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Behandlung verweigert trotz Notfall

mGau>sepr>inz hat die Diskussion gestartet


Bin gerade so sauer. Seit heute morgen kann ich meinen rechten Arm nicht mehr bewegen und hab wahnsinnige Schmerzen auch in Ruhe. Bin daraufhin zu meiner Hausärztin, die meinte, dass das unbedingt geröntgt werden müsse und hat mir eine Überweisung als Notfall fertiggemacht. Ich sollte damit zu einer Unfallchirurgie-Praxis in der Nähe, sie meinte zu mir, ich käme auf jeden Fall bei denen ran und die würden sich neben dem Röntgen auch um die Schmerzen kümmern.

So weit, so gut, ich bin dorthin und sah gleich am Eingang: Privatsprechstunde. Hab mir aber nichts dabei gedacht, da ich ja laut meiner Hausärztin ein Notfall war. Ich hab der Arzthelferin erzählt, worum es geht und als ich meinen Überweisungsschein rausholte, meinte sie sofort, sie nähmen keine Patienten mehr an, es wäre voll. Alles andere interessierte sie gar nicht, als Notall müsse ich eben ins Krankenhaus fahren. Wirklich sinnvoller Tip, ich bin vor Jahren mal am frühen Abend in die Notaufnahme gefahren und wurde dort gefragt, warum ich nicht tagsüber beim Arzt gewesen wäre. Verständlich, wenn man sieht, was in den Notaufnahmen los ist.

Nach einer sinnlosen Diskussion mit der dummen Person bin ich dann wieder zu meiner Hausärztin, die mich erstmal mit Schmerzspritzen versorgt hat. Die Schwester meiner HA war ziemlich geladen, als sie meine Story hörte und meinte, das könne nicht sein, dass ich dort einfach weggeschickt wurde, zumal dieser Arzt ein D-Arzt wäre.

Der Meinung bin ich allerdings auch und will das nun nicht einfach so hinnehmen. Hat jemand Erfahrungen mit Behandlungsverweigerung bei Notfällen, was macht man da am besten, wo wirkt eine Beschwerde am nachhaltigsten?

Danke *:)

Antworten
Ephema3ligerO Nut`zerS (#3x25731)


Ich würde mich erst mal an die KK wenden und dann an die Kassenärztliche Vereinigung.

tKhe-cGavexr


Warum? Die Praxis hat sich korrekt verhalten: Voll ist voll - und der Arzt ist verantwortlich für die korrekte Versorgung *seiner* Patienten, nicht für den Rest der Welt. Er darf also gar nicht mehr Patienten annehmen, als er behandeln kann. Für Notfälle ist der zuständige Notdienst der KV da, oder eben die nächste geeignete Klinik.

Es ist auch völlig legal und üblich, gewisse Zeiten für Privatpatienten zu reservieren - niemand kann einen Arzt zwingen, seine gesamte Arbeitszeit in die Behandlung von Kassenpatienten zu stecken.

Und mit der D-Arzt-Zulassung hat das ganze schon mal gar nichts zu tun, der D-Arzt spielt nur eine Rolle im Behandlungsverfahren bei Arbeitsunfällen - hier ging es ja wohl um eine Erkrankuing, keinen Arbeitsunfall (sonst hätte es ja keinen Überweisungsschein gegeben).

Grüße

K#nacxks


Ich finde es ganz erfrischend, dass "Arzt" ein normaler Beruf wird wie Klempner oder Tischler.

Der Kunde kann seinen Dienstleister (Arzt) wählen, aber der auch seine Kunden.

mUaunsepxrinz


@ the caver

du schreibst immer den gleichen Kram, bist wohl selber Arzt. Legitim hin oder her, ich finde es moralisch einfach nur völlig verkommen. Davon abgesehen, denk ich schon, dass eine Beschwerde was bringen wird und das werde ich auch tun.

Ich finde es ganz erfrischend, dass "Arzt" ein normaler Beruf wird wie Klempner oder Tischler.

Dann sollten sie auch nach Klempnertarif bezahlt werden ;-)

@ mellimaus

danke, hab ich auch so gedacht

R.umo-xw


Ob caver Arzt ist oder nicht, ist eigentlich egal. Er hat einfach Recht!

