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Warum ich Ärzte hasse

K!estxra


Marlow

Ich habe mich sehr intensiv mit Myomen beschäftigt, Marlow.

Normalerweise kann ein Myom (ohne Symptome) medikamentös behandelt werden.

Ja ??? Wie ???

Ich weiß ja nicht, wann der Vorschlag der Gynäkologin kam, heute gibt es allerdings Verfahren in denen die Gebärmutter nicht entfernt werden muss.

Auch das ist mir bekannt und lampeter sicher auch. Allein: Warum ist das vielen Gynäkologen nicht bekannt? Und wenn ja, warum werden diese (organerhaltenden) Methoden den Frauen dann vorenthalten? Ich kenne sehr viele Frauen (incl mir), denen ohne weiteren Federlesens die Hysterektomie empfohlen wird. Kommen die Frauen mit einen Nachfrage, ob es nicht z.B. mit Embolisation geht, werden sie abgwimmelt oder mit teils unverschämten Aussagen bedacht ("Naja, wenn sie jemaden finden, der DA DRAN noch rumschnippeln will" O-Ton meiner FÄ!!!!!)). Es gibt andere Ärzte, ich habe mittlerweile ein paar gefunden, aber sie zu finden ist wie die Stecknadel im Heuhaufen; Ärzte, die einen auf Augenhöhe begegnen, die sich bei Nachfragen nicht auf den weißen Schlips getreten fühlen, denen das Wohl der Patienten vor die eigen Eitelkeit geht. Man muß sie nur mühsam finden

lKampeBter


Ich fürchte du bist dir der Begrifflichkeit nicht ganz bewusst.

Aha, da habe ich schon die ganze Zeit drauf gewartet ;-D ;-D

Wenn du mit deinem Myom keine Beschwerden hattest, warum hast du es dann überhaupt behandeln lassen?

Weil meine damals neue FÄ mich damit verrückt gemacht hat, deshalb.

Ich war ja nicht mehr Frau XY (die übrigens wegen einer gaaaanz anderen Sache nach Jahren mal wieder den Versuch mit einem Gyn. gestartet hat), sondern das große Myom, das unbedingt alle 3 Monate kontrolliert werden musste.

Frauen wird sehr, sehr oft eine Hysterektomie vorgeschlagen. Da reichen schon "Druckgefühl im Bauch", oder Schmierblutungen.

Immer so ganz nach dem Motto: die Familienplanung ist ja abgeschlossen, dann sind Sie von allem ab.

Aber, das ist eine andere Diskussion, die schon im Gyn-Forum für Furore gesorgt hat.

Versuch doch mal ein malignes Melanom mit Placebos wie Schüßlersalzen zu bahandeln. Good luck

Niemand hat hier behauptet, man könne maligne Erkrankungen mit Homöopathie heilen, aber unterstützen kann man es allemal damit.

Es ist also nur der Glaube an die Genesung durch ein eigentlich unwirksames Medikament,

Demnach haben also Patienten keinen Glauben in ein wirksames Medikament, und das wirkt dann auch nicht {:(

Ich glaube, wir drehen uns hier im Kreis!

Wenn Homöopathie nur auf dem Placeboeffekt beruht, ist es eine ganz tolle Sache-für mich jedenfalls.

Ich bin um eine OP rumgekommen ( die ich eh niemals hätte machen lassen) und bin mit einem wirkungslosen, nebenwirkungsfreien Medikament "gesundet". Das nenn ich doch mal 'ne tolle Therapie!:)*

l!ampeetexr


Auch das ist mir bekannt und lampeter sicher auch. Allein: Warum ist das vielen Gynäkologen nicht bekannt? Und wenn ja, warum werden diese (organerhaltenden) Methoden den Frauen dann vorenthalten? Ich kenne sehr viele Frauen (incl mir), denen ohne weiteren Federlesens die Hysterektomie empfohlen wird

Wahrscheinlich meinen sie, sie würden den Frauen damit etwas Gutes tun!?

Schließlich hat man dann auch keine monatlichen Blutungen mehr

Ich sehe es allerdings so, dass diese während einer gewissen Lebensphase als Frau eben zu mir gehören, und irgendwann auch physiologisch wieder aufhören.

Manchmal könnte man meinen, dass alleine das Frausein eine Krankheit ist :(v

Aber wie gesagt: OFF TOPIC

M!arxlow


@Kestra

Ich bin auch grundsätzlich der Meinung, dass Diagnosen und Therapievorschläge niemals leichtfertig gefällt werden sollten. Bei einer Hystorektomie ist es von äußerster Dringlichkeit auf die Bedürfnisse des Patienten einzugehen. Sollte er z.B. noch einen Kinderwunsch haben, ist natürlich von der Hysterektomie abzuraten.

