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Arzthelferin Lohn?

Pdilg`erMxu


NAtürlich verdient ein Arzt mehr, als zbsp. ein Bäcker, aber man muss halt auch die Realtion sehen: die Ärzte arbeiten bei weitem mehr

Du gestattest schon, daß ich das ganz erheblich anzweifle?

nicht mehr so, wie früher, dass Ärzte die Taschen voller Geld haben und schon gar nicht mehr wissen, wie sie es ausgeben sollen

Sollte es in letzter Zeit etwas weniger geworden sein, so ist das nicht alleine den Ärzten passiert, sondern überall so.

Der Zustand, daß die sich dumm und dämlich verdienen muß nicht unbedingt wiederhergestellt werden, auch wenn sie es noch so sehr gewöhnt waren

Wenn Ärzte so viel Arbeitszeiten berechnen hängt das auch damit zusammen, daß sie jetzt die Bereitschaftsdienste in den Kliniken als reguläre Arbeitszeit rechnen - also alles relativ ;-D

jsacklo007


unterbezahlt

Der Arztberuf ist in Deutschland ein extrem unterbezahlter Beruf. Kaum ein anderes hoch entwickeltes Land leistet es sich die besten eines Jahrgangs in einem 6-jaehrigen Hammerstudium erst zu brechen und dann hinterher mit Popelgehaeltern in einer nochmal so langen Facharztausbildung abzuspeisen. Die Zahlen die ihr in den Steuererklaerungen seht beziehen sich ja auf den Umsatz einer Praxis, nicht auf das Gehalt des Arztes. Klar sind die Umsaetze meist 6-stellig, aber davon gehen Miete, Gehaelter der Angestellten, Kosten fuer Geraete, Labor etc. ab. Am Ende bleiben fuer den Arzt oft nur Betraege von weniger als 2000 Euro im Monat uebrig.

Und dafuer wollt ihr noch anstaendig behandelt werden?

Klar guibt es Ausnahmen, e sgibt sicher noch Praxen mit vielen Privatpatienten wo die Aerzte sehr gut verdienen. Aber das ist eher selten, und wird auch immer seltener.

PNi>lgerYMu


in einem 6-jaehrigen Hammerstudium erst zu brechen

wie soll man denn das verstehen - haben wir irgendwo "gebrochene Ärzte"???

Von wegen Hammerstudium - ich behaupte, daß z. B. ein Sinologiestudium durchaus schwieriger ist, Verdienst hinterher auch nicht besser.

Wem das Medizinstudium zu schwierig erscheint, der ist möglichweise generell überfordert oder hat das falsche Fach gewählt.

Mit BWL kann man dann Top-Manager o. ä. Großverdiener werden.

Mit dem Beruf des Arztes verbindet man auch heute noch gewisse Ideale, man sieht den aufopferungsvollen Landarzt vor dem inneren Auge - nicht den Medizinroboter, der in erster Linie nach dem Einkommen schaut. Die Ethik ist verlorengegangen. Vielleicht müßte man die Studenten mehr in diese Richtung leiten, damit sie vom reinen Profitdenken selber Abstand nehmen würden.

Der Kranke braucht einen Helfenden, Heilenden, keinen Medizinroboter

Amlexandxra_87


@PilgerMu

Ich habe in meiner Verwandt- und Bekanntschaft sowohl Bäcker, als auch Ärzte, ich denke also, ich weiß, wovon ich rede...... ein Bäcker steht vielleicht eher auf, als ein Arzt, aber er steht nicht bis abends um 8 hinter dem TResen, denn das übernehmen die Angestellten......wobei ich dazu sagen muss, dass in unserer Stadt auch2 Bäcker wohnen, die richtig gut zu leben scheinen

-->den, den ich meine, das ist ein kleines Familienunternehmen mit einer Filiale....

Und ich denke, wenn du sowas sagst, kennst du keinen Arzt persönlich richtig gut....

Denn dann wüsstest du, dass Ärzte morgens um 6 oder 7 loslegen und bis abends - spät abends - beschäftigt sind.........Das ist ja nicht nur die Behandlung der Patienten, sondern auch der ganze Bürokram... und denk nur nicht, dass Ärzte Wochenenden haben.......also schon, aber nicht wie ein normaler Arbeiter, der Freitag um 17:00 nach Hause kommt und erst Montag morgen wieder an Arbeit denken braucht.

Und die Anrechnung der Stunden, die du beschreibst, gelten definitiv nicht für Ärzte, die eine eigene Praxis haben-von denen bin ich ausgegangen......

Soll kein Angriff sein.,.... :-)

Viele Grüße, Alex

aEzrivel


aber

viele Ärzte arbeiten mittlerweile nur noch 2 Monate im Quartal und fahren den letzten in Urlaub. Dann ist das Geld von den Krankenkassen alle..... tut mir leid, ich finde nicht, dass Ärzte zu wenig verdienen (die die eine Praxis haben!!!). Wer sich 4 monate Urlaub im Jahr leisten kann und es nicht nötig hat, für seine Patienten da zu sein, der kann nicht zu wenig verdienen... was das Studium angeht: es gibt andere harte Studiengänge bei denen nachher ein geringerer Verdienst rausspringt.