Ich hatte vor 2 Wochen ein ähnliches Problem. Ich hatte eine Schnittwunde, die genäht werden musste. Es war spät nachmittags. Ich bin nicht zum Hausarzt - dass das genäht werden musste, hab ich auch ohne ihn erkannt. Fachärzte waren voll oder hatten keine Sprechstunde.

Ich habe also nicht lange rumgeweint, sondern beim ärztlichen Notdienst angerufen und gefragt, was ich tun soll. Dieser riet mir ins Krankenhaus zu fahren. Also hab ich mich telefonisch im Krankenhaus angemeldet und bin hingedüst.

Ok! Ich muss sagen, dass ich dort nicht wirklich gut versorgt wurde. An der Anmeldung nannte ich mein Problem (klaffende Schnittwunde). Ich wurde ohne Begutachtung ins Wartezimmer verfrachtet und musste 3 Stunden warten. Gott sei dank hatte ich selbst einen Druckverband daheim gemacht, sonst wäre ich wohl verblutet! ]:D Aber wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätte ich immernoch zur Anmeldung gehen können um um einen Verband zu bitten.

Wisst ihr, die Ärzte in Deutschland haben es nicht mehr so schön. Sie verdienen viel zu wenig für die Verantwortung die sie tragen und bekommen von überall Seitenhiebe.

Natürlich wäre es nett gewesen, wenn sie dich dazwischengeschoben hätten.. und ja, ich würde zu dem Arzt auch nicht mehr gehen, aber eine Anzeige wird keinen Erfolg haben, da der Arzt nicht falsch gehandelt hat. (gestorben wärst du an der Verletzung ja sicher nicht)

Also... bisschen mehr Verständnis für Ärzte (nein, ich bin keiner und werde auch nie einer) und einfach selbst die Initiative ergreifen.

KCamikJazi0x815


Bei akuten Notfällen darf ein Arzt wohl die Behandlung nicht verweigern. Ich würde auf jeden Fall mal bei der Krankenkasse anrufen und mich informieren, wie dei Lage da nun aussieht.

[[http://www.merck-pharma.de/service/dasaktuellethema/protestaktionen.htm]]

Zfwackx44


Sehr erfrischend geschrieben, Rumo-w!

Ärzte definieren "Notfälle" halt auch anders als die betroffenen Patienten. Solange es nicht lebensgefährlich erscheint ....

@ mauseprinz

Wenn ich mich in Deine Argumentation hineindenke, gehört zu einer vollständigen Beschwerde wohl auch der Nachweis, dass die wartenden Privatpatienten weniger schwer erkrankt waren als Du. Kannst Du diesen Beweis führen?

A)ndy16u0471


ja bei akuten notfällen,nen bissel auweh und ne eingeschränkte funktionalität eines armes stellen nun aber alles andere als einen notfall dar.

B=inaxmaus


Mir ist nicht ganz verständlich, warum viele Patienten so reagieren wie mauseprinz. Habe ich einen Wasserrohrbruch (um beim Beispiel Klempner zu bleiben), rufe ich einen Klempner an, den ich kenne. Wenn er aber keine Zeit hat (und das soll ja vorkommen...er hat noch andere Kunden und hat nicht auf diesen einen Anruf gewartet), wende ich mich genauso an einen Notdienst...und muss auch da je nach Dringlichkeit Schlange stehen.

Wieso sollte es bei Ärzten anders sein? Auch sie sind nur Menschen und können weder zaubern noch sonst irgendwas...und auch sie dürfen ihre Kunden aussuchen wie schon einige Male geschrieben wurde. Wo ist das Problem, in eine Notaufnahme eines nahegelegenen Krankenhauses zu fahren? Sei dir sicher, dass du sofort drangenommen wirst, wenn dein Leben auf dem Spiel steht. Steht dein Leben nicht auf dem Spiel, kommen eben diejenigen, deren Leben auf dem Spiel steht (oder die vor dir in der Schlange waren) zuerst dran.