Warum ist das vielen Gynäkologen nicht bekannt? Und wenn ja, warum werden diese (organerhaltenden) Methoden den Frauen dann vorenthalten?

Eine OP nach dem Schlüssellochprinzip beispielsweise bedarf meist spezieller Schulung und Gerätschaften. Nicht jeder Arzt ist in der Lage das zu finanzieren. Außerdem gilt die Hysterektomie als relativ risikoarm, was ich allerdings für unbegründet halte, aber manche Ärzte sicher signifikant beeinflusst.

Bei der Wahl der Methode kommt es vor allem auf die Größe und Lage des Myoms an, deshalb gilt für jeden Patienten eine etwas andere Prognose.

Ja wie?

Also mir ist die Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln wie Ibotropfen bekannt (eine uralte Methode). Allerdings gibt für kleine Myome auch mittlerweile die Behandlung mit Ultraschallerwärmung.

Dass die Embolisation hierzulande nur wenig eingesetzt wird liegt wahrscheinlich an der relativ schlechten Kommunikation deutscher Ärzte mit dem Ausland. Hier ist meiner Meinung nach auch noch viel zu tun.

Ich bleibe jedoch dabei, dass eine Behandlung mit Schüßlersalzen hier an Scharlatanerei grenzt. Mit dem Geld und der Zeit, die in diese nutzlose Therapie investiert wird, kann man wesentlich effektiver vorgehen.

MRarl6oxw


@lampeter

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Placeboeffekt]]

Das könnte dir helfen, das ganze besser zu verstehen.

KKesAtra


Marlow

Sollte er z.B. noch einen Kinderwunsch haben, ist natürlich von der Hysterektomie abzuraten.

Das sehe ich anders. Ob eine Hysterektomie empfohlen wird, sollte nicht (nur) am Kinderwunsch festgemacht werden. Ich bin 42 und habe zwei eigene und zwei Stiefkinder; trotzdem wollte ich mit Anfang 40 meine GB behalten. Es ist nämlich durchaus nicht so (wie von vielen FÄ propagiert), dass eine GB-Entfernung keinerlei Nachwirkungen hätte. Und nur nebenbei: Meiner Schwester wurde mit 40 eine Hysterektomie anheim gestellt ohne sich überhaupt zu erkundigen, ob sie noch Kinder will!

Eine OP nach dem Schlüssellochprinzip beispielsweise bedarf meist spezieller Schulung und Gerätschaften. Nicht jeder Arzt ist in der Lage das zu finanzieren.

Darum geht es hier gar nicht, denn kaum ein niedergleassener FA führt die OP selbst durch. Es geht einzig und allein um eine umfassende Information der Patienten über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten; darüber sollte nun wirklich jeder Arzt ausreichend informiert sein! Ich habe eine hervorragende Chefärztin (über eine Myom-Gruppe im Internet) gefunden. Diese steht auf dem Standpunkt: Die Frauen müßen umfassend aufgeklärt werden über alle Möglichkeiten; nur dann kann sie sich entscheiden und wird auch mit der Entscheidung zufrieden sein. Das ist das, was ich von einem Arzt erwarte und nicht eine Standard-Lösung "GB raus", egal welche Folgen das hat oder ob das die Frau überhaupt will.

Außerdem gilt die Hysterektomie als relativ risikoarm, was ich allerdings für unbegründet halte, aber manche Ärzte sicher signifikant beeinflusst.

Die Hysteroskopie mit Myomentfernung ist sicherlich risikoärmer als so eine große OP "Hysterektomie". Erstere hatte bei mir nämlich völlig ausgereicht um meine Beschwerden fast vollständig zu lindern. Darüber hatte sich aber kein einziger Arzt Gedanken gemacht oder mir angeboten. Nein, sofort kam Therapievorschlag: Hysterektomie.

K|e.sttrGa


Nachtrag

Dass die Embolisation hierzulande nur wenig eingesetzt wird liegt wahrscheinlich an der relativ schlechten Kommunikation deutscher Ärzte mit dem Ausland. Hier ist meiner Meinung nach auch noch viel zu tun.

Ich verstehe sowas nicht :-/ Es gibt mittlwerweile zig Kliniken, die eine Embolisation anbieten. Lesen Ärzte keine wissenschaftlichen Aufsätze?

