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Kurzfristiger Arzttermin ohne Privatpatient zu sein: Unmöglich?

EKhemawli?ger Nu*t/zer (#282x877)


Das ändert aber nichts an der Budgetierung und daran das nicht jeder Arzt so auf der Speckschwarte langrutscht.

tHhe-c#avexr


Wenn du Schmerzen oder Beschwerden hast MÜSSEN sie dich drannehmen!!!

Die Docs die dich trotz Schmerzen erst Wochen/Monate später drannehmen wollen der KK melden... der muss sich dann dafür rechtfertigen.

Völliger Unsinn. Wenn die Praxis ausgelastet ist, ist sie ausgelastet - dann werden neue Patienten erst später oder eben gar nicht angenommen. Der Arzt ist verantwortlich für die Patienten, die sich in seiner Behandlung befinden - nicht für den Rest der Welt, der vielleicht auch gerne kommen würde. Wenn er an seiner Kapazitätsgrenze ist, darf er also eigentlich gar keine neuen Patienten annehmen, die Versorgung seiner bisherigen patienten hat absoluten Vorrang.

1) man ist kein Privatpatient (ich verstehe gar nicht was das überhaupt zur Terminvergabe zur Sache tut,

Ganz einfach: Was der der Arzt in der Zeit tut, die er nicht in die Kassenpraxis investiert, geht niemanden was an - ob er da mit seinen Kindern spielt, die Sprechstundenhilfe poppt oder Privatpatienten behandelt, hat der kassenärztlichen Vereinigung egal zu sein. Wenn er sich also für letzteres entscheidet, ist es völlig normal, dass die Kassenpraxis auf einige Zeit ausgebucht ist, er aber Privatpatienten annehmen kann. Das ist (im Gegensatz zu den Wahlkampfsprüchen gewisser Politiker) völlig normal und erlaubt. Verboten wäre es nur, wenn er (bzw, die Sprechstundenhilfe) dem Patienten vorschlägt "zahlen sie doch selber, dann kommen Sie eher dran").

In etlichen Gebieten Deutschlands wird man sich an eine Unterversorgung mit niedergelassenen Kassenärzten gewöhnen müssen, weil diese Jobs einfach keiner mehr machen will.

Grüße

C at 6Powexr


Mein Mann ist Privat, ich gesetzlich Versichert. Ich kenne nur zu gut den riesen Unterschied, der gemacht wird.

Kaum Wartezeit, kann sich jederzeit "dazwischenschieben" lassen, schneller Termine beim Facharzt (Radiologie), bessere Medikamente (nicht nur günstig sondern auch gut verträgliche, z. B. Schmerzmittel), mehr Therapieangebote und Alternative Behandlungen (z. B. Akupunktur, Massagen), größere Anzahl an Anwendungen (Physio-, Massage-, Wärme-, physikal. Therapien). Privat ist einfach Trumpf. Ich muss erst immer rumdebattieren oder feuchte Augen kriegen bis der Arzt was aus dem Ärmel leiert oder man versucht mich von Medikamenten, die ich gut vertrage aber teurer sind, abzubringen. {:(

EAhemaliOgeBr Njutzer (#{2828x77)


Wenn ich mich nicht irre ist eine Privatversicherung dafür aber auch teurer.

W-usch>ellxady


ich geh einfach zum arzt statt nach einem termin zu fragen. so hab ich das bis jetzt immer gemacht und ging immer gut :-)

*:)

Csat{ Powxer


Bei Privatversicherungen spielt das Eintrittsalter eine große Rolle, je früher desto besser, bzw günstigere Konditionen. Für mich ist der Zug zu wechseln leider abgefahren.

Beschäftigte zahlen im Schnitt 560 € mtl (Arbeitgeber je die Hälfte) an die gesetzlichen Krankenkasse.

Selbständige zahlen als Privatpatient 260 € mtl an die Privatkrankenkasse.

