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Arzthelferin Lohn?

PoilgxerMxu


1.700 Euro netto als Assi

Märchen, die von Xenophoben in die Welt gesetzt werden!

Medizin Student. Vielleicht in nem Jahr wenn alles glatt läuft.

Nur Mut - wenn du's schaffst bist ein "gemachter Mann" kannst mir ruhig glauben :)*

jeackYo0x07


1700 netto stimmt

Ich kann dieses Gehalt bestaetigen. Und das gilt nicht nur fuer das erste Berufsjahr, sondern fuer die gesamte Zeit der Facharztausbildung (also bis zu 6 Jahre). Wenn man dann mal Oberarzt werden sollte, kriegt man 200 Euro netto mehr pro Monat.

Das Argument das ein Arzt im ersten Jahr nur 600 Euro verdienen sollte weil er null Ahnung hat halte ich fuer wenig stichhaltig. Erstens sind diese Aerzte oft schon nach drei Monaten fuer ganze Stationen und damit sprichwortlich fuer Leben und Tod verantwortlich, und zweitens haben sie bereits ein vollkommen unbezahltes Arbeitsjahr hinter sich, das sogenannte PJ.

Andere Akademiker kriegen das PJ-Aequivalent bezahlt (z.B. die Juristen kriegen im Refendariat ein Gehalt) und fangen danach im ersten Berufsjahr nicht mit 600 Euro an, sondern oft mit >2000 Euro/Monat. Ich kenne hierzu persoenlich mehrere Beispiele, u.a. eine frisch gebackene Juristin die ein Einstiegsgehalt von 80.000 Euro/Jahr hat. Solch ein Gehalt erreicht ein Arzt oft nach 10 Berufsjahren noch nicht.

Die Zeiten wo man als Arzt ein gemachter Mann war gab es sicher mal, aber die sind schon lange vorbei. Sogar frische Chefaerzte verdienen inzwischen weniger als ein Studiendirektor.

Die Konsequenz ist ganz einfach: Die breite deutsche Allgemeinheit wird in Zukunft ein Niveau der medizinischen Versorgung erhalten das diesen niedrigen Arztgehaeltern entspricht. Die wirklich guten Leute werden erst gar nicht Arzt werden, oder aber das Land so schnell wie moeglich verlassen.

Und daran wird der in Deutschland derzeit von allen Parteien eifrig verfolgte Sozialismus nichts aendern koennen. Gerechtigkeit gibt es nur im Himmel. Da koennt ihr PilgerMu's euch alle noch so viel an den Haenden fassen und Muesli essen.

_]dem$olanxt_


Jacko007 :)^

Die wirklich guten Leute werden erst gar nicht Arzt werden, oder aber das Land so schnell wie moeglich verlassen.

Ausland! Ich bin dabei! :-D

_|dem=olanxt_


Pilger Mu, schau mal wie viel Zimt verdient hat. Als Fabrikarbeiterin in nem Ferienjob! :-o

Fast so viel, wie ein Arzt!

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/227940/]]

_HdemolUantx_


Ich weiß übrigens von einem Krankenhaus in Norwegen, dass du als Assi 80.000 Euro im Jahr verdienst. Da lohnt sich das Auswanderen sogar!

PailgeJrMu


Andere Akademiker kriegen ...... u.a. eine frisch gebackene Juristin die ein Einstiegsgehalt von 80.000 Euro/Jahr hat

Da hast du wohl den Beruf verfehlt - wenn man sich nur nach dem Verdienst orientiert und nur immer nach oben schaut - wo könnte ich noch mehr bekommen, tja zeugt nicht gerade von "Berufung oder ärztlichem Ethos", aber das gibt es wahrscheinlich ohnehin nicht mehr.

Hättest doch Jacko werden sollen, hättest heute eine Neverland Ranch ;-D

PBilg!erMu


schau mal wie viel Zimt verdient hat

Na und erst Nöli - wäre das nicht zu überlegen ???

Wenn ausschließlich Geld zählt und nicht der Beruf ??? ???

_'demoQlanxt_


tja zeugt nicht gerade von "Berufung oder ärztlichem Ethos",

Man kann sich trotzdem für etwas berufen fühlen, aber trotzdem ein annehmbares Gehalt verlangen. Der Beruf des Arztes ist sicherlich auch ein schöner Beruf, aber wenn man als Sklave gehalten wird, dann verliert ein Beruf an Attraktivität. Naja, aber wie gesagt gibt es ja das Ausland.

Ob du Norweger, Engländer oder Schweizer behandelst ist ja eigentlich egal. ;-)

N~eueyrMatt


Das ganze regelt sich marktwirtschaftlich.