Und noch was: Selbst, wenn ein Arzt es nicht weiß, wieso reagieren viele dann vergrätzt und auf den Schlips getreten, wenn eine Frau sie darüber informiert ??? Ich kenen aus der besagten Myom-Group viele Frauen, die dadurch massive Problemem mit ihrem Arzt hatten, einige haben sich dann schlichtweg geweigert die Überweisung fürs KH auszufüllen, nur aus Eitelkeit und gekränktem Stolz :-( v

l3aHmpEetexr



@Marlow

Ibotropfen

??? Du meinst wahrscheinlich Ibuprofen.


OP mit Schlüssellochchirurgie oft schwierig, bei großen Myomen, oder sehr vergrößerter GB.

Und leider ist es so, wie Kestra sagt: die Myomembolisation und der fokussierte Ultraschall wird gar nicht als Alternative genannt.

Ich bleibe jedoch dabei, dass eine Behandlung mit Schüßlersalzen hier an Scharlatanerei grenzt. Mit dem Geld und der Zeit, die in diese nutzlose Therapie investiert wird, kann man wesentlich effektiver vorgehen.

Die Zeit waren 2 Stunden Anamnese, ich wünschte, so manch ein Arzt hätte diese Zeit für seine Patienten. Dafür habe ich gerne 50€ bezahlt + ca. nochmal 20€ für 3 verschiedene Salze. Das war es mir wert!

Ein Scharlatan ist übrigens ein Schwindler, der bestimmte Fähigkeiten vortäuscht.

Frau Dr. wird sich bestimmt freuen, das zu hören. @:)

Mtarl2oxw


Ja^^ ich meine natürlich ibuprofen. ;-)

Leider ist es so das manche Ärzte keinen Wert auf Weiterbildung legen. Das mag vielleicht damit zusammenhängen, dass sie nach einem wirklich sehr langen Studium glauben alles gelernt zu haben.

Wenn du keine Beschwerden hattest, dann verstehe ich leider auch nicht, warum dir zu einer Hysterektomie geraten wurde. Wie gesagt, kein Arzt ist unfehlbar, deiner scheint mir dann aber fast schon beschränkt gewesen zu sein.

Das Wort Scharlatan trifft es doch dann auf den Punkt. Es handelt sich um die vorgeschwindelte Wirkung eines "Medikaments". Ich würd mich weiterhin freuen, aussagekräftige Studien über die Wirkung von Schüßlersalzen von dir zu bekommen.

Großes Lob an euch übrigens, dass ihr die Empfehlung eurer Ärzte hinterfragt habt und versucht habt Alternativen zu finden. Es ist wirklich sehr wichtig, Experte seiner eigenen Krankheit zu werden. :)^

l|ampexter


Ich würd mich weiterhin freuen, aussagekräftige Studien über die Wirkung von Schüßlersalzen von dir zu bekommen.

Ja, ich eröffne nächst Woche ein Forschungszentrum. Ich werde meine Familie samt Meerschweinchen und Kanarienvogel, sowie die gesamte Nachbarschaft mit Salzen beglücken.

Neeeee, natürlich nicht ;-D Im Moment geht's mir so gut wie vor der "Myomaufregung" und ich nehme ungern Medikamente ein, sei es nun Chemie, Homöopathie, oder Placebo *:)

Kiestxra


Marlow

Warum gehst Du eigentlich nicht auf meinen Beitrag ein? :=o

KBegstxra


Achja

Und dass man Myome mit Ibuprofen behandeln kann, hab ich noch nie gehört 8-)

lIamp/etexr


Warum gehst Du eigentlich nicht auf meinen Beitrag ein?

Er muss erst die passende Textstelle bei Wikipedia suchen ;-D

Und dass man Myome mit Ibuprofen behandeln kann, hab ich noch nie gehört

Das ist auch ziemlich überholt. Ich habe es in 20 Jahren Krankenpflege nicht ein einziges Mal erlebt.

Außerdem ist es so, dass nach Einnahmeende die Myome wieder auf ihre ursprüngliche Größe heranwachsen.

M@ajax76


Warum verlagert ihr eure Diskussion nicht in die Gyn Abteilung?

lwamperter


Warum verlagert ihr eure Diskussion nicht in die Gyn Abteilung?

Da stören wir ;-D

Hatten wir letzte Woche (oder davor). Das gibt immer Stunk!

Ausgangsthema war ja auch "Warum ich Ärzte hasse" und nicht "Warum ich Gynäkologen hasse". Zwischendurch ging' s auch um Homöopathie. Da hätten wir auch zur Alternativmedizin abwandern müssen :-/

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