Davon abgesehen: Wer Schmerzen hat, dem sind auch 3h nicht zu lange. Macht man am selben Tag nichts mehr, vergehen ja 12-24h bis zum nächsten Tag...was sind dagegen 3h Wartezeit mit anschließender Schmerzfreiheit bzw. einer Behandlung, die dazu führt.

Außer der Alternative mit dem Krankenhaus bin ich mir sicher, dass es irgendwo im Umkreis der nächsten 50km noch ein anderer Arzt seine Praxis hat und über ein Röntgengerät verfügt...mit anderen Worten: Man hätte es ja auch noch woanders versuchen können...warum ausgerechnet genau dieser Arzt? Für solche Dinge sind Orthopäden zuständig, alle dieser Berufsgruppe verfügen meines Wissens über ein (für ihren Beruf notwendiges) Röntgengerät und auch alle sind berechtigt, dir genannte Schmerzspritzen zu geben...

Wieso also das Theater? Bei einer anderen Berufsgruppe wäre es für jeden von uns selbstverständlich, sich Alternativen zu suchen...warum nicht auch bei Ärzten so?

K#amik]azi0811x5


ja bei akuten notfällen,nen bissel auweh und ne eingeschränkte funktionalität eines armes stellen nun aber alles andere als einen notfall dar.

Soweit ich weiß, gehören Schmerzpatienten (insbesondere akute Schmerzpatienten) mit zu den "Notfällen", die von Ärzten behandelt werden müssten. 100% sicher bin ich mir da allerdings nicht. Und aus dem Grund würde ich auf jeden Fall die Krankenkasse anrufen.

Ich hatte mal das zweifelhafte Glück mit einer schweren Nierenbeckenentzündung ca. 10 Ärzte durchzutelefonieren, bevor ich mich dann beim 11. einfach ganz dreist ins Wartezimmer gesetzt habe. Von dem hab ich dann auch gleich den Anschiss kassiert, weshalb ich nicht früher komme..ist ja schließlich nicht ohne und potentiell lebensgefährlich..blabla %-|

lYerlche8x2


Ich hätte da auch gar nicht so ein auflebens gemacht, sondern wär einfach in die nächste Notaufnahme gefahren, die dürfen dich nicht wegschicken, aber dort muss man halt mal paar Stunden Wartezeit in Kauf nehmen, da dort ja nun wirklich nach Dringlichkeit gearbeitet werden muss.

Ich würde mich erst mal an die KK wenden und dann an die Kassenärztliche Vereinigung.

Und was sollen die machen?! Die werden das zur Kenntnis nehmen, dir vllt noch den Posteingang bestätigen und das wars dann auch schon wieder. Die kennen die aktuellen Situationen in den Arztpraxen und Notaufnahmen und haben keine Skrupel, trotzdem wegzurationalisieren, wo sie nur können und wollen, da wird sie sowas kaum interessieren. Leider.

J+uwelexz|*


Aufjedenfall Kassenärztliche Vereinigung.. Das kanns ja wohl echt nicht sein. Sauerei ist sowas.

Bei meinem Vater wurden damals sämtlich OPs um Tage verschoben weil Notfälle dazwischen kamen. Sogar er hat damals angemessenen Schadensersatz bekommen, weil sich sein gesundheitlicher Zustand immer mehr verschlechtet hat.

TCrin"i24


Binamaus :)^

B}ananen&Kompiott


Ich habe mir gestern ganz übel den Finger Gequetscht in einer Autoschiebetür!

Bin auch direkt zum Arzt gedüst,war aber noch so höfflich und hab gefragt ob ich Nachmittags oder andern Tag am Vormittags kommen könnte,als sie hörte was passiert war wurde ich ohne wenn und aber dran genommen!

Aber wenn mir der Arm weh tut,dann rufe ich an und frage wann sie was frei haben und Schildere ihnen mein Problem,danach entscheiden sie wie dringend es ist!

Achso ,ja der Finger ist gebrochen und Gequetscht ,aber ich hätte trotzdem gewartet wenn es nicht anders gegangen wäre,den mein Arzt ist auch nur ein Mensch!

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