Wenn Mütter ihre Kinder mit harten Worten verletzen

Hallo, was haltet ihr davon wenn eine Mutter zu ihrem eigenen Kind sagt,dass sie sich wünscht,sie hätte es nicht auf die Welt gebracht!? Ist dies verzeihbar,weil es in einem "Streit"-besser gesagt (...)   >>>

C>andexlaa   02.10.09  18:41

Ich hab null Selbstbewußtsein,fühle mich ständig minderwertig/wertlos..

das musst du nicht und das bist du nicht.

du hast halt nur die Wörter deine Mutter zu Herzen genommen, aber selbst wenn sie deine Mutter war? Was ist sie denn? Wer hat ihr Recht gegeben dir sowas zu sagen? Warscheinlich hat sie selbst ein Problem gehabt und konnte mit dem nicht umgehen :°_

R9omHanxa40

@ redblue

und dabei war ich im ersten moment erstmal stolz auf mich das ich anders reagiert habe als sonst.

Ganz ehrlich, das kannst Du auch sein. Du bist im Recht. Sie ist dran. Und wenn sie sich nie mehr meldet und sich entschuldigt, dann eben nie mehr. Das mag hart klingen, aber wenn Du ihr jetzt wieder hinterher kriechst, wirst Du es anschließend bereuen.

Deine Reaktion war richtig!

M+oll^ienchxen

Anscheinend bin ich einige der wenigen Ausnahmen hier. Denn ich hatte, obwohl ich schon von Kindheit an schwerkrank bin, die schönste Kindheit, die man sich vorstellen kann. Dazu Eltern zu denen ich immer und auch noch heute mit meinen Problemen und Sorgen kommen kann. Klar gab es auch mal Streit, aber keinerlei verletzende Worte!

Bei meiner Frau sind Sachen passiert, die ich im Nachhinein versucht habe zu korrigieren. Als ich am Anfang unserer Beziehung für Sie gekocht hatte, fragte Sie mich irgendwann, ob Sie wirklich aufessen müsse, da sich nicht mehr könne? Erst verstand ich die Frage gar nicht. Aber dann erzählte Sie mir, dass Sie immer aufessen musste. Einmal sogar bis zum Erbrechen! Natürlich musste Sie das nicht!

Oder Sie hat mal im Urlaub statt Diesel, Super Plus getankt und hatte wahsinnige Angst vor einem riesen Anschiss (wie es wohl früher gewesen wäre)! Stattdessen habe ich Sie in den Arm genommen und getröstet und Ihr gesagt, dass das jedem einmal passieren könne und ich Ihr dewegen bestimmt nicht den Kopf abreissen werde. Heute können wir schon drüber lachen.

Oder Sie hatte in meinen Wagen eine Beule reingefahren, da Sie einen Pfeiler übersehen hatte. Auch dort hatte Sie große Angst. Aber ich habe Sie auch dort nur in den Arm genommen und gesagt, dass man ein Auto reparieren kann und es viel schlimmer gewesen wäre, wenn Ihr etwas passiert wäre!

Manchmal erzählt Sie Sachen aus Ihrer Kindheit oder Jungend, die sich bei Ihr negativ eingeprägt haben. Aber ich liebe Sie viel zu sehr, um mich über solche Lapalien zu ärgern oder Ihr böse zu sein.

GSarou]78

:)_ was uns nicht umbringt macht uns stärker.

Ich hoffe mal, dass es das nicht tut...

Im übrigen weiß keiner was von meiner Kindheit im persönlichen Umfeld, außer der Partner. Wie ist es mit euch, könnt ihr einfach darüber reden?

Also mit anderen, Freunden?

Nein. Bei mir weiß es gar keiner.

Und sie hat mal gesagt, ich wäre schlimmer als Hitler.

Übrigens hat sie das gesagt, WEIL sie wusste, dass mich das Thema 2. Weltkrieg und die Gräueltaten damals sehr beschäftigt hat und ich das ganz, ganz furchtbar fand und finde (gut, wie vermutlich jeder, aber bei mir war das ECHT heftig zu der Zeit und ist es immernoch).

Ich würde ja gern glauben, dass einen sowas härter macht, aber mich hat es tief im Kern verunsichert und ich werde wohl niemals normal sein und normale Beziehungen knüpfen, außer, ich mache irgendwann eine Therapie. Aber noch ist mir das nicht zu lange her. Ich kann das noch nicht aufwärmen.

