zucker in Reinform kommt doch in der Natur überhaupt nicht vor.

LG

Lena

p=etHer60


Eine gute Beschreibung wie Zuckersucht funktioniert kann man z. B. in:

Ilke Jochims: Zucker und Bulimie

nachlesen.

Wie Lena67 schon geschrieben hat: Damit ist wirklich nicht zu spaßen. Die Auswirkungen über Insulin und Serotonin sind gewaltig.

Außerdem gibt es ein weiteres Problem: Zucker produziert Stress. Und das funktioniert so:

Bei sehr vielen Menschen mit funktionierender Bauchspeicheldrüse wird nach einer Zucker-reichen Mahlzeit viel Insulin ausgeschüttet. In der Regel ist diese Reaktion überschießend (hat etwas mit dem glykämischen Index der Nahrung zu tun). Durch die überschiedende Reaktion entsteht danach eine Unterzuckerung (Hypoglykämie). Eine Unterzuckerung ist für das Gehirn eine bedrohliche Situation. Die dafür zuständige Schaltstelle (Hypothalamus) reagiert darauf mit einer umfassenden körperlichen Aktivierung via Sympathicus-System: Es wird Adrenalin ausgeschüttet, in der Folge weitere Stresshormone wie Cortisol, um Zucker aus den sog. Glykogen-Speichern zu mobilisieren, usw.. Bei dieser Reaktion versetzt sich also der Körper selbst in einen Stresszustand, obwohl von außen kein Grund anliegt. Psychisch erlebt der Betroffene dies ebenso, beispielsweise können in einer solchen Situation sogar Panikattacken (nicht auf Grund irgendwelcher Erlebnisse sondern als direkte Folge der Unterzuckerung und der körperlichen Stressreaktion) ausgelöst werden.

Auf Grund der unangenehmen Gefühle durch Unterzuckerung, Abfall des Serotonin-Spiegels und der körperlichen Stressreaktion greift der/die Betroffene in der Regel sofort wieder zu irgendwelchen Süßigkeiten, und damit haben wir alle Voraussetzungen für eine klassische Sucht:

Süßigkeiten --> Unterzuckerung/Abfall des Serotonin-Spiegels --> körperliche Stressreaktion --> Angst, Panik, Unruhe, depressive Verstimmung, Müdigkeit --> neue Süßigkeiten usw.

Viele Grüße

Peter

I$sapbe(lle8x6


Mmmhh.. kann gut sein, muss aber ja nicht bei jedem Menschen so sein!!!

Wenn man viel komplexe Kohlenhydrate isst gelangt der Zucker ja nur nach und nach in den Blutkreislauf und das Defizit etc entsteht nicht, man ist auch länger satt (merk ICH zum Beispiel wenn ich morgen Schwarzbrot mit Käse oder Schinken esse)...

Aber mal was Anderes:

Wenn man KEINE Kohlenhydrate in der Form mehr ist, entsteht da nicht genau das SELBE als wenn man zu viel isst, man ist auch "unterzuckert" und bekommt Heisshunger, logisch irgendwie!

Und wie gesagt ich kann nur von MIR ausgehen, ich hab da keine Probleme und esse das worauf ich Lust hab WANN und WO ich will ;-D

Mag natürlich sein dass es anderen GARNICHT so geht, das sollte jetzt kein Massstab sein!!!

Trotzdem glaub ich an eine wirkliche psychische SUCHT nicht!!!

Eine physische im gewissen Masse vielleicht (klang ja plausibel was du da erklärt hast) und DANN kann es ja sein dass man sich davon so verrückt mahcen lässt dass es ausser Kontrolle gerät, möglicherweise... :-/

nvinjxa


Isabelle86

Du hast es absolut erfaßt: Es muß nicht bei jedem so sein... doch es gibt sehr, sehr viele, denen es so ergeht. Punkt.

lQenag6x7


@isabelle

Zitat Isabelle:

"Wenn man KEINE Kohlenhydrate in der Form mehr ist, entsteht da nicht genau das SELBE als wenn man zu viel isst, man ist auch "unterzuckert" und bekommt Heisshunger, logisch irgendwie!"

Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist ja für Deinen Körper extrem wichtig, (sonst würde ja bei Unterzuckerung nicht so panisch reagiert werden). Gerade deshalb aber kann der Körper seinen normalen Blutzuckerspiegel, eben gerade ohne irgendwelche KH-Zufuhr von außen, sehr wohl "selbstständig" aufrecht erhalten.