Eigentlich ist die Differenz, wenn man sie genau betrachtet, nicht allzu groß oder ;-)

C[at PHower


Ich hab vergessen die ganzen Zuzahlungen (Anwendungen, Quartalsgebühr, Medikamente, ect...) zu erwähnen, die der gesetzlich Versicherte zusätzlich berappen muss und der Private nicht.

m$ar iposca


ich denke nicht, dass ärzte für nichts arbeiten und letzt im spiegel gab es einen ganz treffenden artikel darüber wie viel ärzte wirklich verdienen und das das ganze gejammer der fachärzte nicht gerrechtfertigt ist.

Aleonor hat es ja schon geschrieben: Das sind doch Durchschnittswerte: der SchickiMicki-Schönheitschirurg und die Chefs der Privatkliniken sind da ebenso drin wie der Hausarzt, der mit Müh und Not eine Praxis am Leben hält in einer Gegend ohne viele Privatpatienten :=o Von den überlasteten und schlecht bezahlten Klinikärzten mal ganz zu sschweigen.

außerdem zahle ich meine beiträge für das ganze jahr und nicht nur für den quartalsanfang!

Krankenkassen und Krankenversicherungen sind doch kein Sparbuch, von dem man abheben kann! :|N Sie funktionieren nach dem Solidaritätsprinzip, und weißt Du, was noch alles auf Dich zukommt?

Mir stockte der Atem, als ich von einer Freundin gehört habe, was z.B. eine Chemotherapie kostet.

Selbständige zahlen als Privatpatient 260 € mtl an die Privatkrankenkasse.

Ja, aber nur wenn sie sehr jung sind. Fürs Kind zahlten sie dann noch mal € 260, und nicht zu vergessen die Kostendämpfungspauschale, die z.B. der Staat für seine Beamten und Angestellten eingeführt hat. Da werden die Rechnungen (die man auslegen muß) erst erstattet nach Abzug von Beträgen zwischen € 90 und 500 :=o

Dazu kommt, dass nicht alles erstattet wird: z.B. letztens nicht das Nahtgut beim Zahnarzt ;-D Das muß ich in Zukunft wohl selber mitbringen...

ljadybCiird


Krankenkassen und Krankenversicherungen sind doch kein Sparbuch, von dem man abheben kann! :|N Sie funktionieren nach dem Solidaritätsprinzip, und weißt Du, was noch alles auf Dich zukommt?

natürlich tun sie das. aber natürlich sollte jeder dasselbe recht auf einen guten arzt haben, denn ich denke nicht, dass ich "schlechter" behandelt werden sollte, nur weil ich noch kein privatpatient bin (ich habe eventuell noch das glück bald verbeamtet zu werden, fest steht aber noch nichts).

mAari'posa


Du wirst doch auch nicht schlechter behandelt.

the-caver hat es oben doch prima erklärt:

Völliger Unsinn. Wenn die Praxis ausgelastet ist, ist sie ausgelastet - dann werden neue Patienten erst später oder eben gar nicht angenommen. Der Arzt ist verantwortlich für die Patienten, die sich in seiner Behandlung befinden - nicht für den Rest der Welt, der vielleicht auch gerne kommen würde. Wenn er an seiner Kapazitätsgrenze ist, darf er also eigentlich gar keine neuen Patienten annehmen, die Versorgung seiner bisherigen patienten hat absoluten Vorrang.

m<um!m)i1


hm, eigentlich dachte ich immer, das sogenannte schmerzpatienten behandelt werden MÜSSEN.

als ich neulich meinen nervenzusammenbruch hatte, hat mich auch keiner annehmen wollen. alles betteln (es ging mir wirklich seeeehr mies) und mehrfach anrufen hat nichts gebracht. aber siehe da, einen ort weiter gabs dann doch noch einen neurologen/psychiater, der täglich 5 (!) akuttermine vergibt. klar, man muß da morgens schon um halb acht stehen (die praxis öffnet erst um acht!) und hat dann u.u. erst um 11 einen termin. aber es geht. warum können sowas nicht alle ärzte machen?