_(demolaant_


azriel

Was genau möchtest du uns hier erzählen?

Sei mir nicht böse, aber das habe ich noch NIE gehört und ich kenne auch ein paar Ärzte.

a:zOriexl


ebenso

mein ehemaliger Hausarzt, wie auch viele Ärzte die schon lange praktizieren z.B. mein Hautarzt, Frauenarzt) sind seitdem es die Praxisgebühr und die damit verbundenen Änderungen im Gesundheitssystem gibt, immer nur noch 2 Monate im Quartal verfügbar. Ist doch schon sonderbar oder nicht? Mein alter Hausarzt meinte, es würde sich für ihn nicht mehr lohnen 3 monate pro Quartal zu arbeiten.

P-ilg+erMu


dass in unserer Stadt auch2 Bäcker wohnen, die richtig gut zu leben scheinen

ich kenne viel mehr Ärzte die richtig gut zu leben scheinen ;-D

Und ich denke, wenn du sowas sagst, kennst du keinen Arzt persönlich richtig gut...

du kannst mir glauben, ich kenne viele Ärzte so richtig gut, sowohl Krankenhausärzte als auch solche mit Praxen, da allerdings keine Allgemeinärzte, sondern Kinderärzte, Frauenärzte und Internisten!

dass Ärzte morgens um 6 oder 7 loslegen und bis abends - spät abends - beschäftigt sind... Das ist ja nicht nur die Behandlung der Patienten, sondern auch der ganze Bürokram... und denk nur nicht, dass Ärzte Wochenenden haben...

Also diese Arbeitszeit erklärt sich größtenteils aus der neu eingeführten Anrechnung der Bereitschaftsdienste als Vollarbeitszeit.

Aber das ist ohnehin ein anderes Thema. Wenn die Ärzte finden, die Arbeitszeit sei zu hoch, dann sollen sie dagegen ruhig protestieren. Aber sie protestieren doch in erster Linie um höhere Bezahlung und nicht um eine Gehaltserhöhung von einigen Prozent - wie wir Normalos, nein es müssen 30% sein. Da schnallt unsereins doch glatt ab.

Sie protestieren auch nicht um weniger Bürokram, den gut eine Sekretärin erledigen könnte ....

:-D

T3anjxaW


naja

jetzt muss ich die ärzte auch mal in schutz nehmen...die wollen die 30% wieder haben, die sie in den letzten jahren eingebusst haben! das würde jeder von uns tun, wenn wir an dieser stelle wären,oder? klar verdienen sie noch genug geld, haben dafür aber auch eine mords-verantwortung! ich möchte nicht in deren haut stecken!

und pilger mu...den bürokram kann eben nicht eine sekretärin machen oder meinst du, sie weiss was sie abrechnen soll oder wie man ein gutachten macht ???

und das ärzte nur noch 2 monate im quartal die praxis offen haben...sorry, das hör ich zum ersten mal! wo lebst du denn azriel ??? das ist ja völliger quatsch was du da erzählst!

A+lexanydrax_87


@ TanjaW:

Recht geb ich dir :-)

Außerdem stimmt es nicht, dass Ärzte nur wegen den 30& auf die Straße gehen-das wird von den Medien oft so dargestellt, dem ist aber nicht ganz so:

Die meisten Ärzte gehen auf die Straße, um ihren Protest über die Gesundheitsreform auszudrücken-->sie streben nicht in erster Linie eine Gehalterhöhung an, sondern eine Änderung der Gesundheitsreform:eine Änderung der Bedingungen, unter denen Ärzte zur Zeit Arbeiten und Patienten zu leiden haben....

Das ist doch genau wie vor ein paar Monaten, als Lehrer auf die Straße gegangen sind-->da behaupteten die Medien auch, dass dies nur wegen des Geldes wäre, was dem nicht ganz entsprach....

@ azriel:

Dein Arzt hat insofern Recht, dass es sich für ihn nicht mehr lohnt, da er nur eine gewisse Arbeitszeit und auch nur eine gewisse Anzahl an Patienten bezahlt bekommt.

Dass dieser Umstand für den Patienten kein angenehmer ist, das ist wohl klar und ich kann auch nachvollziehen, dass man da schnell "ungehalten" wird.....Aber die Ursache dafür, dass es eben so viele Arztpraxen so machen, liegt in der Gesundheitsreform.

Versetz dich mal in deren Lage....: Würdest du 4 Wochen im Monat arbeiten gehen, ohne jegliche Bezahlung aber unter dem Aspekt, dass du Schwestern, Reingungskräfte und Nebenkosten zahlen musst?

