» »

Zusammenleben mit 4 jährigen.

gNluecks'kekrsx85 hat die Diskussion gestartet


Wir haben zwei Kinder mit 2 und 4 Jahren. Unser Sohn ist sehr, sehr lebhaft deswegen sind wir fast nur draußen. Wald, Wiese, Spielplatz hauptsache raus.

Das ist ok, ich bin selber sehr sportlich und mag das gerne.

Leider, ist unser zusammenleben gerade nicht sehr schön.

Aktuell ist gerade, dass er überall hin kotet. Spielplatz, Garten, Hängematte. Er ist aber schon rein. wir reden uns dumm und dämlich er macht es immer wieder.

Er ärgert andere Kinder am Spielplatz. Kind baut Sandburg, sohn zerstört sie mit absicht.

Verschüttet Getränke im garten, passierte auch schon öfter obwohl vorher besprochen.

hüpft am bett. Wird gebeten es zu lassen da bett sonst wieder einbricht. er lacht hüpft weiter, bett bricht. wird geschimpft, lacht.

ein kleiner Auszug. Sanktionen, wie zb Spielplatz verlassen, nimmt er ganz gelassen hin. er macht halt dann zu hause sein Programm weiter.

es scheint ihm irgendwie alles egal zu sein und wir stehen an.

ich versuche ihm viele Freiheiten zu lassen. er ist auch sehr selbstständig und weiß genau was er will.

mein mann ist strenger doch es ist bei ihm genau das gleiche.

wo ist der hund begraben, was machen wir falsch?

im kiga ist er übrigens total beliebt. lebhaft, hilfsbereit, hört, selbstbewusst so wurde er vom kiga beschrieben und sie konnte mir nur positives berichten.

Antworten
golu[eck/skIeks85


ich wäre auch sehr über buchtipps dankbar!

HGouney91_&Mit5_MiAnixs


Dass Kinder in der Kita lieber sind, als zuhause kommt häufig vor. Ist bei meinem Sohn, 4 1/2, auch so.

Daheim frecher wirbelwind, in der Kita das liebste Kind überhaupt.

Das kommt daher weil sie zuhause vertrauen haben

"Mama und Papa haben mich lieb, egal was ich mache" und daher testen sie sich dort deutlich mehr aus.

Ist er eifersüchtig auf sein geschwisterchen? Muss er viel zurück stecken?

Negative Aufmerksamkeit ist ja auch Aufmerksamkeit....

Das mit dem gross-machen würde ich mir nicht gefallen lassen. Lass es ihn selber weg machen und ggf zieh ihm ne Windel an so nach dem Motto "Wer Baby sein will, der kriegt ne Windel dran".

Ignoriert am besten negatives Verhalten (dann muss er halt im durchgebrochenem Bett schlafen) verhalten soweit es möglich ist und er sich nicht in Gefahr begibt, und belohnt positives Verhalten und gebt ihm da übertrieben viel Aufmerksamkeit @:) vielleicht ist es das, was ihm fehlt.

H~yp#erioxn


wo ist der hund begraben, was machen wir falsch?

Weil ihr ihm keine Grenzen setzt und er keine Konsequenzen von euch bekommt. Freiheiten sind schön, aber Kinder brauchen neben den Freiheiten auch Regeln und Grenzen.

Schimpfen alleine hilft auch nicht. Ihr müsst ihm schon auch Grenzen aufzeigen und auch mit einer Konsequenz handeln.

HBype&rioxn


ich wäre auch sehr über buchtipps dankbar!

ZB "Kinder brauchen Grenzen" von Jan-Uwe Rogge

[[https://www.amazon.de/Das-neue-Kinder-brauchen-Grenzen/dp/3499624028/ref=pd_lpo_sbs_14_t_0?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=MK8HYDT22RS3MZ6CZBM1 KLICK]]

Es gibt auch Kurse bei der VHS oder zb von anderen Einrichtungen zum Thema Erziehung, Regeln, Grenzen, pädagogisches Handeln usw

Schau mal ob in deiner Gegend solche Kurse angeboten werden

w#intersJonne 0`1


Kotet überall hin ":/ echt schwierig , zieht er die Hose extra runter? Dann macht er es bewusuut, da würde ich ihn es auch wegräumen lassen und dann wirklich Grenzen setzen . Garten beendet - rein ins Kinderzimmer.

redet ihr mit ihm ? Was sagt er denn dazu.

Schimpfst /Meckerst du zuviel und er ragiert so darauf?

g0luec~kskekxs85


ja, den kot hat er selber weg zu räumen.

wenn er andere kinder ärgert, verlassen wir den Spielplatz. heute waren wir zu Besuch,ich sagte ihm vorher dass wenn das spielen nicht funktioniert wir wieder gehen, wir sind gegangen.

weg laufen im ekz, sofort wieder im Auto und retour

ich schaue eigentlich schon, dass meine Sanktionen eingehalten werden und einhaltbar sind.

g6lueczkskeksx85


wenn wir mit ihm reden sagt er er macht es eh nie wieder.... ja, nur stimmt das leider nie.

h@ikslein>exs


Das ist aber auch Quatsch, so was von einem Kind zu fordern. Natürlich macht er es wieder. Er ist 4 Jahre alt! Nicht so viel reden ist meist die bessere Alternative.

