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Artikel: Adhs gibt es nicht

s=ensibeplm|ann9x9


dass die ADHS-Symptomatik durch die genannten Faktoren (Erziehung, Trennung, beengtes Umfeld, usw.) ausgelöst werden, sondern dass diese Faktoren den Verlauf beeinflussen können.

Von Auslösen war bei mir nicht die Rede. Es gibt genetisch begünstigende Faktoren. "Auslösen" ist im Zusammenhang mit der Gehirntätigkeit ohnehin sehr problematisch, da die Gehirntätigkeit ein Entwicklungsvorgang ist, der durch genetische Faktoren und Umweltfaktoren beeinflusst ist. Du kannst bestimmte Entwicklungen begünstigen oder abschwächen. Anlagen sind genetisch vorgegeben- das ist ja auch bei jeder Erziehungstätigkeit enthalten und sollte berücksichtigt werden und wurde von mir an mehreren Stellen angemerkt.

Nj3stzoryxs


Ich möchte anmerken das "Zentrum der Gesundheit" keine gute Quelle ist für Informationen ^^

Lzine'8x5


Da muss ich nochmal besser darstellen: Ritalin unterdrückt u.a. Müdigkeit, Hemmungen, Schmerz, Erschöpfungsgefühl und hemmt den Appetit.

Müdigkeit/Erschöpfungsgefühl : nein. Nur in indirekt. Kinder können sich besser strukturieren, Reize filtern, fokussieren,etc. Dadurch ist z. B. ein Schultag weniger anstrengend und Kinder deshalb nicht mehr so müde..

Hemmungen /Schmerz : definitiv nein. Das müsstest du mir schon neurobiologisch erklären. Das sind andere Rezeptoren und Ariale.

Hemmt Appetit : ja, ist eine eher häufig vorkommende Nebenwirkung.

Rjebgenp(feiBfexr


Da muss ich nochmal besser darstellen: Ritalin unterdrückt u.a. Müdigkeit, Hemmungen, Schmerz, Erschöpfungsgefühl und hemmt den Appetit.

Da hast du recht, jedes Medikament hat auch unerwünschte Wirkungen, aber: Es ist doch gerade der Sinn des Ritalins Müdigkeit und Erschöpfung zu bekämpfen.

Der Appetitminderung kann man dadurch vorbeugen, das Medikament nach dem Essen zu nehmen.

Und in normalen Dosen verabreicht, also nicht als Dopingmittel, werden durchaus auch noch Schmerzen wahrgenommen. Da müsste man schon sehr überdosieren, um nichts mehr zu merken und wie ein Zombie durch die Gegend zu irren.

Die meisten Nebenwirkungen verschwinden auch im lauf der Zeit, genau wie bei Antidepressiva.

Erwachsene können sich kritischer auseinandersetzen und haben vor allem eine Wahl!!!

Kinder bekommen Psychopharmaka und haben keine Wahl.

Und viele wählen ja auch das Medikament im Erwachsenenalter, weil sie nun endlich wissen, warum ihr Leben so ganz anders und chaotisch verlaufen ist. Und kommen nun mit Ritalin/einem anderen Präparat gut durchs Leben.

Auch Kinder haben eine Wahl. Wenn ein Kind sich unter der Medikamentengabe nicht gut fühlt, wird es sich den Eltern mitteilen, die dann in Rücksprache mit dem Arzt ein anderes Medikament oder eine andere Therapieform ausprobieren werden.

Warum wird in diesem Faden von vielen Schreibern davon ausgegangen, dass nahezu alle Eltern, die "auffällige" Kinder haben, schlechte Menschen wären und in der Erziehung versagt haben?

Nochmal die Frage: Wenn euer Kind z.B. an Depressionen leidet, was würdet ihr tun?

RZegen{pfeJifexr


Ich möchte anmerken das "Zentrum der Gesundheit" keine gute Quelle ist für Informationen ^^

Ich habs auch schon vermutet, dass ein Großteil der Schreiber seine Informationen aus dieser Seite bezieht.

Die nehmen dort im Zentrum wahrscheinlich noch ganz andere Substanzen zu sich, so viel Quark, wie dort verzapft wird

O`neFloxwer


Ich habs auch schon vermutet, dass ein Großteil der Schreiber seine Informationen aus dieser Seite bezieht.

Lieber Regenpfeifer, das ist nicht der Fall. Allerdings fand ich die Anmerkungen auf der Seite, insbesondere, was die Eltern und Lehrer betrifft interessant, aber auch auf Bezug auf Ärzte...

dass nahezu alle Eltern, die "auffällige" Kinder haben, schlechte Menschen wären und in der Erziehung versagt haben?

auch das ist eine Unterstellung.