Ich zitier mal was aus einem Bio-Chemie Buch für Medizin- Studenten, d.h. nicht aus dem Werke irgendeines Diät- Propagandisten, sondern ein allgemeines Lehrbuch:

"Von den drei großen Gruppen der organischen Moleküle - Kohlenhydrate, Lipide und Proteine - sind die Kohlenhydrate für unseren Organismus so wichtig, dass der Organismus nicht warten kann, bis sie mit der Nahrung aufgenommen werden, es ist für ihn deshalb notwendig, sei selber herstellen zu können.

Es gibt für den Menschen keine essenziellen Kohlenhydrate."

Horn, Biochemie des Menschen, Thieme Verlag 2003

Der Körper kann Glucose nur schlecht, bzw. wenig speichern, er braucht sie aber so dringend, daß er sich in diesem Fall besser auf sich selbst verläßt. Er kann sich seine Glucose / Zucker selbst herstellen, das muß nicht zugeführt werden. Der Körper kann Glucose entweder aus Eiweiß herstellen (sog. Eiweißverzuckerung) oder er kann Glucose durch die beim Fettabbau bzw. Fettverbrennung entstehenden Ketone ersetzen. Das funktioniert aber wiederum nur bei niedrigem Insulinspiegel, wenn der Insulinspiegel hoch ist, kann z.B. kein Fett abgebaut werden - sonst würde der Körper seinen Heißhunger selber aus sich stillen können, das Fiese ist, das geht nicht, das behindert sich gegenseitig, der Mensch wird panisch.

Und durch Kohlenhydratreduktion beim Essen hilfst Du dem Körper, zu den "Selbstversorgerwegen" bei der Kohlenhydratherstellung bzw. -ersetzung zurückzufinden und Du vermeidest eben die hohen Schwankungen, die durch die auf Kohlenhydratzufuhr von außen folgende erhöhte Insulinausschüttung ausgelöst werden. Ohne Schwankungen keine Unterzuckerung und kein Heißhunger.

Damits kein Mißverständnis gibt: eine leichte Insulinausschüttung gibts bei jeder Nahrungszufuhr, aber damit funktioniert der Körper. Nur an diese hohe Kohlenhydratzufuhr ist er halt nach Meinung vieler nicht angepaßt, reagiert darauf mit hoher Insulinausschüttung und später Unterzuckerung, Heißhunger.

Wenn sich der Körper nach einer Weile ohne oder mit sehr wenig Kohlenhydraten wirklich auf "Selbstversorgung" umgestellt hat, ist das übrigens ein sehr schönes, freies und sattes Gefühl der Unabhängigkeit.

Ich finde Heißhunger ein spannendes Thema. Der Körper muß sich wirklich extrem bedroht fühlen, daß er dieses Hungergefühl kreiert und damit aus einem normalen Menschen einen Idioten macht, der nachts um drei durch die halbe Stadt fährt um Schokolade oder Brötchen zu finden oder Schlimmeres tut. Das ist ja gerade mit den Streßhormonen prima erklärt worden.

Ich bin zu Suchtzeiten nachts ins Schlafzimmer meiner Eltern gedrungen und hab da Schokoladendepots leergeräumt, die mein Vater perverserweise immer wieder wortlos nachgefüllt hat. Das war nicht einfach "Lust auf Süßes"...

LG

Lena

I)sabelcle8x6


So wie du es beschreibst hört es sich wirklich extrem an, aber wie gesagt, mag sein dass es einigen Menschen so geht, normal ist es aber nicht!

ICH weiss auch was Heisshunger ist, hab ich aber TOTAL selten weil ich immer esse wenn ich Hunger hab, aufhöre wenn ich satt bin und auch esse was und so viel ich will. Ich denke das kommt daher, weil ich mir nie Gedanken darüber machen musste ob ich zu viel oder das Falsche esse, ich denke ich nehme automatisch die richtige Menge und Zusammenstellung zu mir und so sollte es auch sein!

Ich find es andererseits aber interessant diese Theorien zu hören, scheint ja wirklich ein Problem für Einige zu sein...

Hab auch schon oft von Übergewichtigen etc gehört die nachts aufstehen, an den Kühlschrank gehen und dies oder jenes verdrücken!

Find ich lustig, denn ICH persönlich hab nachts nur ein Bedürfnis: schlafen!!!

Zudem hab ich gemerkt dass ich gegen Abend hin eh weniger Hunger hab also ess ich auch nichts, bin mehr so der "Morgenesser" der ordentlich frühstückt und damit fahr ich ganz gut eigentlich..

Zu der Kohlenhydratgeschichte:

Ich kann mir vorstellen dass es dem Körper nicht so gut gefällt wenn ihm auf einmal der Kohlenhydrathahn abgestellt wird und er darauf genauso reagiert wie bei einer Fastenkur: Sparflamme!!

