» »

Vorsorge kritisch

jdackpo00x7


Ich habe bisher immer noch kein vernünftiges Argument gegen Vorsorgeuntersuchungen von dir gehört.

Wie gesagt, eine Meinung darfst du als Patient selbstverständlich gerne haben, aber daher muss sie noch lange nicht richtig sein. Das Angebot der Vorsorgeuntersuchung (oder Früherkennung) abzulehnen steht dir daher frei, auch wenn dieser Entschluss rational betrachtet unsinnig ist.

Es ist selbstverständlich zu begrüssen wenn die Gemeinschaft der Krankenversicherten deine spätere Zahnbehandlung nicht bezahlt, denn diese Kosten hätten ja durch Wahrnehmung der Früherkennungsuntersuchung möglicherweise vermieden werden können. Also ist es nur konsequent wenn man nicht die Gemeinschaft bestraft sondern du die finanziellen Folgen deines irrationalen Verhaltens selber trägst.

l#ampnetecr


Wie gesagt, eine Meinung darfst du als Patient selbstverständlich gerne haben, aber daher muss sie noch lange nicht richtig sein. Das Angebot der Vorsorgeuntersuchung (oder Früherkennung) abzulehnen steht dir daher frei, auch wenn dieser Entschluss rational betrachtet unsinnig ist.

Diese "Bewertung" meines Verhaltens ist unsinnig, denn sie bringt nichts!

Es ist selbstverständlich zu begrüssen wenn die Gemeinschaft der Krankenversicherten deine spätere Zahnbehandlung nicht bezahlt

Die Gemeinschaft wird sie bezahlen, weil ich durch den Bonuszwang regelmäßig zum ZA gehe.

:-p

l/aZmp?et.exr


Die Gemeinschaft wird sie bezahlen,

Genau so, wie sie die Behandlung von Lungen-CA's und Herzinfarkten, die durch Nikotinabusus entstehen bezahlt, oder Erkrankungen, die durch falsche Ernährung+Bewegungsmangel entstehen, genauso, wie unnötige Hysterektomien oder Varizen-OP's....und, und, und.

Wenn's danach ginge, könnte ich mich den ganzen Tag aufregen.

Ich habe bisher immer noch kein vernünftiges Argument gegen Vorsorgeuntersuchungen von dir gehört

Das ist relativ!

Für mich und manchen anderen reichen sie. Aus meiner Sicht hast du auch keine vernünftigen Gründefür Früherkennung gebracht.

Die Gründe, warum Menschen zur "Vorsorge" gehen ist Angst.

Ihnen wird vorgegaukelt, wenn sie regelmäßig zur Untersuchung gingen würden sie nicht an Krebs erkranken-das ist schlichtweg falsch.

Eigentlich haben Patienten ein Recht auf eine objektive Beratung, damit sie das Schaden/Nutzen-Verhältnis einschätzen können.

Oft genug werden sie aber nur mit einseitigen Infos seitens des Arztes versorgt, um ihnen eine Untersuchung schmackhaft zu machen, an denen er gut verdient.

Verkaufstraining für Ärzte ist übrigens ein regelmäßiges Angebot auf der Medica.

Und:

Mag sein, dass es Menschen gibt, die blindes Vertrauen in die Medizin haben, und die durch VU's beruhigt sind.

Mich beunruhigen sie eher, weil oft sog. "Überdiagnosen" gestellt werden, die ich gar nicht wissen will, auf die sich Ärzte dann aber gerne mit Wonne stürzen.

Diese leidvolle Erfahrung musste ich vor 2 Jahren selber machen und bin einmal mehr zum Vorsorgeverweigerer geworden.

Für mich ist in dieser "Diskussion" übrigens alles gesagt-es gibt nichts mehr hinzuzufügen.

Ich könnte außerdem mein Pferd verwetten, dass du zu einer Gruppe gehörst, die an Vorsorge verdient.

Habe du weiter Spaß an deinen Vorsorgeuntersuchungen und sei nicht allzu traurig, wenn es dich eines Tages doch erwischt, denn du kannst dich dann damit trösten, dass du "alles getan hast";-D

Pyrix


Die Gründe, warum Menschen zur "Vorsorge" gehen ist Angst.

Ihnen wird vorgegaukelt, wenn sie regelmäßig zur Untersuchung gingen würden sie nicht an Krebs erkranken- das ist schlichtweg falsch.

Genau! :)^ So sehe ich das auch. Und das Schlimmste daran ist, dass schon Teenagern diese Angst eingeredet wird. Wenn z. B. bei 13- Jährigen ein Krebsabstrich gemacht wird... :-o Da kann man sich doch wirklich nur an den Kopf fassen. %-|

j>ackox007


Niemand hat je behauptet dass Vorsorgeuntersuchungen Krebs verhindern. Sie erkennen ihn nur frühzeitig so dass man eine Chance hat geheilt zu werden bevor es zu spät ist.

Im übrigen werden diese Vorsorgeuntersuchungen miserabel bezahlt, so dass wohl kaum ein Arzt aus finanziellen Gründen scharf drauf sein dürfte.

Und es werden auch nur Vorsorgen angeboten die 1) billig sind 2) ungefährlich sind 3) bei Früherkennung einer Krankheit wirkliche Heilungschancen bieten.

