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Organspendeausweis

M5eere5sbxaby


Solche Kampagnen sind gut, müsste es bei uns auch geben. Denn das Thema ist viel zu sensibel, als dass man irgendwen für seine Entscheidung gegen Organspende verurteilen könnte.

MMeis]teYr_oGl<anz


Es gibt auch kein Recht der Allgemeinheit auf die Organe ihrer "Mitglieder". Spenderorgane sind Geschenke. Und die sind freiwillig. Und ob jemand schenken oder beschenkt werden will, liegt in der persönlichen Entscheidung. Ohne Begründung.

Kzadhi dyxa


Aber wenn Herz & Co. versagen, siehts mit dem Spenden ganz schlecht aus.

Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt, ich habe die Einzelheiten nur noch unklar im Kopf, denn es ist lange her.

Es ging jedenfalls darum, ab wann der Zeitpunkt des Todes festgestellt wird – da gibt es ja verschiedene Indikatoren.

Mir ist noch als Beispiel in Erinnerung, dass Menschen die Zeit x ohne schlagendes Herz verbrachten und wiederbelebt wurden, nach der Debatte (deren Urheber und Kriterien ich nicht mehr weiss, ich glaube, es war irgendein französischer Arzt, bin mir aber unsicher) zufolge aber schon als Spender in Frage kämen.

Das Schlag-tot-Argument der missionierenden Organspende-Gegner war dann natürlich, dass man ja nie weiß, wonach es dann gilt und das ist ja voll gefährlich blabla..

Mich hat diese Debatte nicht beeindruckt – es ist nur eine Debatte – allerdings gab es mir zu denken, dass ich mich ja quasi auf dem Laufenden halten muss, wie die Bestimmungen sind.

Das möchte ich nicht.

daher schrieb ich was von Hirntod in meinen Spendeausweis.

Sdunflo_wer_x73


Der eingetretene Hirntod ist Voraussetzung für eine Organentnahme – da im Gegensatz zu einem (vorübergehenden) Herzstillstand der einzig zuverlässige Indikator. Wenn Hirntod, dann auch Zusammenbruch grundsätzlicher körperlicher Funktionen, da die Steuerung durchs Hirn wegfällt.

Ich habe seit 20 Jahren einen Ausweis; die Mutter einer Freundin ist nierentransplantiert. Und Ende letzten Jahres hatten wir in der Verwandtschaft einen schweren Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma und Hirntod; da wurden die Organe (Herz, Lunge. Leber, Niere – also recht viel, war aber ein junges Mädchen anfang 20) zur Transplantation freigegeben.

MPeerPesbabxy


Dem sogenannten Hirntodkonzept traue ich sowieso nicht über den Weg. Ein "Hirntoter" ist ein Sterbender.

[[http://www.initiative-kao.de/]]

KTadhTidyxa


Also sorry, diese Seite finde ich irgendwie obskur...

Ist ein Organspender unmittelbar vor der Organentnahme eine Leiche oder ein Lebender ohne messbare Hirnfunktion? In dieser Frage nehmen Fachleute aus Medizin, Rechtswesen und Theologie gegensätzliche Positionen ein.

Das Mediziner und Theologen gegensätzliche Positionen einnehmen, dürfte keinen überraschen...

Schließlich leben 97% des Organismus zu diesem Zeitpunkt noch. Dieser Tatsache muss sich jeder bewusst sein und sich vor diesem Hintergrund eine eigene Meinung bilden.

Dieser Tatsache bin ich mir durchaus bewusst, und habe mir aufgrund dessen eine eigene Meinung gebildet, aber auf Grund der 100 %.

Nämlich unter der Frage: was ist ein Hirntod, kann man sich davon wiederholen oder besteht eine Möglichkeit, dass ich weiterleben kann – also als Persönlichkeit?

Die Antwort ist nein – also ist mir egal, ob meine Organe noch kurz funktionieren und erhalten werden können oder nicht. Mein Leben ist dann definitiv vorbei, mein Geist, meine Persönlichkeit und alles was bewusst existiert ist im Eimer.

In dem Fall – und nur in dem Fall muss man dann nicht warten, bis auch der Rest hinüber ist, sondern kann damit ein weiteres Menschenleben retten, ich habe dafür keine Verwendung mehr.

Bin ja nur ein kleiner zynischer Mensch mit leicht misanthropischen Neigungen, aber vllt wird mir dieser Akt der caritas ja beim Jüngsten Gericht angerechnet und ich komm doch noch in den Himmel rein ;-)

W$eid enfexe


Ich hab auch einen Organspendeausweis @:)

DIaggi6x8


Ja,ich habe einen.

Warum?ich glaube in dem Fall an das Gutmenschentum.Wenn ich mal schwerkrank werde,möchte ich auch nicht so einfach sterben,weil keiner Lust hatte,sein Organ zu spenden.

B\arc$elonexta


Mein Leben ist dann definitiv vorbei, mein Geist, meine Persönlichkeit und alles was bewusst existiert ist im Eimer.

