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Krankenkassensuche: geplante Brustverkleinerung vorher angeben?

FweeSaLbinxe hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich bin auf der Suche nach einer neuen Krankenkasse und bin mir nicht sicher, ob ich der KK vorher sagen soll, dass ich eine Brustverkleinerung plane, um eben vorher schon abzuchecken, wie gut die Chancen stehen, dass die das bezahlen. Oder ob ich lieber warte und die Kostenübernahme beantrage, wenn ich dann Mitglied bin.

Ich weiss, dass die mir nicht schon beim Eintritt sagen können, ob die Kosten übernommen werden. Aber vielleicht gibt es ja Krankenkassen, die da großzügiger sind als andere. Meine jetzige Krankenkasse (BKK Mobil Oil) hat die Kostenübernahme abgelehnt, auch nach mehreren Einsprüchen. Mir bliebe nur noch, vor´s Sozialgericht zu gehen.

Aber bis mein Fall da behandelt würde, würden 2-3 Jahre vergehen. So lange will ich aber nicht mehr warten.

Ich würde die OP auch selber bezahlen, aber zwei Chirurgen sagten mir unabhängig voneinander immer wieder, dass ich es weiter versuchen soll und dass die KK das in meinem Fall doch bezahlen muss. Die verstehen nicht, warum die KK abgelehnt hat. Deswegen mein letzter Versuch bei einer anderen KK, denn so eine OP zahlt man ja nicht so eben aus der Portokasse.

Wie ist es denn im Moment, freuen sich die Krankenkassen auf neue Mitglieder und wären zu Kompromissen bereit oder würden die mich ablehnen, wenn sie wüssten, was ich vorhabe?

Sabine

Antworten
B:umbleQbeex2


Eine gesetzliche Kasse kann Dich aus so einem Grund nicht ablehnen, da gibt es keine Gesundheitsprüfung. Es kommt jetzt drauf an aus welchem Grund die Brustverkleinerung gemacht werden soll ob aus ästhetischen Gründen oder aus medizinischen. Wenn dies bisher abgelehnt wurde denke ich hast Du auch bei einer anderen Kasse schlechte Karten, denn es ist der Medizinische Dienst (MDK) der Krankenkassen der das entscheidet und nicht die Kasse selber.

bRocomcy


Es kommt ja auch darauf an wie groß ,wie alt ,wie größ deine brüste sind und wie sie dich behindern oder was durch das Gewicht bei dir voraussichtlich passieren wird! So war das bei meiner ex!

MNicvha1 18x04


Ich hatte eine Mamareduktionsplastik - so nennt sich das - vor 10 Jahren. Ich mußte zum kassenärztlichen Gutachter. Wichtig sin Atheste vom Orthopäden wegen der Rückenschmerzen und vom Gyn. Die "Psych-Schiene" wirkt da in den meisten Fällen nicht. Du brauchst fundierte Unterlagen bezgl. deiner körperlichen Beeinträchtigung.

MdiNcha 1x804


Auch dein Gewicht spielt eine große Rolle. Wenn du stark übergewichtig bist, dann hast du erst mal schlechte Karten.

Fhee&Sab%ine


Hallo... jetzt kommen ja doch noch Antworten. Danke!

Also, ich denke auch, dass es schwierig wird, weil ich dann wieder zum gleichen MDK müsste. Ich hatte die Hoffnung, dass es vielleicht Kassen gibt, die eher bereit sind, diese Kosten zu übernehmen. Und deswegen meine Überlegung, einer Kasse nur beizutreten, wenn diese mir berechtigte Hoffnungen auf Kostenübernahme machen könnte. Aber das ist wohl eher Wunschdenken.

Zu mir: Ich bin 176 cm groß, wiege 82 kg, was sicherlich zu viel ist, aber ich habe bereits 24 kg abgenommen und möchte noch ca. 6 kg schaffen. Meine BH-Größe beträgt 85F. Sie ist durchs Abnehmen leider nicht kleiner geworden. Der Chirurg sagt, dass 600-800g (je nach Seite) weggenommen werden müssten, um auf C-Körbchen zu kommen. Ich habe die üblichen Probleme: Rückenschmerzen, extreme Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Hautprobleme unter der Brust, die Träger schneiden ein. Aber angeblich gibt es keine Beweise, dass die Rückenprobleme von der Brust kommen. Ich hatte Atteste von 2 Chirurgen und dem FA. Inzwischen war ich aber auch beim Orthopäden und zur Krankengymnastik. Dort könnte ich auch Atteste bekommen.

