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Antrag beim Versorgungsamt sinnvoll?

pAepxs hat die Diskussion gestartet


Eine Freundin hat mich vor Kurzem gefragt warum ich eigentlich keinen Antrag beim Versorgungsamt stelle.

Diagnosen:

Hypertonie {I10.90G}

Hyperlipidaemie, familiär {E78.4G}

Hashimoto Thyreoiditis {E06.3G}

Haemoglobinurie unklarer Genese {R82.3G}

Hiatushernie {K44.9G}

Refluxösophagitis {K21.0G}

Fructose-Malabsorption {K90.9G}

Z.n. lap. Sigmaresektion wegen rez. Divertikulitis {K57.32Z}

Migräne {G43.9G}

rez. Zervicalsyndrom {M54.2G} bei HWS-Streckfehlhaltung {M53.82G}

chron. rez. Dorsolumbalgie {M54.5G} bei linkskonvexer Kyphoskoliose d. LWS mit deutlicher Torsionskomponente LWK 3 {M41.99G}

Z.n.Sulcus-Ulnaris-Syndrom li. {G56.2LZ}

AC-Gelenks-Arthrose li. {M19.81LG}

Z.n. Tuberculum majus Fraktur li. 12/07 {S42.24LZ}

Teilablösung des ventralen Labrums li. 12/07 {S43.4LG}

dislozierter knöcherner Ausriss d. ulnaren Seitenbandes re. 12/07 {S63.4RZ}

Talusfraktur 3/09 {S92.1LZ}

Kapselriss Fußgelenk 3/09 {S93.6LZ}

Außenbandteilruptur OSG 3/09 {S93.2LZ}

Operationen:

lap. Sterilisation 4/98

lap. Cholecystektomie 1/02

diagnostische Laparoskopie 12/07

offene Reposition des ulnaren Seitenbandes re.(Mitek-Anker) 1/08

offene Schulter-OP li. (vordere u. untere Acromionplastik, Bursektomie und Rotatorenmanschettenrevision) 5/08

lap. Sigmaresektion 10/08

Neurolyse und Subcutanverlagerung des N. ulnaris li. Ellenbogen 10/09

Was nicht aus den Diagnosen hervorgeht: Ich habe eine Bewegungseinschränkung nach der OP am Daumen und immer wieder mal Darmprobleme.

Reicht das eigentlich aus, oder kann ich mir die Arbeit sparen?

Hat jemand Erfahrung oder kennt sich damit aus?

Antworten
s.unshMine8x3


Ich denke mal da solltest du Erfolg haben. Am besten möglichst viele Befunde der Ärzte dem Antrag beifügen. Dann geht es schneller. Die Untersuchung im Versorgungsamt ist meist nur sehr oberflächlich und meist darauf aus, den Grad möglichst niedrig zu halten.

p$epxs


Ich komm mir da aber irgendwie blöd vor. :-/

s_unshi8ne8x3


Ging mir ganz genauso. Ich hab mich jahrelang dagegen gewehrt, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, dann bin ich irgendwie für den Rest meines Lebens gebrandtmarkt. Aber ist man doch sowieso schon. Ein Freund hat mich dann letztendlich davon überzeugt, welche Vorteile dieser Schein mit sich bringt.

cZlau dia0x7


Hallo Peps,

du solltest unbedingt einen Antrag stellen,- sind ja eine Menge Diagnosen.

Ich selber habe auch einen Antrag und habe 60% unbefristet bekommen.

Ich möchte dir gerne noch einige Tipps dazu geben:

1.

Fülle den Antrag aus, nenne in dem Antrag deine Ärzte und die Krankenhäuser in denen du in den letzten ca. 5 Jahren in Behandlung warst.

2.

Lege---KEINE-- Berichte zu den dem Antrag!!! Der Grund ist folgender, manche Versorungsämter entscheiden nach Aktenlage, dann lesen die dort nur die 'Berichte, und urteilen dann,- meisten nicht zu Gunsten des Antragstellers!

Oft gibt es dann nur 30 Prozent, dass nutzt dir garnichts!

3. Wichtigster Punkt.

Gehe zu deinen Ärzten, die du angegeben hast, erzähle ihnen dass du einen Antrag gestellt hast und bitte sie, wenn das Versorgungsamt sich meldet, dass sie in ihrem Bericht dann deine ------Einschränkungen im Alltag----- im Bericht genauestens beschreiben.

Das ist wichtige Punkt, das Versorgungsamt muss wissen, dass du erhebliche Einschränkungen im Alltag hast, nur dann bekommst du überhaupt einen Behinderungsgrad.

