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Organspendeausweis

an.fis^h


Auch wenn die Entscheidung von Angehörigen getroffen wird, bin ich mir sicher, dass sich das niemand leicht macht. Jeder in einer solchen Situation wird sich bemühen, im Sinne des Verstorbenen zu handeln und nur das tun, was das Gewissen und das Wissen um den Willen dieses Menschen zulässt.

Wenn Du nicht möchtest, dass Deine Angehörigen für Dich entscheiden, Hasenreich, kannst Du doch einfach einen Organspendeausweis bei Dir tragen und die Spende ausschließen. Das beseitigt alle Unklarheiten und macht es im Falle eines Falles sehr viel einfacher für alle Beteiligten.

ak.fisxh


Nochmal kurz OT:

Das EU-Siegel ist m.E. nicht viel wert.

Das EU-Siegel ist noch einmal etwas anderes als das staatliche (deutsche) Bio-Siegel, was ich oben verlinkt habe.

Htase*nrweixch


a.fish

Ich möchte jetzt nicht alles wiederholen, Du kannst gern in meinen Beiträgen dieser Dikussion nachlesen was ich zu meiner persönlichen Regelung diesbezüglich geschrieben habe. Ich beziehe mich vielmehr auf die Unsitte in unserem Land, trauernde Angehörige im Schock um Organspende zu bitten bzw zu bedrängen. - Und man kann einfach nicht etwas spenden was einem gar nicht gehört, man kann nicht für andere entscheiden, das ist der leidige Punkt auf den ich hinauswill.

mYea] culpxa


@ Hasenreich

"Die Chance, mit einem Organspendeausweis auch tatsächlich irgendwann Spender zu sein, ist denkbar gering."

Sagst Du dies auch noch, wenn plötzlich und unerwartet Dein Ehepartner, Kind, Bruder oder Schwester als Spender herhalten muss?

Du scheinst mich missverstanden zu haben. Ich würde hoffen, dass ich im Falle eines Unfalltodes noch Organspender sein kann, dasselbe gilt für meine Angehörigen (die alle Organspender sind). Meine Aussage bezog sich darauf, dass viele hier Angst vor einer möglichen Spende haben, darum der Hinweis, dass die Chance dafür denkbar gering ist. Am Beispiel 2005: von 830.000 Toten kamen 3777 Organe, oft sicher mehrere vom selben. Somit ist die Wahrscheinlichkeit Spender zu sein zwischen und 0.25 % und 0.45 %.

a/.fixsh


Ich beziehe mich vielmehr auf die Unsitte in unserem Land, trauernde Angehörige im Schock um Organspende zu bitten bzw zu bedrängen.

Ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine Unsitte oder gar eine Sitte handelt, oder ob das Dein subjektiver Eindruck aufgrund von negativen Erfahrungen ist. Dennoch bleibt das, was ich gesagt habe: niemand "muss herhalten" - das ist eine Formulierung, die wieder das Bild vom leichenfleddernden Organräuber heraufbeschwört, der gierig den gerade Verstorbenen aus den Händen seiner Liebsten reißt - ich bitte Dich.

Leider müssen Angehörige manchmal solche Entscheidungen treffen - wie auch beispielsweise die noch viel schrecklichere Entscheidung über lebenserhaltende Maßnahmen. Wer seine Angehörigen nicht in eine solche Situation bringen möchte, sollte sich beizeiten um eine klare Regelung kümmern.

meea cAulpa


meine Angehörigen (die alle Organspender sind)

Hoppala, ich meinte natürlich potentielle Organspender. ;-)

H)as6enrexich


mea culpa,

ich hatte Dich insofern missverstanden, dass Du und vor allem auch Deine Angehörigen mit einer Organentnahme einverstanden wären. Das ist dann auch völlig ok.

Auch Deine Aufrechnung mag zahlenmäßig stimmen - was ich meinte, war, dass eben diese Aufrechnung, denen, die gerade im Schock befragt werden nicht hilfreich ist. Im Gegenteil: Sie sind diejenigen, an denen diese Aufrechnung vorbeizulaufen scheint, denn sie sind jetzt dran zu entscheiden. Verstehst Du, was ich meine?

Und deshalb, a.fish, tut es mir leid, wenn ich da in dieser Frage nicht mit Dir übereinstimmen kann. Ich halte die Befragung von Angehörigen im Schock nach wie vor für eine totale Unsitte, denn sie sind gar nicht fähig in einer solchen Situation solche Entscheidungen zu treffen!

Was die anderen Entscheidungen betrifft, die Du angesprochen hast, so sind dies Entscheidungen, die die Angehörigen nicht im Unfallschock treffen müssen. Das ist ein Unterschied. Meist betrifft dies ältere Menschen, die schon länger pflegebedürftig sind.

Und was die "lebensverlängernden" Maßnahmen betrifft, so ist auch die Organspende eine lebensverlängernde Maßnahme - denn Spender müssen "vorbereitet" werden, es werden bestimmte Untersuchungen gemacht, Blutabnahmen usw., die, wären sie keine Organspender, nicht vorgenommen würden.

