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Immer Ärger mit den Medikamenten ? ? ?

P%apabDaer55 hat die Diskussion gestartet


Ich habe eine Frage zum Thema, was die Ärzte so verschreiben dürfen und was nicht.

Dazu erstmal meine Vorgeschichte:

Ich hatte vor 7 Jahren einen Bandscheibenvorfall. Durch regelmäßige Gymnastik und morgens eine Voltaren Resinat Tablette konnte ich bislang ohne größere Probleme meinem Job nachgehen.

Bislang hat mein Hausarzt mir ein Medikament mit dem Wirkstoff Diclofenac Natrium aufgeschrieben. In der Apotheke bekam ich hierfür auf Wunsch Voltaren Resinat gegen eine geringe Zuzahlung.

Der Artz machte dies, weil er mir gegenüber behauptete, dass er nur 20 % Original-Medikamente verschreiben darf. Ich habe schon verschiedene andere Medikamten mit dem gleichen Wirkstoff ausprobiert und bekam jedesmal Magenprobleme (da Dauereinnahme) Aus diesem Grund kann ich nur die Voltaren Resinat vertragen.

Jetzt meine Fragen:

Gibt es eine echte Alternative zu Voltaren Resinat?

Oder wie komme ich weiterhin an Volataren Resinat?

Der Apotheker sagte mir jetzt, dass das mit dem Medikamententausch (wie oben beschrieben) nun nicht mehr möglich ist.

Über eine schnelle Antwort sowie einen guten Tipp würde ich mich freuen.

Mfg

Papabaer55 ??? ???

Antworten
KEassen^k4necht


Hallo Papabaer,

Das ist heutzutage ein ganz häufiges Problem, das sich nur schwer lösen lässt.

Voltaren resinat ist ein Originalpräparat, und somit teurer als ein Generikum, welches den gleichen Wirkstoff enthält. Der Preisunterschied war bislang nicht besonders groß, je nach Generikum betrug er zum Voltaren res. ca. 60 €ct, die der Patient bei einem Wunsch nach dem Originalpräparat selbst zuzahlen konnte. Da Ärzte verpflichtet sind, wirtschaftlich zu verordnen, werden in den meisten Fällen Generika verordnet, möglicherweise gibt es auch in einigen kassenärztlichen Vereinigungen eine vorgeschriebene Generika-Quote, auf jeden Fall weiß jeder Kassenarzt recht genau, wieviele Originalpräparate er sich in seinem Budget "leisten" kann.

Seit 1.4.07 haben aber die GKV Rabattverträge mit diversen Pharmaherstellern über häufig verordnete Wirkstoffe abgeschlossen. Nun muss der Apotheker entscheiden, welches Präparat einer Vertragsfirma deiner Krankenkasse abgegeben wird. Der Arzt verordnet nur noch den Wirkstoff, die Dosierung und die Menge, der Apotheker gibt ein entsprechendes Vertrags-Präparat ab. Da aber noch nicht mal der Apotheker weiß, wie hoch der Preis eines Medikamentes im Rabattvertrag ist, kann er auch die Differenz zum Originalpräparat nicht benennen und ist somit gezwungen, ein "Rabatt-Präparat" abzugeben, auch wenn der Patient für das Original zuzahlen will.

Die einzige Lösung wäre, dass dein Arzt die "Aut-idem" Regelung anwendet, d.h. ein ganz bestimmtes Präparat auf das Rezept schreibt und davor das Feld "aut idem" ankreuzt. Dann muss die Apotheke genau dieses Präparat abgeben. Allerdings macht diese Regelung den Arzt auch für die Mehrausgabe verantwortlich, und er muss sie begründen können. Da letzteres nur selten möglich ist, verweigern viele Ärzte das entsprechende Kreuz auf dem Rezept. Die Unverträglickeit von verschiedenen Generika wäre allerdings ein plausibler Grund, zumal die verfügbaren Diclofenac-Generika nicht genau dem Voltaren resinat entsprechen:

Voltaren resinat ist Diclofenac-Colestyramin, die Generika bestehen aus Diclofenac-Natrium.

vg

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