Eine andere Möglichkeit ist es dem VDK Sozialbund beizutreten, kostet glaube ich 4,50 im Monat, dann brauchst du nur zu einer Vertretung zu gehen und alle Unterlagen dort abzugeben, dann wird alles für dich gemacht.

Sie würden dich notfalls dann auch vor Gericht vertreten, und dich auch bei z. B. Rentenfragen helfen.

Wenn du einen Behinderungsgrad erhälst, kanst du damit Steuern sparen, es gibt Ermäßigungen, du kannst früher in Rente und noch so einiges mehr....

Es lohnt sich, aber nur wer auch krank ist erhält diese Vergünstigungen.

Drück dir die Daumen

Claudia

p.eps


du solltest unbedingt einen Antrag stellen,- sind ja eine Menge Diagnosen.

Ich selber habe auch einen Antrag und habe 60% unbefristet bekommen.

Glaube nicht dass ich auch auf 60% komme. :-/

Ab wann rentiert es sich den steuerlich?

s`un/shinQe8x3


Guck mal auf folgende Seite: [[http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/main/tabelle.htm]]

Dort bekommst du eine Größenordnung, welchen GdB du in etwa bekommen wirst. Von diesem Grad ist dann auch die steuerliche Erleichterung abhängig. Dazu gibt es auch Tabellen im Web. Musst mal suchen, weiß jetzt nicht die Seite, wo ich das gefunden habe.

Sbilb_e(rmondxauge


Ab wann rentiert es sich den steuerlich?

ab 50%

ausserdem würdest du 5 Urlaubstage mehr erhalten

du hättest besseren kündigungsschutz (keinen vollständigen aber besseren)

pQexps


Kann mir nicht vorstellen dass ich 50% bekomme, dazu bin bestimmt zu gesund. ;-) Außerdem will ich mich nicht vor meinem HA blamieren, :-/ der hätte mir das doch bestimmt empfohlen wenn es sich rentieren würde.

p4epxs


da fehlt ein ich

dazu bin ich bestimmt zu gesund.

seunshnine83


Ich würde es an deiner Stelle zumindest versuchen. Viel Erfolg!!!!!!

p#eps


Vielleicht frag ich mal meinen HA was er darüber denkt. :-/

cHlaudixa07


Hallo Peps,

ist ja lange her, aber ich wollte mal fragen was bei dir so passiert ist.

Hast du einen Antrag gestellt?

Ich finde bei den Diagnosen steht dir ein Behinderungsgrad zu, wem sonst?

Dass du dich bei deinem HA blamierst ist - entschuldige- Blödsinn, oder dein HA ist ein unverständiger Arzt.

Also ran an den Antrag und keine Bedenken wegen - es steht mir nicht zu! Du hast 100% das Recht auf einen Grad der Behinderung!!!:)^ :)^

Als ich beim VDK zwecks Antrag war und ich auch ähnlich nachfragte.

ob es bei mir Sinn macht,- sagte sie mir:

dass es Menschen gibt, die einen Antrag stellen, weil der HA 1-2 mal einen erhöhten Blutdruck fesstgestellt hat, aber die keine Medis brauchen und auch sonst keine Erkrankungen da sind.

Und die wundern sich dann über eine Ablehnung!!! Und wollen dann noch vom VDK dass die den Antrag durchsetzen!!:(v

Ich drücke dir die Daumen und melde dich mal was es ergeben hat.

Claudia

p`e]pxs


Hast du einen Antrag gestellt?

Bis jetzt noch nicht :=o. Momentan bin ich bei einem Rheumatologen zur Abklärung wegen Verdacht auf Vaskultis.

Das Ergebnis möchte ich auf jeden Fall abwarten.

S'unflAow?er_x73


Steuerlich rentiert es sich (minimal) schon ab 30%...

Trotz der vielen Diagnosen berichtest Du letztlich aber "nur" eine Bewegungseinschränkung am Daumen und Darmprobleme. Wenn Du nicht dauerhaft mehr Beschwerden oder Einschränkungen hast, dürften kaum mehr als 30 oder 40% bei rausspringen - leider.

Aber einen Versuch ist es wert, zumal man ja auch immer noch einen Antrag auf Verschlimmerung stellen kann, wenn es schlechter wird.

Ich habe für ein sehr kaputtes Knie erst 20% bekommen, nach Widerspruch 30, nach 2 Jahren Sozialgerichtsverfahren 40. Befristet.

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