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Artikel: Adhs gibt es nicht

cJariena_9


Was mich qualifiziert? Nichts! Ich orientiere mich an dem was die Wissenschaft sagt, und sicher nicht an der Meinung einiger Lehrkräfte.

c=ar[ina_'9


Zwischen Verhaltensauffälligkeiten und der Diagnose ADHS liegen manachmal Welten. Wer sowas vergleichen will...lächerlich.

T]oo@mobi


Ich möchte der Aussage, dass man bei Diagnostizierten klare Veränderungen im Gehirn sähe, absolut widersprechen. Es gibt diese Nachweise de facto nicht. Die Diagnose beruht einzig auf der Einordnung des Verhaltens im Vergleich zur Norm.

R\egefnpfxeifer


@ Toomobi

Woher willst du das so genau wissen? Bist du in der Forschung tätig oder Arzt?

cvarinxa_9


"Neurobiologische- und psychologische Studien konnten bei ADHS-Betroffenen Veränderungen in einigen Gehirnstrukturen und deren Funktionen nachweisen. Diese Veränderungen bewirken einen gestörten Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Gehirn und werden als Grund für die Aufmerksamkeitsdefizite angesehen. Die Botenstoffe wirken sich unter anderem auch regulierend auf den Antrieb und die Motivation aus. Weil die Signalübertragung im Gehirn von ADHS-Betroffenen nicht ausreichend gehemmt wird, kommt es zu einem Informationsüberfluss und man verliert den Fokus. Zudem wurde nachgewiesen, dass das Muster der Gehirnwellen bei ADHS-Betroffenen von dem gesunder Personen abweicht. Bei ADHS-Betroffenen gibt es vermehrt langsame Gehirnwellen bei einer gleichzeitigen Verminderung von schnellen Gehirnwellen. Das bedeutet, dass manche Bereiche des Gehirns zu Zeiten aktiv sind, an denen sie in vergleichbaren Situationen bei Personen ohne ADHS inaktiv sind. Dies könnte mit Hilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) nachgewiesen werden. Ein EEG zeichnet die Gehirnwellen auf und macht sie sichtbar. "

quelle uni tübingen, aber die haben wohl keine ahnung :)D

LJieswelotxte40


Stellt sich mir die Frage: Was ist die Norm? Und vor Allem - welche "Norm" sollten die Eltern haben? Autoritär? Weich? Streng? Konsequent? Was auch immer?

Ich kann es aus meiner eigenen Erfahrung mit zwei als ADHS diagnostizierten Buben sagen: Sie brauchen einen liebevollen aber konsequenten Prellbock! Medis haben wir nie gebraucht - auch wenn sie uns von sämtlichen Ärzten empfohlen wurden!

Ich wage sogar ebenfalls Zweifel an dem Phänomen ADHS zu haben - ich wäre wohl defininitiv auch ein solches Kind gewesen wenn vor 40 Jahren sich da Jemand drum gekümmert hätte...so what?

Ich hatte für meine Kinder GsD Lehrer die mit uns zusammengearbeitet haben, die akzeptiert haben dass die Aufmerksamkeitsspanne bei meinem Grossen manchmal nur fünf Minuten war. Es wurde einfach adequat drauf reagiert indem er sich bewegen durfte. Mir ist aber auch klar dass das deutsche Schulsystem für sowas (noch?) nicht geeignet ist!

Heute ist er fast 19 und wird (immer noch ohne Medis) bald seine LAP mit Auszeichnung machen...

Ich weiss also aus eigener Erfahrung dass es geht! Und ich hatte Ärzte dabei die mich nach Terminen gefragt haben "wie es sein kann dass ich noch nicht im Irrenhaus bin?"......

Ob ADHS existiert wage ich nicht zu sagen - ich tippe aber eher auf nein! Es ist wohl mehr dem gegenwärtigem Trend geschuldet das beste und bravste Kind zu haben und ja nicht aus der Norm zu fallen! Konformität für Alle! Brrrrr! :=o ":/

R&egenapfeifxer


Heute ist er fast 19 und wird (immer noch ohne Medis) bald seine LAP mit Auszeichnung machen...

Super, das find ich richtig toll! Da ist bei euch alles gut gelaufen! :)^

Leider schafft das nicht jedes Kind ohne Medis. Viele lernen eben erst unter der Medikation ein "einigermaßen angepasstes Verhalten".

Ich schreibe das in " ", weil ich auch der Meinung bin, dass nicht alle Menschen gleich sein können und müssen.

Aber für einen geregelten Schulbesuch ist eben ein Mindestmaß an Selbstkontrolle nötig.

Man muss genau abwägen, ob überhaupt, wenn ja welches Medikament in welcher Dosis Sinn macht.

Gut finde ich auch, wenn immer mal wieder Auslassversuche durchgeführt werden und das Kind selber spürt, welche Fortschritte es gemacht hat, wo es schon ohne Medis auskommt und an welchen Punkten noch gearbeitet werden muss.

LUies,elo(tte40


Danke Regenpfeifer! *:)

Aber mir ist auch klar dass dazu eine gewisse "Art" von Mama (oder Eltern) nötig ist...ich hatte die Stärke und den Sturkopf dafür - Anderen haben den vielleicht nicht! Ich nehme das Leben generell mit Humor...

