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Kur abgelehnt: was tun?

j|akxki hat die Diskussion gestartet


Meine Mutter (66 Jahre) hat zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kur beantragt. Und diese wurde abgelehnt. Der Arzt sagt, dass sie den Einspruch einlegen muss, da kann er nichts machen ... und nun weiß sie nicht, was sie tun soll. Vielleicht könnt ihr ja helfen.

Hier ein paar Grundinfos:

Meine Mutter ist Rentnerin und pflegt meinen 73-jährigen Vater, der letztes Jahr eine schwere Herz-OP hatte, bei dem er auch noch einen leichten Schlaganfall hatte und kann seitdem nicht lange gehen und die linke Hand nicht schließen. Daher bekommt er (seit er aus der 3-wöchigen Reha rausgekommen ist) Krankengymnastik, zu dem wir ihn immer hinfahren.

Ich finde das nicht richtig. Meine Mutter hat vier Kinder groß gezogen, war im kleinen Betrieb von meinem Vater rund um die Uhr angestellt, war nie krank und hat nie eine Kur gehabt. Und jetzt nach dem ganzen Streß vom letzten Jahr bekommt sie nicht einmal eine 3-wöchige Kur genehmigt!!!

Mein Vater hat jahrelang hohe Beträge für sie eingezahlt und jetzt sowas ... Mit welchen Argumenten muss man der Krankenkasse kommen, damit sie zusammen mit meinem Vater zur Kur kann?

Antworten
R6avaxn


Der Arzt hat Recht

Deine Mutter muss der Entscheidung widersprechen. Das ist sozusagen der klassische Weg. Fast jeder Antrag auf Reha oder Kur wird erstmal abgelehnt. Nimm also diese Entscheidung der KK nicht persönlich. Die Bearbeiter denken da überhaupt nicht an den Einzelfall.

Deiner Mutter alles Gute

sJhoZppihng=queen


Der Arzt muss was schreiben...

Hallo,

Deine Mutter muss auch kurbedürftig im Sinne des Sozialgesetzbuch sein. Ob sie nie krank war, oder zur Kur war oder durchs Kinderkriegen ein wertvoller Bestandteil unserer Gesellschaft ist - das zählt nicht.

Sie muss oso krank sein, dass alle ambulanten Maßnahmen am Wohnort ausgeschöpft sind und sie einer stationären Maßnahme bedarf. Das setzt natürlich voraus, dass Deine Mutter auch schon Facharztbesuche, Therapien, Präventionsmaßnahmen usw. tatsächlich erfolglos absoviert hat. Wenn nicht, muss sie das erst machen.

Vom Arzt hätte ich mehr erwartet, als dasss er sagt, dass sie Einspruch einlegen soll. Zuerst einmal heisst das Widerspruch; und dass sollte Deine Mutter innerhalb von einem Monat tatsächlich einlegen. Aber wenn sie keine neuen medizinischen Unterlagen als Begründung einreicht, dann kann man sich den Weg eigen tlich sparen. Dann bleibt es bei der Ablehnung und eine Klage hätte auch keine Aussicht auf Erfolg.

Also: Widerspruch einlegen und aufzählen, was man selbst so alles schon gemacht hat. Und den Arzt in den Allerwertesten treten, dass er nicht nur solche Phrasen schwingt, sondern mal ein aussagekräftige medizinische Begründung (unter Aufzählung aller erfolgten Therapien) schreibt.

Wenn natürlich weder Facharztbehandlungen noch Therapien in den letzten 6-12 Monaten gelaufen sind, dann ist der Widerspruch das Porto eigentlich nicht wert...

LG, S.

Fyranci|nMe Axna


...war nie krank und hat nie eine Kur gehabt...

deshalb hat sie nach offizieller Lesart auch keine Kur nötig, sondern höchstens einen Urlaub!

...Rentnerin und pflegt meinen 73-jährigen Vater, der letztes Jahr eine schwere Herz-OP hatte .....

Und jetzt nach dem ganzen Streß vom letzten Jahr....

Müßte sie sich evtl. von einer Psychiater/in mal gegen die Depressionen, die sie ob all des Kummers mit Sicherheit haben wird, mal ein paar Monate behandeln lassen, dann hat sie sicher Chancen auf eine Kur. Psycho-Kuren sind länger als andere Kuren und bei gutem Allgemeinbefinden überhaupt nicht stressig ;-)

L.uk5aRss109x71


jakki

mir ging das genauso. mein kurantrag wurde abgelehnt. ich habe dann widerspruch eingelegt und die genehmigung kam kurzfristig.

wichtig: bei der begründung reinschreiben welche wehwehchen deine mutter hat. das was shoppingqueen in den ersten beiden absätzen schreibt, solltest du beherzigen.

"Widerspruch einlegen und aufzählen, was man selbst so alles schon gemacht hat." und was an beschwerden vorhanden ist. das sollte, wenn möglich, durch ärztliche unterlagen belegt werden können. aber viel jammern, den gesundheitszustand deiner mutter "dramatisch" schildern, aber nicht zuviel übertreiben, dann sollte es gehen

wenn nicht, muß deine mutter zukünftig regelmäßig zum arzt und zum orthopäden gehen. bestimmt würde auch eine große untersuchung weiter helfen.

Viel Glück !!!!!

sQusak73


Hallo

Dein Beitrag ist zwar schon einen Monat her, aber ich wollte Dir trotzdem noch antworten:

Also es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie Deine Mutter an eine Kur kommen kann: über das Müttergenesungswerk. Jede Frau, die einmal Kinder bekommen hat, kann sich für so eine Kur anmelden. Nennt sich "Mütterkur" (mehr bekannt sind die Mutter-Kind-Kuren).

Ich selbst hatte vor 3 Jahren so eine Schwindelgeschichte / Depression und die BfA hat meinen Antrag abgelehnt und auch die Krankenkasse hat sich quer gestellt. Durch eine Bekannte habe ich die Nummer des Müttergenesungswerks bekommen und die haben mich dann unterstützt und die Beantragung übernommen. Da hat das dann innerhalb von 2 Wochen geklappt. Also, wenn Du Interesse hast melde Dich bei mir, dann suche ich die Nr. raus. Gruß, Susa

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