CtatK 3Powxer


Was der Staat diesbezüglich inzwischen mit seinen Beamten und Angestellten geregelt hat, war mir nicht bekannt.

Ich war auch mal staatlich angestellt, aber das ist eine Weile her. Damals musste ich schon 240 DM/ BAT VII an die Krankenkasse berappen (hab gerade nachgeschaut und je die andere Hälfte vom Arbeitgeber Staat).

Auch ganz schön viel eigentlich.

Ja, aber nur wenn sie sehr jung sind.

Geht auch noch mit Anfang 30 ganz gut.

Allerdings die Mitversicherung von Familienmitgliedern bei Privaten ist echt ein riesen Problem :)z

Vielleicht doch die beste Variante: Gesetzlich + Zusatzversicherungen ???

Apropos Zahnarzt: am besten man packt den guten alten Heimbohrer zu Hause aus und macht einen auf

"Do it yourself" ;-D ;-)

C)at P=owxer


PS: zu The-Caver:

Sogar meinem Mann ist es schon peinlich, wie bevorzugt er als Privater behandelt wird.

Außerdem hab ich am Telefon schon oft zu hören gekriegt: "Wir nehmen nur noch Privatpatienten an."

Nmadxya23


Bei uns werden den privaten in arsch (sorry) gekrochen -leider-...

aber wie schon gesagt wurde, ein arzt MUSS nicht jeden pat. annehmen.. wir nehmen gar keine neuen patienten mehr auf.. aber für notfälle haben wir pro tag immer 3 termine "reserviert" die dann kurzfristig vergeben werden können... -mit wartetzeit verbunden-...

V}eloxmi


1. ist ein Arzt verpflichtet ein akut kranken Patienten zu behandeln. Da eine Kehlkopfentzündung eine akute Erkrankung ist muss man den Patienten auch behandeln, oder eine andere Behandlungsmöglichkeit benennen, wenn das absolut nicht möglich ist.

Das hat jedoch etwas mit schlechtes Praxismanagement zu tun. Termine an die "Stammpatienten" muss man dann so einteilen, das man am Tag in einer Fachärztlichen Praxis min. 5-6 Termine für Notfälle frei hat. Werden diese Regeln eingehalten führt meine eine Praxis mit exakten Terminen und fast ohne Wartezeit für alle Patienten.

2. sollte man wie in Deinem Fall beschrieben auf taube Ohren stossen, bleibt noch die Behandlung in einer ärztlichen Notfallpraxis. Als Patient einer gesetzlichen Krankenversicherung muss man dann jedoch die 10 € Notfallgebühr zahlen. Notfallpraxen sind meistens auch in der Nähe von Krankenhäusern oder direkt in diesen. Bei ernsteren Erkrankungen ist somit auch eine zeitnahe Diagnostik gewährleistet.

3. ohne Termin in einer Praxis erscheinen und ggfl. Wartezeit in Kauf nehmen. Man darf nicht weggeschickt werden.

4. eine Beschwerde bei der Kassenärztlichen Vereinigung bei solchen Mißständen ist immer angebracht.

6. macht eine Arzt z.B. Urlaub oder kann die Praxis aus Krankheits- oder sonstigen Gründen nicht öffnen, ist er verpflichtet mindestens einen Vertreter für diesen Zeitraum zu benennen und dies der KV zu melden. Auch die Unart die Praxis am Quartalsende wegen der Abrechnung 1 oder 2 Tage zu schliessen ist mit den Vorgaben der KV nicht zu vereinbaren.

Leider ist gutes Personal heute nicht mehr zu bekommen, da die Bezahlung sehr zu wünschen übrig lässt und von vielen Ärzten aus Geiz noch nicht einmal der Tarifvertrag eingehalten wird.

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