Könnte auch sein, dass in diesem Faden Pharmalobbyisten mitdiskutieren, könnte ich jetzt unterstellen.

Rcegen@pnfeifexr


Ich habe ja niemanden mit Namen erwähnt.

Die Erfahrungen von manchen Schreiber/innen hier im Faden kann ich so gar nicht teilen.

Ich kenne einige Eltern mit betroffenen Kindern und diese Eltern sind alles andere als gleichgültig oder unfähig, ihre Kinder zu erziehen.

In einer mir bekannten Akademiker-Familie sind 2 von 3 Kindern betroffen und die Kinder wurden nicht unterschiedlich erzogen, sofern man das so sagen kann. Kinder sind nunmal immer verschieden und können nicht genau gleich behandelt werden. Soviel dazu. Aber da frage ich mich doch, woher kann das da dann kommen?

Anderes Beispiel: Frau mittleren Alters, auf dem Land aufgewachsen, intakte Familie, viel draußen herumgetobt, selten TV, sie selber betroffen, Geschwister nicht. Woher kommts?

Könnte auch sein, dass in diesem Faden Pharmalobbyisten mitdiskutieren, könnte ich jetzt unterstellen.

Klar könnte das sein, aber ich bins jedenfalls nicht.

s]ens?ibezlmQann99


Ich möchte anmerken das "Zentrum der Gesundheit" keine gute Quelle ist für Informationen ^^

Wer soll denn das verwendet haben? Meine Informationen habe ich aus Wikipedia gezogen.

Wenn euer Kind z.B. an Depressionen leidet, was würdet ihr tun?

... eine erfüllende und ausfüllende Aufgabe geben- am besten etwas mit Handwerklichem oder Sport.

s&ensiNbelma'n>n99


und diese Eltern sind alles andere als gleichgültig oder unfähig, ihre Kinder zu erziehen.

Das würde ich nochmal trennen- die meisten Eltern sind in der Tat "bemüht"- mitunter so bemüht, das sie das problem unbewusst verschärfen. Die Fähigkeit, Kinder zu erziehen, ergibt sich nicht aus dem Bemühen, sondern darin, durch die Erziehung zum gewünschten Ziel zu gelangen- hierbei spielt nicht nur Intuition, sondern vor allem Bildung und Umsetzung eine Rolle (hier dürfte das Problem sein, an sinnvolle Informationen zu gelangen- gerade auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften gibt es auch viel Schrott.

RJegenp+feixfer


sondern vor allem Bildung und Umsetzung eine Rolle (hier dürfte das Problem sein, an sinnvolle Informationen zu gelangen- gerade auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften gibt es auch viel Schrott.

Wenn ich das jetzt mal genauso auseinanderpflücke, wie es hier mittlerweile üblich ist, komme ich zu der Annahme, dass Kinder von "gebildeten" Eltern seltener an ADHS leiden.

sqenXsibe6lmannx99


dass Kinder von "gebildeten" Eltern seltener an ADHS leiden.

Naja, Bildung allein ist nicht hinreichend, insbesondere, wenn es an der Umsetzung fehlt.

Ansonsten:

ADHS wurde häufiger bei Teilnehmern mit niedrigem sozioökonomischem Status diagnostiziert als bei Teilnehmern mit hohem Status.

(leider keine quantitative Angabe)

von [[http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/ADHS-ADS/Haeufigkeit.aspx hier]]

Ruegrenpfei\fexr


Wenn euer Kind z.B. an Depressionen leidet, was würdet ihr tun?

... eine erfüllende und ausfüllende Aufgabe geben- am besten etwas mit Handwerklichem oder Sport.

Das wäre auch mein erster Ansatz. Was aber, wenn das nicht funktioniert? Würdest du eine medikamentöse Behandlung kategorisch ablehnen, obwohl Ärzte dazu raten würden?

Mir gehts hier gar nicht darum, ADHS-Medikamente schönzureden oder gar Werbung dafür zu machen. Ich würde mir nur wünschen, dass Betroffene nicht ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Die Kinder haben es schwer genug, in der Schule den Anforderungen gerecht zu werden und in der Freizeit Freunde zu finden und am normalen Leben teilzunehmen. Die Eltern werden zusätzlich zu ihren Selbstzweifeln noch verurteilt.

Zum Thema Trennung/Scheidung habe ich noch eine (zugegebenermaßen etwas gewagte) Theorie:

Angeblich ist es ja so, dass ADHS bei Kindern, deren Eltern geschieden oder getrennt sind, öfter auftritt.

