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Artikel: Adhs gibt es nicht

Nx3jst\orxys


@ sensibelmann99

Ahh. Da bin ganz deiner Meinung. :)z Aber wie ich auch schon erwähnte, wird das in der Verhaltenstherapie ja auch gemacht. In kleinen Gruppen werden Übungen gemacht zur Konzentration und Verhalten besprochen. (Zumindest wars in meiner Praxis so.) Ich glaub wir waren mindestens zu Zweit max. 4-5 Leute in einer Gruppe bei einem Therapeut.

@ Oneflower und Regenpfeffer

Ihr dreht euch irgendwie ziemlich im Kreis ^^

R?al=ph_HxH


@ Oneflower

Ich würde gerne noch auf einen etwas älteren Beitrag von Dir antworten, weil der mich echt verletzt hat.

Eine Schande, Kindern Psychopharmaka zu verschreiben, anstatt die aus irgend einem Grunde vorhandene Übererregbarkeit des vegetativen Nervensystems mit Hilfe eines geeigneten Therapeuten zu behandeln...

Warum glaubst Du, dass das ohne Therapeuten geht? In der Regel sind die Kinder, die Medikamente bekommen schon ziemlich lange in Therapie und im Rahmen eben dieser wird versucht, das mit Medikamenten zu unterstützen. Die Psychopharmaka sind kein Ersatz für eine vernünftige Behandlung, sie sind ein Teil davon.

Psychopharmaka unkritisch an Kinder zu verfüttern, ist ein Verbrechen.

Nachdem ich bisher ein Kind und dessen Eltern kenne, wo Ritalin verordnet wurde, kann ich Dir sage, unkritisch ist was anderes. Der Verordnung ging eine endlos lange Therapie voraus, Erziehungshilfen wie Ergo inklusive. Die Gabe von Ritalin haben die Ärzte und die Eltern endlos diskutiert, es war eine sehr sorgfältige Abwägung.

Aber das zappelige Kind wird nicht "gesehen" und "geliebt", sondern diagnostiziert und mit Tabletten vollgestopft.

Dass Du Elten, die Du nicht kennst, unterstellst, sie würden ihr Kind nicht lieben, ist.... anmassend, frech, unverschämt.

Es gibt immer Gründe für Verhaltensauffälligkeiten. Studien sagen: der Gehirnstoffwechsel ist halt fehlreguliert. Keiner fragt, warum das so ist ...

Ich bin mir realtiv sicher, dass endlos viele Forscher genau an der Fragestellung arbeiten. Wenn man Dich so liest, könnte man meinen, Du hast die Antwort. Also her damit. - Hast Du vermutlich nicht. Aber, dass andere Menschen unrecht haben, weisst Du dennoch?

Rvege_npfPeifexr


Deinen Beitrag kann ich so unterschreiben, Ralph! :)^

Ich möchte noch etwas hinzufügen an alle, die der Meinung sind, die medikamentöse Therapie wäre die bequemste Lösung für die Eltern.

Dem ist absolut nicht so. Ein verantwortungsvoller Arzt verschreibt die Tabletten nur, wenn die Eltern bereit sind, eine Familientherapie oder ein Elterntraining zu besuchen (oder dieses schon mehr oder weniger erfolglos hinter sich haben). Auch wenn im Elternhaus alles ok ist, (das soziale Umfeld stimmt, das Kind nicht finanziell oder sonstwie benachteiligt ist, nur dosiert den Medien Zugang hat, die Eltern liebevoll und konsequent sind, usw.) ist die Erziehung eines betroffenen Kindes doch oft ganz anders, als bei einem nichtbetroffenen Kind. Daher ist das wichtig, dass auch die Eltern mit ins Boot genommen werden.

Ausserdem werden engmaschige Laborkontrollen verlangt.

Bequem ist das alles wirklich nicht.

OaneFl|ower


@ Ralph,

tut mir sehr leid, ich wollte Dich nicht persönlich verletzen.

Ich habe hier meine persönliche ehrliche Meinung geschrieben und würde diese auch immer wieder so vertreten.

