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Wieviel Rezeptgebühr bezahlen?

DmarkA_ngelp499 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin seit kurzem 18 geworden und muss nun nächste Woche zum Arzt.

Nun musst ich ja noch nie etwas bezahlen, weder 10 € Praxisgebühr noch sonst irgendetwas.

Jetzt wollt ich mal wissen, wenn ich jetzt etwas verschrieben bekomme, muss ich ja nur die Rezeptgebühr bezahlen oder? Und wieviel ist das dann?

Und man muss ja immer pro Quartal 10 € bezahlen. Und wann hört dieses Quartal auf und wann fängt dann das nächste an ???

Sorry aber für mich ist das alles neu %-|

Antworten
r:edhaRire`dansgexl


quartal: je 3 monate, also

I. jan, feb, märz

II. april, mai, juni

III. juli, aug, sep

IV. okt, nov, dez

"rezeptgebühr" gibts nicht, du zahlst aber einen kleinen prozentsatz des verkaufspreises des medikamentes. falls der unter 5 euro liegt, zahlst du den, sonst minimum 5,- und maximal 10,- euro. allerdings je medikament. wenn also 3 auf dem rezept stehen, können das schon mal bis zu 30 euro sein.

die praxisgebühr (10 euro je quartal) sind auch je arzt fällig, es sei denn, du bekommst zu einem arzt ne überweisung.

zahnarztbesuche solltest du deshalb möglichst auch auf den jeweiligen quartalsanfang legen, falls du einen folgetermin bekommst, damit du wegen einer sache nicht zweimal 10,- zahlen mußt.

D#ark$Angkenl49x9


Hallo!

Danke für die Antwort!

Also: Wenn ich jetzt ein Medikament verschrieben bekomme, das 30 € kostet, dann muss ich mind. 5 und max. 10 € daran zahlen?

Oder gibts da so ne grenze, bis welchen betrag ich 5 € und bis welchen 10 € bezahlen muss?

Gruß

rVed(h4aircedangxel


so, hab das hier grad gefunden :-)

Kostet ein Medikament 50 Euro oder weniger, muss der Patient pauschal 5 Euro zuzahlen - höchstens jedoch den Medikamentenpreis. Für ein Medikament, das 1,75 Euro kostet also 1,75 Euro und für ein Medikament, das 39,95 Euro kostet also 5 Euro.

Liegt der Preis des Medikaments zwischen 50 und 100 Euro, ist eine Zuzahlung von 10 Prozent gesetzlich festgelegt. Das heißt, für ein Medikament, das 68 Euro kostet, zahlen Sie 6,80 Euro zu.

Ab einem Medikamentenpreis von 100 Euro fällt einzig ein Pauschbetrag von 10 Euro an. Also müssen Sie auch für ein Medikament, das 170 Euro kostet nur 10 Euro zuzahlen.

Verbandmittel: 10% vom Abrechungspreis; Minimum 5 Euro und maximal 10 Euro.

Krankenkost bzw. Sondennahrung: 10% vom Abrechungspreis; Minimum 5 Euro und maximal 10 Euro.

Rezepturen (auch Methadon oder andere Sonderrezepturen): 10% vom Abrechungspreis; Minimum 5 Euro und maximal 10 Euro.

WICHTIG!: Die Zuzahlung bei Rezepturen, Verbandmittel sowie Krankenkost oder Sondennahrung wird nur einmal berechnet, auch wenn mehrere Artikel der gleichen Kategorie auf dem Rezept stehen. Bisher musste zu jedem Artikel eine Zuzahlung geleistet werden.

Ihre Apotheke ist gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen von ihren Kunden zu erheben. Diese Summe wird vollständig zur Deckung der Defizite der Krankenkassen verwendet und verbleibt nicht in ihrer Apotheke.

Im Gegensatz zu Apotheken im Ausland ist die deutsche Apotheke gesetzlich verpflichtet vom Kunden bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln eine Rezeptgebühr zu erheben.

Bei Heilmitteln (beispielsweise Massagen) müssen Sie jeweils 10% der Kosten zuzahlen und zusätzlich 10 Euro je Rezept. Verschreibt Ihnen Ihr Arzt also 6 Massagen, müssen Sie 10 Euro für das Rezept zahlen plus 10% der Kosten für jede Massage.

Auch für Hilfsmittel wie einen Rollstuhl oder ein Hörgerät fällt eine Zuzahlung von 10% je Hilfsmittel an - mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro, in keinem Fall mehr als die Kosten des Mittels. Eine Ausnahme bilden die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel wie Windeln bei Inkontinenz: Hier fallen Zuzahlungen von 10% je Verbrauchseinheit an, jedoch maximal 10 Euro pro Monat und Indikation. Diese Kosten sind hier also klar eingegrenzt.

Von der Zuzahlung befreit sind seit dem 1.Juli 2006 bestimmte Nachahmerpräparate (Generika). Regelungen des Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) ermöglichen es den Spitzenverbände der Krankenkassen auf Basis der Preismeldungen der Hersteller darüber zu entscheiden, ob ein Medikament von der Zuzahlung befreit wird.

In bestimmten Fällen kann es aber auch zu Mehrbelastungen für den Patienten kommen.

Genaue Auskünfte welche Präparate zuzahlungsfrei sind, kann jede Apotheke geben.

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