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Artikel: Adhs gibt es nicht

chrieAcharrEl!ie


Stimmt, ich denke dass man so gut wie Alle "ADHS" Kinder in den Griff kriegen kann - aber nicht durch Stärke (was ja hier das Gegenteil wäre) sondern dadurch dass man sich davon verabschiedet sie in ein Schema zu pressen. Da passen sie einfach nicht rein!

Aus meiner Elternerfahrung:

nur das Schema rettet diese Kinder und läßt sie im sozialen Umfeld bestehen. WEil sie einfach nach anderen Schema als Nicht-Betroffene reagieren und Hilfe bedeutet, sich damit auseinander zu setzen. Welches nicht Betroffene Kind "muss" z.B. ständig seinen Platz in der Schule wechseln, damit es überhaupt was mitbekommt? Sieht man das bei einem betroffenen KInd und kann diesem durch die Erlaubnis zum Wandern helfen, ist man mit dieser Art Hilfe beim zweiten schon schneller, das Schema hilft. NIcht absolut, aber doch determinierend. Gott sei Dank, sonst geht man als Lehrer bzw. Eltern von betroffenen Kindern echt selbst vor die Hunde. Es ist unglaublich schwer einen 12 jährigen zu haben, der immer noch nicht oder nie das Ansage-Umsetzung-Prinzip versteht, seine Sachen nicht einmal findet, wenn sie vor ihm liegen, der kein Zeitverständnis hat, für dne 10 min so lang sind wie 4 Stunden oder der nicht weiß, welche Worte wie beim Gegenüber ankommen.

e}sgehtSwiedxer


Je leichter und man bei einem Kind eine psychische Erkrankung "nachweisen" kann, um so einfacher fällt es, den Anteil, den die Eltern an der Situation haben, auszublenden. Und je detaillierter man diese Erkrankung beschreiben kann und den Beobachtungen dann Attribute wie "Stoffwechselstörung" anhängen kann, um so überzeugender klingt dieser Nachweis.

Meinem Standpunkt nach handelt es sich dabei lediglich um Verdrängungsmechanismen der "Erwachsenenwelt". Beispielsweise um die Eltern vor der Konfrontation mit den unter der Oberfläche schwelenden Themen zu bewahren. Man stelle sich mal vor, Eltern, die augenscheinlich ihr eigenes Leben "unter Kontrolle" haben und dann aber Probleme mit dem Verhalten ihres Kindes haben, würden von einem Arzt gesagt bekommen, dass nicht das Kind krank sei, sondern sie selbst ein "Problem" hätten. Das wäre doch ungeheuerlich, nicht? Und welche Eltern würden schon zu so einem Arzt oder Therepeuten gehen? (Die Antwort ist relativ einfach: Eltern, denen es ein wichtiges Anliegen ist, ihre eigenen verdeckten Themen/Probleme/Traumatisierungen aufzuarbeiten und dafür auch bereit sind, sich schmerzhaften Erkenntnissen und Erinnerungen zu stellen.)

In der "systemischen Theorie", also einer Theorie wo Menschen in ihrem Umfeld eingebettet betrachtet werden, gibt es ein interessantes Modell, welches viele "Verhaltensauffälligkeiten" von Kindern erklären kann (und nebenbei einen sehr konstruktiven Therapieansatz unter Einbeziehung der Eltern liefert): Für Kinder ist es ein Überlebensinstinkt, sich die maximale Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu erarbeiten. Wenn bei unseren Vorfahren ein Kind übersehen oder "vergessen" wurde, hatte es kaum eine Überlebenschance. Dieses intuitive Wissen ist tief in unseren Genen verankert. Und auf Basis der daraus resultierenden Instinkte entwickelon Kinder Verhaltensmuster, mit denen sie die Aufmerksamkeit ihrer Eltern erlangen können. Um die Dimension deutlich zu machen: In Extremfällen bedeutet sogar körperliche Gewallt und Misshandlung ein Mehr an Aufmerksamkeit als ignoriert/übersehen zu werden. Oder um nochmal auf unsere Vorfahren einzugehen: Selbst ein Kind, das misshandelt wurde, hatte damals höhere Überlebenschancen als eines, das vergessen wurde. Mit diesem Modell lassen sich beispielsweise auch Fälle erklären, wo Kinder "unartig" sind und durch ihr Verhalten Zurechtweisung und Strafe provozieren, und in nicht wenigen Fällen sogar körperliche Gewalt (Ohrfeigen, Schläge). Wobei hier der Vollständigkeit halber auch Formen seelischer Gewalt zu nennen sind.