Es gab vor kurzem eine Studie die gezeigt hat dass man mit regelmässigen Computertomographien (die übrigens sehr gut bezahlt werden) Lungenkrebs früh erkennen kann. Dennoch ist sich die Ärzteschaft weltweit weitgehend einig dass diese Untersuchung kein Bestandteil einer regelmässigen Vorsorgeuntersuchung sein kann da sie

1) wie bereits gesagt sehr teuer ist

2) keine Lebensverlängerung bewirkt sondern nur eine frühere Diagnose herbeiführt (mit entsprechend längerem Leiden)

3) mit einer nicht unerheblichen Strahlenbelastung verbunden ist

Wie ihr seht werden also unnötige VU's aus guten Gründen nicht angeboten, auch wenn sie für Ärzte extrem lukrativ sind (das allerdings auch nur bei Privatpatienten).

Für alle derzeit angebotenen VU's gibt es hervorragende Argumente inkl. sehr günstiger Kosten/Nutzen-Analysen so dass diese Untersuchungen trotz mieser Bezahlung flächendeckend zur Verfügung stehen. Dies gilt auch für Zervixabstriche bei Teenagern (derzeit empfohlen für alle Frauen ab 21 Jahren oder ab 3 Jahre nach erstem vaginalen Verkehr, whatever comes first).

lHampTexter


Wer immer zur VU gegangen ist und trotzdem an Krebs erkrankt, bzw. stirbt bei dem ist es Pech, oder Schicksal.

Derjenige, der nicht geht und erkrankt und stirbt, bei dem ist es Schuld und Strafe!?

So einfach ist das leider nicht.

Und:Gynäkologen existieren nur durch die Vorsorgeuntersuchungen und IgeL.

CeetuIs


Wie hat mal ein bekannter Arzt gemeint:

Vom Krebs leben mehr als daran sterben.

Als die Mildred Scheel -ehem. Ärztin und Präs. der Krebsliga- an Darmkrebs erkrankte und verstarb, war die Anzahl der VU auf einem Tiefstand.

Heute ist für Pat. nicht mehr erkennbar wo die Grenzen von Nutzen und Schaden liegen.

S<al ja nxa


@ Cetus

Heute ist für Pat. nicht mehr erkennbar wo die Grenzen von Nutzen und Schaden liegen.

Das genau ist der Punkt.

Eine Hautanalyse zur Muttermalbeurteilung würde mich persönlich nicht stören, aber eine rein prophylaktische Darmspiegelung wäre mir schon zuviel, genau, wie jährliche Untersuchungen bei einem Gynäkologen , oder 2jährliche Mammographien.

Mein Gott, ab einem bestimmten Alter verbringt man seine Zeit ja nur noch mit Arztbesuchen.

Hans-Jörg Felmy, der kürzlich verstorben ist, hat einen schönen Satz gesagt:

Nicht dem Leben mehr Jahre geben, sondern den Jahren mehr Leben.

j=ackWo007


"Wer immer zur VU gegangen ist und trotzdem an Krebs erkrankt, bzw. stirbt bei dem ist es Pech, oder Schicksal.

Derjenige, der nicht geht und erkrankt und stirbt, bei dem ist es Schuld und Strafe!?

So einfach ist das leider nicht."

Nochmal: VUs verhindern keinen Krebs. Sie ermöglichen die Früherkennung und damit die Chance einer Heilung.

Dein Statement müsste also richtig lauten:

Wer immer zur VU gegangen ist und an Krebs erkrankt, hat eine höhere Chance diesen zu überleben.

Derjenige, der nicht geht und erkrankt hat meist eine geringere Überlebenschance.

So einfach ist das.

Skalj|axna


Dein Statement müsste also richtig lauten:

Wer immer zur VU gegangen ist und an Krebs erkrankt, hat eine höhere Chance diesen zu überleben.

Derjenige, der nicht geht und erkrankt hat meist eine geringere Überlebenschance.

So einfach ist das.

So einfach ist es nicht!

Ich habe es in meinem direkten Umfeld leider, leider anders erleben müssen :°(

Ein ganz anderer Aspekt wäre, dass der Mensch eine panikartige Angst vor "Krebs" hat. Die meisten Menschen sterben immer noch an den Folgen einer Herz/Kreislauferkrankung, ganz zu schweigen von den vielen, furchtbaren neurologischen Erkrankungen, für die es weder Früherkennung, noch Vorsorge, noch wirkungsvolle Therapien gibt.

j$acko0x07


@Saljana

So einfach ist es leider doch.

Im übrigen dienen die VUs ja auch nicht nur der Krebsvorsorge, sondern auch der Früherkennung und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer z.B. seinen Blutdruck regelmässig messen lässt kann früh eine Hypertension entdecken und entsprechend behandeln und damit sowohl Herzinfarkten als auch Schlaganfällen vorbeugen. Wer hingegen auf Messungen verzichtet läuft u.U. jahrelang mit erhöhten Blutdrücken (macht nämlich meist keinerlei Symptome) durchs Leben die letztlich zur überraschenden "Lebensverkürzung" führen...

EGdH9ardxy


Dein Statement müsste also richtig lauten:

Wer immer zur VU gegangen ist und an Krebs erkrankt, hat eine höhere Chance diesen zu überleben.

Derjenige, der nicht geht und erkrankt hat meist eine geringere Überlebenschance.

klingt logisch - ist es auch!

kleines Bsp: Pat kam mit Mundhöhlenkarzinom. geschätze lebenszeit: im höchstfall 2 jahre. wäre er aber regelmäßig zu den ZA-VU gegangen hätte man dieses bereits früher entdeckt und eher was machen können. natürlich heißt es nicht das er dann überlebt hätte...aber zumindest hätte er eine bedeutend höhere chance gehabt. andersrum hätte er auch von selber mal früher kommen können wo er das ding bemerkt hat. aber es sind leider -so muss ich desöfteren feststellen immer die jenigen die dann kommen wenns zu spät ist die nie zu VUs gehen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Gesundheitswesen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH