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Schwerbehindertenausweis bei psychischer Erkrankung

T?raumWalxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wollte mal nachfragen,ob jemand von Euch Erfahrungen mit dem o.g Thema gemacht hat. Ich habe seit über 15 Jahren psychische Probleme und bekomme abwechselnd Diagnosen von PTBS (=Posttraumatischer Belastungstörung) Angstörung,Depressionen ,dann wieder auch Emotional instabile Persönlichkeitsstörung und meine jetzige Psychiaterin meinte ich hätte ein Recht darauf,daß dies anerkannt wird. Da ich den Ausweis möchte,aber Angst habe,ob die Diagnosen ausreichen,(bin ja nicht psychotisch ,keine Schizophrenie oder so ) wollte ich mal fragen,wie streng das VErsorgungsamt ist. ICh für mich kann sagen,schätze mich selber als "behindert " kann nur zwei halbe Tage die Woche arbeiten und bin sehr eingeschränkt im tgl. LEben,hab schnell Reizüberflutungen,bin schnell erschöpft,hab immer wieder auch Schmerzen,Reizdarm seit Jahren,wenn alles zuviel wird,Alpträume,Schlafstörungen...u.s.w aber auch abgewechselt mit besseren Phasen.Insgesamt liegen die Beschwerden aber seit 20J vor. Ich habe nur so oft Ärzte und Therap-gewechslt,deshalb hab ich auch Angst,daß die sich da wundern. Meine jetzige Ärztin und Psychiaterin weiß aber davon und habe denen im Antrag auch schon sämtliche Beschwerden geschildert und aufgeschrieben wo ich bisher war.... Meine Frage: Wie lange dauert bis man Antwort bekommt ? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,daß es klappt und ist es sehr wahrscheinlch,daß ich nochmal zu einem Gutachterarzt muß? Wenn es nicht durchkommt,kann ich dann klagen? Ist mir sehr wichtig,da ich plane mich danach evtl.auch berenten zu lassen...Danke fürs Lesen...

Antworten
pgho.ebe


meine freundin hatte für angststörungen 60 oder 70 prozent.

L:ixla


Wie lange das Versorgungsmat braucht, kann ich dir leider nicht sagen. Das kann auch regional unterschiedlich sein. Die Berentung ist aber unabhängig von deiner Anerkennung als Schwerbehinderte. Den Antrag füllst du am besten mit einer Beraterin aus (Beratungsstellen findest du unter [[http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18550/SharedDocs/de/Navigation/Beratung/beratungsstellen/Yellowmap__node.html__nnn=true]] Dort kannst du auch einen Antrag herunterladen). Dafür solltest du einige Unterlagen parat haben:

- Nachweis über rentenversicherungspflichtige Zeiten (Schulabgangszeugnis, Angabe der Adressen der Arbeitgeber, bei denen du angestellt warst)

- Krankenversicherung: bei wem, seit wann versichert? (Falls sich das geändert hat, alle Zeiten und Adressen)

- Befunde/Berichte von Ärzten/Psychiatern/Psychotherapeuten

Voraussetzung für eine Rente bzw. Reha: 5 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung (Kindererziehungszeiten werden angerechnet, Schulbesuch/Studium nach dem 16. Lebensjahr gilt m. W. auch)

Eventuell interessierst du dich auch für eine stationäre Rehabilitation? Auch dafür kannst du dir Infos auf der Seite holen. Den Antrag sollte dein Arzt/deine Ärztin stellen. Die Rheakliniken haben normalerweise einen Sozialdienst, der bei der Bantragung einer Rente/eines Schw.beh.ausweises helfen.

(Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass du angestellt bist; für Arbeiter ist nämlich die LVA zuständig.)

Viel Erfolg!@:)

TLrau#mxale


Danke Phoebe !

Lila,

mir gehts erstmal nur um den Schwerbehinderten Ausweis.Die Frage ob Berentung ja oder nein kommt danach. Eigentlich hätte ich mich auch schon längst berenten lassen,nur ich bin verheiratet und da bekomme ich nichts. Deshalb weils für ihn alleine doch zu viel ist f.mich zu sorgen ,arb.ich 7Std die Woche,mehr geht nicht mehr. Da wir uns aber eig.schon längst getrennt hätten,aber sehr gute Freunde sind und uns noch liebhaben (platonisch) sind wir noch zusammen . Bin durch frühere Selbständigkeit noch privat versichert.Wenn ich mich also scheiden lassen würde auch um meinen MAnn zu entlasten,würde ich mich arb.oder krank melden müssen um wieder gesetzl.versichert zu werden und dann beim Sozialamt wg.Rente vorzusprechen.Davor graut mir sowieso.... hab zuviel Angst,daß irgendwasnicht klappt.sie mich dann wieder in kliniken schicken ,hab aber eig.genug Ärzte und Psych.die aussagen könnten,daß ich nicht gesund bin...also nochmal wer noch was weiß wg.Schwerbehindeten Ausweis ...freu mich über jeden Beitrag *:)

