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Arzt verklagen

Hropxpo


4- 5 Stunden das ist ja fast lächerlich, ich hab vor drei Wochen bei einer Voruterschung ganze 6, 5 Stunden auf diesen alten Narkosearzt gewartet, da das ein Freitag war und Montag die Op war konnte ich nicht einfach wieder gehn.

Bei meinem Unfallchirugen warte ich in der Regel auch immer 2,5 bis 3 Stunden, gehe meistens in die Stadt oder so und das alles nur um einmal kurz den Verband wechseln zu lassen, dabei sehe ich den Arzt vielleicht 1 minute....

S etKzexn6


Darf ich mal was von der "anderen Seite" berichten?

Mein Vater ist Kinderarzt, er arbeitet nicht selten 15 Stunden am Tag. Dann kommt er blass und müde nach Hause, isst erst einmal was, weil er tagsüber keine Zeit dazu hatte. Nicht selten berichtet er, dass Patienten-Eltern ihn im Behandlungszimmer mürrisch darauf angesprochen hätten, dass sie ja unglaubliche 2 Stunden im Wartezimmer warten mussten. Trotz Termin. Sie beschweren sich und mein Vater sagt nur: "Es geht nicht schneller, es sind so viele Patienten, es ist Grippezeit usw."

Mein Vater wurde sogar schon verbal von Patienten angegriffen, als sie ihn mit einer Tasse Kaffee im Sozialraum (Aufenthaltsraum für Arzt und Arzthelferinnen in der Praxis) "erwischten". Man brüllte ihn an, warum er die Zeit habe, einen Kaffee zu trinken, während man draußen stundenlang warten müsse.

Mein Vater isst mittlerweile tagsüber nichts mehr, trinkt den Kaffee im Laufen, ist blass, müde und magersüchtig.

Mein Vater bricht irgendwann mal tot bei der Arbeit zusammen - und selbst dann werden sich die Patienten noch beschweren, warum sie denn nich sofort behandelt werden. >:(

Ich denke, es sollte hierbei auch mal in Erwägung gezogen werden, dass ein Arzt auch nur ein Mensch ist und dass viele von ihnen bis zum Umfallen arbeiten.

H"op(po


ja das Problem ist einfach das es zuwenige Ärzte in niedergelassenen Praxen gibt, ist ja so. Trozdem denke ich planen viele Praxen nicht richtig. Aber mein Unfallarzt der vergibt keine Termine und das ist besser so ;-)

SUe/tzRenx6


Trozdem denke ich planen viele Praxen nicht richtig

Wie willst du bei 140 Patienten am Tag (!!!!!!!!) richtig planen? Der Tag hat nur 24 Stunden!

Hinzu kommen all die Kinder, die spontan im Kindergarten hingeflogen sind und am Kopf bluten, vom Wickeltisch gefallen sind, rote Pünktchen im Gesicht bekommen haben, Münzen verschluckt haben, Erbsen ins Ohr gesteckt haben, vom Fahrrad gefallen sind, vom Hund gebissen wurden, auf die Herdplatte gepackt haben, Putzmittel getrunken haben..... Soll er die wegschicken?

tDhe-Acavexr


Mein Vater ist Kinderarzt, er arbeitet nicht selten 15 Stunden am Tag. Dann kommt er blass und müde nach Hause, isst erst einmal was, weil er tagsüber keine Zeit dazu hatte.

140 Patienten am Tag

Offenbar läuft in dieser Praxis (und im Kopf des Kollegen) etwas gewaltig schief: Die einzig logische Konsequenz in dieser Situation besteht darin, keine neuen Patienten mehr anzunehmen - alles andere ist fahrlässig!

Natürlich neigt man dazu, aus einem Gefühl der Verantwortung heraus mehr Patienten zu behandeln als man eigentlich kann, gerade in unterversorgten Gebiete. Wer aber unbedingt alle behandeln will, wird irgendwann alle schlecht behandeln - und dann gar keinen mehr, weil er irgendwann aufgibt.

Abgesehen davon: Gerade bei hohen Patientenzahlen kann man gut planen, weil ja die Zahl der zu erwartenden Notfälle auch in etwa kalkulierbar ist. Eine Praxis, in der es ständig zu stundenlangen Wartezeiten kommt, hat ein Organisationsproblem.

Grüße

S<ingutxe


da hat einer zuviel zeit und dämliche foreneinträge zu verfassen.

So dämlich ist der Start-Post vermutlich gar nicht. Man siehe nur wie viele Menschen er beschäftigt. :-D

Siguté

SMiguxte


PS: das Thema Privatpatient versus Normalpatient ist ziemlich kontrovers und interessant aber auch brisant..

W,ich>telmjanxn


So ein Quatsch.

Hört mal bitte auf mit dieser Mitleidstour,von wegen der arme Arzt ist im Dauerstress und Co.

Das akzeptiere ich vielleicht Nachts in der Ambulanz einer Klinik aber nicht bei einem Arzt mit Praxis.