Ein betroffener Angehöriger sagte zu mir, dass die Maschinen einen Tag früher abgestellt worden wären, hätte er der Organspende seines Sohnes im Schock nicht zugestimmt.

Es geht mir um die spezielle Befragung im Unfallschock, die alles erschwert. Man könnte diese Menschen auch einfach in Ruhe lassen, das gebietet m.Ansicht nach jegliches Anstands- und Pietätsgefühl - zumal der Abschied nach einem Unfall sowieso viel zu kurz ist.

Keran<keSxr


Ich hatte einen jahrelang... war sehr aufgeschlossen gegenüber Organspende... mußte aus gesundheitlichen Gründen den Ausweiß vernichten da ich als Spender nicht mehr geeingnet bin... nicht einmal meine Augenhornhaut wäre gut !!!! Das einzige was gehen würde sind die Gehörknöchelchen aber dann wars das auch schon... Schade drum...

j.ungeZ Katzxe


Ein betroffener Angehöriger sagte zu mir, dass die Maschinen einen Tag früher abgestellt worden wären, hätte er der Organspende seines Sohnes im Schock nicht zugestimmt.

Vielleicht sollte man einfach einmal über Organspende nachdenken und mit seinen Angehörigen darüber reden. Dann muss man nämliche diese Entscheidung unter "Schock" auch nicht mehr treffen, weil da bereits klar ist, ob gespendet werden soll oder nicht. Mein Vater müsste darüber nicht unter "Schock" nachdenken, weil er weiß, dass ich spenden möchte und auch ein Organspendeausweis vorhanden ist. Dafür sind die nämlich gedacht.

mWea *culpxa


@ Hasenreich

Auch Deine Aufrechnung mag zahlenmäßig stimmen – was ich meinte, war, dass eben diese Aufrechnung, denen, die gerade im Schock befragt werden nicht hilfreich ist. Im Gegenteil: Sie sind diejenigen, an denen diese Aufrechnung vorbeizulaufen scheint, denn sie sind jetzt dran zu entscheiden. Verstehst Du, was ich meine?

Es ist natürlich schwierig, klar zu sagen, wie man reagieren würde, wenn die Situation bisher noch nicht eingetroffen ist. Ich bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, dass ich mich für eine Spende entscheiden würde. Wenn ich mir das beispielsweise bei meiner Mutter vorstelle wär ich mir sicher, dass sie das hätte wollen. Es ist eben eine letzte gute Tat.

Ich halte die Befragung von Angehörigen im Schock nach wie vor für eine totale Unsitte, denn sie sind gar nicht fähig in einer solchen Situation solche Entscheidungen zu treffen!

Es lässt sich leider nicht vermeiden, wie stellst dir das vor? Warten wir drei Monate bis die Angehörigen damit klar kommen?

Ein betroffener Angehöriger sagte zu mir, dass die Maschinen einen Tag früher abgestellt worden wären, hätte er der Organspende seines Sohnes im Schock nicht zugestimmt.

Ein Tag wird ja jetzt nicht wirklich ein Problem sein bzgl. lebensverlängenden Maßnahmen? Das Problem beginnt, wenn das Abschalten ewig rausgezögert wird, aber über Stunden oder einen Tag zu diskutieren halte ich für lächerlich.

j\ungeo Kxatze


Es geht mir um die spezielle Befragung im Unfallschock, die alles erschwert. Man könnte diese Menschen auch einfach in Ruhe lassen, das gebietet m.Ansicht nach jegliches Anstands- und Pietätsgefühl – zumal der Abschied nach einem Unfall sowieso viel zu kurz ist.

- In Ruhe lassen kann man sie nur, wenn der hirntote Patient weiter an den Maschinen hängt und sie sich von ihrem "Schock" erholt und Abschied genommen haben.

- Man die Angehörigen nicht mehr mit einbezieht und nur noch nach der Existenz des Organausweises und dem darin festgelegten Willen des Patienten geht. Auch gegen den Willen der Angehörigen.

- Die Organspende abschafft.

mweas culpxa


- In Ruhe lassen kann man sie nur, wenn der hirntote Patient weiter an den Maschinen hängt und sie sich von ihrem "Schock" erholt und Abschied genommen haben.

Nicht mal das gilt immer, nach einem Unfall kanns ja durchaus vorkommen, dass nur noch wenig Zeit bleibt bis der Körper des Opfers endgültig versagt.

KCranikexSr


Meines Erachtens wird heutzutage in kleineren Häusern eh zu wenig nach Organspende gefragt... ds kommt oft nur in Frage wenn derjenige schon Tage auf Intensiv ist/war und stabil ist... aber bei akuten "Opfern" wird garnicht gefragt...

Haasenre{ich


"...Man die Angehörigen nicht mehr mit einbezieht und nur noch nach der Existenz des Organausweises und nach dem festgelegten Willens des Patienten geht." - bzw wenn nichts festgelegt ist folgerichtig auch nichts entnimmt: das wäre der Idealfall - nämlich die ENGE Zustimmung, bei der NUR der Betreffende selbst entscheidet!

jUung,e Ka0tze


Dann sollte aber jeder einen Organspendeausweis besitzen müssen.

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