Ich kann mir vorstellen, dass MANCHMAL auch der umgekehrte Fall in Frage kommt: Nämlich dass die Eltern sich aufgrund der Schwierigkeiten mit dem Kind trennen, weil das Familienleben so gar nicht dem entspricht, was man sich vorgestellt hat und es über die Erziehung große Differenzen zwischen den Eltern gibt.

Nur eine Vermutung von mir, vielleicht liege ich da auch falsch.

s4ensibeXlmann9x9


Würdest du eine medikamentöse Behandlung kategorisch ablehnen, obwohl Ärzte dazu raten würden?

Ja, ich würde eine medikamentöse Behandlung kategorisch ablehnen, obwohl Ärzte dazu raten würden. Insbesondere auch, weil ich Ärzte finde, die auch ohne medikamentöse Behandlung erfolgreich sind.

Im Übrigen werden nicht wenige Depressionen erheblich verstärkt, weil die betroffenen Personen von der Berufswelt oder auch vom sozialen Umfeld (das können auch freunde, Verwandte oder Partner sein) mehr oder weniger ausgeschlossen werden.

Menschen ohne Glücksmomente geraten immer mehr in einen Teufelskreis. Das passiert sogar Menschen die von ihrer genetischen Veranlagung eigentlich weniger anfällig sind.

Ich sehe die zahlreichen psychischen Probleme auch gesellschaftlich/sozial stark verstärkt. Die Gesellschaft ist systembedingt krank, sie macht zahlreiche Bürger psychisch krank ... Medikamente verringern den Druck nach gesellschaftlichen Veränderungen und sind an den Zuständen mitbeteiligt.

sYcehne)ckeA1x985


Ja, ich würde eine medikamentöse Behandlung kategorisch ablehnen, obwohl Ärzte dazu raten würden. Insbesondere auch, weil ich Ärzte finde, die auch ohne medikamentöse Behandlung erfolgreich sind.

[...] Ich wünsche dir mal viel Spaß mit Handwerk und Sport bei einer psychotischen Störung. Und das Bullshit wegen der Leugnung der anerkannten Tatsache, dass häufig eine Therapie (egal welche Krankheitsform betreffend) erst angegangen werden kann, wenn es vorher eine medikamentöse Stabilisierung des Patienten gibt. Du verleugnest einfach medizinische Tatsachen. Und sprichst über Dinge, von denen du keine Ahnung hast.

AIpriHkosen3joglhuxrt


Ohne den Artikel ganz gelesen zu haben (und auch nicht alle Beiträge, das, was ich bisher gelesen habe, hat mir schon nicht gefallen), möchte ich mich als Betroffene gerne zu Wort melden.

Ich bin heute 22, Studentin, und habe im Vorschulalter (oder war es erste Klasse?) ADS diagnostiziert bekommen. Ich wurde mit vielen Medikamenten behandelt, Pillen und Dosen wurden an mir ausprobiert, über Jahre. Ob es geholfen hat? Vielleicht. Aber ich habe mich nie wohlgefühlt mit der medikamentösen Behandlung. Die ganzen Jahre hatte ich das Gefühl, dass meine Familie "mich nur lieb hat" wenn ich meine Pillen geschluckt hatte, um weniger verträumt, konzentrierter und eben einfacher/unkomplizierter zu sein. Im Alter von etwa 12 Jahren habe ich mich dann geweigert, weiter Tabletten zu nehmen und die Therapie abgebrochen. Ich wollte einfach nicht mehr.

Meine heutige Situation ist diese: Ich leide unter Depressionen und das schon mein Leben lang. Psychologen sind zu der Erkenntnis gekommen, dass ADS bei mir fehldiagnostiziert wurde und vom Symptom "Konzentrationsschwierigkeiten" auf die falsche Ursache geschlossen wurde. Genanntes sowie Aggressionen, Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen und noch vieles mehr sind nicht nur "Symptome" (in Anführungsstrichen aufgrund der Diskussion, ob es ADS nun überhaupt gibt oder nicht) für ADS sondern auch für Depressionen. Jahrelang habe ich umsonst Pillen geschluckt, die ADS bekämpfen sollten, das ich gar nicht hatte, und kein Mensch ist auf die Idee bekommen, dass ich eventuell Depressionen haben könnte, weil Depression bei Kindern einfach sehr viel seltener in Betracht gezogen wird, als die "Mode-Diagnose" AD(H)S.

Ich muss sagen, dass ich sehr erschüttert darüber bin, dass ich mein ganzes Leben mit etwas verbringen musste, was eigentlich sehr gut behandelbar ist. Ich bin heute in Behandlung und muss erst mühsam lernen, dass es normal ist, wenn man Sonntagmorgens vom ersten Sonnenstrahl und Vogelgezwitscher geweckt wird, sich gut zu fühlen und Spaß am Leben zu haben.

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