Die Ärzte selbst können nicht viel daran ändern....ändern können vielleicht wir als Patienten etwas, in dem wir uns bei Krankenkassen und Co. beschweren.......

Viele Grüße, Alex

a,zrixel


ich denke, dass man einen Beruf, wie Arzt aus Berufung ergreifen muss und nicht des Geldes wegen. Klar kann ich verstehen, dass Ärzte jetzt auf die Strasse gehen und ich finde die Umstände unter denen Klinikpersonal (nicht ausschliesslich Ärzte) arbeiten müssen auch unmöglich. Andererseits haben eben viele Ärzte bisher - vor der Gesundheitsreform - wirklich ZU gut verdient, was meiner Meinung nach auch nicht richtig war. Wie bereits gesagt andere Studiengänge sind auch schwer und da verdient man weit weniger.

Ja, die Lehrer, das ist irgendwie das gleiche Thema, allerdings kenne ich mich in der Thematik besser aus (weil ich erstens auf Lehramt studiere und zweitens aus einer Lehrerfamilie stamme). Auch hier bin ich der Meinung, dass es sich in Bezug auf das Geld um ungerechtfertigte Streiks handelt. Lehrer verdienen nicht schlecht! Andere Aspekte sind Verwaltungsaufgaben und das Schulsystem - das ist wiederum nicht in Ordnung.

@ tanja:

Ich lebe in einer ganz normalen Großstadt in Deutschland (Köln) und leider ist es kein Quatsch, was ich erzähle. Klar gibt es auch Ärtze die immer da sind, aber es gibt eben auch viele andere. Viele die nur wegen des Geldes Arzt geworden sind....

Was anderes noch: Ich bin Kassenpatientin und als ich einen neuen Hausarzt suchte, bin ich aus diesem Grund zunächst bei 4 Ärzten abgelehnt worden - die Praxis wäre voll, aber immer zunächst die Frage, ob ich privat versíchert sei.... ich finde das widerspricht sich mit dem Eid des Hippokrates!

_fdemyolyaxnt_


Ich finde es immer wieder lustig, wie viel den Ärzten eine besonders tolle Moral vorwerfen wollen... :(v

Auch sie wollen vielleicht auch gut verdienen und alleine die Arbeitszeiten auf sich zu nehmen halte ich für Idealismus genug.

Übrigens: Der Eid des Hippokrates wird schon seit mehreren Jahren nicht mehr gehalten...

abzrixel


@ demolant

wie gesagt: klinikärzte auf der einen seite, Praxisärzte auf der anderen. Auf Klinikärzte bezogen stimm ich dir zu 100% zu! Aber rein wirtschaftlich darf man den Arztberuf nicht sehen.

_8de3moxla+nt_


Weißt du, ich habe durch meinen Vater von recht vielen Ärzten gehört die Bankrott gegangen sind oder im Ausland arbeiten gehen (wie er selbst). Man darf den Beruf sicherlich nicht nur wirtschaftlich sehen. Aber ich denke, dass wenn jemand ohne zusätzlichen Lohn viel länger arbeitet, als er muss, schon unwirtschaftlich genug gedacht wurde...

_wLok/o_


demolant

Nun ja - sie hat ja auch gesagt, dass sie NICHT die Klinikärzte meint... und Ärzte, die eine eigene Praxis haben verdienen nun mal meist nicht schlecht und müssen nicht mehr arbeiten, als der Rest der Gesellschaft. Wobei azriel dabei nicht vergessen sollte, dass man um eine eigene Praxis zu gründen erst mal genügend Startkapital braucht, welches häufig nur durch Schulden zu bekommen ist - also so perfekt ist das Leben als Praxisarzt auch wieder nicht (es sei denn, man hat reiche Eltern oder erbt eine Praxis...) - aber dieses Risiko haben nicht nur Ärzte, sondern jeder Mensch, der sich selbstständig macht... also Praxisärzte sollten sich wirklich nicht beschweren über ihren Beruf und den Verdienst!

Ich denke, dass es viele Arten von Ärzten gibt. Wenn sich einer sein Leben lang in einer Klinik totschuftet, dann macht er das sicher nicht wegen dem Geld, sondern das hat dann auch viel mit "berufung" zu tun - diesen Leuten macht der Beruf einfach Spaß... Wenn ich mir dagegen irgendwelche Schönheitschirurgen anschaue, dann bekomme ich schon häufig das Gefühl, dass es denen nur ums Geld geht.

Wie immer im Leben ist vermutlich der Mittelweg das Beste. Ein Arzt, der den Job nur macht, weil er Geld und gesellschaftlichen Status will, der sollte es den Patienten zuliebe besser gleich lassen... und ein Arzt, der in seinem Beruf so aufgeht, dass er kaum genug Geld zum Leben hat - dafür sich aber halb totarbeitet, der sollte es seiner Gesundheit zuliebe auch besser lassen...

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