Vielleicht ist das Wort "Verbrechen" etwas unglücklich.

Allerdings kenne ich die Pharmabranche und weiß, wie bestimmte Dinge laufen und wie die Menschheit bezüglich Medikamenten hinters Licht geführt wird. Es sind z. T. mafiöse Strukturen .... und damit meine ich nicht den "kleinen Mann" im Labor und auch nicht die Leiter der Studien ...

Dass Kinder keinen Therapeuten brauchen, hab ich nicht geschrieben. Dass Eltern ihre Kinder vorsätzlich nicht lieben, habe ich auch so nicht unterstellt.

Ich kenne einige Jugendliche, die seit Jahren Ritalin nehmen, aber keine laufende ambulante Psychotherapie haben.

Das finde ich unverantwortlich. Und tatsächlich haben einige von ihnen auch nicht besonders friedliche Elternhäuser oder kommen aus wirklich chaotischen Familien. Mein Eindruck ist oft, es liegt nicht an den Kindern... -> mein Eindruck, und sie werden nicht gesehen... mein Eindruck

Dass Du Eltern, die Du nicht kennst, unterstellst, sie würden ihr Kind nicht lieben, ist.... anmassend, frech, unverschämt.

- ja so bin ich :)^

OFnJeFRlowexr


@ Ralph

PS: ich habe Dich nicht persönlich angegriffen...

anmassend, frech, unverschämt.

... aber das ist definitiv nah dran an einem persönlichen Angriff an mich ... [...]

s,enhsibel=manRn99


Ein verantwortungsvoller Arzt verschreibt die Tabletten nur

Ja das ist genauso wie mit Antibabypille, diversen Schmerzmitteln u.a. (Aspirin), Antibiotika, Psychopharmaka, Mittel gegen Husten und Schnupfen, ...

Hier [[http://www.meinungsverbrechen.de/wp-content/uploads/2013/12/adhs-anstieg.png zum Ritalin]]

andere [[https://de.statista.com/infografik/2073/ritalin-verbrauch-in-deutschland/ Quelle]]

Was wäre ohne öffentliche Kritiker?

RZegenFpfeifer


Auch die Verschreibung von anderen Medikamenten steigt an, z.B. werden auch mehr Antidepressiva verordnet.

Ich behaupte mal, dass gleichzeitig auch mehr Menschen an einer entsprechenden Therapie teilnehmen, sofern Plätze frei sind, die Wartelisten bestätigen ja den immer höher werdenden Bedarf.

Das liegt aber meiner Meinung daran, dass heute einfach die Diagnosestellung im Vergleich zu früher fortschrittlicher ist.

Früher wurden psychische Störungen oft einfach ignoriert oder bei Kindern wurde Zappeligkeit/Unaufmerksamkeit, usw. mit entsprechenden Strafen behandelt, einfach weil man ja auch nicht wußte, was überhaupt los ist mit dem Kind und Verständnis war sowieso keins da.

Selbstverständlich sollte man jede Art von Medikamenten kritisch überprüfen, bevor man sie nimmt oder seinem Kind gibt. Das gilt für ein normales Schmerzmittel genauso wie für Ritalin oder auch Homöpathie oder Nahrungsergänzungsmittel.

cwrieychahrlixe


Ich - und alle davon betroffenen Eltern (warum auch immer sie das sind!) - wir alle würden uns wünschen, wir hätten bezüglich der Medis eine Wahl bzw. den Luxus, diese kritisch zu sehen. Die meisten von uns haben es über viele Jahre hinweg versucht, aber wenn man trotz aller anderen Versuche - Therapien, einer geht wegen der Unterstützung des Kindes nicht arbeiten bzw. hat ein Zelt in der Schule des Kinds, Gesprächen mit Therapeuten und dem tapferen Durchstehen verletzender sozialer settings - sein Kind sagen hört:

Mama, ich kam heute später nach Hause, weil ich lange überlegt habe, ob ich mich vor den Zug schmeissen will....

