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Werden Privatpatienten bevorzugt?

hWyepe


Werden Privatpatienten bevorzugt?

Natürlich! Alles andere wäre eine Lüge. Vielleicht nicht bei jedem Arzt (das ist aber eher selten) aber beim beim Großteil auf jeden Fall.

Ich war als Kind privat versichert. Damals konnte ich aber noch nicht testen ob ich eher dran komm oder so weil ich damals noch nichts hatte, außer Hausarztbesuche und dort kommen alle Patienten (egal welcher Kasse) nach der Reihe (nach Erscheinen) dran. Dort wird man nicht mit Namen aufgerufen sondern man sitzt im WZ (es gibt nur eins) und dann tutets immer dann steht der der als erstes da war auf und so gehts dann immer weiter bis man an der Reihe ist.

Nun bin ich gesetzlich versichert seit zwei Jahren und musste eigtl dabei auch nicht sonderlich lang warten. War seither einmal beim Gyn und durfte sogar am gleichen Tag kommen weil ich ein Problem hatte und wurde innerhalb einer halben Stunde dran genommen, weil ich auch wieder auf Arbeit musste. Und beim Augenarzt hats für einen Termin 2 Monate gedauert aber als ich dort war kam ich ziemlich schnell dran.

Ich selber arbeite im Gesundheitswesen und bei all meinen Klassenkameradinnen in der Berufsschule gilt das gleiche beim Arzt: Private werden bevorzugt. Dort gibts auch welche bei denen der Arzt im Privatwartezimmer DVD und sowas hat. Das haben wir aber nicht. Und bei uns ist es egal wo sich die Patienten reinsetzen. Entweder in das große normale Wartezimmer oder ins kleine Privatwartezimmer. Diese zwei unterscheiden sich nur in ihrer Größe und am Ort. Also im Wartezimmer erlangt man bei uns keinen Vorzug. (Besonders weil sich da auch Kassenpatienten reinsetzen dürfen.^^)

Manchmal kann ich schon verstehen das man Private bevorzugt. Denn die braucht man als Arzt. Bei uns kommen die Kassenpatienten total oft im Quartal und dann kann man jawohl nur auf die Kassen schimpfen das man sozusagen nur für eine Behandlung bezahlt wird und dann auch noch so wenig bekommt. Außerdem kosten Igel-Leistungen bei Privaten mehr als bei Kassenpatienten. Aber anders wiederum haben die Privaten ja auch ein höheres Einkommen also kommt das ziemlich aufs selbe raus und braucht sich hier eigtl nicht ewig daran zu ergötzen das man mehr bezahlt etc. so wie es hier im Faden viele tun.

hrype


PS:Schmerzpatienten werden aber egal bei welcher Kasse sie sind sofort drangenommen. Wenn auch mit Wartezeit. Vielleicht solltet ihr wenn ihr wirkliche Probleme habt das dann auch sagen und nicht erst um einen Termin bitten. Ist doch logisch das der Termin dann später kommt wenn die an der Anmeldung denken ihr wollt einen einfachen Termin!!!

N annix77


@ Gänseblümlein

Und wenn die Kassenpatienten sich über 20 Euro Zuzahlung für die Zahnreinigung aufregen, wissen sie ja meist nicht welche Summe dahinter steht, die die Kasse bezahlt

Ich weiß nicht wo du das her hast, aber Kassenpatienten kriegen überhaupt keine Zahnreinigung bezahlt! Ich wäre froh ich würde das für 20 Euro Zuzahlung bekommen.

Gaou^rm)eta


Kassenpatienten kriegen überhaupt keine Zahnreinigung bezahlt!