Und Kinder ekeln sich nicht vor Kot, deshalb halte ich es auch nicht für zielführend, ihn das wegmachen zu lassen - zumindest nicht alleine. Viel wichtiger wäre, dass du und dass ihr mal wieder die Kontrolle über die Situation erlangt. Und solange er sich draußen so verhält, geht ihr eben nicht mehr raus, bzw. nur in ganz ganz kleinen Dosen. Wenn er es schafft, zuhause auf Toilette zu gehen, könnt ihr in den Wald. Etcpp. Ich würde das nicht bestrafen, sondern positiv verbinden. Wenn es eine Stunde super klappt, dann geht ihr und du kannst ihm sagen: Super war das, genau so kann es morgen wieder sein.

Generell klingt es, als wäret ihr durchaus etwas überfordert.

wLinte,rsonnve -01


Dein handeln scheint schon konsequent zu sein.

Vielleicht braucht er mehr Liebe ... ihn öfters mal in dem Arm nehmen , ihm zeigen, dass du ihn wahrnimmst. Mit einem zweijährigem Kind noch zu Hause hast du sicherlich viel zu tn. Vielleicht kämpft er um Aufmerksamkeit. ":/

K}aktVus081o5


Versucht es mal mit positiver Verstärkung.

Nicht sagen: "Wenn das Spielen nicht klappt, müssen wir gleich wieder gehen."

Sondern: "Wenn das Spielen heute gut klappt, lese ich dir zum Schlafengehen eine Extra-Geschichte vor."

Oder: "Wenn du es schaffst, heute ordentlich zur Toilette zu gehen, darfst du noch ein kleines Eis nach dem Abendbrot haben.

Oder sowas ähnliches eben, was er gern hat und wo es sich für ihn lohnt, erwünschtes Verhalten zu zeigen.

Vielleicht hilft auch ein Smiley-Plan. Kennt ihr sowas? Das Kind sammelt für erwünschtes Verhalten jeden Tag Punkte, Aufkleber oder Smileys auf einer Liste (kann man selber malen) und bekommt für eine bestimmte, vorher festgelegte Anzahl eine kleine Belohnung. Z.B. dreimal zum WC gegangen statt in die Wohnung zu koten gibt ein Überraschungsei.

Oder fünfmal friedliches Spielen auf dem Spielplatz ein kleines Matchboxauto.

Und dem Kind dann auch helfen, in der Situation nochmal dran zu denken, sobald du bemerkst, dass er wieder ins alte Verhaltensmuster fällt!

Haancxa


Ich kann dir ein Buch empfehlen über das kompetente Kind von Jesper Juul.

[[https://www.amazon.de/Das-kompetente-Kind-Wertgrundlage-Familie/dp/3499614855]]

glueckskeks85 wenn Kinder sich so benehmen, ist das ein Hilferuf.

Bei euch läuft etwas schief. Was das ist, musst du herausfinden.

Die Erziehung eines Kindes mit Lob und Strafe/Sanktionen ist ein Armutszeugnis für die Eltern.

Saho6jxo


Jesper Juul find ich auch oft ganz gut. Und Astrid Lindgren. Mein ich ganz ernst, auch wenn es keine Erziehungsratgeber in dem Sinne sind, aber ganz viel Astrid Lindgren lesen halte ich wirklich für eine ausgezeichnete Sache. ;-)

K5akqtus08V1x5


Die Erziehung eines Kindes mit Lob und Strafe/Sanktionen ist ein Armutszeugnis für die Eltern.

Kann ich so nicht nachvollziehen.

Warum sollte man Kinder nicht loben, wenn sie etwas besonders gut gemacht haben?

Das Wort "Strafe" ist hier sowieso fehl am Platz.

Die meisten Kinder lernen am besten aus logischen Konsequenzen. Und wenn man nicht total antiautoritär erziehen will, muss man als Eltern auch mal Konsequenzen verhängen. Keine Strafen, dass frustet beide Seiten. Aber ein Kind, welches erfährt, was aus seinem Verhalten resultiert, lernt.

Beispiele: Wer etwas kaputt macht, beschädigt, verschmutzt, usw. muss das wieder in Ordnung bringen.

Wer sich morgens nicht anziehen will, geht halt im Pyjama in den Kindergarten.

Aber auch: Wer für Mama die Handtücher zusammenlegt, bekommt eine Extra-Geschichte vorm Schlafengehen oder auch mal eine kleine Süßigkeit außer der Reihe. Und auf jeden Fall ein dickes Lob:

"Toll, dass du mir das abgenommen hast, nun hab ich weniger zu tun und kann mehr Zeit mit dir verbringen! Da freu ich mich drüber!"

HVanca


Kaktus was du machst ist Konditionierung.

Ich wollte nie dressierte Zirkusäffchen, sondern dass meine Kinder sein können, wer sie sind.

Kinder kommen als ein einzigartiges Wesen auf die Welt. Sie müssen nur das Potenzial entfalten können, welches sie mitbringen. Man darf sie nicht verbiegen und einen anderen Menschen aus ihnen machen wollen.

Kinder machen auch nichts falsch. Sie sind keine kleinen Erwachsenen.

Sie lernen in ihrem eigenen Tempo - vor allem durch Nachahmung.

Belohnt man "gutes Verhalten", dann gibt es auch falsches Verhalten.

Die Kinder werden dann nicht mehr bedingungslos geliebt.

Sie fühlen sich falsch, wenn Verhalten ständig in gut und schlecht eingeteilt wird.

Kinder brauchen Liebe um ihrer selbst willen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Erziehung oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Kindermedizin · Psychologie · Beziehungen · Kinder nach Geburtsmonaten


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH