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Arztdaten löschen?

L=uxcy hat die Diskussion gestartet


ich hab aus verschieden gründen (zb umzug, nicht zufrieden gewesen usw.) manchmal mehrere ärzte für das gleiche,... z.b. 2x einen frauenarzt, mehrere ZA...

bald zieh ich wieder um und werde mir dann da einen suchen.

kann man eig bei den ärzten dann anrufen und verlangen, dass meine akte gelöscht wird? oder geschieht das automatisch, wenn man längere zeit nicht kommt?

Antworten
Ubltionangeli


Soweit ich weiß kannst du dir deine Akte geben lassen und dann deinem neuen Arzt geben.

Ltila


Soweit ich weiß, sind die Ärzte verpflichtet, die Krankenakten eine gewisse Zeit lang aufzubewahren. Du kannst darum bitten, dass deine Krankenakte an den aktuellen Arzt geschickt wird, damit der einen Überblick über deine Krankengeschichte bekommt. Was stört dich daran, dass die deine Akte haben? Ich denke, da hast du keine Chance (die löschen zu lassen).

LYucHy


die Krankenakten eine gewisse Zeit lang aufzubewahren.

das versteh ich auch, klar! aber danach?? spricht doch einer löschung nichts entgegen?!

Was stört dich daran, dass die deine Akte haben?

gegenfrage: warum sollen sie meine akte, d.h. alle daten + intime details über mich jahrelang aufbewahren, wenn ich diesen arzt nie wieder aufsuchen werde?

L%ila


Antwort: Weil sie per Gesetz dazu verpflichtet sind! Nach dieser Aufbewahrungsfrist werden die Daten ohnehin gelöscht, da musst du nichts weiter unternehmen.

E?hemali9ger_ Nuftze;r (#32|5731)


ich glaube die Daten müssen 10 Jahre aufbewahrt werden um Behandlungen nachweisen zu können. Davor wird eine Praxis nichts machen

L^ucy


Nach dieser Aufbewahrungsfrist werden die Daten ohnehin gelöscht, da musst du nichts weiter unternehmen.

sicher? aber nur, wenn man dann nicht wieder in die praxis kommt oder?

d8oloAmixti


sicher?

Die Krankenakten in Praxen müssen 10 Jahre archiviert werden, nach dieser Zeit kann der Arzt sie löschen. Wenn er allerdings genügend Lagerraum oder PC-Speicher hat, kann es auch sein dass er sie länger aufbewahrt. In Krankenhäusern müssen die Akten sogar noch länger aufgehoben werden, glaube ich.

tQhe-cxaver


So pauschal kann man das nicht sagen: Die 10 Jahre stimmen zunächst mal in aller Regel - so stehts zumindest in der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer. Die ist aber nicht rechtsverbindlich, es gelten jeweils die Bestimmungen der zuständigen Landesärztekammer. Innerhalb dieser Frist *darf* der Arzt die UNterlagen nicht vernichten/löschen. Ob es in Deinem Bundesland 10 Jahre sind (keine Ahnung, ob das alle Landesärztekammern so übernommen haben), sagt Dir die Berufsordnung der Ärzte Deines Bzundeslandes.

Aber: Je nach Art er Daten gibt es noch weitere Aufbewahrungsfristen, z.B. für Röntgenbefunde, Strahlentherapien, Transfusionsdaten (bei letzteren z.B. 15 Jahre).

In der Regel heben Ärzte die Unterlagen 30 Jahre auf, weil dann die letzten Verjährungsfristen für Ansprüche von Patienten aus Behandlungsfehlern enden - so lange sollte man nachweisen können, das man alles richtig gemacht hat.

Wenn Du die Vernichtung vorher verlangst, muss der Arzt das tun, soweit keine anderen Bestimmungen (s.o.) entgegenstehen. Aaaaaaber: Es wäre ein dumme Idee, das zu verlangen. Im Falle eines Arzthaftungsprozesses ist nämlich die Akte ein wichtiges Beweisstück, die der Arzt zu seiner Verteidigung benötigt. Hast nun Du selbst dafür gesorgt, dass diese Akte vernichtet werden musste (das wird der Arzt mit Sicherheit doklumentieren), kann er dies durch Deine Schuld nicht mehr - also wird insoweit die Beweislast umgekehrt und Du musst seine Fehler beweisen. Beispiel: Du verklagst einen Arzt, weil Du über die Komplikationsmöglichkeiten der Behandlung nicht aufgeklärt wurdest und anschließend eine Komplikation erlitten hast. Normalerweise müsste der Arzt beweisen, dass er dich ordentlich aufgeklärt hat (z.B. anhand von Aufklärungsbnögen mit Anmerkungen, Unterschrift u.s.w.). Das hast Du ihm unmöglich gemacht, also wird der Richter die Beweislast umkehren und *Du* musst beweisen, dass Du über Kompliukation X *nicht* aufgeklärt wurdest. Wie willst Du das machen?

Mit anderen Worten: Vor 10 Jahren läuft in der Regel nix, danach kann man es - je nach Art der Datenevtl. verlangen, das bringt aber nur dem Arzt Arbeit (der muss ja erst mal schauen, ob keine längeren Aufbewahrungsfristen greifen) und Dir Nachteile im Falle einer Auseinandersetzung.

Grüße

CZhaisrRev*olutixon


Wie sieht es denn bei Kindern aus, werden die Akten da auch nur 10 Jahre aufbewahrt?

Khatthleenb Sxarah


Meine Cousine hatte als Säugling eine Gehirnentzündung. Sie hat letzten Monat, fast 30 Jahre danach, ihre Untersuchungsergebnisse angefordert und auch bekommen. Auch bei Kindern werden schon seit langem die Akten aufbewahrt.

u0nkoQmpliz)iert


@ Kathleen

nei stationären Behandlungen ist die Aufbeahrungsfrist im allg. 30 Jahren, ie 10 Jahre gelten bei ambulanter Behandlung sagt zumindest Tante google

K?athlkeen Saxrah


@ unkompliziert

Ich meinte ja die stationäre Behandlung. Ich dachte das wäre bei einer Gehirnentzündung bei einem Säugling klar. Ich hatte mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Sorry.

uonkom5plixziert


ja dieses mal ohne Tippfehler

bei stationär ist 30 Jahre normal

C9haiHsRevoaluhtion


Wie kann man denn Untersuchungsergebnisse anfordern?

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