Dieser hat dafür Sorge zu tragen,dass nur so viele Leute einen Termin am Tage kommen wie zumutbar.Viele Ärzte hauen doch maßlos Termine rein,nur um schön Prämie zu bekommen,es ihr Beruf sie haben ihn gewählt und die Bezahlung ist alles andere als schlecht

Warte ich länger als 2/3 Stunden ,sage ich Tschüss,richte einen Gruß bei meinen Bekannten aus,das dieser Arzt es nicht hinkriegt nur Termine zu geben, wenn es möglich ist.

Zitat:"Hinzu kommen all die Kinder, die spontan im Kindergarten hingeflogen sind und am Kopf bluten, vom Wickeltisch gefallen sind, rote Pünktchen im Gesicht bekommen haben, Münzen verschluckt haben, Erbsen ins Ohr gesteckt haben, vom Fahrrad gefallen sind, vom Hund gebissen wurden, auf die Herdplatte gepackt haben, Putzmittel getrunken haben..... Soll er die wegschicken?"

Diese Sachen sind etwas für die Ambulanz einer Klinik,tw. wohl auch für den RTW,Schluss aus fertig.Ich sehe nicht ein länger warten zu müssen nur weil immer und immer wieder was dazwischen kommt.Ich zahle viele Gebühren und möchte auch eine annehmbare Leistung.

LXian-zJ?ill


das Thema Privatpatient versus Normalpatient ist ziemlich kontrovers und interessant aber auch brisant..

Finde ich nicht.

JJasmi`nda7x5


So ein Quatsch.

Hört mal bitte auf mit dieser Mitleidstour,von wegen der arme Arzt ist im Dauerstress und Co.

Das akzeptiere ich vielleicht Nachts in der Ambulanz einer Klinik aber nicht bei einem Arzt mit Praxis.

Ich persönlich denke nicht, dass es "Quatsch" ist.

Es gibt Ärzte die unter Alkohol, Tabletten und noch Schlimmeres stehen, damit sie ihr Arbeitspensum, also die Patienten, alle unter einen Hut bekommen.

Da fällt mir spontan unser "Dorfarzt" ein. Er hat seeehr viele Patienten, die alle versorgt werden müssen. Er geht auf Hausbesuche, bevor die Praxis um 8 Uhr öffnet. Erledigt danach seine Arbeit in der Praxis und nicht selten wird nach 18 Uhr, also Praxisschluss wieder Hausbesuche gemacht. Danach fährt er wieder in die Praxis und erledigt dort weitere Arbeit.

Ich selbst war bei diesem Arzt schon um 23 Uhr in der Praxis. Habe dort auch schon 4 Stunden mit hohem Fieber gesessen.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich den Arzt dann gewechselt habe.

Meine persönliche Erfahrung ist, umso größer die Praxis ist (also je mehr Ärzte es gibt) umso besser läuft die Planung in den Praxen.

[^Mart2iencLhenx]


Das akzeptiere ich vielleicht Nachts in der Ambulanz einer Klinik aber nicht bei einem Arzt mit Praxis.

Dieser hat dafür Sorge zu tragen,dass nur so viele Leute einen Termin am Tage kommen wie zumutbar.Viele Ärzte hauen doch maßlos Termine rein,nur um schön Prämie zu bekommen,es ihr Beruf sie haben ihn gewählt und die Bezahlung ist alles andere als schlecht

DAS halte ich für Quatsch und unausgegorene Vorurteile. Insbesondere das mit den "Prämien". :|N Du solltest Dich mal n bisschen mit dem System der gesetzlichen Krankenkassen beschäftigen, bevor Du etwas "Schlaues" schreibst. N Arzt kriegt auch nicht mehr, als die Kasse vorgesehen hat. Es sei denn, er rechnet Leistungen privat ab.

Ich habe im Übrigen etliche Ärzte im Verwandten und Freundeskreis und denen geht es ganz ähnlich wie dem Vater von Setzen6.

J@undaklixa


Dieser hat dafür Sorge zu tragen,dass nur so viele Leute einen Termin am Tage kommen wie zumutbar.Viele Ärzte hauen doch maßlos Termine rein,nur um schön Prämie zu bekommen,es ihr Beruf sie haben ihn gewählt und die Bezahlung ist alles andere als schlecht

Klar, die Prämie beträgt pro Patient pro Quartel an die 30 Euro.... bei Kassenpatienten.

Dafür würde ein Klempner nicht mal den A.sch hochkriegen....

zzuza


und diese 30,-/quartal sind ebenso falsch und anscheinend bewusst irreführend. wie sich die einnahmen aus der gkv zusammensetzen, kann man übrigens bei der kbv nachlesen - und so auch die weitergabe von falschinformationen vermeiden.

und ja: endlose wartezeiten sind das ergebnis einer schlechten arbeitsorganisation - auch dies gehört in den bereich betriebswirtschaft, was viele mediziner bereits im studium vernachlässigen. dass wartezeiten aufgrund von notfällen auftreten, ist vollkommen normal und wird auch sicherlich von anderen patienten akzeptiert; das hieraus mehrstündige wartezeiten entstehen (wie hier angesprochen 4-5 hrs), ist sicherlich nicht normal!

und natürlich kostet auch den patienten das wahrnehmen von terminen geld - direkt oder indirekt den AG. bei selbständigen sind dies leicht 150,-/hrs - würde ein arzt mehrere stunden verdienstausfall in kauf nehmen, nur weil der handwerker seine arbeitsorganisation nicht im griff hat? mediziner nehmen doch oftmals einen sonderstatus in anspruch, den sich andere dienstleister nicht zu erträumen wagen. bei einer derartigen dienstleistungsmentalität hätte der handwerker nämlich bald keine kunden mehr!