Wenn keine Ärzte mehr da sind, der nächste Hausarzt im Osten 50 km webg wohnt und man beim Facharzt 3 Monate Wartezeit auf einen Termin hat, dann stimmen schlichtergreifend die Gesamtbedingungen (Geld, Zeit usw) nicht.

Ne Nageldesignerin findest du dann dafür in jedem Dorf.

Aloe Vera vertickert dir auch jemand in 3 Minuten, kein Problem.

Aber gesellschaftliche Ansprüche von wegen die Ärzte müßten das leisten, das sei ja schliesslich ihre "Berufung" sind schlicht frech.

Allerdings trifft das Mengenproblem durchaus auch einige nichtärztliche Gesundheitsberufe.

j9ack*ox007


@PilgerMu

Deinen letzten Postings entnehme ich dass du mir im wesentlichen zustimmst dass Aerzte schlecht bezahlt werden. Das freut mich!

Berufung und aerztlicher Ethos koennen nicht allein das miese Gehalt und die unglaublichen Arbeitsbedingungen ausgleichen wenn man seine Arbeit nicht anstaendig gewuerdigt sieht, weder in finanzieller noch ideeller Weise.

Ich habe meinen Beruf nicht verfehlt, sondern das beste daraus gemacht: Ich lebe inzwischen in den USA und arbeite dort zwar nicht weniger als in Deutschland, aber dafuer wird meine Arbeit hier hoch anerkannt und auch hoch bezahlt.

_Gdem1olanxt_


Cool! Musstest du dein Examen nicht nochmal in den USA machen?

P[ilgkerMvu


Ach Jacko

entnehme ich dass du mir im wesentlichen zustimmst dass Aerzte schlecht bezahlt werden

da deutest du aber etwas "völlig unbeabsichtigt" um.

Ich betone nochmal ganz ausdrücklich: Ich finde

daß Ärzte sehr gut und ausreichend verdienen !

Wenn du in den USA lebst, kannst du auch überhaupt nicht mehr beurteilen, wie die Lebensverhältnisse in D inzwischen sind. Alle Einkommen gehen zurück, die 400-€-Jobs werden täglich mehr; auch Leute mit Studium schlagen sich mit 400-E-Jobs durch.

Da kann nicht eine Berufsgruppe ausscheren und 30% mehr verlangen.

Wo ich ausdrücklich zustimme, die Arbeitszeiten sind inakzeptabel, auch wenn sic sich großteils aus den Veränderungen im Bereitsschaftsdienst ergeben

_/de;molIantx_


Wenn du in den USA lebst, kannst du auch überhaupt nicht mehr beurteilen, wie die Lebensverhältnisse in D inzwischen sind.

Aber du ;-D

Wenn er in Deutschland studiert hat, dürfte er recht viel Ahnung haben. Und die Gehälter sind ja offiziell bestätigt.

Da kann nicht eine Berufsgruppe ausscheren und 30% mehr verlangen.

Doch! Wenn sie eine gute Leistung erbringt darf sie das!

j!ack0o007


USA

Ja, ich musste alle amerikanischen Examina ablegen und dafuer viel Geld und Energie investieren. Aber das war es wert damit ich mich nicht weiter versklaven lassen muss.

PilgerMu, du hast offensichtlich wenig Ahnung von der finanziellen Lage deutscher Aerzte und solltest dich vielleicht erstmal schlau machen. Dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe vom "Lancet" einen schoenen Artikel von neutraler Seite. Da kannst du u.a. nachlesen dass Aerzte in Deutschland im Gesamtschnitt (!) 56.000 Dollar verdienen, das musst du dann nur noch in Euro umrechnen. In England waren es glaube ich 127.000 Dollar, in USA sogar ca. $260.000. Warum sollte ich da noch in Deutschland bleiben wollen ??? ?

Im uebrigen weiss ich sehr gut wie die allgemeinen Verhaeltnisse in Deutschland sind, ich habe genug Familie und Freunde dort, bin auch regelmaessig zu Besuch, ausserdem kann ich Zeitung lesen und fernsehen.

l!avmpetexr


Warum.....

wandert Ihr dann nicht alle aus ???

Meine Güte! In den USA wollte ich nicht mal abgemalt sein!

Hauptsache,die Kohle stimmt,oder wie? Was ist das für eine Lebenseinstellung?

Auf einen Termin beim Facharzt wartet man jetzt schon 2 Monate.

Die Patienten in Deutschland haben auch langsam die Nase voll.

Man wird doch nur noch abgefertigt und nicht mehr behandelt.Kann man sich drauf verlassen,dass einem das zukommt,was gesund macht?

Nein!Da,wo der Arzt das meiste dran verdient,das wird empfohlen.

Ich hatte -leider-die letzten 4 Monate Kontakt zu versch.Ärzten,und weiß heute,warum ich 5 Jahre nicht mehr beim Arzt war!

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