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Werden Privatpatienten bevorzugt?

H'axaze hat die Diskussion gestartet


Heute morgen hörte ich im Radio eine Werbung für eine private Krankenkasse mit dem Satz: Nie mehr warten beim Arzt dank Privatversichert.

Nun, ich bin seit längerer Zeit Privatpatient, aber meine Ärzte scheinen das durch die Bank weg nicht mitbekommen zu haben. ]:D Ich komme weder schneller dran als vorher, noch habe ich sonst irgendwelche Vorzüge, die man als gesetzlich Versicherter nicht hat.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Werden Privatpatienten tatsächlich bevorzugt?

Antworten
KHet:zerixn


Naja, in der Werbung wird ja viel erzählt. %-|

Ich war bisher schon beides, Privat- und Kassenpatient.

Schneller einen Termin bekam ich bei meinen Ärzten als Privatpatient auch nicht.

Im Wartezimmer mußten alle etwas warten, so mein Eindruck.

Einige Ärzte sollen ja sogar getrennte Wartezimmer für Privat- und Kassenpatienten haben, aber auch das ist bei meinen Ärzten nicht der Fall.

K?e$tz|erin


:)D

H:aaxze


Scheint hier keine Privatpatienten zu geben außer uns beiden?! ;-D

A4le<onoxr


Meine Oma hat als Privatpatientin ihre Termine beim Rheumatologen wesentlich schneller bekommen.

scunshixne83


Privatpatient ist für mich das Zauberwort, wenn ich schnell an einen Termin kommen will. Ist zwar nicht so ganz fair, aber als Privatpatient kommt man viel schneller an einen Termin.

GIourxmeta


Es gibt Ärzte, die haben sogar extra Privat-Sprechstunden. Ich denke aber, es geht da weniger um die Zeit im Wartezimmer als bei der Terminvergabe für bestimmte Untersuchungen.

Hast du das in der Presse mitbekommen, was dieser Professor Broelsch aus Essen von sich gegeben hat: Er behandle erst Reiche, dann Politiker, dann Privatpatienten und dann Kasenpatienten. Also schon eine Vier-Klassen-Medizin.

Mein Mann ist Privatpatient und wartet bei unserem Hausarzt genau so lange wie ich.

RcubDy90


Ich bin Pricatpatient. Meistens läuft das so ab.

Ich;: : "Hallo. Ich wollte gerne mal den Doktor sprechen,mir gehts nicht gut."

XY: " Aha. Worum gehts?"

Ich: " Ach, sie sind der Doktor, ich dachte sie wären die Sprechstundenhilfe! Ist ja lustig!"

XY: "Wollte ja nur wissen worum es geht! Außerdem hat der Doc viel zu tun, also müssen Sie mit SEHR VIEL WARTEZEIT rechnen!"

Ich: " Ja das ist okay!"

SIe: " Krankenkassenkarte?"

Ich: "Ich bin privatversichert!"

Sie: " oh, dann gehen Sie doch durch in Zimmer 3, der Doktor kommt gleich!"

Fazit: Meiner Meinung nach wird man als Privatpatient bevorzugt!! Bin aber gespannt wie andere das sehen.

M0äuysekexn09


Naja, es gibt ja auch Ärzte, die nur Privatpatienten behandeln. Mein Zahnarzt zum Beispiel. Muss sagen, hat beides vor- und Nachteile... Ich bin froh Privatpatient mit Beihilfe zu sein, jedoch muss ich natürlich alles vorstrecken.

Aber man bekommt schon schneller Termine, meine Erfahrung zumindest, und andere Dinge auf Rezept... Nasenspray zB...

B;umble2beex2


Ich hatte vor einigen Jahren mal so ein Erlebnis. Meine Kinder und mein Mann sind privat versichert, ich gesetzlich. Vor einigen Jahren als unsere Größere noch ein Kleinkind war hatte sie am Wochenende abends mal ganz furchtbaren Husten. Ich bin jetzt keine hysterische Mama die am Wochenende den Arzt wegen Kleinigkeiten aus der Wohnung holt, aber bei Verdacht auf Pseudo-Krupp mit Atemnot war mit dann doch nicht wohl. Ich also in der Praxis beim Notdienst angerufen (nächste Ortschaft) und das Problem geschildert. Da fing der gute Doc erstmal zu diskutieren an ob er denn nun wirklich kommen müsse und ich wäre ja nichtmal Patient in seiner Praxis usw. Nach einiger Diskussion hat sich der gute dann doch auf den Weg gemacht, sind ja immerhin 5 Minuten gewesen von einem Dorf zum anderen *achtungIronie*. Als er dann nach der Versichertenkarte des Kindes gefragt hat, hab ich ihm gesagt daß die Kleine privat versichert ist. Was meint Ihr wie nett und dienstbeflissen der auf der auf einmal war....? Das war aber bisher der einzige Vorfall dieser Art.