Die entscheidende Frage an diesem Punkt ist: Warum gehen manche Kinder so weit, während andere in scheinbar vollständiger Harmonie mit ihren Eltern leben können? Eine konstruktive Antwort findet man, wenn man sich mit dem Prinzip der Traumatisierung etwas näher auseinandersetzt. Eine Traumatisierung findet in dem Moment statt, wo man sich einer Situation ausgesetzt sieht, die man (bzw. das Unterbewusstsein) als lebensbedrohlich empfindet, und mit der man nie umzugehen gelernt hat (oder schlichtweg keine Möglichkeit hat, sich zu "schützen"). In der Konfrontation mit dieser Situation ist man also handlungsunfähig. Nun hat das Gehirn die Möglichkeit, seine Informationsverarbeitung derart umzustellen, dass alle Einflüsse, die zu einer Konfrontation mit dieser bedrohlichen Situation führen würden, ausgeblendet werden. Dadurch vermeidet das Gehirn, in die Handlungsunfähigkeit zu rutschen. Der große Vorteil ist: Es kann seine übrigen Ressourcen optimal für den Selbstschutz einsetzen. Das ist das Prinzip und der Sinn von "Traumatisierung". Ein Beispiel: Wer in Kriegszeiten auf der Flucht ist, hat nicht die Zeit, um die Toten und die erlittenen Verluste zu trauern. Diese Themen werden ausgeblendet, um alle noch verfügbaren Kräfte für die Flucht mobilisieren zu können. Und in Situatione wie diesen ist dieser Mechanismus auch sehr sinnvoll.

Der Preis dafür ist allerdinge eine beschränkte Wahrnehmungsfähigkeit. Und hier sind wir dann auch bei den Kindern angekommen. Wenn Eltern keine Möglichkeit hatten, ihre Traumatisierungen irgendwann aufzuarbeiten, dann wirken diese Muster weiter. Wie zum Beispiel dass gewisse Formen von Leiden und Schmerz ausgeblendet werden. So sind die Eltern dann auch nicht in der Lage dazu, gewisse Gefühle und Bedürfnisse ihrer Kinder wahrzunehmen. Oder anders gesagt: Sie sind nicht in der Lage, ihre Kinder so intensiv wahrzunehmen wie sie es wären, wenn sie nicht traumatisiert wären.

Die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder reißen die Eltern aus ihrer "Trance" (die sie selbst als "normal" wahrnehmen) heraus und konfrontieren sie mit Situationen, mit denen die Eltern nicht umgehen können. Wenn eine seelische Verletzung des Kindes von den Eltern ausgeblendet wird, weil es aufgrund der vorher stattgefundenen Traumatisierung vom Unterbewusstsein der Eltern nicht als "wichtig" wahrgenommen wird, dann kann es sein, dass die Kinder ihre Eltern unbewusst (und oft auch ohne es zu wollen) mit Dingen konfrontieren, die für die Eltern "wichtig" oder "bedrohlich" sind. Das können in harmloseren Fällen schlechte Noten in der Schule sein (Konzentrationsstörungen? Und schon sind wir bei AD(H)S). In ernsteren Fällen können es körperliche Verletzungen sein (Unfälle, aber auch selbstverletzendes Verhalten - oder Partnerschaften, in denen man misshandelt oder gar vergewaltigt wird).

