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Kurzfristiger Arzttermin ohne Privatpatient zu sein: Unmöglich?

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Nur im Gesudheitswesen erwartet jeder, dass alle gleich behandelt werden. Ich frage mich, wie die Leute auf diese absurde Vorstellung kommen. Wer besser behandelt werden will, der muss auch mehr zahlen, entweder aus der eigenen Tasche oder er muss sich besser privat versichern.

Ein guter Freund von mir, Privatpatient, bekommt überall einen Kaffee angeboten und kriegt im Wartezimmer den Chefsessel. Da hab ich keine Probleme mit, das brauch ich auch nicht.

Allerdings erwarte ich schon, dass ich eine korrekte Behandlung bekomme, auch als Kassenpatient.

Und m.E. gehört dazu auch, dass man als akute Notfall nicht noch Wochen hingehalten wird. Zumal bestimmte Entzündungen (Mandelentzündung, Blasenentzündung etc.) lebensgefährlich werden können, wenn sie nicht behandelt werden! Und einen Monat mit einem eingeklemmten Ischias-Nerv im Bett zu liegen, weil der Orthopäde lieber den Kaffeeschlürfenden Privatpatienten behandeln möchte, ist m.E. auch unzumutbar! Immerhin bezahlt auch ein Kassenpatient nicht gerade wenig in das Töpfchen ein ;-)

boeetlEeju$ice2x1


Ach da fällt mir auch was ein.

Meine Mum hatte für den 25.6. einen Termin beim Orthopäden, jedoch nur wegen einer Untersuchung, keine Schmerzen oder so.

Am 12.6. bekam sie dann akute Ichiasbeschwerden, konnte echt kaum mehr laufen.

Früher hat ihr Arzt das so gemacht wer um 8:00 kam, wurde ohne Termin mit Wartezeit eingeschoben.

Also stand sie unwissend vor der Tür und dann hieß es "das machen wir nicht mehr, weil dann die mit Termin solange warten müssen. Sie haben doch in 2 Wochen eh einen Termin."

Na super, also ist sie 14 Tage herum gekrochen und hat in der Zeit ca 50 Ibuprofentabletten genommen...

Und sie ist da Stammpatientin sowohl wegen dem Rücken als auch wegen anderem.

Ich finde Akute Schmerzen müssen immer behandelt werden, egal ob Zahnarzt, Orthopäde, Kinderarzt / Hausarzt oder auch Chirurgen... als ich ausprobieren musste ob mein Messer meine Hand durchschneiden kann bin ich auch einfach zum Chirurgen, die verteilen nicht mal Termine und das Wartezimmer war auch nicht voller als andere... Kann ich meinem Rücken befehlen erst in 2 Wochen weh zu tun weil ich dann ja nen Termin hab?

C$laCudiunBdRomy


@ Honey

aber ich finde es eine Frechheit wie diese behandelt und bezahlt werden. Und zum Dank können sie sich noch den ganzen Tag anmotzen lassen von nörgelnden Patienten. Die Helferinnen tun doch auch nur was ihnen gesagt wird. Jeder befolgt die Anweisungen vom Chef. Ständig werden die Helferinnen als böse Hexen abgestempelt. Daran sind nur die Ärzte Schuld. Und wenn ich jeden Tag 12 Stunden arbeiten müsste - für diesen Hungerlohn - und dann noch ständig blöd angemacht werde hätte ich auch keinen Bock mehr.