Richtig. Und eine Kunststoff-Füllung kostet 30 € extra. Meinem ZA geht es so schlecht, dass Frau ZA jetzt Botox und Lippenaufspritzen anbietet. %-|

Blienex81


Also die Zahnreinigung ist NICHT ERSTATTUNGSFÄHIG bei GKV Versicherten, alles andere ist quatsch. Habe für meine 40 Euro zahlen müssen und das auch nur weil ich seit 28 Jahren zum selben ZA gehe, ansonsten wäre es teurer geworden. Ich bin froh überhaput krankenversichert zu sein, weil ich chronisch krank bin und zu meinem Glück habe ich eine Kasse erwischt, mit der ich noch nie Probleme hatte,egal worum es ging. Meine Tante hingegen ist Privat versichert und hat alles, was sie an Vorerkrankungen hat nicht mit versichert aus Geldgründen, tja jetzt hat sie den Salat, bekommt keinerlei Therapie für Ihre Migräne. Aber was das mit den Schmerzpatienten betrifft, ist leider nicht überall so. Ich habe mit einer wirklich Schmerzhaften Sache, die auch hätte sofort behandelt werden müssen,sechs Wochen auf den Termin warten müssen, weil ich GKV Patient bin. Anders wäre es gewesen wenn ich privat gewesen wäre. Das finde ich einfach schlimm.

Was viele gar nicht wissen, ist das sich viele Arztpraxen nur über die Privatpatienten noch finanzieren können,denn ohne diese gäbe es so manche Praxis nicht mehr, dank unseres Gesundheitssystems. 20 Euro brutto im Quartal, egal wie oft man kommt, ist so wenig Geld, dass es nicht zum Leben reicht. Wer glaubt einem schon, wenn man als Arzt sagt, man lebt am Existenzminimum. Keiner, ein grosses Problem. Ein Assistenzarzt im Krankenhaus verdient, wenn er Glück hat, 1700 Netto. Mehr nicht und davon sind einige Nachtdienste dabei. Ich kann jeden Menschen der im GEsundheitwesen arbeitet verstehen,wenn er auf die Strasse geht zum demonstrieren oder versucht im Ausland unter zu kommen. Das was hier läuft ist unmenschlich und frech.

Das nächste grosse PRoblem ist, dass die Pharmakonzerne hier die Preise diktieren und somit einen riesen Reibach machen. In anderen Ländern wird das staatlich kontrolliert, z.B. England. Hier kostet ein sehr gutes Rheumamedikament knappe 2000 Euro, in England nur 900 Euro. Also ist es dort definitiv bezahlbarer als hier. Wenn sich da nichts ändert, dann sind alle Leute, die kein Geld haben um ihre Gesundheit selbst zu zahlen bald alleine und ohne Hilfe. Ich bin gespannt, wenn am 1.4.die neuen Abrechnungsmodalitäten kommen, dann muss für ein Hilfsmittel ungefähr 5 Seiten Din A4 ausgefüllt werden um einen Kostenvoranschlag zu machen, wer macht das noch, woher soll die Zeit kommen,die wächst nicht an Bäumen, oder? Ich befürchte das Viele dann auf die nötigen Hilfsmittel verzichten müssen, weil es zu lange dauert, bis sie genehmigt sind.

Lieben Gruss

Abnna)len@a64


Was viele gar nicht wissen, ist das sich viele Arztpraxen nur über die Privatpatienten noch finanzieren können,denn ohne diese gäbe es so manche Praxis nicht mehr, dank unseres Gesundheitssystems.

Leider ist das so, deswegen sind für die meisten Ärzte die Privaten eben auch sehr wichtig.

Ich selbst halte zwar nichts davon die Patienten je nach Versicherung zu bevorzugen und tue dies auch nicht, aber auch für mich würde es den finanziellen Ruin bedeuten hätte ich die Einnahmen aus der PKV nicht. :-(

BDie ne81


@ annalena

Ich weiss und finde das von der Regierung absolut unmöglich. Das schlimmste ist einfach das es auf dem Rücken des schwächsten Gliedes ausgetragen wird, dem Patienten.

Gruss

MQsGo|li"ghtkly


Was viele gar nicht wissen, ist das sich viele Arztpraxen nur über die Privatpatienten noch finanzieren können,denn ohne diese gäbe es so manche Praxis nicht mehr, dank unseres Gesundheitssystems.

Erstens das und zweitens behandeln viele Ärzte wohl, wenn das Kassenpatientenbudget aufgebraucht ist, erst einmal alle Privatpatienten, weshalb die dann auch eher einen Termin bekommen. Es scheint also wirklich oft am System zu liegen, und nicht unbedingt an den Ärzten selbst.