L7ixla


Nochmal zur Rente

Es gibt verschiedene Arten von Erwerbsminderungsrente. Z. B. auch eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Wenn du eine solche Rente bewilligt bekämst, dürftest du auf jeden Fall was dazuverdienen. (Wenn dir z. B. bescheinigt wird, dass du 3 bis unter 6 Stunden täglich arbeiten kannst.) Selbst ei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung darfst du 400 € moatlich dazuverdienen. Wegen der Rente musst du übrigens nicht zum Sozialamt. Dafür ist die Deutsche Rentenverischerung Bund zuständig. Das würde man dir auch beim Arbeitsamt sagen, von denen würdest du höchstens übergangsweise was bekommen, bis die Rente durch ist.

Was versprichst du dir denn vom Schwerbehindertenausweis? Geld gibt's deswegen keines, bei der Rente schon. An deiner Stelle würde ich die Prioritäten anders setzen. @:)

T!ra|umale


Lila,

danke für die Infos. Nur bei mir wäre der Dtsch.Rentenbund nicht zuständig,da ich früher in die BFA eingezahlt habe und nun aber seit 2003 freiberuflich bin,dort nicht mehr eingezahlt habe und mir dann nichts zusteht.Außerdem bin ich seit der Freiberuflichket ja privat versichert.Da habe ich zuseltzt 6 Mo Krankengeld bekommen und nun bekomme ich nichts mehr ,weil sie mich als Arbeits und berufsunfähig erklärt haben dort. Bin abr verheiratet und weil das Geld nicht reicht arbeite ich zwei halbe Tage also 7 Std die Woche .3Std tgl würde ich auch nicht schaffennur 68 Std die Woche! Also das Problem ist,daß ich keine Rente bekomme,da mein Mann für mich sorgen muß.Weil wir uns aber evrtl. scheiden lassen ,müßte ich nac h der Scheidung dann zum Sozialamt,weil wie gesagt der Dtsch. Rentenbund nicht mehr für mich zuständig ist,außer ich wäre arbeitslos gemeldet,bin ich aber nicht,müßte dort sagen,daß ich keijn Geld habe,die private Kasse ohne Unterstützung v.meinem Mann nicht mehr zahlen kann (weil ich ja dann geschieden wäre..) und dann die private Vers.kündigen und dann müßte dasSozialmat mich wohl krankenversichern und prüfen ob ich Sozialhilfe bekomme,sprich Sozialwohnung und wenig Geld wie bei Hartz 4 auch. Hab mich da schon mal erkundigt und mir graust vor dem Spießrutenlauf.Deshalb bleiben wir erst mal verheiratete,sind auch noch freunde,haben ns lieb nur kein Paar mehr. Von dem Ausweis versprch ich mir nichts,doch für mich ist es eine Bestätigung,daß es sozusagen anerkannt wird,daß ich krank bin und denke es ist ein erster Schritt in Richtung Rente bzw.Sozialhilfe,denn ich habe v.meiner Ärztin gehört,daß es leihcter ist BErentung in meinem Fall Sozialhilfe zu bek.wenn ich den Ausweis schon habe.Außerdem fall s ich die Hilfe dann nicht bekäme oder doch verheir.bleibe,wäreich geschützt,wenn ich arb.müßte,daß ich nur begrenzt arbeitsfähig bin,kann mich also keiner v.Arbeitsamt zu Vollzeit verdonnern oder so. Sorryist alles kompliziert, konnte mich nicht kürzer fassen....,aber mir ist der Ausweis sehr wichtig!

LCilxa


Okay, verstehe. Wie lange hast du denn Beiträge an die BfA (jetzt DRB) bezahlt? Fünf Jahre Beitragszahlung reichen meines Wissens aus für einen Rentenanspruch. Das mit der privaten KV ist richtig, wäre aber auch kein Problem, wenn du Rente bekämst, denn dann versichert dich die DRB und zieht deinen Eigenanteil gleich von der Rente ab. Und wenn die Rente nicht reicht und du geschieden sien solltest, hättest du Anspruch auf Harzt4 (bzw. Hilfe zum Lebensunterhalt), soweit kein Vermögen vorhanden ist. Du müsstest dann auch nicht aufs Arbeitsamt, da du erwerbsunfähig bist und somit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst.