Endlich mal jemand der es so sagt wie es ist! ICH BIN ARZTHELFERIN! Und genau das was du schreibst trifft vollkommen zu. Den ersten Ärger der Patienten bekommen WIR ab, nicht die Ärzte. Die schlechte Laune bekommen WIR ab, und bezahlt werden wir dafür miserabel, das ist wohl wahr. Überstunden werden nicht angerechnet, ist selbstverständlich. Und wenn man dann Patienten wegschickt (was wirklich selten vorkommt!) mit dem Hinweis, dass das Wartezimmer gleich platzt, und man sich doch bitte an den GEREGELTEN Notdienst wenden soll, der in dem Fall zuständig ist, drohen alle gleich mit der KV...die Patienten, egal ob gesetzlich oder privat versichert, sollten König sein, aber dann sollen sie sich auch benehmen können!

b3eetleojuicex21


Na gut ich bin Krankenschwester, ich hab auch pampige Patienten, die eigentlich auf den Arzt sauer sind aber den nicht greifbar haben... und von 2 Überstunden pro Woche (also ca 0,5 am Tag) kann ich nur träumen.... und abfeiern ist bei uns total schwer (personalmangel)... also die arme Arzthelferin ist nicht alleine ;o) Und ich glaub die verdient sogar mehr als ich.

c^orpazoxn81


Allerdings erwarte ich schon, dass ich eine korrekte Behandlung bekomme, auch als Kassenpatient.

Und m.E. gehört dazu auch, dass man als akute Notfall nicht noch Wochen hingehalten wird. Zumal bestimmte Entzündungen (Mandelentzündung, Blasenentzündung etc.) lebensgefährlich werden können, wenn sie nicht behandelt werden! Und einen Monat mit einem eingeklemmten Ischias-Nerv im Bett zu liegen, weil der Orthopäde lieber den Kaffeeschlürfenden Privatpatienten behandeln möchte, ist m.E. auch unzumutbar! Immerhin bezahlt auch ein Kassenpatient nicht gerade wenig in das Töpfchen ein

Uneingeschränkte Zustimmung! Ich brauch auch keinen Kaffee oder Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer im KH. Aber ich verlange, dass meine Beschwerden ernst genommen werden und ich eine korrekte ärztliche Behandlung bekomme. Es ist ja in der Regel nicht so, dass man aus Jux und Dollerei zum Arzt geht. Ich kann mir besseres vorstellen, als mir im Wartezimmer den Hintern platt zu sitzen. Ich gehe wirklich nur, wenn es absolut nötig ist. Aber dann verlange ich auch, dass ich behandelt werde. Ich bin kein Mensch zweiter Klasse. Frei nach dem Motto :" Naja sie können ja noch laufen und Luft holen Sie auch noch, kommen Sie in 8 Wochen wieder."

Ich muss sagen, dass ich allerdings nie ein Problem mit Terminen hatte. Ich hab immer von heut auf morgen einen gekriegt, ob Allgemeinmediziner, Augenarzt, Gyn oder Urologe. Auch jetzt zum Quartalsende. Ich hab aber schon viel Negatives von anderen gehört. Wahrscheinlich bin ich in der Beziehung ein Glückskind...

mRo=onshxa


also wenns dringend is- geh einfach zum arzt. die schicken mich dann ins wartezimmer. aber mit termin wartet man fast gleich lang wie ohne termin

(meine erfahrung)

die müssen einen ja behandeln....

A0lpia


Ich verstehe nicht, wieso ihr alle immer vorher erst anruft. Wenn ich was dringendes habe, gehe ich einfach in die Sprechstunde und lasse mich sicher nicht mehr wegschicken. :=o

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ich war früher privatpatient und jetzt bin ich kassenpatient. ich habe bei keinem meiner ärzte einen unterschied erkannt. wenns zwickt, ruf ich an unddie sagen, wann ich am besten mit viiiiel wartezeit vorbeikomme. weggeschickt oder abgewimmelt wurde ich noch nie :-/

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Hallo,

sage Ihnen einfach, dass du Privatpatient bist. Wenn du wirklich in der Praxis dann aufkreuzt und die merken, dass dem nicht so ist, dann können sie dich auch nicht einfach wieder abweisen, weil sie dir einen offiziellen Termin gegeben haben. Das zumindest empfiehlt der Gesundheitsökonom Karl Lauterbach. Zumindest bekommt man dann einen Termin und auch die Behandlung. Also ich habe es bereits gemacht. 1x. Es hat funktioniert. Ansonsten habe ich selten das Problem, dass ich keinen Termin bekomme. Beim Zahnarzt, beim Orthopäden etc. ist es relativ unproblematisch. Und mein Haus- und Augenarzt vergeben keine Termine, sodass man dort zwar Wartezeit mitbringen muss, aber trotzdem behandelt wird.