Man hat als Privatpatient aber nicht nur Vorteile. Das kommt auch darauf an, was für eine Versicherung man sich leisten kann. Für mich als Selbständige war die gesetzliche KK einfach zu teuer und meine private Versicherung zahlt kein Krankengeld. So ein Vertrag ist nämlich sehr teuer und ein Arbeitgeber, der mit in die KK zahlt, ist eben nicht vorhanden. Also einfach mal blaumachen, wie ich das von manchen Angestellten höre, geht dann nicht. Oder Physiotherapie einfach mal mitnehmen, weil es die Kasse bezahlt, geht bei mir auch nicht.

Man bekommt schneller einen Termin, wird aber manchmal auch von Sprechstundenhilfen komisch behandelt, nach dem Motto: "Sie sind auch nichts Besseres."

Aber alles in allem bin ich trotzdem lieber in der privaten.

G)ourOmeta


@ annalena

Könntest du denn nur von P-Patienten existieren?

A!nn#al|eOna64


Könntest du denn nur von P-Patienten existieren?

Nein, leider nicht.

Leider, weil: zu der miserablen Bezahlung kommt noch das wirklich oberbesch* System der Abrechnung der GKV-Patienten dazu. (Und natürlich will ich auch meine Patienten, die mir ans Herz gewachsen sind, nicht verlieren und weiterhin gut medizinisch betreuen.)

Ausserdem kann ich nicht verordnen was ich will und was ich medizinisch für sinnvoll und notendig halte, weil ich dabei zwangsweise von der KV gegängelt werde.

Immer hängt das Damokles-Schwert des Regresses über einem. Und wenn man einen Regress von sagen wir mal 40.000,- (für 1 Jahr) zahlen muß ist der Konkurs zum Greifen nah.

Zur Erklärung: Regresszahlung = alles was oberhalb des Budgets für Medikamente und andere Heilmittel verordnet wird muß der Kassenarzt aus eigener Tasche nachzahlen. >:(

Gpä.nseb9fml5ein


Hat mir ein Kassenpatient so gesagt *schulterzuck*

H aa ze


@ hype

Ich wüsste nicht, dass ich ein höheres Einkommen habe als Privatpatient. Ich bin selbstständig und habe im Schnitt 1500€ netto. Das haben die meisten Angestellten mit einer 38-40 Stunden Woche auch, wenn nicht sogar noch mehr. Davon musste ich diesen Monat knapp 600€ an arztrechnungen zahlen. Das Geld bekomm ich nicht wieder. Und ich hatte nichts außergewöhnliches. Routineuntersuchungen

H.aazye


600€ zusätzlich zu dem KK beitragnatürlich ;-)

htypxe


Für gewöhnlich haben diese aber ein höheres Einkommen, ansonsten wären sie gar nicht privat versichert, weil man dafür einen Mindestbetrag verdienen muss um überhaupt genommen zu werden. Geschweige denn man ist Beamter.

Schau dir das nächste mal die Rechnungen genau durch ob auch wirklich das alles gemacht wurde, wenn nicht sprich mit deinen Ärzten darüber. Ansonsten sag doch einfach am Anfang klipp und klar das du auf die Extra-Leistungen verzichten willst. Dann dürftest du mit den Routineuntersuchungen nicht auf so einen hohen Betrag kommen. Außer du machst bei 5 Ärzten "Routineuntersuchungen". :=o

A,nenalen:ax64


hype

Für gewöhnlich haben diese aber ein höheres Einkommen, ansonsten wären sie gar nicht privat versichert, weil man dafür einen Mindestbetrag verdienen muss um überhaupt genommen zu werden.

DAS stimmt so nicht!

Die wenigsten sind deshalb privat versichert weil sie so "reich" sind, dass sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegen.

Die meisten Privatversicherten sind entweder selbstständig, verbeamtet oder Kinder von Selbstständigen und Beamten.

Und dieser Status hat mit dem Einkommen nichts zu tun. ;-)

Die Angestellten, die mit einem entsprechend hohen Einkommen privat versichert sind, sind dünn gesät.

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