Verabschiede mich an dieser Stelle auch erstmal *:) !

Naico?_RcobiFn

Danke Romana @:)

Klar hatte sie ihre einigen Probleme,hilft mir aber aus heutiger Sicht nicht viel..

Schnecke,danke eigentlich wollte ich das Buch kaufen..

WXalgt-rauat1K9x33

Mutter- dieses Wort ist ja schon mit Attributen behaftet, die wunderschön sind und für alle gelten sollten: liebevoll, fürsorglich, bedingungslos liebend...

Ich hatte auch keine Mutter im Sinne der o.a. Dinge. Nein, im Gegenteil.

Als ich 12 Jahre alt war, heulte sie sich bei ihrer Freundin aus und ich lauschte bei dem Gespräch: sie hatte mich

abtreiben wollen und ich blieb "kleben".

Meine Mutter hat mich geopfert und missbrauchen lassen, sie stand daneben und hat nichts getan.

ICH sage mir heute noch oft: ich wünschte, ich wäre nie geboren. Oft aber seltener.

Selbst wenn Kinder provozieren und zur Weißglut treiben, so muss ich mich als Mutter unter Kontrolle haben.

Ich kann gesagt Worte nicht zurüchnehmen und weiß aus eigener Erfahrung, das Worte des Menschen, den

man selber liebt und Ur-Vertrauen entgegenbringt, wie schmerzhaft das ist.

Und deswegen kann ein im Groll gesagter Satz, den Rest des Lebens vergiften.

D$eep%rivxer

Selbst wenn Kinder provozieren und zur Weißglut treiben, so muss ich mich als Mutter unter Kontrolle haben.

Ich kann gesagt Worte nicht zurüchnehmen und weiß aus eigener Erfahrung, das Worte des Menschen, den

man selber liebt und Ur-Vertrauen entgegenbringt, wie schmerzhaft das ist.

Und deswegen kann ein im Groll gesagter Satz, den Rest des Lebens vergiften.

Ganz genau!

Ich könnte regelmäßig ausflippen, wenn ich sowas höre! Selbst, wenn ich noch so sauer bin und meine Tochter grade gegen die Wand klatschen könnte, hab ich sie gleichzeitig doch immer noch lieb, komme, was wolle?! Gut – ich bin da etwas blauäugig (trotz grüner Augen) und verstehe im Allgemeinen nicht, wie man Menschen, die man liebt, bewusst verletzen kann.

Vom Vater her kenne ich sowas, ja, von meinem mir gegenüber und von meinem Ex unserer Tochter gegenüber – aber gerade zwischen Mutter und Tochter sollte meiner Meinung nach eine bedingungslose Liebe herrschen.

Und meine Tochter war nicht geplant und kam zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt – und ich hatte recht früh für mich festgelegt, dass ich keine Kinder will. Soll heißen, es kommen viele Punkte zusammen, die eine schlechte Mutter-Kind-Bindung stützen würden und dennoch ist sie mein Ein und Alles.

Man kann und darf ruhig mal sauer sein oder seinen Unmut ausdrücken, aber gerade dem eigenen Kind gegenüber schwingt doch trotzdem immer die Liebe im Hintergrund mit und sollte so vernichtenden Aussagen vorbeugen bzw. das Denken an solche Aussagen generell verhindern, sofern da nicht eine gewisse Persönlichkeitsstörung vorliegt. Zumindest ich empfinde das so – ich hab auch schon geschrien, selten, aber kam vor – aber im selben Atemzug folgt immer ein "Ich hab Dich trotzdem lieb, auch wenn ich grad stinksauer auf Dich bin!". Mal ganz abgesehen davon, wie prägend das ist, darauf will ich jetzt gar nicht erst eingehen, sonst höre ich nicht mehr auf, zu schreiben.

Ich empfinde da eigentlich eher das Gegenteil, irgendwie. Meine Tochter hatte es aber auch voll raus. Da war ich gerade so richtig schön in Fahrt und dann kommt ein Gesichtsausdruck oder Gegenargument, was mich dermaßen zum Lachen bringt, dass die Wut gleich verfliegt ;-)

Ich frage mich immer, ob es generell an Unmut dem Kind gegenüberliegt, oder ob im Leben etwas schief gelaufen ist und der Zorn auf das Kind übertragen wird – sie sind ja so wehrlos und bieten eine "gute Plattform" dafür. :-( :|N

Pjen/cwil

@ DieKruemi

Sorry, war gestern nicht nochmal hier im Forum. Die Emotionen kochten einfach prompt wieder zu arg hoch.