(Ich will dich nicht ärgern, sondern versuchen, dir Tipps zu geben. @:) Hab da selber schon einiges durch mit den Behörden ...) Eine Möglichkeit wäre auch, in den VdK einzutreten, die helfen in Rechtsfragen und würden dir auch für ein Butterbrot einen versierten Rechtanwalt stellen, wenn es irgendwo Probleme gibt. Die Jahresgebühr ist sehr niedrig.

T6rau]malxe


Lila, @:)

danke ...

ichhabe über 5 Jahre BFA eingezahlt ,aber mein Rentenanspruch ist erloschen,da ich ab 2003 nicht mehr eingezahlt habe und dort schon angerufen habe.Ich hätte innerhalb der ersten zwei Jahre noch Anspruch gehabt,habe nun nur Anspruch im Alter auf Altersrente . Also deshalb kann mich der DRB auch nicht krankenversichern. Ich müßte denke ichalso beim Sozialamt vorsprehcen,hab denen da am telefon auch schon erzähglt und die meinten auch wenn dann wären die dann dafür zuständig. Naja und damit es dann klappt mit Sozialhilfe und der Sachbearbeiter v.Sozialmat nicht meint,daß ich doch arbeitsfähig bin,stelle ich nun schon mal den Antrag auf Schwerbehindertenausweis,zumal wir uns wg.Scheidung auch noch nicht sicher sind,bzw. mir das sehr weh tut! So kann ich bis zur evtl.Scheidung die ZEit aber schon mal nutzen für Gutachten u.s.w wg.Schwerbehindertenausweisundhabe dann für evtl.Sozialhilfe (dann Harzt 4 ) auch genug Gutachten schon parat. Vermögen ist nicht vorhanden,im Gegenteil bin immer im Minus.. :-( :(v

Bei der Vdk bin ich schon Mitglied,muß die dann mal fragen,ob ich nach der Scheidung dann zuerst die private Krankenkasse kündigen soll,damit ich ohne Vers.dastehe und mich das sozialamt wieder gesetz. versichert dann,nur hab ich dann wiede rkeine Mgl.zu Ärzten zu gehen,muß also schnell gehen der Versicherungswechsel dann...für mich ist das sehr schlimm,wollte mich vor 10 Jahren schon berenten lassen,war da noch bei der BFA aber wg.Panik und Angst v.Ausgeliefertsein ist es kaum mgl.das durchzuziehen,hab immer das Gefühl mich komplett auszuliefern und Todesangst dann. Deshalb hab ich immer mich in die Arbeti gezwungen und ein paar Mo auf 10 Std Basis gearbeitet (die Woche ) und bin regelm.wieder zusammenbebrochen..war immer monatelang dann krankgeschrieben...weiß auch nicht wie ich das aushalten soll,wäre so erleichert wenn mal alles geschafft wäre und ich mich nicht mehr quälen muß. Schondie ganzen Unterlagen wo ich bisher war,Bestätigung v.Psychiatern,Klinikberichte,die ich verloren habe und Bestätigugen wann ich krank war und wielange wo ich in Theapie war strengen mich so an und ich krieg da Todesangst. Also muß das erst mal hier machen,dann geh ich zur VDK wenn ich den Ausweis hab.Psychiaterin und Hausätzin und Therap.hab ich ,stehen hinter mir,für michies es trotzdem Hölle. Danke,weiß daß Du mich nicht ärgern willst.

TGrauFmale


Hat sonst jemand Erfahrungen gemacht mit dem Versorgungsamt bzgl.psychischer Erkrankungen. Der Faden ist etwas vom Thema abgeschweift.Ich würde mich über Infos freuen über den Schwerbehindertenausweis b.psychischen Erkrankungen.

Ich habe mehrere Psychiater konsultiert,eine Analyse gemacht und eine Verhaltenstherapie und noch eine Therapie dier gerade läuft und habe mo.auch eine psychiaterin,die mir bestätigt daß ich PTBS habe und kann nachweisen,daß ich mehrmals für 6 Mo am Stück krankgeschrieben war und habe außerdem Nachweise von Ärzten bzgl.Reizdarm,Migräne die auch psychosomatisch ist,also da gab es nie einen orgarnischen Befund. Ist das für das Amt schon mal ganz glaubwürdig,wie streng sind die dort und weiß jmd. wie lange es dauert bis man Antwort erhält.?