:)^ So sehe ich das auch! Und wenn man dann, wenn ich sowieso nicht mehr da bin, sondern nur noch der Rest meines Körpers, darauf warten würde, bis diese Organe ihren Dienst versagen, hätte ich doch auch nichts davon. Erstens würden ein paar der Organe ja weiterleben. Ich finde das eine schöne Vorstellung, dass ich quasi in jemand anderem weiterleben kann. Ich bin tot, laufe aber in gewisser Hinsicht vielleicht in Teilen noch 10 Jahre über den Planeten. Außerdem würden ja auch ein Haufen Menschen mehr sterben, wenn man immer warten würde, bis die Organe auch wirklich tot sind. Da hat niemand etwas davon. Dass die Möglichekeit besteht, Organe zu transplantieren, halte ich für eine sehr große Errungenschaft der Medizin, und deshalb habe ich einen Ausweis.

r`o9mie


Meeresbaby

Ich stimme dir vollkommen zu, dass Menschen, die nicht spenden wollen, nicht automatisch als "Menschenhasser" verurteilt werden sollen.

Ich hätte einfach gerne gewusst, warum du dagegen bist. Welche Ängste oder Bedenken stecken dahinter?

Ich kenne zwei Menschen, die durch Organspenden gerettet werden konnten und dazu noch eine Mutter von zwei Kindern, die seit fünf Jahren schwer krank ist und dringend eine Spenderniere braucht. Soll sie, wie du es begründest, lieber an ihrer Krankheit sterben und zwei kleine Kinder ohne Mutter aufwachsen, während auf dem Friedhof brauchbare Organe verrotten? Früher mussten die Menschen an solchen Krankheiten sterben, heute besteht die Möglichkeit sie zu retten. Warum sollte man deiner Begründung folgend, diese an ihren Krankheiten sterben lassen, warum sich dem Fortschritt auf diesem Gebiet bewusst verschließen?

Wie siehst du es dann bei anderen Krankheiten oder Entwicklungen? Keine Knochenmarkspende für an Krebs erkrankte Menschen? Keine künstlichen Befruchtungen?

BIaunmstxern


Bin froh, dass man in Österreich eine Bescheinigung braucht um NICHT zu spenden, heißt jeder ist automatisch Spender.

Verstehe auch trotz Schilderungen nicht warum man nicht spenden will, aber muss ich ja auch nicht. Wäre aber schön wenn man es so festlegen kann, dass man nicht an Leute spendet die selbst nicht spenden würden. Organtransplantation ist für mich nicht die "große Gabe" sondern "Resteverwertung". Da diene ich lieber als Ersatzteillager oder den Medizinstudenten als den Würmern als Buffet. :[]

CjhaosX Totxal


Ich habe einen uneingeschränkten Organspendeausweis.

Mein Freund möchte nichts spenden und ich finde auch dann sollte man einen Ausweis bei sich tragen, in dem festgehalten wird, dass man nicht sprenden möchte. Das macht Entscheidungen für Familienangehörige leichter, wenn man weiß, was im Sinne des Verstorbenen ist. (Natürlich kann man da auch mal von Zeit zu Zeit drüber sprechen). Ich meine in Österreich ist es doch so geregelt, dass jeder Organspender ist, der nicht wiederspricht. Korrigiert mich, falls ich falsch liege. Aber ich muss sagen, dass mir diese Regelung als sinnvoller in unserer Nullbockgesellschaft erscheint. Ich finde jeder sollte die Chance haben selbst zu entscheiden, aber vielen ist es einfach egal, sie kümmern sich nicht darum und deswegen gehen viele Organe, die gespendet werden könnten, verloren. Auch da denkt mein Freund anders und ich akzeptiere das, wenn ich auch bei meiner Sichtweise der Dinge bleibe. Wusstet ihr dass in Ungarn JEDER Organspender ist, auch du als Tourist, wenn du dort verstirbst?

bGexet-lejuicme2x1


Ich habe einen und ich finde man sollte wirklich (z.b. beim ersten Perso oder Führerschein) einen Organspendeausweis mit ausfüllen müssen. Natürlich mit Ja und Nein Option, aber die Entscheidung sollte man selbst treffen, ich möchte nie für andere entscheiden müssen.

Und ich finde vorher sollte jeder aufgeklärt werden was Organspende überhaupt ist, was man hier manchmal liest lässt einem ja die Haare im Nacken zu Berge stehen... also sowas wie "dann lässt man mich für den anderen sterben" etc... so ein Unsinn..

Ich denke jeder sollte sich damit in Ruhe einmal auseinander setzen müssen und dabei auch Fakten und nicht irgendwelche unkenhaften Gerüchte mitbekommen.

Ich für meinen teil denke eben auch, dass ohne Hirnaktivität alles vorbei ist.... ich bin ich weil ich denke wie ich denke. Wenn also das alles nicht mehr ist, dann bin ich auch nicht mehr.

Cwhaos T~otaxl


Ich habe einen und ich finde man sollte wirklich (z.b. beim ersten Perso oder Führerschein) einen Organspendeausweis mit ausfüllen müssen.

Ja, das finde ich auch eine gute Idee, oder das die Krankenkasse den Mitgliedern einen zum 18. Geburtstag schickt und der ausgefüllt werden muss, also ob man sich dafür entscheidet, für was genau im Speziellen oder dagegen.

b1eet`leju+ice21


Das Problem ist das viele Leute (manchmal auch zurecht) sofort zurückschrecken wenn der Staat etwas verpflichtend machen soll... egal ob es irgendwelche Führerscheine (Hund, Auto, Kind ;-) ) sind, ob es Wahlpflicht ist, oder eben hier die Pflicht sich zu entscheiden...

Man kann "den Deutschen" so leicht zu nichts zwingen, ist ja auch praktisch sich immer erst Gedanken zu machen wenn es zu spät ist... ]:D

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