Einen Raum in unserem Leben gebe ich meiner "Mutter" nicht. Meinen Sohn hat sie gekauft. Der besucht sie, um wöchentlich Geld und Essen abzuholen und sie putzt seine Wohnung. Aber meine Tochter d.h. ihre einzige Enkeltochter fragt eben doch manchmal immer noch. Ob der Opa stolz auf sie wäre und warum die Oma so ist ...

Ich kann es ihr nicht verübeln und trotzdem sind es sofort in mir tiefe Nadelstiche.

Das Mädchen (bzw mittlerweile junge hübsche kluge Frau) kann ja nichts dafür.

Ich bin stets nur auf Unmut und Kritik gestoßen, wenn ich das, was ich von diesem ganzen gelebten Leben als einzigen noch vorhandenen MEINEN Wunsch zusammenfasse. Weil das tatsächlich meine absolute tiefste Überzeugung ist und bleibt: meine Mutter hätte niemals schwanger werden dürfen. (Schlimmer: in dem Fall hätte sie keinen grund mehr gehabt, zeitlebens nur Hausfrau sein zu können! so weit scheint sie nie nachgedacht zu haben in ihrer ganzen Wut auf mich)

LIen-a#9a29x2

@ Deepriver:

niemand kann sich täglich 24 Stunden komplett "unter Kontrolle halten". Wir alle sind keine stupiden Maschinen. ABER – jeder kann sich entschuldigen. Und sich zu entschuldigen bedeutet mehr Kraft und menschlichkeit zu zeigen als böse Worte auszuteilen. Fehler macht jeder mal. Es darf nur nicht die Regel sein und ständig geschehen ... Alles in sich rein zu fressen ohne zu reagieren macht krank ...

LHen|a929x2

niemand kann sich täglich 24 Stunden komplett "unter Kontrolle halten".

Ist auch richtig, man darf ja auch ruhig mal sauer werden und die Kinder dürfen auch ruhig wissen, dass Mama eben auch nur ein Mensch und nicht perfekt ist. Aber seine Wortwahl und den nachhaltigen Umgang damit hat man doch unter Kontrolle ":/

Gut, ich persönlich bin ein Mensch, der auch im Alltag generell so gut wie nie flucht und mit Fäkalsprache nichts am Hut hat – da muss nicht viel kontrolliert werden ;-)

PbenciEl

@ Pencil

verstehe im Allgemeinen nicht, wie man Menschen, die man liebt, bewusst verletzen kann.

Eigentlich verletzt man in dem Moment indirekt sich selbst. Die Aggression gegen den anderen ist eine nach außen projizierte Aggression gegen sich selbst. Nur ist es halt wesentlich einfacher, die Schuld auf jemandem anders abzuladen – der sich nach Möglichkeit nicht wehren kann – als einsehen zu müssen, dass man gravierende Fehler gemacht hat.

Ich habe selbst schon Verletzungen ausgeteilt gegenüber Personen, die ich liebe… Das ist pure Verzweiflung, panisches Um-sich-schlagen, eigentlich nur Angst vor dem Verlust der Liebe des anderen. :°(

M ollienKcehxen

Ach Mensch, das klingt traurig, mollienchen. :)_

Nein, das hab ich so noch nie gemacht, tatsächlich nicht. Vielleicht mal mit Kleinigkeiten, aber direkt gefolgt von einer Entschuldigung und Erklärung, woher das jetzt kam.

Was ich zum Beispiel auch öfter gemacht hab, ist, ihr wirklich zu erklären und zeigen, dass ich auch nur ein Mensch bin, dass ich auch Fehler habe und dass ich mich manchmal komisch benehme (anhand mehrerer Beispiele). Ich finde nicht, dass Kinder Mama als Übermensch sehen müssen, sondern habe eher, auch selbst mit meiner Mutter, die Erfahrung gemacht, dass es eine ganz besondere Vertrauensbasis schafft, wenn man als Kind versteht, dass es gar nicht möglich ist, immer perfekt zu sein und alles zu können und zu wissen, dass auch Mamas ihre Fehler haben und welche Verhaltensweisen bei Mama nicht so ernst zu nehmen braucht.