Ich bin es wirklich Leid, ich habe eine sehr schlechte Haltung, denn wenn ich gerade gehe oder stehe, sieht die Brust noch größer aus, als sie ohnehin schon ist. Und ich habe diesen Gedanken schon seit Jahren, aber ich musste erstmal abnehmen, um überhaupt eine Chance zu haben. Leider hat das aber nicht gereicht. Ich will jetzt einfach nicht mehr warten!!!

r)omiine


Du wirst um eine Begutachtung beim Medizinischen Dienst (MDK) so oder so nicht herum kommen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Verkleinerung, wenn medizinische Gründe (physisch und/oder psychisch) vorliegen. Insgesamt kann man sagen, dass jede Krankenkasse angehalten ist, an allen Ecken und Enden zu sparen und nur medizinisch notwendige OP zu bezahlen. Es wird sich demnach keine "darum reißen", die OP zu bezahlen. Mit Kompromissen hat das auch nichts zu tun. Wenn aber medizinische Gründe vorliegen, hast du durchaus Chancen. Hat dich denn die BKK Mobil Oil schon zum MDK geschickt? Wenn ja, was hat er gesagt?

A2myb50


Hallo,

der MDK ist eigentlich nur eine beratene Stelle der KK. Das ok liegt trotzdem im Ermessen der Krankenkasse. Meine Freundin hatte es auch machen lassen. Der MDK hat die Kosten abgelehnt auch nach Widerspruch. Dir Kasse hat es dann trotzdem genehmigt.

Versuche nochmal mit allem Attests, von Orthopäden, Gyn und was Du bekommen kannst, am besten auch von Psychologen. Gehe zu andere KK (z.B. BKK Euregio ist da sehr gut.) Kann sein, dass sie die OP dann doch übernehmen. Ist aber natürlich keine 100% Sicherheit. Gib nicht auf.

Alles liebe

@:) @:)

dmerBuseraueberxdir


Und deswegen meine Überlegung, einer Kasse nur beizutreten, wenn diese mir berechtigte Hoffnungen auf Kostenübernahme machen könnte. Aber das ist wohl eher Wunschdenken.

Nehmen wir an, du bist 18 Monate in der KK und zahlst gesamt 3500 Euro Kassenbeitrag. Dann kündigst du.

Die Op kostet etwa 4000 Euro.

Was hat die KK dann davon? Erstens weniger Einnahmen als Ausgaben und zweitens wird dies wohl nicht die einzige Gesundheitsleistung sein, die du in Anspruch nehmen wirst in der Zeit.

Eine Krankenkasse freut sich dich als Mitglied aufnehmen zu dürfen, wenn Hoffnung besteht, dass du mehr Beiträge zahlst als du in Anspruch nimmst. Aber doch nicht anders herum ???

Das ist nicht böse gemeint, aber denk mal scharf drüber nach.

ACmy50


@ Deruserueberdir

sicherlich hast Du Recht, dass die KK sich freut, wenn man gesund bleibt, aber: wir zahlen alle die Beiträge und zwar nicht wenig. Dafür werden die Leistungen immer wieder gekürzt und immer weniger wird bezahlt. Schon für Brille bekommt man 0 Euro, manche Untersuchungen auch nicht. Wozu braucht man sonst dann die Kasse, wenn man nichts in Anspruch nehmen kann? Ich denke, es ist unser Recht als Beitragszahler auch mal welche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Solche OP - zugegeben - ist nicht so ganz billig, die kostet ca 3-3.5 Tausend Euro. Das ist einmalig. Wenn sie die OP aber nicht bezahlt bekommt, ist dann die andere Behendlung billiger? ständige Behandlung, Krankengymnastik, Medikamente usw. Es summiert sich und kann u.U. teurer sein als die OP selber. Glaube mir ich weiss wovon ich spreche. Ich habe beruflich damit zu tun.

*:) *:)

dRe_ruseru`ebexrdir


wir zahlen alle die Beiträge und zwar nicht wenig

Im Gegensatz zu den Leistungen, welche die meisten in Anspruch nehmen, sind diese Beiträge lächerlich.

Ich zahle zb als Student 60 Euro im Monat, aber schon aufgrund zweier chronischer Erkrankungen bin ich mind. 1 mal im Monat beim Arzt, was wohl mehr als 60 Euro kosten wird.