DANN "stopft" man das Kind gerne mit Tabletten voll, auf dass man das nie wieder hören muss. Dass das Kind dann Freunde hat, die sich einstellende Ruhe in der Familie und der Schule nimmt man gerne als Dreingabe, das gebe ich zu. Und ich schäme mich auch wirklich dafür. :°(

c4riec5harlixe


...ich verstehe die Argumente der Gegner, aber ernsthaft:

Ihr redet wir Blinde von den Farben. Und ich schließe mich der Frage an, warum ausgerechnet dieses Thema anscheinend bei Nicht-Betroffenen so ein Interesse auslöst. Ich würde den Teufel tun und mich auf Suchtkranke, Diabetiker oder Rheumatiker einschießen, nur, weil das, was sie da nehmen, eigentlich Drogen sind und es bestimmt auch Alternativen gibt.

LFi-nex85


Und ich schäme mich auch wirklich dafür.

Warum? Ein Vater, der sein Kind mit Diabetes Insulin gibt, schämt sich auch nicht. Du hast keine Schuld.

c%rieLchaTrlie


...

ich meinte, dass ich mich schäme, dass ich mich über die Vorteile, die die Tabletten bringen (Freunde, ausgeglichene Familie, Ruhe in der Schule etc..)

freue.

Wenn man das hier so liest, muss ich mich schämen, denn dieses Glück des manchmal fast normalen Lebens ist mit Gift erkauft.

L=inGe8x5


Es bringt euch keine Vorteile, sondern ermöglicht euch so zu leben, wie andere ohne die Krankheit. Es gleicht die Schwächen aus. Da kann ich nichts falsches drin sehen..

smenssibelm(ann99


Wenn man das hier so liest, muss ich mich schämen, denn dieses Glück des manchmal fast normalen Lebens ist mit Gift erkauft.

Ich halte es für die schlechtere Methode, das Problem mi Ritalin zu mildern. Und ich habe nicht den Eindruck, dass du dich besonders mit pädagogischen/erzieherischen Maßnahmen bei diesem sicherlich schwierigen und ungewöhnlichen Verhalten deines Kindes hinreichend auseinander setzen willst.

Oft ist der steinigere Weg der langfristig deutlich erfolgreichere. Ich vermute, dass es für die Entwicklung eines Kindes deutlich besser ist, wenn es stärker lernt, sein eigenes Verhalten zunehmend zu kontrollieren, mit der geringeren Aufmerksamkeit umzugehen und das Verhalten zu trainieren. Andere individuelle Stärken- ja die haben viele ADHS-Kinder durchaus- werden mit Ritalin massiv unterdrückt.

"Ich raube einem Kind einen Teil seiner Kindheit, einen Teil seiner Kreativität. Die Persönlichkeit kann sich nicht so entwickeln wie sie sich sonst entwickeln würde. Letztendlich greife ich stark in die Psyche des Kindes ein und reduziere das Entwicklungspotenzial auf einen kleinen Bereich, um es der Gesellschaft anzupassen", meint der Kardiologe Dr. Jörg Wiewer.

Langzeitfolgen von Ritalin sind unbekannt. Offenbar verändert es aber die Persönlichkeit des Kindes.

s2ensibRelmann9x9


und mich auf Suchtkranke, Diabetiker oder Rheumatiker einschießen,

Der Vergleich hinkt verdammt stark.

crarjina_x9


tut er nicht, denn auch hier sind stoffwechselvorgänge gestört.

es ist unglaublich was sich manche hier rausnehmen, und mit lapidaren bemerkungen wie "so bin ich halt" begründen.

den gleichen mist habe ich in diversen selbsthilfeforen zum thema angst oder depression miterlebt.

"therapie ist das einzig wahre, du musst nur wollen, medikamente machen den körper kaputt...blabla"

liebe betroffenen, nehmt euch solch gesülze bitte nicht zu herzen, diese leute wissen einfach nicht über was sie reden. tauscht euch lieber in gruppen aus wo man sich auskennt. :)^

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