Wie gesagt, diese Mechanismen laufen unterbewusst ab. Aber sie zu verstehen eröffnet Möglichkeiten der Therapie, die aktuell offensichtlich nur selten in Betracht gezogen werden. Für die aber im Idealfall die Mitarbeit der Eltern erforderlich ist, und ansonsten gewisserweise "gegen" die Eltern therapiert werden müsste - so dass das Kind lernt, seine Eltern und ihre verdeckten/verdrängten Themen loszulassen. Wsa zwangsläufig zu einer größeren emotionalen Distanz zwischen Kind und Eltern führen wird... und hierdurch oftmals auf andere Weise wunde Punkte bei den Eltern berührt (bzw. ihre Illussion einer "heilen Welt" zerplatzen lässt).

Einfacher ist es da natürlich, Strukturen und Stoffwechselvorgänge im Gehirn zu untersuchen und da Unterschiede zu "normalen" Menschen festzustellen. Die ich auch gar nicht anzweifeln möchte. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass sich in meinem eigenen Gehirn irgendwelche Abweichungen feststellen lassen, wenn ich mich unentwegt über etwas aufregen würde. Das ist das normalste der Welt. Denn Emotionen und Gefühle werden in unserem Körper durch Hormonausschüttungen ausgelöst. Wer hier von einer "Stoffwechselstörung" spricht, blendet in der Regel die Ursachen für diese Vorgänge aus. Woraus dann die Annahme folgt, dass man "nur" den Stoffwechsel durch äußeres Einwirken wieder in ein "normales" Verhältnis bringen muss und dann ist die Person "geheilt". Das passiert z.B. beim Verabreichen von Ritalin. Es mag sein, dass dies "Stand der Medizin" ist. Es ist aber zutiefst unwissenschaftlich. Und das ist der Punkt an dem sich die "Schulmedizin" auch keiner Kritik entziehen kann: Viele ihrer Aussagen und Schlussfolgerungen sind unbewiesene Hypothesen und Vermutungen, die in keinster Weise den formalen Kriterien der empirischen Wissenschaft genügen. Ja, durch Ritalin (oder gewisse Psychopharmaka) lassen sich neurobiologische Vorgänge so manipulieren, dass sie wieder denen "gesunder Menschen" ähnlich sind. Die Schlussfolgerung, dass der Mensch dadurch "geheilt" sei oder es ihm "besser" gehen würde sind aber zutiefst unwissenschaftlich, genau so wie die wahren Ursachen für die "Störungen" ausgeblendet werden und die damit verbundenen Regelkreise des Körpers, auf die sich die "Terapie" wiederum auswirkt und zu anderen teils schwerwiegenden Effekten führen kann. ("Emotionslose Zombies" durch Ritalin.)

Neben dem Ausblenden des elterlichen Anteils kann man in der AD(H)S-Diagnose noch einen weiteren Verdrängungsmechansimus erkennen, der die Allmachtsphantasien mancher Mediziner weiter aufrecht erhält. In vielen Bereichen setzt sich ja immer mehr ein Menschenbild durch, nach dem der Körper nach Belieben manipuliert und repariert werden kann (ohne dass er es einem übel nimmt). Und spätestens hier geht es auch wieder um Macht- und Geldinteressen. Eine Therapie mit systemischem Ansatz hingegen ist oft zeitaufwendig und "Low Tech", mit kleinen Praxen und oft eigenständig arbeitenden Therapeuten lässt sich eben nicht das große Geld machen...