Ende Februar hab ich mal bei einem Hautarzt angerufen um für meine zwei Mädels einen Termin zu machen. Der nächste freie wäre der 08.April oder so gewesen. Wenn ich jedoch gesagt hätte daß die Kinder privat sind denke ich schon daß da noch eher was gegangen wäre...

Bpie`ne8x1


10 Jahre im Gesundheitssystem gearbeitet. Und ja, Privat Patienten werden bevorzugt. Gutes Besipiel dafür, mein Gyn, dort gibt es zwei Wartezimmer. Im Privatpatienten Zimmer gibt es sogar Kaffee und Kekse als auch DVD und TV. In meinen Augen ist das absolut naja... Aber alles nur, weil bei Privatpatienten mehr abgerechnet werden kann. Hier bekommt man halt Geld für jeden Patienten und jede Untersuchung und nicht nur einen bestimmten Betrag pro Quartal. Trotzdem bin ich der MEinung gleiches Recht für alle. Es kann halt nicht jeder man in eine Private Versicherung. Ich bekäme zum Beispiel keine, weil ich chronisch krank bin. Ausser natürlich ich versichere meine Grunderkrankungen nicht mit.

Gruss

P^aulxa1


Ich bin jetzt seit 9 Jahren privat versichert, vorher gesetzlich. Bei meinen "vorhandenen" Ärzten hat sich nix verändert, waren aber auch nicht viele.

Vor längerer Zeit brauchte ich dann mal einen Orthopäden. Hab verschiedene antelefoniert, manche haben gleich abgelehnt oder Termine in 6-8 Wochen angeboten. Eine Praxis hat nach der Versicherung gefragt, sowas scheidet für mich aus, denn ich hätte gern einen Arzt, in dessen Werteliste erst die Gesundheit der Patienten und dann das Geld kommt. Da, wo ich dann gelandet bin, habe ich ohne Kassenangabe einen ausreichend kurzfristigen Termin gekriegt. Zum Warten haben sie mich dann in einen kleinen behelfsmäßigen Raum geschickt, beim zweiten Besuch auch, was immer das nun war. Wartezeit war mittel.

Bei der neuen Gyn vor einiger Zeit hat auch keiner vorab nach der Kasse gefragt, beim Zahnarzt auch nicht, jetzt beim Pulmologen auch nicht. In allen Fällen gab es angemessene Wartezeiten auf den Termin und übliche Wartezeiten im normalen Wartezimmer.

Allerdings leide ich seit meiner Privatversicherung immer unter dem Verdacht, dass mehr als nötig teure Dinge gemacht werden sollen. Bei dem Zahnarzt geht mir das so, bei dem Orthopäden habe ich gefragt, ob es statt MRT nicht auch erstmal Röntgen tun würde (ja), und bei der Gyn bin ich immer noch unsicher wegen des Brustultraschalls (fam. Vorgeschichte schlecht tastbar).

Und das Heckmeck mit der Abrechnung (KV und Beihilfe) geht auch mir auch auf die Nerven, habe schon öfter an einen Rückwechsel in die GKV gedacht.

BTieZnae81


@ paula1

Das mit dem zurückwechseln ist aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich und die zu Erfüllen ist sehr schwer. Leider ist der Ausspruch einmal Privat ... immer Privat nicht ganz umsonst.

Gruss

G:ournmxeta


@ Paula1

habe schon öfter an einen Rückwechsel in die GKV gedacht.

Mach das nicht. Da bist du dann freiwillig versichert, musst jedes Jahr Verdienstbescheinigungen abgeben, danach wird dein monatlicher Beitrag berechnet, der u.U. genau so hoch, oder höher, als deine Privatversicherung ist. ( Bist du verbeamtet?). Von der Beihilfe hast du dann gar nichts mehr, bezahlst Praxisgebühr, Zuzahlung zu Medikamenten, Brille komplett selber, usw.

Der einzige Grund in die Gesetzliche zu wechseln, wäre eine Horde Kinder, die dann familienversichert wären. ;-D

U4nbek"annt_xer


Einige Ärzte sollen ja sogar getrennte Wartezimmer für Privat- und Kassenpatienten haben,

Mein Dermatologe hat das. Gibt für Privat sogar ne Espressormashcine. FInde ich aber auhc richtig so, wer mehr zahlt, soll auch mehr bekommen!

Ich: " Ach, sie sind der Doktor, ich dachte sie wären die Sprechstundenhilfe! Ist ja lustig!"

Sind wir ein bischen unverschämt? So eine Frage ist doch völlig normal, die SH muss doch die Patienten anhand Dringlichkeit einteilen und daher wissen worum es geht.

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