Ich bin also - wie die meisten - mehr Last als "Lust" für meine KK.

Die Preise die Ärzte für die Leistungen berechnen entsprechen überhaupt nichtmehr den Beiträgen die wir zahlen. Für deine 150 Euro Kassenbeitrag bekommst du auf deutsch gesagt eigentlich garnichts mehr heutzutage.

Wir sollten froh sein, dass wir noch dieses Gesundheitssystem haben, auf das alle schimpfen. In Amerika und auch anderen Ländern bekommst du, wenn du dich behandeln lässt eine Rechnung über mehrere 1000$ und dann schau mal zu wie du kommst.

Schau dir zb einfach mal Sicko von Moore an, auch wenn es dort primär um die Zahlungsverweigerung von Krankenkassen versicherter Mitglieder geht, dann siehst du das alles ein bisschen anders ;-)

A/m)y50


das tut mir leid für Dich, das Du krank bist. Natürlich hast Du in diesem Fall Recht. Es gibt auch aber andere Fälle, die fast nie krank werden, die Beiträge zahlen sie trotzdem. Ich muss mir niemandem anschauen, ich sitze beruflich, wie gesagt in dem Thema und weiss ganz genau was die Kassen zahlen und was nicht. Wenn Du das sehen würdest - hättest Du auch Deine Meinung ein wenig geändert.

Alles Gute

@:) @:)

d9eruseZrueBberdixr


Es gibt auch aber andere Fälle, die fast nie krank werden, die Beiträge zahlen sie trotzdem.

Ja das streite ich auch nicht ab, aber meine Vorstellung ist dahingehend, dass die wenigsten nur zahlen aber nie oder kaum etwas in Anspruch nehmen.

Ich muss mir niemandem anschauen, ich sitze beruflich, wie gesagt in dem Thema und weiss ganz genau was die Kassen zahlen und was nicht.

Darum geht es nicht, meine Schwimu ist auch bei der KK ... es geht nur darum, wie "gut" es uns hier in D geht und wie schlecht es in anderen Ländern aussieht. Das lernst du ja nicht bei deiner Arbeit, denke ich mal ;-)

M@ijcha+ 18x04


Zurück zum Thema: Die Ärztin vom MDK hat mir damals erklärt, dass ich ein psychologisches Gutachten nicht nachreichen muß, weil das nicht ausschlaggebend ist. "Nur" psychischer Leidensdruck ist nicht ausreichend für ein OP im plastischen Bereich. Was Gewicht hat, sind Gutacheten vom Orthopäden, der belegt, dass es durch das Gewicht der Brust zu massiven Schäden kommen kann, wenn man dem OP-Antrag nicht entspricht. Ich hatte damals 75 E bei einer Größe von 1,60m und 58 kg - also keinerlei Übergewicht. Das Gespräch beim MDK war aber trotzdem grausam. Es endete damit, dass ich total ausgerastet bin und die Ärztin nur noch angeschrien hab, von wegen, dass sie doch überhaupt keine Ahnung hat, wie ich mich fühle, da sie ja selbst flach wie ein Bügelbrett sei. Ich war mir danach sicher, dass sie dem Antrag keine Zustimmung geben würde. Da hatte ich mich aber getäuscht. Am 23.12 bekam ich die Zusage und am 1.4. wurde ich operiert.

dMerfus!eruebexrdir


Ich hatte damals 75 E bei einer Größe von 1,60m und 58 kg - also keinerlei Übergewicht.

Ich denke, hier liegt auch der Hase begraben. Ich hatte da mal eine Reportage eines Mädchens im TV gesehen, sie hatte glaube ich 80F aber auch recht viel Übergewicht.

Sie war dann beim Arzt für eine Kontrolluntersuchung (naja wie es eben beim TV so gemacht wird) und der Arzt sagte ihr, dass er nur operiert, wenn sie so und soviel abnimmt.

Nicht nur die KK muss also die Op für sinnvoll halten, sondern auch irgendwie der Arzt.

Ich bin so groß wie die TE und weiß wie man mit 60 kg aussieht, aber auch mit 75kg. Ich würde jetzt mal behaupten, dass 82 Kilo keine gute Grundlage für eine Verkleinerung sind. Selbst nach 6 Kilo Abnahme schätze ich persönlich das Gewicht auf immer noch zuviel ein.

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