Um noch einen etwas distanzierteren Blick auf den Themenbereich zu werfen: In weiten Bereichen unserer Gesellschaft und vor allem der Medienlandschaft scheinen (meiner subjektiven Wahrnehmung nach) Verdrängungsmechanismen immer mehr zuzunehmen und eigenständiges, kritisches (und vor allem selbstkritisches) Denken wird immer unpopulärer. Oft kommt es mir so vor, als sei es wichtiger, eine "eigene Meinung" zu haben und diese zu verteidigen, als tatsächliches Wissen zu haben bzw. sich unvoreingenommen zu informieren. Diese Muster lassen sich in allen Bereichen unserer Gesellschaft wiederfinden, in den letzten Jahren auch aufs Extremste in der politischen Berichterstattung. Probleme werden schöngeredet und der eigene Anteil an Problemen komplett ausgeblendet (z.B. Flüchtlingskrise und politische Konflikte). Diejenigen, die am lautesten "Fake News" scheien, produzieren die meisten selbst. Wen wundert es, dass in so einer Gesellschaft kein ernsthaftes Interesse daran besteht, die wahren Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten und "psychische Störungen" bei Kindern beim Namen zu nennen? In unserer "Wohlfühlgesellschaft" ist es immer einfacher, nach Sündenböcken zu suchen, als an sich selbst zu arbeiten und zu versuchen, an seinen persönlichen Herausforderungen zu wachsen...

Kurze Schlussbemerkung: Manche Heilpraktiker und Physiotherapeuten arbeiten mit Methoden, die auf die neuronalen Regelsysteme des Körpers einwirken und ebenfalls ein hohes Potential bei der "Behandlung" von AD(H)S bieten. Hier aber mit dem Ziel, neuronale Verarbeitungsprozesse bei den betroffenen Personen anzustoßen.

LUine8x5


In die Behandlung der Kinder mit Adhs ist es notwendig, auch die Eltern miteinzubeziehen. Elterntrainings oder Bezugspersonenstunden in der Therapie sind wichtige Behandlungselemente.

Manche Heilpraktiker und Physiotherapeuten arbeiten mit Methoden, die auf die neuronalen Regelsysteme des Körpers einwirken und ebenfalls ein hohes Potential bei der "Behandlung" von AD(H)S bieten. Hier aber mit dem Ziel, neuronale Verarbeitungsprozesse bei den betroffenen Personen anzustoßen.

Im Gegensatz zu verhaltenstherapeutischen Maßnahmen sind diese aber eben meist nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht.

Adhs ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Es gibt klare, wissenschaftlich fundierte Leitlinien, welche Behandlung indiziert ist.

Shunf^lowerx_73


@ Line:

:)^ :)z

Genau das wollte ich auch schreiben...

L+ine8x5


Wir sind ja auch Kollegen :-D

c+riecoharlxie


Eine ADHS-Diagnostik schließt aber auch die Eltern mit ein;

kaum einer geht nur individual- bzw. entwicklungspsychologisch vor, der Systemansatz hat immer seinen Platz. Vorher und hinterher.

cUriec0harxlie


ups, dreimal das gleiche hintereinander, sorry.

LzinNe8x5


Genau. Die Diagnostik schließt neben Testverfahren die Fremdbeurteilung durch Eltern und Lehrer (evtl noch anderen Personen wie Hort, Nachhilfe..), sowie die Selbstbeurteilung bei älteren Kindern mit ein. Die Symptomatik muss in verschiedenen Situationen auftreten ( zum Beispiel in der Schule und daheim).

mEusic|us>_6x5


... konnten bei ADHS-Betroffenen Veränderungen in einigen Gehirnstrukturen und deren Funktionen nachweisen. Diese Veränderungen bewirken einen gestörten Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Gehirn und werden als Grund für die Aufmerksamkeitsdefizite angesehen.