Das hat mal zu einer ganz witzigen Situation geführt, als wir so mit meinen Freunden zusammen im Park saßen – jeder hat sie gefragt "Von wem hast Du das und das?" (verschiedene Charakter und Aussehensmerkmale) und jedes Mal war die Antwort "Von Papa." Und einer fragte dann: "Was hast Du denn von Deiner Mama?" Und da grinste sie ganz breit und tönte "Den Tollpatsch!" Wir haben uns kringelig gelacht!

P:encxil

Ich habe selber eine Tochter, sie ist jetzt 26 und ja, sie hat mich genervt und das manchmal an meine Grenze. Trotzdem habe und hatte ich mich immer unter Kontrolle – es geht ja nicht um 24 Stunden, sondern für den Tag.

Ich bin dann lieber ins Bad gelaufen und habe dreimal kräftig durchgeatmet und bis 10 gezählt.

Eine Aussage "ich hätte dich besser nie geboren" hätte ich selbst im größten Frust nicht gesagt.

Weil es einfach nicht stimmt.

In dieser Aussage liegt so viel mehr: verpasste Lebenschancen, den Wunsch nach Leichtigkeit und eben ganz viel eigener Frust, der auf die Tochter projeziert wird. Da muss ein Mensch für die Misere eines anderen hinhalten. Und das dann ganz bewusst: ich kann auch sagen: ey, mensch, hör auf zu nerven!

Ich kann schon kontrollieren, WAS ich sage!

D>eqeprwivexr

Lena9292

Mit Deiner Mutter hast Du wirklich die Arschkarte in die Wiege gelegt bekommen. (Dagegen war meine ja echt ein Waisenknabe.)

Sorry, für dieses Ausdrucksweise, aber es trifft es doch ganz gut.

Ich denke auch, dass Deine Mutter ihre ganze Unzufriedenheit, ihren Frust im Leben zum Teil an Dir abgeleitet hat.

Sie ist im Grunde eine äusserst bedauernswerte Person, die absolut unfähig war, sich aus ihrer ganzen Unzufriedenheit je zu befreien. Warscheinlich hat ihr bisher im Leben auch niemand mal den Spiegel vorgehalten. Bei manchen Menschen ist das auch vergebene Liebesmüh.

Wenigstens können wir versuchen, unseren Kindern die Mutter zu sein, die wir uns selber immer gewünscht haben (ist mir auch nicht immer gelungen :°( – aber ich arbeite dran).

Ich denke, es hat generell viel mit Wertschätzung zu tun, die sich in so vielen kleinen Dingen u Gesten zeigt.

und verstehe im Allgemeinen nicht, wie man Menschen, die man liebt, bewusst verletzen kann.

Ich weiss auch nicht, niemand sonst hat es geschafft, mich in einer Sekunde von 0 auf 180 zu bringen, aber meine Kinder schon. Irgendwie ein Phänomen. :)_

LLadywSuxe

aber ich arbeite dran

:)^ Find ich gut.

Ich denke, es hat generell viel mit Wertschätzung zu tun, die sich in so vielen kleinen Dingen u Gesten zeigt

Auf jeden Fall!

niemand sonst hat es geschafft, mich in einer Sekunde von 0 auf 180 zu bringen, aber meine Kinder schon. Irgendwie ein Phänomen.

;-) Kenn ich :)z

Generell denke ich, wir sind alle nur Menschen und können nur unser Bestes geben. Ich finde die kleinen Fehler und "Unperfektheiten" aber gar nicht schlimm. Wenn ich jedes Ausflippen verurteilen würde, was soll ich denn dann mit den temperamentvolleren Müttern aus südlichen Gefilden in meinem Umfeld anfangen?

Anhand des Fadentitels gehe ich hier eher von wirklich schlimmen Aussagen und Handlungen aus, wie dem schon genannten "Wärst Du doch bloß nie geboren!" Das ist so ein Gedanke, der mir auch bei üblen Wutausbrüchen nie gekommen ist, irgendwie. Es kann auch so eine Wutsituation schon stark entkräften, indem man nicht das Kind selbst, sondern seine Handlung, beschimpft. Quasi nicht "Du bist doof", sondern "Was Du da gerade gemacht /gesagt hast, war doof!" So weiß ein Kind auch automatisch, unbewusst, dass nicht das Kind selbst das Problem ist.

Ja, hier im Faden sind viele, deren Mütter eben nicht so mit ihnen umgegangen sind und die leider andere Erfahrungen gemacht haben, die jetzt nicht mehr zu revidieren sind. Das macht mich sowas von traurig und wütend!

P{en-cil

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