S/he8epx84


Wie lange dauert bis man Antwort bekommt ?

Antwort, dass mein Antrag eingegangen ist, nach 2-4 Wochen. Ausweis bekommen nach 3-4 Monaten (ist wohl auch so üblich)

Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,daß es klappt

Hoch! Vor allem, wenn du mit Unterlagen vom Psychologen/Psychiatern bestätigen kannst, dass es so ist. Außerdem kann man Widerspruch einlegen, wenn's abgelehnt oder zu niedrig gestuft wird.

und ist es sehr wahrscheinlch,daß ich nochmal zu einem Gutachterarzt muß?

Das hängt von der Menge und Aussagekraft der eingereichten Unterlagen ab. Wenn du Unterlagen und Bestätigungen von Ärzten und Therapeuten hast - schick sie mit. Ich musste damals nicht zum Gutachter.

Wenn es nicht durchkommt,kann ich dann klagen?

Weiß ich nicht - Widerspruch ist auf jeden Fall möglich.

Ich hab auch aufgrund meiner psychischen Erkrankung einen Schwerbehindertenausweis (gibt's ab 50 %) und die haben durchaus auch Vorteile wie z. B. bei meiner Krankenkasse Befreiung von Zuzahlungen etc.

Wenn du weitere Fragen hast, beantworte ich die gerne. :)z

L0ixla


Wenn der Antrag abgelehnt wird, kannst du erst mal Widerspruch einlegen (VdK einspannen). Erst wenn der Widerspruch negativ beschieden wird, musst du vors Sozialgericht.

Thralumaxle


Sheep 84,

gut,wenn ich noch Fragen habe,dann schreibe ich Dir. Danke !

Gut zu wissen,daß die Wahrscheinlichkeit doch hoch ist,auch bei psychischen Problemen.Bin bei sowas immer ängstlichweil man es ja nicht immer sieht, es für andere oft nicht sichtbar ist.... :-( Dann hoffe ich mal ,daß die Psychiater wo ich war mir die entsprechenden Gutachten schreiben,daß es glaubwürdig ist.ICh mache es so,daß ich zu meiner alten Hausärztin gehe,sie bitte mir zu bescheinigen,daß ich damals schon wg.psych.Probl.Panikattaken,Depress.und körperlichen Beschwerden (psychosomatisch) krankgeschrieben wurde,mehrmals auch zweimal für mehrere Monate und dann lass ich mir von zwei ehemaligen Psychiatern bescheinigen,daß ich dort Pat.war mit der Diagnose und von einer Therap.daß ich dort Therap.gemacht habe,sie mich auch 6Mo krankgeschr,hat und dann hab ich noch einen Klinikbericht (war da allerdings nur zwei Wochen wg.PAnik,habs nich ausgehalten ) und hab dann eine aktuelle Hausärztin und Psychiaterin.Das muß doch wohl ausreichen ,oder ? Hoffe,daß die ganzen Ärzte mir die Bescheinigugen ausstellen,damit ich die gleich mitschicken kann.Hab wegen körperlichen Symptomen auch noch viele Arztbesuche hinter mir vor Jahren,aber ide auch noch aufzutreiben wäre Wahnsinn. Was meinst Du ?

TTrautmale


Lila,

danke daß Du dich so engagierst! :)z

Gut,muß mir ja eig.noch keine Sorgen machen,was ist wenn....aber bin froh,daß ich b.Vdk bin.Dann hoffe ich,daß die im Fall v. Ablehnung da was machen können im Widerspruch und wenn nicht dann halt Sozialgericht.Gut zu wissen...danke! weißt du ,wenn ich das geschafft habe,dann trau ich mich eig.erst die Scheidung durchzuziehen und vors Sozialamt zu gehen ....wg.Rente...weil das ist f.mich so eine Art "Mutprobe " (hört sich viell.merkwürdig an,ist aber so...)

L$i9lxa


Ich war zwar nicht angesprochen, sag aber trotzdem mal was aus meiner Sicht dazu: Denke schon, dass die Unterlagen reichen sollten. Von der Klinik den Bericht würde ich auch beilegen.

S7heefp84


Ich denke auch, dass die Unterlagen reichen - im Versorgungsamt haben die solche Anträge täglich und bei Fragen und Unklarheiten können die ja deine Ärzte anrufen.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, bin mir aber auch ziemlich sicher, dass das durch geht. :)z

Ich kenne übrigens einige, die wegen einer psychischen Erkrankung einen Ausweis haben - so ungewöhnlich ist das also nicht. :-)

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