Wenn es gesundheitlich so kritisch ist, d.h. man z.B. einen eingeklemmten Nerv im Rücken hat oder was weiß ich, kann man notfalls auch erst mal Tabletten, z.B. Ibuprofen nehmen oder man geht direkt zum Krankenhaus (--> Wartezeit).

Diese Diskrepanz zwischen den PKV- und GKV-Patienten ist in in jedem Fall nicht zu leugnen. Die PKVen werden von den Ärzten bevorzugt, da sie für diese einen wesentlich höheren Satz bekommen als für die GKVen. Ein niedergelassener Arzt würde finanziell ohne die PKVen gar nicht über die Runden kommen.

Am Quartalsende wird es für die Ärzte ebenfalls schwierig, da sie von der Krankenkasse nur ein begrenztes Budget zur Verfügung gestellt bekommen. Im Übrigen wurde im Zuge der Finanzlöcher in den Krankenkassen auch darüber debattiert, ob die Patienten wirklich für jeden Arztbesuch eine Gebühr bezahlen sollen? Dies halte ich für Schwachfug, da es immer noch genügend chronisch Kranke bzw. Geringverdiener gibt, bei denen die Zuzahlungspflicht höchstens bei 1-2% vom Bruttogehalt liegt. Es gibt genügend Menschen, bei denen diese 1% oder 2% relativ schnell erreicht sind und die dann von jeglicher Zuzahlungspflicht bzgl. Praxisgebühr und Medikamente ganz befreit sind. Von daher hätte die Krankenkasse immer noch ein Problem, die Finanzlöcher zu stopfen, weil dann genau die Personen, die sowieso von den Gebühren befreit sind, auch häufiger zum Arzt gehen. Ich finde auch nicht, dass man es den Patienten vorschreiben kann, wegen welchen Leidens sie zum Arzt gehen, wie oft sie zum Arzt gehen etc. So etwas zu reglementieren, wäre eine absolute Unverschämtheit und hat mit dem Sozialstaat definitiv nichts mehr zu tun... Wenn z.B. genau festgelegt wird, ab welchem Leidensdruck man wirklich zum Arzt gehen darf!!! Also wirklich...

LG

Die_Extravertierte

Mricha x1804


Also ich wurde bisher, wenn ich dringend zu einem Facharzt musste, immer danach befragt, was denn auf der Überweisung steht - und danach bkam ich meinen dringenden Termin immer zeitnah ( und dass man dann mal 1 Stunde warten muss finde ich nicht schlimm).

Ich selbst bin Zahntechniker und muss immer wieder feststellen, dass manche Patienten einach absolut unverschämt ankommen. Da kommt man am Freitag um 12 Uhr daher und fragt nicht, ob die Prothese wohl noch gemacht werden kann, sondern da wird dann einfach verfügt: brauche ich bis 16 Uhr wieder !!! Bei so einem Auftreten geht bei mir garichts. Sorry, hab um 13 Uhr Feierabend, kommen sie am Montag wieder.

ICh denke einfach, dass oftmals der richtige Ton weiterhilft - ich bin zumindest damit immer gut gegefahren.

Dass Privatpatienten besser behandelt werden ist doch klar. Ohne die Privatpatienten kann doch keine Praxis überleben - und der bürokratische Aufwand ist um ein zig-faches höher bei den Pflichtversicherten. Ich hab ne Zeit lang in einer reinen Privat-Praxis gearbeitet, das war einfach traumhaft. Endlich konnte man alles abrechnen, was man gemacht hat. Ich kanns nur zu gut verstehen, warum immer merh Ärzte umstellen.