"Stoffwechsel" steht für chemische (biochemische) Vorgänge. Bei Kindern mit (z.B.) ADHS sollte man sich diese Vorgänge bzw. diverse Substanzen, auf denen sie basieren, möglichst genau anschauen. Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang die HP von Dr. Gahlen: [[www.dr-gahlen.de/behandlung/adhs LINK]]

Siehe u.a. auch [[http://www.diagnostisches-centrum.de/ads-und-adhs hier.]]

sxensibexlmann99


"Neurobiologische- und psychologische Studien konnten bei ADHS-Betroffenen Veränderungen in einigen Gehirnstrukturen und deren Funktionen nachweisen. Diese Veränderungen bewirken einen gestörten Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Gehirn und werden als Grund für die Aufmerksamkeitsdefizite angesehen.

Den Fluss der Botenstoffe wie Dopamin, Serotonoin,... ist nicht nachweisbar und nicht messbar- jedenfalls nicht am lebenden Menschen- wer das kann, hätte einen Nobelpreis verdient. Die Messung von Dopamin ist auch nicht für wesentlich schwerwiegendere psychologische Auffälligkeiten wie z.B. Schizophrenie messbar. Bei Schizophrenie hat man den Zusammenhang z.B. zur gestörtem Dopaminstoffwechsel nur an Gehirnen toter Patienten nachweisen können.

Zahlreiche psychologische Forschungen liegen an der Grenze der Pseudowissenschaft.

Unklar bleibt, ob Anomalien im Gehirn sogenannter Patienten Ursache oder Folge der Verhaltensauffälligkeiten sind.

Menschen ohne ADHS aber bei diesen Test mit vs. ohne Medikation KEINE Unterschiede zeigen?

Bei Menschen ohne Verhaltensauffälligkeit gibt es auch im Gehirn nicht viel zu unterdrücken. Dennoch lassen sich auch bei "normalen" Menschen Wirkungen der Medikamente messen.

Und was ist mit der Tatsache, dass bei Menschen mit ADHS best. psychologische Testverfahren mit vs. ohne Medikation drastische Unterschiede zeigen; Menschen ohne ADHS aber bei diesen Test mit vs. ohne Medikation KEINE Unterschiede zeigen? Warum zeigen ADHS'ler obendrein PARADOXE Effekte auf die Medikamente (ruhiger werden statt aufgeputscht?

Die Medikamente wirken selbstverständlich auf das Gehirn. Teste das mal mit "normalen" Patienten. Glaubst du ernsthaft, die Medikamente hätten bei den unauffälligen Patienten keine Wirkung? Nur weil die unauffälligen Patienten, die besser erzogen sind und ihr Gehirn besser kontrollieren können, ist der Unterschied weniger gravierend.

Ich glaube an die Diagnose (oh ja, böse Psychologen, die alles nur erfinden um die Pharma-Industrie reich zu machen. Blödfug.)

Das ist keineswegs Blödfug- insbesondere treffen diese Vorgänge Pharmaindustrie <--> Therapie nicht nur auf psychologische Fälle zu, sondern sind an sehr vielen Stellen ziemlich gegenwärtig und sogar nachweisbar (Beispiel: Antibabypille, Contagan, ...).

Ich sehe auch Menschen mit vernünftiger Erziehung, die dieses Problem haben.

Es gibt wesentlich mehr Faktoren als nur die Erziehung (siehe am Anfang dieses Threads). Und ja, ADHS ist nur durch Verhaltensauffälligeiten gekennzeichnet und messbar.

Warum zeigen ADHS'ler obendrein PARADOXE Effekte auf die Medikamente (ruhiger werden statt aufgeputscht?)

Weil in ihrem Gehirn aufgrund der Vorgeschichte der sogenannten ADHS-ler andere Vorgänge ablaufen. Da ist nichts paradox. Es mag ja Menschen geben, in bei denen das Gehirn auf Grund genetischer Veranlagung nicht korrekt funktioniert- die Analyse aber zu unterscheiden, was genetisch und was umweltbedingt verursacht ist, halte ich aus rein medizinischer Sicht für sehr problematisch.