Wie gesagt wird er ja praktisch dazu GEZWUNGEN sich den notwendigen Zucker selbst zu beschaffen, aber ist das denn natürlich? Ich würd sagen NEIN wenn ein Körper 20 oder 30 Jahre lang immer mit Kohlenhydraten versorgt wurde...

Zudem bedeutet dies ja auch man muss dies ein Leben lang beibehalten, denn WAS würde passieren wenn der Körper der bereits darauf eingestellt ist seinen Zucker aus Fetten und Eiweissen selbst herzustellen plötzlich zusätzlich von aussen wieder Kohlenhydrate zugeführt bekommt?? Ein DISASTER!!!!:-o

Und wenn man sich Dinge strikt verbietet (in dem Fall ja Fabrikzucker, Schokolade etc) bekommt erst Recht Lust darauf, Rückfälle sind doch früher oder später vorprammiert, allein der Gedanke daran NIE wieder ne halbe Tafel Schokolade auf einmal essen zu dürfen, also ICH könnte mir so einen Verzicht nicht vorstellen :-/

l-enxa67


@ isabelle86

**Zu der Kohlenhydratgeschichte:

Ich kann mir vorstellen dass es dem Körper nicht so gut gefällt wenn ihm auf einmal der Kohlenhydrathahn abgestellt wird und er darauf genauso reagiert wie bei einer Fastenkur: Sparflamme!!

Wie gesagt wird er ja praktisch dazu GEZWUNGEN sich den notwendigen Zucker selbst zu beschaffen, aber ist das denn natürlich? Ich würd sagen NEIN wenn ein Körper 20 oder 30 Jahre lang immer mit Kohlenhydraten versorgt wurde...

Zudem bedeutet dies ja auch man muss dies ein Leben lang beibehalten, denn WAS würde passieren wenn der Körper der bereits darauf eingestellt ist seinen Zucker aus Fetten und Eiweissen selbst herzustellen plötzlich zusätzlich von aussen wieder Kohlenhydrate zugeführt bekommt??**

Zu der Kohlenhydratgeschichte:

Erstmal: Der Körper bekommt ja sehr wohl weiterhin Kohlenhydrate, z.B. aus Obst und Gemüse und Milchprodukten und kann sie auch verwerten - er bekommt halt nur noch eine Menge, an die er angepaßt ist, es gibt da sowas wie ne Obergrenze, das findet man irgendwie raus. Beide Stoffwechselwege finden weiterhin statt. Ich hab das ja nur so nach Schema erklärt, damit das Prinzip klar wird. Und auch im Körper einer Person, die Kohlenhydrate ißt, wird Eiweiß verzuckert, nämlich nachts, wenn die letzte Mahlzeit verdaut ist. Aber dazu komm ich nochmal. Nur gerade das, was Du da befürchtest, nämlich die Sparflamme findet bei "kohlenhydratarm (wie gesagt, ich hab nicht frei gesagt, das ist eh unrealistisch, sogar Fleisch enhält eine geringe Menge einer Art von Kohlenhydraten)" nicht statt, ganz im Gegenteil.

Das, was der Körper da selbst produziert, ist eine Art Superkraftstoff.

aber ist das denn natürlich?

Es ist sogar sehr natürlich. Bis zur Einführung des Ackerbaus, und das ist menschheitsgeschichtlich gesehen noch nicht so lange her, als daß sich der menschliche Körper daran wirklich hätte anpassen können, hat sich die Menschheit prinzipiell so ernährt und entwickelt.

Viele Naturvölker haben sich ganz genauso ernährt, und kannten dabei keine Zivilisationskrankheiten.

Hältst Du die ganzen Zivilisationskrankheiten für natürlich?

Ich würd sagen NEIN wenn ein Körper 20 oder 30 Jahre lang immer mit Kohlenhydraten versorgt wurde...

Viele Menschen sind eben genau in diesen zwanzig oder 30 Jahren krank geworden und werden gesund, wenn sie sich umstellen.

Und wenn man sich Dinge strikt verbietet (in dem Fall ja Fabrikzucker, Schokolade etc) bekommt erst Recht Lust darauf, Rückfälle sind doch früher oder später vorprammiert, allein der Gedanke daran NIE wieder ne halbe Tafel Schokolade auf einmal essen zu dürfen, also ICH könnte mir so einen Verzicht nicht vorstellen

Du mußt Dir ja auch so einen Verzicht nicht vorstellen. Zu der Frage "erst Recht Lust" - ein wirklich klares NEIN. Obwohl ich über so ein NIE WIEDER noch nie nachgedacht habe, denn davon braucht ja nicht die Rede sein, auch da ganz im Gegenteil, denn irgendwann ißt man schon mal ein Stück Schokolade oder so, und kann das plötzlich locker wegstecken, der Körper wird da viel toleranter, das Problem ist einfach verschwunden, aber das Bedürfnis ist eben auch verschwunden.