S>ilvevrPLearIl


Ich bin selbst Arzthelferin und weiß leider sehr genau, dass viele Ärzte einen Unterschied machen zwischen Kassenpatient und privat versichert.

Ich bin nur froh, dass unser neuer Chef das nicht macht. Da würden wir als Helferinnen aber auch komplett nicht mit machen. :|N

Ich arbeite in einer Chirurgischen Praxis die auch für sämtliche Berufsunfälle in der Gegend verantwortlich ist. Wir haben freie Sprechstunde und die Pat. wissen, dass sie jederzeit kommen können. Es ist aber natürlich so, dass wir zum Einen dadurch oftmals überlaufen sind, zum anderen aber natürlich auch Notfälle eintreffen die dann nicht warten können.

In diesen Fällen sagen wir den Pat. dann bescheid, ob sie in der Praxis warten wollen, nochmal gehen wollen oder ein anderes Mal wieder kommen möchten, was in dem Falle dann einfach Nachmittags oder zwei Tage später wäre.

Einen akuten Notfall würden wir NIE wegschicken. Genauso find ich als Helferin es selbstverständlich, dass wenn eine Mama kommt und ein Baby daheim zu stillen hat und es ihr echt net gut geht, dass ich sie dann etwas vorziehe. Das gilt aber auch für Pat. wo ich z.B. weiß, dass sie wieder auf den Bus müssen.

Wenns irgendwie geht, gehen wir immer auf die Patienten ein.

Jedoch muss auch ich sagen, dass bei manchen Pat. einfach was quer läuft. Ich meine, ein Pat. der seit 4 Wochen Rückenschmerzen hat und bei uns sind grad 3 Notfälle dran, kann einfach nicht erwarten, dass er am gleichen Vormittag noch dran kommt. Und was wir uns in solchen Situationen anhören müssen ist manchmal wirklich mehr als unverschämt! >:(

Wie dem auch sei. Ich denke letzten Endes sollte man nur als Arzthelferin arbeiten, wenn man seinen Beruf wirklich liebt, denn ansonsten ist man für den Arzt und die Pat. fehl am Platz weil genau diese Kolleginnen bringen unseren Berufsstand so in verruf. Dieser Job ist nun mal net supergut bezahlt für die Arbeit die wir leisten. Aber das wissen wir auch schon vorher.

Ach ja, im übrigen ist es bei uns in der Gegen ansonsten bei den Orthopäden/Radiologen/HNOs usw. leider auch üblich, dass man 2 - 4 Wochen auf nen Termin warten muss. *:)

t=euyfelchexn03


kuckuck... *:) *:)

kann ich jetzt nicht wirklich verstehen ??? ???

aufgrund meiner krankheitsgeschichte muss ich wirklich o f t zum doc.

wenn´s akut ist... auch meistens o h n e termin.

und bisher bin ich noch immer am gleichen tage bei dem jeweligen facharzt drangekommen. das man wartezeit mitbringt, dass ist selbstredend...

termine beim radiologen ca. 1-3 wochen. und wenn´s akut ist, dann auch schneller.

wünsche euch noch einen schööööööööönen sonnnnntag ;-)

lg *:) *:)

Dfie_E'xtrhav"ertier>te


Es besteht im Übrigen auch noch die Möglichkeit, dass man sich von seinem Hausarzt einen Termin beim Facharzt ausmachen lässt. Das habe ich auch schon mal machen lassen, wenn es wirklich akut war.

SNil8ver}Pearxl


Nur sträuben sich da viele Hausärzte dagegen... Frag mich aber nicht warum.

D>ie_Ext{rRaverUt2ierte


gut, das ist bei meinem aktuellen Hausarzt auch der Fall; aber wenn er sieht, dass er mir selbst nicht helfen kann, macht er für mich die Termine auch aus. Wenn der Arzt es für nötig befindet, dass eine schnelle Untersuchung/Behandlung stattfindet, dann gehen die Fachärzte auch darauf ein. Meiner Erfahrung nach.

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