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Wie selbsttändig machen im Gesundheitswesen?

N)utuellxa1 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich bin gelernte Arzthelferin und habe den Wunsch mich im medizinischen Bereich selbsständig zu machen. Allerdings gehen mir langsam die Ideen aus. Hatte mal überlegt eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen und anschließend weiter zur Osteopathin, allerdings dauert schon die Ausbildung zur Osteopathin 5 Jahre und kostet eine Menge Geld und vor allem Zeit, was einfach nicht machbar ist wenn man Vollzeit arbeitet. Und als reine Heilpraktikerin sieht es auch nicht so gut aus, es gibt mittlerweile zu viele. Weiß jemand von euch ob man sich z.B. als "mobile Arzthelferin", d.h. ähnlich wie bei einer Sozialstation selbsttändig machen kann? D.h. zu den Patienten heim fährt, Medikamente verabreicht, Spritzen gibt, Verbände wechselt, usw..... Oder hat vllt jemand noch Alternativen?

Bin über jede Antwort dankbar! :[]

Antworten
G9rie\suxh1


Hi, ich weis ja nicht was ihr euch so darunter vorstellt in der ambulanten Pflege selbstständig zu machen. Das was du so beschreibst und vorhast geht überhaupt nicht.

Du kannst eine Zulassung als Einzelpflegekraft bekommen. dann musst du aber für jeden Patient ( Kunden) und mit jeder zuständigen Kasse neue Verträge aushandeln. Abgesehen davon, dass du eine Ausbildung zur AP oder KP haben musst.

Behandlungspflege, so wie du es beschreibst, dürfen Einzelpflegekräfte überhaupt nicht ausführen. Wenn du überhaupt eine Einzelzulassung bekommen würdest, zählst du, als Arzthelferin, als ungelernte Pflegekraft und dürftest Grundpflege und Hauswirtschaft erbringen. Behandlungspflege ist für dich absolut Tabu !!!

Du würdest den selben Bedingungen wie ein zugelassener PD unterliegen. Das heißt 24 Stunden tgl. an 365 Tagen erreichbar zu sein. Du hast die gleichen Qualitätssicherungen zu erbringen, angefangen von der Dokumentation bis hin zu regelmäßigen Fortbildungen.

Denke auch daran, dass du dich Renten, Kranken, Pflegeversichern musst. Musst deine Einkommenssteuern, evtl. auch Gewerbesteuer bezahlen. Du brauchst diverse Versicherungen, musst dich bei der Berufsgenossenschaft und der IHk anmelden, das kostet auch noch Beiträge.

Vergesse nicht, deine Fahrzeug und Verwaltungskosten.

Ich habe immer so das Gefühl, dass euch gar nicht bewusst ist was da alles auf ruch zu kommt. Reich werdet ihr dabei auf jeden fall nicht.

Schaue bei Gooogle unter SGB XI und SGB V bei Einzelpflegekraft nach. Dort findest du alles was du wissen musst.

Ajleo=nor


Es gibt einzelne Projekte zur "Landkrankenschwester" (ich komm nicht mehr drauf wie das genannt wurde) um in ärztlich unterversorgten Gebieten die Versorgung sicherzustellen und die vorhandenen Ärzte zu entlasten.

SRilkexK.


Sich als Arzthelferin selbständig zu machen, ohne weitere spezifische Ausbildungen zu haben, ist kein leichtes Ding. Ich bin selbst Arzthelferin und wollte im letzten Jahr, als ich auf Jobsuche war, beim ambulanten Pflegedienst einsteigen. Als Hilfskraft wäre das durchaus möglich gewesen, aber ohne Ausbildung zum AP bzw. KP hatte ich da ansonsten keinerlei wirklich gute berufliche Chancen. Und Gehaltsmäßig war ich als Hilfskraft da auch nicht wirklich gut gestellt.

Im Bereich Hauswirtschaft hätte ich durchaus arbeiten können, da man ja als Arzthelferin während der Ausbildung vieles in Sachen Hygiene etc. lernt. Da hätte man mich gerne in Haushalten älterer Leute gesehen. Aber halt als Haushälterin und auch nebenbei zur "Beschäftigung" der älteren Herrschaften. Da war ich aber nicht wirklich für geschaffen. Nicht, weil ich nicht täglich nur Hausarbeit anderer Leute erledigen möchte, sondern weil ich nicht tagtäglich ältere Menschen beschäftigen möchte. Für mich muss ein Job herausfordernd und auch mal abwechslungsreich sein. Von daher war das letztendlich für mich keine Option.

Sich selbständig machen....daran hab ich auch schon oft gedacht...müsste nicht mal im medizinischen Bereich sein. ABER: Die ganzen Voraussetzungen, die man alle erfüllen muss, die Ausgaben, die man regelmäßig zahlen muss (unterschiedliche Versicherungen, Steuern usw.) und die Kosten, die natürlich auch ständig zu decken sind.....da braucht man schon einen guten Start und eine gute Idee, um wirklich erfolgreich starten zu können. Und natürlich auch dauerhaft davon leben zu können.

Bei uns im ländlichen Bereich hätte man als Einzelpflegekraft wohl kaum eine Chance, da es mehrere ambulante Pflegedienste gibt, die sehr qualifizierte Pflegekräfte beschäftigen und mit den Krankenkassen alles geregelt haben. Dann arbeite ich lieber in einer Arztpraxis im Angestelltenverhältnis, habe mein geregeltes Einkommen und kenne meine Arbeitsgebiete.

Wünsch Dir alles Gute und hoffe, dass Du für Dich den richtigen Weg findest!

GAriepsuxh1


Schaue einmal diesen Link:

[[http://www.pflegerechtsberater.de/aktuelles/aenderungen-der-sozialen-pflegeversicherung-durch-das-pflegeversicherungsweiterentwicklungsgesetz.html]]

oder hier:

[[http://dejure.org/gesetze/SGB_XI/77.html]]

Evtl. huilft das weiter

LG

NHute.llax1


Also erst mal vielen Dank für eure Antworten! Habe mir schon fast gedacht das es nicht so einfach geht sich als Arzthelferin irgendwie selbstständig zu machen, nun habe ich ja die Bestätigung.

Nun muss ich mir einfach nochmal überlegen ob ich mich damit abfinde einfach als Arztheferin in einem normalen Angestelltenverhältnis zu arbeiten oder mich evtl doch noch dazu durchringe mich zur Osteopathin weiterzubilden.

??? ???

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