Ich geb aber gerne zu, daß das eine gewisse Konsequenz erfordert, auf lange Sicht (also nach einer gewissen Anfangseuphorie) ein paar Jahre dauern kann, während derer man wahrscheinlich nur durchhält, wenns einen gewissen Leidensdruck gibt, das heißt, wenn das vorher, "die normale gesunde Mischkost" eben aus irgendeinem Grund gar nicht ging. Ich mach das ja so rund acht Jahre, und lange lange Zeit hab ich mir immer mal sowas wie einen Brötchentag genommen, das war schrecklich, weil ich das meistens auch noch gemacht habe, wenn es mir eh nicht gut ging. Das ist jetzt aber auch seit einer ganzen Weile over, es war eh eher eine Strafe, und ab und zu eß ich mal nen Brot, vor allem in Gesellschaft, oder nen paar Nudeln, wenn halt jemand das gekocht hat, und ich brauch keine Angst mehr haben, daß ich mich danach irgendwie nicht mehr im Griff habe.

Weißt Du, ich lerne das ja alles sozusagen erst im Nachhinein. Ich hab mit viel "try and error" rausgefunden, daß es mir ohne Kohlenhydrate viel viel besser geht, in jeder Hinsicht.

Ich hatte auch selbst immer ein bißchen Angst, ob das denn tatsächlich so gesund ist, aber andererseits kams mir irgendwann so natürlich vor, daß ich da nicht groß drüber nachgedacht hab.

Erst seit kurzem befaß ich mich mit dem Für und Wider und stelle fest, daß mir das "Für" mehr einleutet - klar natürlich, wenns eigene Erfahrungen bestätigt.

Vielleicht einfach noch ein Beispiel, ganz frische angelesene Erkenntnis von mir.

Ich war vor/in der Pubertät magersüchtig, dann hatte ich Bulimie. Lange Zeit hatte ich überhaupt keinen Busen, und dann wuchs der irgendwie über Nacht, keine Ahnung, kann mich nicht erinnern. Aber: eigentlich hatte ich fast von Anfang an seitlich am Busen sowas wie Schwangerschaftsstreifen, und so richtig scharf fand ich meine Brüste nie.

Und nun? Das hat sich, ich bin jetzt 36, in den letzten zwei Jahren ganz entschieden geändert. Der Busen ist fester, die komischen Streifen sind weg, und warts ab, bald besteh ich den "Bleistifttest" - wer hätte das gedacht?

Vorgestern hat mir ein schlaues Buch erklärt, warum das wohl so sein könnte:

Der Körper kennt so etwas wie ein "Eiweißopfer". Wenn Du Deine letzte, kohlenhydrathaltige Mahlrzeit so gegen 22:00 abends einnimmst, hat der Körper die Glucose, die da drin ist, nach drei vier Stunden verbraucht. Das Gehirn braucht aber pro Stunde eine gewisse Menge Zucker, kann aber, WENN ES DARIN GEÜBT IST, einen doch recht großen Teil durch die vorhin schon mal erwähnten Ketone (Fettabbau) ersetzen.

Also, die Mahlzeit ist verbraucht. Bei normal ernährten passiert nun Nacht für Nacht folgendes: Der Körper holt sich Eiweiß, daß er zu der gewünschten Glucose verzuckern kann, aus der Muskel- und Bindegewebsmasse - und zwar, und da hab ich geschlackert, einer Masse von 549 g entsprechend. Und wenn soviel Eiweiß aus dem Gewebe verzuckert wird, wird die Haut schwach, und ganz besonders, wenn sie gleichzeitig noch irgendwie wächst.

Wenn allerdings der Stoffwechsel gelernt hat, und dafür reicht die kurze Nachtperiode nicht aus, von Fett zu leben, und das Gehirn gelernt hat, einen Teil der benötigten Glucose durch Ketokörper zu ersetzen, dann bleibt das Gewebe unbeschädigt, die Eiweißverzuckerung muß nicht stattfinden.

Diese Erfahrung machen wirklich viele, die sich kohlenhydratarm ernähren: Der Körper wird ganz ohne Sport fester und knackiger, irgendwelche Bindegewebsschwächen lösen sich in Wohlgefallen auf usw. usf. Aber nicht von heut auf morgen.

Jetzt sagst Du sicher, Schwangerschaftsstreifen hab ich auch nicht, und mein Busen ist auch prima. Aber ich schließe auch aus Isabelle 86 daß Du man gerade 18 Jahre alt bist, da sollte das ja auch normalerweise so sein, ich bin doppelt so alt, und bei mir ist es erst jetzt so ;-)

LG

Lena

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