Zusammenfassend: Die Diagnoseverfahren sind genauso schlecht, wie die Therapieverfahren. Ich behaupte, dass mehr gesunde Kinder falsch therapiert werden als genetisch bedingt im Gehirn kranken Kindern tatsächlich geholfen wird.

s ensib'el4manxn99


mehr [[http://www.fr-online.de/wissenschaft/adhs--adhs-ist-oft-eine-fehldiagnose-,1472788,31724148.html zu ADHS Fehldiagnosen hier]]

stensZibel{mannx99


Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang die HP von Dr. Gahlen: [[www.dr-gahlen.de/behandlung/adhs LINK]]

Der gute Dr. Gahlen sollte mal erklären, wie er das hier gemessen haben will- und zwar direkt:

ein gestörter Serotoninstoffwechsel

ein gestörter Dopaminstoffwechsel

???

c@riecLharlixe


"gestört" heißt in dem Falle "ein Mangel an".

Man misst das durch ein 24/7 Urin-Screening. Das ist der quantitative Teil der in der Alltags- bzw. Individualdiagnostik nicht stattfindet, aber natürlich die Grundlage ist. Im Alltag sind qualitative Merkmale entscheidend, allen voran natürlich der Leidensdruck.

A`liceHa^rGgr)eaves


Das ADHS ist eine Erfindung aus der Zusammenarbeit von Psychiatrie und Pharmaindustrie. Auch diese Behauptung ist falsch, da das ADHS bereits im 19. Jahrhundert beschrieben wurde. Stattdessen sei das ADHS die Folge einer Fehlernährung. ADHS zeige sich nach Konsum von einfachen Kohlenhydraten, Zucker, Weißmehlprodukten, Cola, Hamburgern, Spaghetti, Chips, phosphathaltiger Nahrung usw. Allgemein werden im Ritalinkritikerumfeld eine Zivilisationsernährung beschuldigt, die zu einem angeblichen Mangel an Mineralstoffen und Vitalstoffen führe, der aber durch entsprechende käuflich zu erwerbende Nahrungsergänzungsmittel zu beseitigen sei. Andere Ritalinkritiker glauben, dass schimpfende Lehrer, missverstandene Worte, Videos und Erwachsenenkonversation verantwortlich seien. Auch sei das ADHS häufiger bei alleinerziehenden Elternteilen zu beobachten. Hinzu kommen noch Beschuldigungen des Impfens, Amalgame und Schwermetalle als ADHS-Ursache. Für all diese Behauptungen werden jedoch keine Belege genannt. Experten sind sich allerdings einig, dass neurobiologische Ursachen zugrunde liegen. Zwillings- und Adoptionsstudien[5] zeigen ein signifikant höheres Vorkommen von ADHS bei Geschwistern und Eltern. Dies lässt auf eine genetische Disposition schließen.

Morbus Parkinson (sog. Schüttellähmung) als Folge der Ritalineinnahme. Ritalin wird seit ungefähr 50 Jahren eingesetzt. Diese Behauptung wurde von dem Göttinger Neurobiologen Gerald Hüther aufgrund seiner Versuche an 5 Ratten aufgestellt. Es gibt auch zu dieser Behauptung keinen Beleg.[6]

[[https://www.psiram.com/ge/index.php/ADHS]] ;-)

Eine der ersten Beschreibungen von ADHS dürfte der Zappelphilipp aus dem Struwelpeter sein.

s[ensibelhmannx99


Man misst das durch ein 24/7 Urin-Screening. Das ist der quantitative Teil der in der Alltags- bzw. Individualdiagnostik nicht stattfindet

Es klärt selbst dort keinerlei ursächliche Zusammenhänge, da auch bewusste Denkstrukturen und andere Einflüsse, die umweltbedingt, erzieherisch bedingt vorliegen, den Dopamin- und Serotoninstoffwechsel beeinflussen. D.h. es kann Ursache und Wirkung nicht unterschieden werden.

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