SNunflCowerx_73


Mein Chirurg ist i.d.R. mind. 10 Stunden in der Praxis. Oder länger. Es gab auch schon Momente, wo ich nach langem Warten um 20.30h drankam - und er zwar müde war, sich aber Zeit nahm.

Bei meiner HÄ (3 Ärzte in der Praxis) werden feste Termine vergeben, man kann aber auch jederzeit so vorbeikommen "mit Wartezeit". Die Termin-Patienten werden dann relativ terminnah versorgt; die "Wartepatienten" immer mal zwischendurch. Da warte ich auch nie länger als eine gute Stunde - und war schon öfter jemand, der dann den Ablauf durcheinanderbrachte, indem er sich als ziemlich akuter Notfall entpuppte, der Telefonate mit Krankenhaus etc. auslöste.

Was Verdienstausfall angeht:

Physiotherapeuten und Psychotherapeuten KÖNNEN nicht eingehaltene Termine privat in Rechnung stellen. Mein Physio hat eigentlich die 2-Tages-Regelung; die aber bspw. bei Krankheit nicht greift. Man weiß ja nicht 2 Tage vorher, dass man krank wird.

Ich arbeite als Psychologin an einer Ambulanz und wir sind angehalten, kurzfristig abgesagte Termine (d.h. weniger als 2 Werktage vorher) in Rechnung zu stellen (40€ Ausfallhonorar im Gegensatz zum Kassensatz von ca. 75 oder bei Privatpatienten je nach x-fachem Satz ein deutliche höhere Summe). Ich mache es selten bzw. nutze es irgendwann als disziplinarische Maßnahme, wenn Leute immer wg. "verschlafen" und ähnlichem absagen. Wenn jemand 80km fährt und wg. Stau nicht kommen kann oder krank wird, muss es nicht sein.

Im Gegensatz zu einem Arzt, der viel weniger Zeit einplant für den einzelnen Patienten, halte ich dieses Ausfallhonorar bei Physiotherapeuten und bei Psychotherapeuten für gerechtfertigter: Wenn dann ein Patient nicht kommt, hat man effektiv Leerlauf und Einkommensverlust. Wenn mir ein Patient eine Stunde oder so vor dem Termin absagt, bekomme ich den nicht mehr vergeben. Sitze also quasi untätig da und habe einen krassen Verdienstausfall. Bei Physios ist es immerhin auch eine halbe Stunde, in der niemand da ist. Klar, man kann sich der Dokumentation widmen, aber es bleibt der Verdienstausfall. Ich werde bspw. nur anteilig an der Ambulanz bezahlt (ca. 30% von dem, was die Kassen für die Sitzung zahlen). Ich bin auf das Geld angewiesen, und wenn ich x kurzfristige Absagen habe und manchmal 3 Stunden in Reihe niemand kommt, dann ist es für mich ein echtes Problem. Wobei der klägliche Anteil des Ausfallhonorars, der bei mir ankommt, da auch nicht wirklich hilft.

Ein Arzt geht doch tendenziell ins Wartezimmer und ruft den nächsten Patienten auf, da Termine doch i.d.R. im 15-Min.-Takt vergeben werden. Je flexibler Patienten kommen können, desto geringer ist für mich der Schaden für den Arzt.

S/u(nfloweDr_73


Thema "schlechte Praxisorganisation":

Ich bekomme bei allen erwähnten Ärzten innerhalb von ca. einer Woche einen Termin - auch wenn ich dann mal warten muss. Das kann man als schlechte Praxisorganisation ansehen.

Mein Ma wohnt in einer Kleinstadt - und hat oft das Problem mit unendlichen Wartezeiten auf Termine. Der Augenarzt hat ihr gestern für Ende Juli einen Termin anbieten können, trotz (subakuter) Beschwerden. Da sind dann die Wartezeiten fast gegen Null gehend, aber was habe ich davon, wenn ich MONATE auf einen Termin warten muss?

Da sind mir schnelle Versorgung und ein paar Stunden Wartezeit einfach lieber.

Und es gibt ja auch Möglichkeiten, die Wartezeit zu umgehen: Wenn ich mich auf einen 7.30h-Termin einlasse, kann ich damit rechnen, dass sich noch keine lange Warteschlange gebildet hat und auch noch keine großartigen Notfälle in der Praxis sind. Wenn ich aber lieber oder aus beruflichen Gründen nachmittags einen Termin will, dann wird's halt schwieriger.

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