Mein jüngerer Sohn (knapp 16) ist zusätzlich noch Autist und geistig behindert - da eröffnen sich noch ganz andere Baustellen. Aber darum geht es hier nicht.... 8-)

c7riech|arlie


Stellt sich mir die Frage: Was ist die Norm?

Das ist eine Laienfrage. Psychologen/Soziologen können genau sagen, was die "Norm" ist, auch, was "normal" ist. ;-) Sonst wäre keine Diagnostik und dann auch keine Hilfe nirgendwo möglich, nicht bei Suchterkrankten, Traumaopfern, Depressiven und ja, auch bei ADHS-Kindern nicht.

L^ieseZlottFe4x0


Ich meinte die Norm bei den Eltern.... :=o

Und wie gesagt zweifle ich doch stark an dass ADHS etwas Pathologisches ist...genauso übrigens wie Autismus und Asperger. Es ist (für mich!) einfach eine andere Daseinsform...

Ist das Kind "schuld"...oder vielleicht eher die Gesellschaft die mit seinem Verhalten nicht umgehen kann? Wer bestimmt die Norm?

Ich finde darüber sollte man doch mal nachdenken dürfen....

LqieselEott=e40


Das ist eine Laienfrage.

Ist ja auch ein Laienforum hier, oder? Da sollten Laienfragen auch erlaubt sein.... *:)

czarsina_x9


lieselotte, so wie du schreibst, hört sich das fast so an als wären einige einfach zu bequem, oder zu "schwach" ein adhs kind in den griff zu bekommen.

ich denke mal dass es bei jeder art von krankheit, schwere fälle und weniger schwere gibt. und es nicht immer in der macht der eltern liegt.

es ist schön dass es bei dir so geklappt hat, aber ich habe auch das genaue gegenteil im bekanntenkreis. da verzeifelten eltern, lehrer und therapeuten gleichermaßen. aber am allermeisten das kind.

seit der medikamentösen behandlung ist ein halbwegs normales leben möglich.

LAiesel4otte40


Stimmt, ich denke dass man so gut wie Alle "ADHS" Kinder in den Griff kriegen kann - aber nicht durch Stärke (was ja hier das Gegenteil wäre) sondern dadurch dass man sich davon verabschiedet sie in ein Schema zu pressen. Da passen sie einfach nicht rein! Um das Ganze zu händeln muss es einem auf gut österreichisch "wurscht" werden.

Wer sagt uns denn dass nicht "die Normalen" das Auslaufmodell sind?

Schulkinder die es brauchen können natürlich Hilfe durch Medis bekommen, wenn sie es selber wollen - ich hab aber die Erfahrung gemacht dass schon Dreijährigen diese "empfohlen" (oder besser gesagt "aufgedrängt") bekommen. Nicht nur bei meinen Eigenen....

Ich hatte fast das Jugendamt im Nacken weil ich es verweigert hab....

Nein, da hört die Anpassungnotwendigkeit der Kids bei mir eindeutig auf!

Lrinex85


Und wie gesagt zweifle ich doch stark an dass ADHS etwas Pathologisches ist...genauso übrigens wie Autismus und Asperger. Es ist (für mich!) einfach eine andere Daseinsform...

Ohne Diagnose gibt es aber keine Behandlung bzw Hilfen. Erst mit einer Diagnose stehen einem Unterstützung zu. Und die den Kindern vorzuenthalten ist fatal (auch Psychotherapien werden nur bezahlt, wenn eine Krankheit vorliegt). Viele Kinder leiden selbst sehr unter ihren Symptomen, haben eher Misserfolge etc. Daraus können sich weitere psychische Krankheiten entwickeln.

Adhs ist von der Weltgesundheitsorganisation eine anerkannte Krankheit. Man darf die Diagnose nur vergeben, wenn bestimmte Kriterien vorliegen.

SDun}flowexr_73


Nur kurz und knapp:

Ich glaube an die Diagnose (oh ja, böse Psychologen, die alles nur erfinden um die Pharma-Industrie reich zu machen. Blödfug.) Ich glaube aber auch, dass sie z.T. zu schnell vergeben wird.

Ich sehe auch Menschen mit vernünftiger Erziehung, die dieses Problem haben. Wo die Familien DURCH das Problem an die Grenzen kommen; verunsichert sind. Und nicht Familienverhalten als Ursache.

Und was ist mit der Tatsache, dass bei Menschen mit ADHS best. psychologische Testverfahren mit vs. ohne Medikation drastische Unterschiede zeigen; Menschen ohne ADHS aber bei diesen Test mit vs. ohne Medikation KEINE Unterschiede zeigen? Warum zeigen ADHS'ler obendrein PARADOXE Effekte auf die Medikamente (ruhiger werden statt aufgeputscht?)

Ich stehe aber auch dazu, dass für die Diagnose ein lange Diagnostik erforderlich ist und zur Behandlung inkl. Einzel- & Familien-Verhaltenstherapie gehört.

Und wenn man die Diagnose nur wegen der grundlegenden Klassifikations-Methodik anzweifelt: Dann gibt es auch keine Depression, kein Rheuma, kein XYZ. Weil letztlich ALLES Diagnosen auf der Zusammenfassung einzelner Symptome beruhen. Ja, das Ganze ist statistisch, aber was bleibt sonst? Jedem Menschen eine komplett individuelle Diagnose? Dann hat Person A Knupfen und Person B Schniepfen? Statt einfach "Schnupfen?". Es gibt immer ein allgemeines Muster mit individueller Ausprägung.

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